Drei Kernaussagen stempelt Nokia prominent auf den Karton des 5610: "Musikerlebnis in einer neuen Dimension", "Bewegende Momente festhalten" und "Sehen und gesehen werden" - oder um es kurz zu machen: Musikplayer, Kamera und Design. Erstgenanntes sollte Grundvoraussetzung für ein Musik-Handy sein, letztgenannte gehören in hoher Qualität dagegen zum Standardrepertoire nur weniger und meist ziemlich teurer Mobiltelefeone. Schauen wir mal, wie Nokia sich das mit dem Mittelklasse-Handy 5610 XpressMusic vorstellt.
Der Lieferkarton ist dezent ausgefallen. Vor den dunklen Farben des Hintergrundes leuchten die roten Zierelemente des schicken Sliderhandys auf der Verpackung beinahe so, wie die Unterbodenbeleuchtung eines Streetracers in den nächtlichen Straßen einer Großstadt. Klappt man sie auf, wirkt das Handy in der Realität beinahe enttäuschend, aber eben nur beinahe. Unter diversen Papp-und Plastikelementen kommen zusätzlich noch Akku, passendes Ladegerät sowie das kabelgebundene Stereoheadset, Datenkabel und -CD und das 67-seitige Handbuch inklusive Index zum Vorschein.
Die 1 Gigabyte umfassende microSD-Speicherkarte wurde wie gewohnt bereits ab Werk ins Handy gesteckt. Summa Summarum schlägt sich die neue Dimension des Musikhörens nicht im Lieferumfang nieder, allerdings ist der dennoch standesgemäß zu nennen. top
Enttäuschend ist wie gesagt zu negativ ausgedrückt, allerdings sucht man links und rechts neben dem Display des Handys nach der im wahrsten Sinne des Wortes blendenden Verpackung erst einmal die im Falle unseres Testhandys rote Beleuchtung. Doch da ist keine, stattdessen befinden sich dort edel rot elloxierte Aluminiumleisten, die wunderbar mit dem Schwarz und Dunkelgrau des restlichen Sliders harmonieren. Mit Maßen von 98,5x48,5x17 mm gehört das 5610 nicht gerade zu den kleinsten Vertretern seiner Art, doch die gelungenen Proportionen und die gebotenen Features lassen Dimension und auch das Gewicht von immerhin 111 g fast nebensächlich erscheinen. Dabei sind das die Maße im geschlossenen Zustand. Öffnet man den Slider, kommen mit der rot eingefassten Tastatur weitere 3cm zum Vorschein.
Der zweite Blick fällt beinahe zwangsläufig auf den großen Schieberegler, der direkt unter dem Display seinen Platz gefunden hat und anschließend auf den großen, beinahe quadratischen Navkey. Beidseitig des Schiebereglers ist je ein kleines, weißes Lämpchen eingelassen, dessen Leuchtkraft alle paar Sekunden geheimnisvoll an- und abschwillt. An sich unnütz und vielleicht sogar stromfressend, aber ungeheuer cool.
Der NavKey hingegen deutet mit dem Aufdruck des Play- und Pausesymbols bereits eine wesentliche Funktion des 5610 an: Musikgenuss. Rings um die Navigationshilfe ordnen die Finnen auf schwarzem Grund die beiden Softkeys und die grüne Rufannahme-, sowie die rote Beendentaste an.
Oberhalb des großen Displays Platziert Nokia linksseitig seinen Schriftzug und verkündet rechts daneben, dass es sich beim 5610 um ein Kind der XpressMusic-Serie handelt. Die linke Seite des feschen Musiksliders ist schmuck- und funktionslos gehalten, die rechte nimmt hingegen die chromglänzende Lautstärkewippe und den zweistufigen Auslöser der Kamera auf. Der Fuß der roten Zora wird überraschender Weise nur von einer Halteöse für eine Trageschlaufe unterbrochen, Anschlüsse für Headset, Lade- und Datenkabel finden sich hingegen auf der Kopfseite. Dort bringt Nokia ebenfalls den kleinen, quadratischen Knopf zum Öffnen des rückseitigen Akkudeckels unter.
Apropos rückseitig: Hier setzen die Finnen ganz auf mattes Dunkelgrau und - leider - Plastik. Am oberen Ende der einteiligen Akkuabdeckung finden sich Löcher sowohl für den aus zwei LEDs bestehenden Blitz als auch die Kameralinse. Direkt daneben verkünden die Nordeuropäer stolz, dass für ein Musikhandy üppige 3,2 Megapixel samt Autofokus zum Dienst angetreten sind. Während die Rückseite in Höhe der Kamera noch glatt ist, bekommt sie zum unteren Ende hin durch zunehmend gröbere Struktur eine golfballähnliche Oberfläche. Darin sind der rote Herstellerschriftzug und einige Aussparungen für den Außenlautsprecher eingelassen.
Über das leidige Nokiathema Qualität kann man auch beim 5610 nicht hinweg sehen. Manchmal hat man als Redakteur das Gefühl, dass Nokia absichtlich kleine Fehler in seine Produkte einbaut, damit wir was zu Schreiben haben. Aber Scherz beiseite: Warum verbaut Nokia auch beim 5610 erneut eine billige Plastikkomponente als Akkudeckel, die mehr abgebrochen als –genommen werden kann? Und dann die Spaltmaße. Beim Gebrauchtwagenkauf wären solche Unterschiede, wie die der rechten zur linken Seite zwischen Sliderober- und Unterteil Anzeichen für einen Unfallschaden, bei Nokia ist das der Normalzustand. Damit weist das Oberteil im geöffneten Zustand folgerichtig Spiel auf und wackelt bei jeder Bedienung des NavKeys leicht. Der Schiebemechanismus setzt sich in der Vertikalen solcher Kritik zum Glück nicht aus, sondern gleitet widerstandsarm und angenehm straff in die Endposition. Genauso gut klappt das Einlegen der Speicherkarte, die mit einem Mechanismus gut erreichbar über dem Akku installiert wird. Direkt unter ihr wird dann die SIM-Karte eingeschoben, was im Gegensatz zur Speicherkarte nur bei ausgebautem Akku funktioniert. top
Qualitätsprobleme kann man beim LCD-Aktivmatrix-Farbdisplay nicht unterstellen. Verschwenderische 2,3 Zoll stellt Nokia dem Nutzer des Musikhandys zur Verfügung, die mit 16,7 Millionen Farben ein mehr als ansehnliches Bild projizieren. Bildschärfe und Farbtiefe sind brillant, die Schriften hätten sich aber über Antialiasing nicht beschwert und wirken so etwas kantig. Da ein Helligkeitssensor die Umgebungsausleuchtung registriert, passt das Display die Leuchtkraft automatisch an. Dies geschieht aber so dezent, dass es im Alltag kaum bemerkt werden dürfte.
Im geschlossenen Zustand findet man nur die beiden Softkeys, die Rufannahme- und die Beendentaste sowie den NavKey vor. Der Druckpunkt dieser Tasten ist gut, sogar noch etwas besser als der der restlichen Tastatur, der Tastenhub insgesamt extrem niedrig. Schiebt man das 5610 auf, kommt die von einem roten metallimitierenden Plastikrahmen eingefasste Zifferntastatur zum Vorschein. In Kombination mit dem erwähnten Tastenhub und guten Druckpunkten lädt sie geradezu zum flinken Nachrichtentippen ein, allerdings wird der Daumen dabei des Öfteren an die direkt über den obersten Tasten verbleibende Sliderkante stoßen.
Auch die Navigationstasten schlagen sich nicht schlechter, obwohl sie beim ersten Eindruck etwas labberig erschienen. Enttäuschend ist der Schieberegler zwischen Display und Softkeys. Dabei stört nicht die Qualität, sondern die mangelnde Nutzbarkeit, denn er dient ausschließlich der Schnellwahl des Radios und des Musikplayers, wobei gerade die Anwahl des Radios recht überflüssig erscheint, da es nur in Verbindung mit dem Kabelheadset funktioniert. Auf eine erweiterte Funktionalität in den Menüs oder während des Playerbetriebs verzichtet Nokia leider ganz.
Ebenfalls Kritik müssen sich die seitlichen Tasten gefallen lassen. Die Lautstärkewippe ist derart knackig ausgefallen, dass sie sich hin und wieder nach einem beherzten Druck am restlichen Gehäuse verkantete, allerdings ließ sie sich stets wieder problemlos befreien. Der zweistufige Auslöser der Kamera wirkt dagegen zu lasch, zumindest ist nicht erfühlbar, wo die erste Stufe endet oder die zweite beginnt.
Die Tastaturbeleuchtung fällt gegenüber dem peppigen Design eher langweilig aus, das einfache schmutzige Weiß erfüllt aber seinen Zweck. Lediglich die Ausleuchtung der unteren Zifferntastenreihe ist etwas schwach geraten. Allerdings ist neben dem erwähnt geheimnisvollen ein- und ausblendenden Licht des Daumensliders nicht einsehbar, warum die Tastaturbeleuchtung altbacken und abrupt an- oder ausgeht. top
heyy
man kann auf [url]www.zedge.net[/url] viele themen und so runterladen.
hey das handy ist der hamma und auf zedge.net kann man super themen runterladen!!!!!!!!!!!!!!!
Bei der Soundqualität sag ich nur woow...habe noch nie so eine quali des sounds bei einem handy gehört...wirklich spitze!
das handy ist hammer
ich hab das händ schon seit 2 jahren und ich finde das immer noch hammer