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kompakter Cyber-shotler für kleine Geldbeutel Sony Ericsson K770i

Für Geld kann man fast alles kaufen. Das sieht man an Multimediaprotzen wie Sony Ericssons K850i oder Nokias N95 8GB. Doch vieles aus dem reichhaltigen Ausstattungsrahmen solcher Giganten strapaziert nur unnötig den Geldbeutel, weil man's niemals braucht. Aber es geht auch ein paar Nummern kleiner. Bestes Beispiel dafür ist Sony Ericssons K770i. Dabei verspricht das Kamerahandy, nicht billig, sondern günstig zu sein. Ob das stimmt?

Lieferumfang & Verpackung

Beim Lieferumfang gibt’s zumindest keine negativen Überraschungen. Dort gibt es für das Preissegment mit Handy, Akku, Lade- und Datenkabel, Kabelheadset, Daten-CD und mehreren Schnell- und Hauptanleitungen in Spanisch, Französisch und Deutsch völlig angemessene Standard-Dreingaben, die keine langen Gesichter hervorrufen dürften. Lediglich der 256MB-Speicherstick hätte etwas größer ausfallen können, reicht für den Start aber aus. top

Foto: AMB | Sony Ericsson K770i Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Mit dem K770i wirft Sony Ericsson mal wieder einen Barren ins Rennen um die Kundengunst. Der liegt mit seinen 105x47x14 Millimentern und gerade einmal 95 Gramm sehr gut in der Hand. Auch die Formensprache ist durchaus ansprechend, mit der Farbgebung hingegen trifft das japanisch-schwedische Gemeinschaftsprodukt vermutlich nicht unbedingt jedermanns Geschmack - es sei denn, man ist Milka-Fan (offiziell "ultra violet") oder steht auf ka...stanienbraun ("truffle brown"). Dezenter und somit allgemeinverträglicher erscheint das "sandy beige" getaufte cremefarbene Äußere der dritten Auswahlmöglichkeit. Doch über Geschmack lässt sich ja bekanntermaßen nicht streiten.

Foto: AMB | Sony Ericsson K770i Vierseitenansicht

 

Vielmehr über die Materialwahl, denn man sieht der Verschalung deutlich an, dass sie aus Kunststoff besteht, lediglich die Kameraabdeckung auf der Rückseite besteht aus Aluminium. Doch darf man das einem Handy dieser Preiskategorie wirklich vorwerfen? Eher nicht, zumal der verwendete Werkstoff nach hochwertigem Kunststoff und nicht nach billigem Plastik aussieht. Ein Wiederspruch? Mitnichten. Denn obwohl allerorten künstliche Baustoffe vorzufinden sind, wirkt das K770i nicht billig. Es erinnert verdächtig an das K660i, allerdings kommt es etwas kantiger daher. Das dürfte auch an der Formensprache der Tasten liegen, die nicht mehr rund, sondern rechteckig ausgefallen sind. Die stärkste Veränderung fand jedoch auf der Rückseite statt.

Die wird von eine schmalen Schiebeplatte dominiert, die zwar nur etwa 1,5cm breit ist, sich aber trotzdem auf der gesamten Rückseite ausbreitet. Ihre einzige Aufgabe besteht im Schutz der etwa 1x1cm großen Kameralinse. Sie damit zwar deutlich überdimensioniert, macht aber optisch einiges her und lässt sich extrem leicht aufschieben.

Foto: AMB | K770i Rückseite mit ausladendem Kameraschutz und blauen LEDs

 

Dem K770i kann man nur unter größerem Druck Knartzgeräusche entlocken, lediglich die Tastatur gibt je nach Taste bisweilen seltsame und vor allem unterschiedliche Geräusche von sich. Insgesamt wirkt die Verarbeitung besonders im Hinblick auf den Preis durchaus gelungen, an Qualität à la Samsung reicht sie aber nicht heran. Wer übrigens unter der einen der beiden neben dem Telefonlautsprecher platzierten runden Aussparung einen Lichtsensor vermutet, wird spätestens beim ersten niedrigen Akkustand eines besseren belehrt, denn dann blinkt dort eine winzige rote LED und warnt so vor dem kommenden Exitus des Stromspenders. top

