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Cooler Sound aus Finnland Nokia 5610 XpressMusic

Kamerafunktionen

Foto: AMB | Kamerasucher

Foto: AMB | Kameraeinstellungen

Schon mal in einen Kleinwagen gestiegen, von dem der Besitzer behauptet, er habe 300 PS? Wir zwar auch nicht, aber in jedem Fall würde die Skepsis überwiegen. So auch beim 5610. Das ist schließlich ein Musik-Handy und Nokia behauptet, dass dessen Kamera doch tatsächlich 3,2 Megapixel auflöst. Und über Autofokus samt Doppel-LED-Blitz gebietet. Kein Wunder also, dass wir mit großen Vorbehalten auf die kleine Linse auf der Rückseite blickten. Aber um das vorweg zu nehmen: zu unrecht.

Die Auflösung von 2048x1536 verspricht ein grandioses Bilderlebnis – und hält das Versprechen auch. Dabei kommt die Bildqualität mit leichten Abstrichen fast an den derzeitigen Spitzenreiter K850i ran, obwohl der satte 2 Megapixel mehr zu bieten hat. Lediglich bei starker Vergrößerung fällt das Nokia-typische Pixelrauschen auf, da die Finnen im Gegensatz zu Sony Ericsson auf einen extremen Schärfefilter verzichten. Dennoch sind sowohl Bildschärfe als auch Farbwiedergabe als sehr gut zu bezeichnen, allerdings tendieren Bilder dazu, selbst bei Sonnenschein etwas düster zu wirken. Aufpassen muss man bei der Linsenabdeckung. Leichte Verunreinigung führt schnell zu partieller Unschärfe. Mehr durch Zufall bemerkten wir, dass es sich bei den ersten teilweise unscharfen Fotos nicht um ein technisches sondern mechanisches Problem handelte: ein Fingerabdruck "zierte" die transparente Plastikabdeckung der Linse.

Wie gewöhnlich stößt der Nachtmodus schnell an seine Grenzen. Dafür macht das Blitzlicht eine weit bessere Figur. Dank der Doppel-LED wird die Szenerie für den Autofokus bis zu drei Sekunden anhaltend ausgeleuchtet, um anschließend inklusive Vorblitz zur rote-Augen-Reduktion recht scharfe Bilder zu schießen. Dabei ist die Farbwiedergabe ziemlich realitätsnah, allerdings verliert der Blitz schnell an Kraft. In Anbetracht der Tatsache, dass das 5610 nicht mit Xenon-, sondern „nur“ mit LED-Blitz aufwartet, ist die Nahausleuchtung aber sehr gut und die Anzahl an störenden Artefakten vergleichsweise gering. Ein generelles Manko ist allerdings die lange Auslöse- bzw. Speicherzeit. Bis sich alle 3,2 Millionen Pixel auf der Speicherkarte sortiert haben, vergehen fast 5 Sekunden. Für spontane Schnappschüsse ist das meist zu lang.

Bei den Einstellungsmöglichkeiten geizt Nokia etwas, allerdings sind alle wichtigen Spielarten vertreten. In den Optionen entfallen die ersten Punkte auf den Wechsel der Sucheransicht ins Hochformat bzw. in den Videomodus. Der nächste Punkt macht im Gegensatz zu den meisten automatisierten Handykameras beim 5610 mehr Sinn, denn er betrifft die Helligkeit. Da Fotos meist recht düster wirken, darf und sollte die Helligkeit hier manuell nachjustiert werden. Allerdings klappt das immer nur für die aktuelle Fotosession, beim erneuten Aktivieren der Kamera hat das finnische Designstück diese Korrekturen leider wieder vergessen.

Foto: AMB | Kameraeinstellungen

Foto: AMB | Videogalerie

Ein weiterer Menüpunkt entfällt auf den Nachtmodus und die Blitzeinstellungen, wobei sich beide gegenseitig nicht ausstehen können. Der Blitz muss nämlich komplett deaktiviert sein, um den Nachtmodus sowie auch die Bildfolge nutzen zu können. Letztgenannte stellt ebenfalls einen Menüpunkt dar und erlaubt bei Aktivierung das schnelle Knpisen dreier Fotos in etwa 3 Sekunden. Mit der BestPic-Funktion à la Sony Ericsson ist das aber nicht zu vergleichen.

