Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 

stählerner 3,2-Megapixler mit Carl Zeiss-Optik Nokia 6500 slide

Ein ganz eigener Stil. So einfach beschreibt Nokia das neue 6500 slide. Wer jetzt an den Namensvetter 6500 classic denkt, wird überrascht, hinter ein- und derselben Nummer verbergen sich zwei unterschiedliche Modelle. Form und Innenleben des slide erinnern vielmehr stark an das überzeugende 5610 XpressMusic, ohne jedoch den Schwerpunkt auf Lifestyle und Musikgenuss zu legen. Wir haben uns einmal angeschaut, wie sich das elegante Schiebehandy im Alltag schlägt.

Lieferumfang & Verpackung

In der flachen und breiten Schachtel steckt die übliche Durchschnittskost - bis auf eine Ausnahme. Das TV-Kabel hebt sich aus dem Einheitsbrei des Lieferumfangs hervor und deutet damit gleich einen Schwerpunkt an: die Kamera. Ihre Ergebnisse soll man bequem auf dem Fernseher betrachten können, doch dazu später mehr.

Foto: AMB | Nokia 6500 Slide Lieferumfang

 

Der Rest ist altbekannt. Er umfasst Lade- und Datenkabel, eine Daten-CD und ein 67-seitiges Handbuch mit Index. Etwas mager ist die beiliegende Speicherkarte im microSD-Format dimensioniert. Gerade einmal 256MB stecken die Finnen bei der Auslieferung ins Handy. Ist das der ganz eigene Stil? Extras auf der einen, Spareinlagen auf der anderen Seite? Wir sind skeptisch, aber harren erwartungsvoll der Dinge, die da kommen mögen.

Design & Verarbeitung

97x47x16 mm klingen gut und unterbieten das 5610 XpressMusic sogar um einige Millimeter. Die Kanten sind zudem noch etwas schärfer ausgefallen. Das verleiht dem 6500 Slide zwar einen etwas eckigeren, zugleich aber auch edleren Look. Dafür stanzt es mit einem Gewicht von 123 Gramm ein deutlich tieferes Loch in die Hosentasche.

Foto: AMB | Nokia 6500 Slide Vierseitenansicht

 

Kein Wunder: Während bei den meisten Handys immer noch schnödes Plastik vorherrscht, steckt das Slide fast gänzlich in einem Metallmantel. Ob der auch Sturzschäden mindert, wollten wir nicht wirklich testen. Dafür wirkt das gebürstete Aluminium viel zu ansprechend, als dass man es Kratzern oder sonstigen Beschädigungen absichtlich aussetzen wollte. Selbst das kaum vorhandene schwarze Plastik bildet einen gelungenen Kontrast zum kühlen Metall und wirkt so hochwertig, dass man oftmals nicht einmal sagen kann, ob es sich tatsächlich "nur" um Kunststoff handelt. Dabei verliert das 6500 slide seine Eleganz auch nicht, wenn man mit den Augen ganz nah rangeht.

So wurde der Telefonlautsprecher, flankiert von Lichtsensor und zweiter Kamera, filigran hinter ein zartes Gitter eingebettet. Auch der zentrale NavKey unter dem Bildschirm trägt stolz seinen Chromrahmen zur Schau und wird dabei von leicht geriffelten Aluminiumtasten umschlossen. Der gute Eindruck setzt sich auch fort, wenn man das 6500 slide umdreht. Nicht schnöde aufgedruckt, sondern tatsächlich eingraviert, finden sich dort die technischen Eckdaten, die neben den Megapixeln besonders den Optiklieferanten Carl Zeiss in den Vordergrund rücken. Einzig das Gräting für den Außenlautsprecher wirkt im Vergleich zum feinen Gitter auf der Vorderseite etwas einfallslos, glücklicherweise aber eher minimalistisch als billig.

Foto: AMB | Nokia 6500 slide geöffnet

 

Der metallene Akkudeckel löst sich bereits auf einen einfachen Knopfdruck vom Gehäuse - umständliches Zerren und Schieben gehört mit dem 6500 slide der Vergangenheit an. Das einzige Geräusch beim Abnehmen ist ein blechernes Klimpern, wenn die Panzerplatte auf den Tisch fällt. Das nennt man dann wohl Qualität.