Display & Tastatur

Beim Display hat Sony Ericsson gespart. Die Auflösung entspricht mit 240x320 Bildpunkten zwar dem üblichen Standard, allerdings breiten die sich auf einer Diagonale von gerade einmal 1,9 Zoll aus. Kein Wunder daher, dass der Hersteller versucht, den Winzling mit einer überdimensionierten Einfassung optisch größer erscheinen zu lassen, als er eigentlich ist. Das klappt auch ganz gut und schafft die Illusion eines voluminöseren Displays, allerdings nur solange es inaktiv ist. Schaltet man das K770i ein, werden schnell störende schwarze Ränder sichtbar, die an den Seiten mehr als 2 Millimeter, oben und unten hingegen immer noch etwa 1 Millimeter breit sind. Farbintensität, Helligkeit und Bildschärfe sollten hingegen niemanden enttäuschen.

Foto: AMB | Deutlich erkennbar sind die breiten Ränder rings um das Display

 

Während die seitlichen Tasten wie Auslöser oder Lautstärkewippe einen guten Druckpunkt bei kurzem Tastenhub aufweisen, wird das eigentlich ebenso gute Bild beim Ziffernblock durch auffällige, noch dazu von Taste zu Taste unterschiedliche Knack-Geräusche verwischt. Da wirkt der Menüpunkt "Tastentöne - aus" im Menü schon beinahe wie Hohn. Ansonsten fügt sich die Tastatur ins gute Gesamtbild ein. NavKey, umliegende Tasten und Ziffernblock brillieren ebenfalls mit knackigem Druckpunkt und kurzem Tastenhub und sind dadurch präzise bedienbar. Dabei stört auch die bandförmige Anordnung der Zifferntasten nicht, denn durch die breite Auslegung der einzelnen Tasten trifft man stets die Richtige, obwohl die Erfühlbarkeit durch das Design etwas leidet.

Foto: AMB | Leicht hervorstehende Tasten, chromverzierter Navkey mit nebenstehenden Softkeys

 

Die Klaviatur gibt keine Rätsel auf, allerdings ist die Beschriftung bei unserem braunen Testhandy dem Hintergrund farblich zu ähnlich, so dass bei inaktiver Tastaturbeleuchtung schon mal ein genauer Blick riskiert werden muss, um sie erkennen zu können. Ist die Beleuchtung aktiv, gibt es dererlei Probleme nicht, im Gegenteil.

Die einzelnen Tasten sind trotz der Band-Form gut bedienbar

 

Durch die zweifarbige Tastenilluminierung werden neben dem schlichten Weiß etwa im Kamerabetrieb die Zusatzfunktionen auf den Zifferntasten in Blau in Szene gesetzt. Das sieht schick aus und hilft bei der Bedienung. Das dünne Doppel-LED-Band auf der Rückseite, das beim Öffnen kurz erwartungsfroh blau aufglimmt und die im Sekundentakt ebenfalls blau blinkende Kameraauslösetaste heben den Stylefaktor weiter an. top

Foto: AMB | Gute Tastaturbeleuchtung beim K770i

 
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Lesen Sie alle 22 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 31.08.10 21:34 Anonymous (Gast)
    Treuer Wegbegleiter

    Nach 2 1/2 Jahren immer noch ein guter Wegbegleiter. Der Akku hält immer noch wie am ersten Tag ca. 1 Woche aus.
    Die Sprachqualität ist sehr gut, sowie die Reaktionsfähigkeit im Menü wenn man was anwählt.
    Wer ein Handy sucht mit guter Akkulaufzeit, intuitiver Bedienung, handlicher Größe und dazu noch zuverlässig der ist damit gut bedient.
    Verschleissspuren am Gehäuse (Hosentasche) sind nur an den unteren Ecken deutlich zu erkennen.
    Lackabrieb an den Tasten gibt es nur bei der Taste 5 an den Noppen und an der Unterkante in der letzten Zeile.
    Softwareabstürze sind mehr als selten was aktuell bei Sony Ericsson eher die Regel scheint.
    Negatives hmm, die Displaygröße ist kaum mehr zeitgemäß, die unterstützten Bluetoothprotokolle für Freisprechen reichen mir nicht mehr voll aus.
    Staub, ist auf der Vorderseite kein Thema, aber unter dem Rückendeckel sammelt er sich massenweise, somit ist ausblasen jede 2 Wochen die Regel.

  2. 15.10.09 21:05 Samsungi

    Scheiße teil

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