Zunächst soll an dieser Stelle ein klarer Nachteil des Apfelhandys benannt werden: Java wird nicht unterstützt. Damit muss man auf Java-basierte Spiele und Anwendungen komplett verzichten. Zusatzanwendungen laufen erstmal nur über den Safari-Browser. Dieser wenig erfreuliche Zustand wird sich wohl erst ab Februar 2008 ändern, dann stellt Apple ein SDK für Entwickler zur Verfügung, die damit eigene Anwendungen fürs iPhone schreiben können.
Da Apple auf dem iPhone keine Spiele mitliefert und bisher auch nichts in diese Richtung veröffentlicht wurde, sitzt der Nutzer hier komplett auf dem Trockenen. Davon einmal abgesehen, ist auf dem iPhone aber ein grundsolides Ausstattungspaket vorinstalliert.
Zunächst zu den Basics. Unter dem Menüpunkt Uhr finden sich alle zeitrelevanten Funktionen, von Weltzeituhr über Wecker bis hin zu Stoppuhr und Timer, übersichtlich mit Symbol und Beschriftung geordnet am unteren Rand des Bildschirms. Sie sind allesamt nett animiert. So ist der Hintergrund der Analoguhr entweder in schwarz oder weiß gehalten, je nachdem, ob es auf dem entsprechenden Flecken der Erde gerade nach 6 Uhr oder nach 18 Uhr ist. Beim Wecker wurde nicht gespart, es lassen sich beliebig viele Weckzeiten einstellen, die im täglichen Rhythmus frei einstellbar wiederholt werden. Bei der Wahl eines Wecktons ist der iPhone-Besitzer dann jedoch auf die telefoneigenen Klingeltöne beschränkt - sich mit seinem derzeitigen Lieblingssong aus der iTunes-Bibliothek wecken zu lassen, ist nicht möglich.
Im Menü finden sich ein Notizzettel, der mit seinem nikotingelben Hintergrund den Charme vergangener Büro-Epochen einfängt, eine Anzeige für Aktienkurse, über die man das tägliche Auf und Ab seines Vermögens beobachten kann sowie eine Wetterübersicht. Letztere zeigt in einer äußerst schicken Aufmachung, neben der aktuellen Temperatur jeder beliebig einstellbaren Stadt, auch die Höchst- und Tiefsttemperatur der nächsten sechs Tage, die aktuelle Wetterlage sowie Tages- und Nachtzeit. Mit einem Fingerwisch wechselt man zwischen den einzelnen Orten und ein Yahoo-Button an der linken unteren Ecke führt zu weiteren Informationen wie Nachrichten, Points of Interest und Neuigkeiten über die angezeigte Stadt.
Google Maps via EDGE-Funk? Darauf sollte man es nicht ankommen lassen - lange (und damit meine ich: wirklich lange) Wartezeiten sind vorprogrammiert. Da alle Kartendaten in Echtzeit vom Maps-Server geladen werden müssen, kommt im Sinne einer annehmbaren Bediengeschwindigkeit nur WLAN-Funk in Frage. Und selbst hier musste ich mitunter nervige Ladezeiten in Form eines grauen Bildschirms in Kauf nehmen. Aber gut, die findet man bisweilen auch im Desktop-Original. Unabhängig von der Geschwindigkeit bieten Googles Karten altbekannte Optik und Funktionalität. Karten werden entweder in einer Stadtplan- oder Satellitenansicht dargestellt, detaillierte Routenplanungen weisen den Weg zum Urlaubsort oder, dank zahlloser Points of Interests, zur nächstgelegenen Tankstelle - als Navigationsersatz taugt das Apple-Handy freilich nicht - weder GPS noch Echtzeit-Wegbeschreibung werden von der Google-Software unterstützt. top
Mit dem iPhone erscheint das erste Touchscreen-Handy, das keinen Stylus erfordert. Wie das funktioniert? Bei der Bedienung des Touchscreens kann man an vielen Stellen auf Bewegungsgesten zurückgreifen, um spezielle Funktionen einer Anwendung aufzurufen.
Auch die fummelige Suche nach dem Scrollbalken von Windows Mobile oder UIQ entlockt dem iPhoner nur ein müdes Lächeln: Er streicht entspannt mit einem Finger über die Oberfläche und scrollt so flink durch die Anwendungen. Taiwans eilige Antwort auf das iPhone, das HTC Touch, kann da nicht mithalten. Dessen TouchFLO-Navigation scheitert in der Praxis häufig an mangelnder Präzision und der zu langsamen Systemgeschwindigkeit. Windows Mobile 6 ist als Betriebssystem nicht für diese Form der Navigation optimiert, die dementsprechend auch nicht in jeder Anwendungsebene anzutreffen ist. Ganz im Gegensatz zum iPhone, hier ist die Bewegungssteuerung elementarer Bestandteil des Betriebssystems und in fast jeder Anwendung nutzbar. Beispiel Bildergalerie oder Safari-Browser: Mit zwei Fingern zieht man Fotos in die Größe oder schrumpft sie wieder zusammen.
Das Handy verfügt über einen Annäherungssensor, der die berührungsempfindliche Fläche abschaltet, wenn man sich das Gerät ans Ohr hält. Um die "Tastensperre" wieder zu deaktivieren, streicht man einfach seitlich übers Display. Darüber hinaus erkennt ein Lagesensor, ob man das Handy vertikal oder horizontal hält und dreht den Displayinhalt entsprechend. Das klappt allerdings momentan nur im Browser, beim Betrachten von Videos und in der von iTunes adaptierten CoverFlow-Ansicht der CD-Sammlung.
Als Betriebssystem portiert Apple MacOS X aufs iPhone; optisch sind sofort Ähnlichkeiten mit der Desktop-Umgebung erkennbar. Der Funktionsumfang ist allerdings eingeschränkt - auch wenn der Hersteller behauptet, das Desktop-Betriebssystem komplett ins iPhone übernommen zu haben, fehlt Elementares: Mangels Finder, dem Dateibrowser von MacOS X, können beispielsweise nicht einfach beliebige Dokumente aufs iPhone kopiert und dort durchsucht werden.
Es ist atemberaubend, dem Betriebssystem beim verzögerungsfreien Reagieren zuzuschauen. Kein Smartphone bietet derzeit eine vergleichbare Systemgeschwindigkeit. Egal, ob man im Browser zoomt oder Websites verschiebt, das iPhone den Bildschirminhalt an die Lage anpasst oder ein Video startet: nerviges Warten ist passé. In Verbindung mit der schicken, transparent animierten Oberflächentechnologie slidet, fadet und schwimmt der Nutzer mit ungekannter Souveränität durch die Menüs.
Natürlich ist das eine Umstellung für tastaturgeschulte Finger, doch nach den ersten Aktionen gewöhnt man sich schnell an die neuen Steuerungselemente, die in Apples nahezu perfekt intuitiver Umsetzung ein völlig neues Bediengefühl erzeugen. Jeder Blick auf irgendwelche Tasten oder Steuerkreuze wird überflüssig, die Konzentration auf den Bildschirminhalt während der Navigation macht den Nutzer zu einem gefühlten Bestandteil des Betriebssystems.
Doch die anfängliche Euphorie beim flinken Gleiten durch die Menüs übertüncht das Fehlen von Features, die für ein Mobiltelefon fast schon zum guten Ton gehören nicht. Zum Beispiel die Menüsteuerung und der Anruf mit Hilfe von Sprachbefehlen. Eine komfortable Sprachsteuerung fehlt dem Wunderhandy vollständig. Auch Telefonprofile sind ein Fremdwort für das iPhone, immerhin kann man das Telefon in den Offline-Modus versetzen und so z.B. im Flugzeug weiterhin Musik hören. Vermisst habe ich auch Themes, die die Menüoptik vollständig umkrempeln. Natürlich sieht die portierte MacOS X-Oberfläche verdammt hübsch aus, doch vielleicht habe ich mich nach 4 Wochen daran satt gesehen und möchte mal was Neues ausprobieren? Schade, denn abgesehen vom Hintergrundbild kann ich das Aussehen der Menüs in keinster Weise beeinflussen. top
Naja also nach dem Updates wird das iPhone der Generation fast 90 Prozent bekommen
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manchmal stört es echt aba dann freut mann sich auch das mann eins hat