Foto: AMB | Liebe zum Detail: Das filigrane Lautsprechergräting

 

Foto: AMB | Aufgeräumtes Innenleben

Da hat Nokia diesmal wohl alles richtig gemacht. Fast. Während Design und Materialwahl nämlich frei von Tadel bleiben, kommt die Verarbeitung da nicht ganz mit. Kaum sicht-, dafür aber deutlich fühlbar baut Nokia die Slideroberseite wackelig und leicht seitlich versetzt auf die Unterseite. Beim Aufschieben hinterlässt der schwache Federmechanismus einen teigigen Eindruck.

Mehr Randnotiz als Kritik ist der Hinweis auf den fummeligen SIM-Slot, bei dem die Karte hin und wieder zum Verkanten neigt. Einen besseren Eindruck hinterlässt die einfache Mechanik für die microSD-Karte, die zum Glück erreichbar ist, ohne den Akku zu entnehmen - die aber mit steigender Foto- oder Musiktitelanzahl durch eine speicherfreudigere Karte aus eigener Tasche bestückt werden sollte.

top

Display & Tastatur

Auch beim Display klotzt der edle Finne, anstatt zu kleckern. Nokia-typisch kommt ein QVGA-Display mit einer Diagonale von 5,6 cm (2,2 Zoll) und 16,7 Mio. Farben zum Einsatz. Wie schon beim 5610 XpressMusic ist das in puncto Farbbrillianz, Bildschärfe oder Helligkeit über alle Zweifel erhaben. Treppeneffekte sind weder bei Schrift noch bei Farbverläufen zu erkennen und die Ablesbarkeit bis in hohe Betrachtungswinkel gewährleistet.

Foto: AMB | Das brillante Display ist über alle Zweifel erhaben

 

Öffnet man den Slider, kommt am unteren Ende die klavierlackschwarz glänzende Tastatur zum Vorschein. Die macht sich, trotz des immer weiter verbreiteten Touchscreen-Fiebers, durchweg gut. Druckpunkte und Tastenhub geben keinen Grund zur Beanstandung, lediglich die Erfühlbarkeit der einzelnen Tasten hätte besser ausfallen können - "blindes" SMS-Schreiben ist dementsprechend problematisch. Ein Problem haftet Handys in dieser Größenordnung aber häufiger an: Die Tasten sind ziemlich klein geraten. Holzfällerhände dürften beim Versuch, die oberste Tastenreihe zu treffen, beinahe zwangsläufig an die Unterkante des Slideroberteils stoßen, auch Freddy-Krüger-Gedächtnis-Fingernägel durften da eher hinderlich sein. Ansonsten steht dem Tippen nichts im Wege. Von dieser Aussage schließen sich auch weder der hübsche NavKey mit den umgebenen Metalltasten noch die Lautstärkewippe auf der rechten Seite aus. Einzige Ausnahme bildet der Kameraauslöser, der keinen eindeutigen Druckpunkt aufweist.

Foto: AMB | Gute Tastatur mit Schwachpunkt Kameraauslösetaste

 

Auch nicht ganz perfekt, aber immer noch im Rahmen, bewegt sich die Tastaturbeleuchtung. Offensichtlich werden die einzelnen Zifferntasten nur durch eine zentral sitzende Lampe illuminiert, was automatisch ein Verblassen der weiter äußeren Tasten nach sich zieht. In Verbindung mit schlechter Erfühlbarkeit kann das zu leichten Schwierigkeiten beim SMS-Schreiben in tiefster Nacht führen, dennoch sollte man die Kirche im Dorf lassen. Schlecht ist anders.

Foto: AMB | Nokia 6500 Slide Tastaturbeleuchtung mit leichten Schwächen

 

top

Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Lesen Sie alle 17 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 02.01.12 18:42 moo 5 (Gast)
    s

    ich will das handy haben was muss gemacht werden

antworten
Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte