Mp3-Player, Kamera, PIM-Verwaltung und gutes Aussehen kann ein Mobiltelefon bieten, es muss vor allem eines können: Telefonieren. Angesichts der Tatsache, dass in der Vergangenheit schon bei vielen Handys von Motorola die Sprachqualität zu bemängeln war, wird der potentielle Käufer es sicherlich interessant finden, wie es mit dem V8 damit steht. Doch Motorola hat sich hier leider noch nicht aus dem Schlamassel befreit. Dumpfer und mit weniger klaren Höhen hört sich die Stimme des Gesprächspartners beim V8 an. Sogar das Vergleichshandy - das in die Jahre gekommene Nokia-Outdoor-Handy 5140i - schnitt noch besser ab.
Im AreaMobile-Tiefgaragen-Test zeigt sich, welcher Handy-Bolide sich von erschwerten Bedingungen nicht aus der Verbindung bringen lässt. Hier schlägt sich das Quadband-Handy zunächst wacker, verliert die Verbindung aber dann hinter einer massiven Stahltüre, hinter welcher den Connectivity-Assen der Atem noch lange nicht ausgeht. Der Übergang in ein anderes Netz lässt dazu noch etwas auf sich warten. Aussetzer und zerhakselte Sprachfetzen waren - nicht nur in Bereichen mit niedrigem Empfang - wahrzunehmen. Irritiert hat uns auch, dass zwei Empfangsbalken Adieu sagen, sobald die Antenneneinheit im Display-Deckel mit den Händen umschlossen wird. In Regionen mit dichtem Netzausbau darf aber mit einem ausreichend stabilen Empfang gerechnet werden.
Im Standby schafft der Akku angeblich Tag um Tag, maximal 21 sollen laut Herstellerangaben möglich sein. Ein völlig utopischer Wert. Mit dem V8 in der Tasche sollte man sich gut überlegen, welche Features wirklich benötigt werden. Ausgiebiger Musikgenuss rächt sich ebenso wie Bluetooth-Sessions mit Überlänge oder Marathon-Telefonate. Da schrumpft die Lebensdauer des mit 770 mAh ohnehin sehr knapp bemessenen Energiespeichers auf ca. zwei Tage. Gut, dass die USB-Verbindung gleichzeitig als Stromquelle dient. Ein vermisstes Ladegerät ist dann kein Grund zur Sorge.
So ein schickes dünnes Klapphandy! Wenn auch die dunkle Seetang-Lackierung Geschmacksache bleibt und der Registrierkassen-Look der Tastatur nicht unbedingt einen Design-Award verdient - vor allem in puncto Bedienung sollte man an Lob nicht sparen, die ist flüssig, spricht angenehm schnell an und hilft mit ihren vereinfachten Menüs, Zeit zu sparen. Der Nachfolger der legendären RAZR-Serie wartet also tatsächlich mit einigen Neuerungen auf. Nicht zu vergessen die Sensortasten am Außendisplay, über die man bequem auf den Musikplayer zugreifen kann. Und so ungefähr auf halbem Weg zwischen Lifestyle und Musik setzt der Folder mit der unkomplizierten DRM-Integration noch eins drauf. Dann bleibt die V8-Maschine aber plötzlich im Schlamm stecken: nicht erweiterbarer Speicher, miese Sprachqualität und ein schwacher Akku sind zwar kein Totalschaden, lassen viele aber zu Modellen der Konkurrenz greifen. So kann das RAZR2 V8 mit seinem unsterblichen Design vor allem jenen empfohlen werden, die Wert auf gutes Aussehen legen.
| Hardware | |
|---|---|
| Design |
95%
|
| Verarbeitung |
95%
|
| Sprachqualität |
55%
|
| Akku |
65%
|
| Connectivity |
80%
|
| Gesamtwertung | |
| Gesamteindruck |
77%
|
| Features | |
|---|---|
| Bedienung |
85%
|
| Internet |
80%
|
| Messaging |
80%
|
| PIM-Funktionen |
90%
|
| Sound |
80%
|
| Kamera |
60%
|
| Gaming |
80%
|
| Video |
60%
|
Das aussen-Display ist aufgrund eines besonderen features so groß ausgefallen! Man kann mit dem aussen-Display sms lesen und auch mit in den Vorlagen gespeicherten sms antworten! Ohne das Handy aufzuklappen!
Hallo,
habe gerade den Artikel gelesen und muss sagen das objektive Sätze manchmal gut sind, auch wenn ich ein Fan von Sarkasmus bin. Gut fand ich die Beschreibung nur leider wurden Funktionalität als Handy und Mp3 Player zu wenig abgehandelt. Auf der anderen Seite war der Artikel sehr lang und hat mir bei meiner Entscheidung so ein telefon zu kaufen auch nicht weiter geholfen.
Super!
grüße Frederik