Wer sich sein Nokia 6500 classic vorwiegend zum Telefonieren zugelegt hat, kann sich über eine ausgewogene Stimmwiedergabe freuen. Da sich an der Seite keine Lautstärketasten befinden, wird die Lautstärke über den NavKey geregelt. Bei höchster Lautstärke fängt die Stimme allerdings an, blechern zu klingen. Die höheren Frequenzen bleiben dabei scharf und artikuliert, genug Mitten sorgen für einen satten Sound. Dadurch haben Nebengeräusche in einem Gespräch auch nicht viel zu sagen.
Mit einer grundlegenden Einschränkung muss der 6500-Nutzer leben: trotz UMTS-Connectivity fehlt die Frontkamera, Videotelefonate sind also nur in eine Richtung möglich.
Das Netz reißt auch in schwierigen Situationen nicht ab, ganz im Gegenteil offenbarte sich im Tiefgaragentest ein wahres Empfangswunder: auch in der hintersten Ecke war das Signal kaum totzukriegen. Auch in empfangsschwachen Regionen dürfte sich das Barrenhandy demnach kaum Auszeiten gönnen. Die letzten Balken verliert das 6500 dann wohl auch selbst in diesem Falle erst im Weinkeller des Aussiedlerhofs.
Der Akku kann hingegen keine Wunder vollbringen - kein Wunder bei den schmalen Abmessungen. Nokia presst eine Komponente ins Gehäuse, die mit ihrer Kapazität von 800 mAh schon erahnen lässt, dass keine Marathonläufe zu erwarten sind. Die 300 Stunden StandBy, die der Hersteller angibt, kann man getrost vergessen. In der Praxis sollte der utraschlanke Barren bei mäßiger Nutzung etwa drei bis vier Tage über die Runden - in Anbetracht des Ausstattungsniveaus ist das kein überragender Wert. top
Auch wenn Nokia nicht das erste ultraschlanke Barrenhandy auf die Welt gebracht hat: dieser Vertreter kann sich sehen lassen. Die kühle metallene Oberfläche sieht nämlich genauso gut aus, wie sie sich anfühlt. Nokia schlägt mit dem eleganten Klassiker ganz neue Töne an - ein derart stylisches Design war man nämlich bisher nur von Samsung&Co. gewohnt. Nur hat Nokia etwas, was Samsung fehlt: S40 - ein flexibles Betriebssystem, das zwar nicht (mehr) besonders intuitiv daher kommt, sich dafür mit seiner umfangreichen Ausstattung auch bei der Business-Fraktion einschmeichelt. Und ohne viel Aufhebens liefert das 6500 classic einiges obendrauf, was Mann und Frau von Welt sonst noch so gebrauchen kann: einen 1GB großen Speicher, guten Sound und einen ebensoguten Musikplayer. Solide Telefonfunktionen und UMTS sind dann noch die i-Tüpfelchen auf der Allround-Ausstattung. Die Kamera ist die einzige echte Schwachstelle des dünnen Barrenhandys, auch die Ausdauer ruft zumindest keine Begeisterungsstürme hervor. Das 6500 classic bringt einen eleganten Akzent ins Leben derer, die viel wollen, dabei aber ein unaufgeregtes Ambiente wünschen. Liebhaber von aufgeregtem Design, echten Innovationen und Handy-Thrill werden sich ohnehin kaum ein 6500 classic zulegen - alle anderen können ohne Reue einen Blick riskieren.
| Hardware | |
|---|---|
| Design |
95%
|
| Verarbeitung |
95%
|
| Sprachqualität |
80%
|
| Akku |
70%
|
| Connectivity |
85%
|
| Gesamtwertung | |
| Gesamteindruck |
81%
|
| Features | |
|---|---|
| Bedienung |
90%
|
| Internet |
85%
|
| Messaging |
85%
|
| PIM-Funktionen |
85%
|
| Sound |
80%
|
| Kamera |
70%
|
| Gaming |
60%
|
| Video |
70%
|
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