Selbstverständlich darf auch ein Selbstauslöser nicht fehlen. Das 5610 unterscheidet zwischen Auslösezeiten von 3, 5 und 10 Sekunden. Bei den Effekten ist die Auswahl hingegen nicht gerade üppig. Lediglich Graustufen, Sepia und Negativ stehen zu Auswahl. Das erscheint nicht nur wenig, sondern auch für ein ansonsten cooles Handy etwas altbacken. Mehr Auswahlmöglichkeiten bietet der Weißabgleich, jedoch ist man wie gewohnt mit der automatischen Einstellung recht gut bedient. Ebenfalls aus den Optionen heraus darf das letze Bild oder gleich die ganze Galerie betrachtet werden, die sich übersichtlich, aber wenig originell präsentiert.

Die größte Entscheidungsfreiheit herrscht im Untermenü „Einstellungen“, in dem von der Fotoqualität bis hin zur Videolänge diverse Einstellungen getätigt werden können. Eine Panoramafunktion scheinen die Finnen beim 5610 nicht für nötig gehalten zu haben; mit Blick auf die Qualität der Kameraaufnahmen ist das ziemlich Schade.

Mit einer Auflösung von 640x480 Bildpunkten lassen sich mit dem als Musikhandy eingestuften 5610 weitaus bessere Videos drehen, als mit dem bereits erwähnten K850i der Briten. Mit der VGA-Auflösung erreicht Nokia optisch in etwa VHS-Niveau, allerdings leider auch in puncto Wackelanfälligkeit. Ein Bildstabilisator als Sahnehäubchen hätte das 5610 in Hinsicht auf die Kamera als Gesamtsieger gegen den japanisch-schwedischen Pixelprotz herausgestellt, so bleibt ihm nur der eindeutige Teilsieg im Bereich Video.

Wie gewohnt dürfen die Bilder und Videos im Nachhinein bearbeitet werden. Dann warten Spielereien wie das Einfügen von Rahmen, Text oder Illustrationen. Auch hierbei darf der Daumenschieber nicht in Erscheinung treten. Versucht man es dennoch, landet man auch aus der Kamerasicht heraus schnurstracks im Player. Das ist an dieser Stelle allerdings recht ärgerlich, glücklicherweise befindet sich der Daumenslider aber nicht in direkter Nähe der anderen Tasten, so dass er kaum zufällig ausgelöst werden kann. top

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

Foto: AMB | Playeroberfläche

Foto: AMB | Albenübersicht

Foto: AMB | RDS-Radio

Wie gewohnt fällt der interne Speicher mit 20 MB gering aus und bleibt somit ausschließlich Nutzerdaten vorbehalten. Das tut speicherhungrigem Musik- oder Fotogenuss aber keinen Abbruch, denn ab Werk weist der rote Musikslider eine 1GB fassende microSD-Karte auf, die bei Bedarf sogar gegen Karten mit satten 4 GB ausgetauscht werden darf.

Wer von anderen Musikhandys eine separate Taste für den direkten Sprung in den Medienplayer gewohnt ist, wird sich auch mit dem 5610 wohl fühlen. Zwar ist es hier keine Taste, aber endlich kommt dem bereits mehrfach erwähnten Daumenschieber die gebührende Aufmerksamkeit zu. Denn in der Tat kommt man aus jedem Untermenü und jeder Anwendung heraus mit einer Schiebebewegung des Sliderknopfes sowohl zum Player als auch zum Radio.

Die Optik des Players ist für ein "Musikerlebnis in einer neuen Dimension" etwas langweilig ausgefallen. Zwar gibt es insgesamt vier Playerskins, doch die unterscheiden sich hauptsächlich durch andere Hintergründe, die generelle Visualisierung bleibt aber gleich. Das haben wir selbst auf einer Stilblüte wie dem 7500 Prism schon weitaus hübscher gesehen. Das XpressMusic besinnt sich eher auf innere Werte. Mit MP3, MP4, AAC, eAAC+ und WMA ist die Palette an abspielbaren Dateien recht weit gestreut. Dabei stellen auch DRM-geschützte Dateien kein Problem dar.

Wie es sich für ein ordentliches Musikhandy gehört, sind Titellisten ebenfalls mit an Board. Neben automatisierten Listen wie zuletzt hinzugefügten, meist- und zuletzt gespielten können nach Belieben eigene Playlists erstellt und abgespeichert werden. Zusätzlich werden die Musikdateien natürlich nach Interpreten, Alben und Genres unterschieden. Auch Videos spielt der Medienplayer ab und weist daher einen eigenen Menüpunkt auf.

Die Menüführung und die einzelnen Menüpunktbezeichnungen werfen keine Rätsel auf. Der ganze Auftritt des Medienplayers wirkt dabei schon beinahe etwas zu nüchtern. Doch das Wichtigste ist natürlich der Klang. Nokia verspricht kristallklaren Sound und längere Wiedergabezeiten und beruft sich dabei auf einen speziellen Audiochip. Um es kurz zu machen: zumindest bei der Klangqualität übertreiben die Finnen nicht. Die ist nicht nur sehr klar, sondern auch in der Basswiedergabe beinahe mit dem tiefen MegaBass von Sony Ericssons Walkmännern vergleichbar. Sogar Passagen, die sonst nur von einem Subwoofer korrekt wieder gegeben werden, stellt das tapfere Schiebehandy dar. Lediglich bei höchster Lautstärke beginnen die mitgelieferten Kabelkopfhörer etwas zu klirren, sodass man mit Hilfe des eingebetteten 5-Band-Equalizers die Höhen etwas drosseln muss - natürlich schlägt der auch einige Presets vor.

Auf die Anwahl des 3D-Klang kann man aber wie bei den meisten Handys getrost verzichten. Ein wirklicher Surroundeffekt lässt sich damit nämlich nicht erzielen. Aus dem Playermenü lassen sich übrigens die Musikdateien weder als Rufton, noch als Nachrichtensignal einstellen. Dafür muss man erst den Player verlassen und den Umweg über die Profileinstellungen wählen. Verwalten lässt sich die Flut an Musik bequem über Nokias PC-Suite. Dort dürfen dann unter anderem Musikdateien mit den vom Player darstellbaren Cover-Arts vervollständigt oder neue Playlists erstellt werden.

Wem die eigene Musik zu lengweilig wird, der freut sich über das RDS-fähige Radio. Das lässt sich nämlich nicht nur herrlich einfach bedienen, sondern überzeugt auch in puncto Soundqualität und Lautstärke. Lediglich der automatische Sendersuchlauf braucht überraschend lang, um dann aber zuverlässig alle empfangsstarken Sender zu lokalisieren. Abschließend wollen wir auch dem Lautsprecher den Respekt zollen, der ihm gebührt. Er reicht zwar nicht ans 6120 classic heran, lässt aber in puncto Lautstärke und Qualität kaum Wünsche offen. top

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Kommentare
  1. 10.04.10 18:17 Anonymous (Gast)
    NOKIA 5610XpressMusic

    HALLO,
    ich finde das Nokia 5610 ist einfach Klasse !!!
    Das Problem ist NUR die Schiebeleiste, aber das bekommt man wieder hin ^^
    Ansonsten ein Handy, dass Spaß macht.

  2. 27.09.09 16:46 Anonymous (Gast)

    ich hab das händ schon seit 2 jahren und ich finde das immer noch hammer

  3. 23.03.09 18:06 chicaaasss (Gast)

    heyy
    man kann auf [url]www.zedge.net[/url] viele themen und so runterladen.

  4. 23.03.09 18:00 Anonymous (Gast)

    hey das handy ist der hamma und auf zedge.net kann man super themen runterladen!!!!!!!!!!!!!!!

  5. 25.01.09 16:29 Anonymous (Gast)

    Bei der Soundqualität sag ich nur woow...habe noch nie so eine quali des sounds bei einem handy gehört...wirklich spitze!

  6. 10.01.09 15:57 Anonymous (Gast)

    das handy ist hammer

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