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kompakter Cyber-shotler für kleine Geldbeutel Sony Ericsson K770i

Kamerafunktionen

Foto: AMB | K770i Kameralinse

Der Name Cyber-shot ist seit dem K800i fest mit Sony Ericssons Kamerahandys verbunden und ein Garant für außerordentliche Bildqualität. Das K770i ist preislich deutlich günstiger angesiedelt als der damalige Fotohammer. Fernab des Highend-Sektors klingen 3,2 Megapixel mit Autofokus durchaus vielversprechend. Doch statt Xenonblitz hat nur ein günstiges LED-Fotolicht seinen Weg in den kleinen Barren gefunden.

Die Bildqualität kann sich jedenfalls sehen lassen. Schwache Ausfransungen und marginales Bildrauschen hieven das K770i auf ein gehobenes Niveau, auch wenn die Qualität eines K800i nicht erreicht wird. Die Bildschärfe ist den 3,2 Megapixeln angemessen, die Farbwiedergabe erscheint etwas blasser als bei Nokias 3-Megapixlern, bleibt dadurch aber auch einen Tick realistischer.

Gut gefällt auch die kurze Zeit vom Öffnen des Kameraschutzes bis zum gespeicherten Foto. Nach gerade einmal drei Sekunden ist die Nippon-Kamera schussbereit und eignet sich dadurch hervorragend als Schnappschuss-Exekutor. Bis der Autofokus seine Arbeit beendet hat vergehen zusätzliche zwei Sekunden, weitere drei entfallen auf den Speichervorgang.

Foto: AMB | Originalaufnahme

 

Auch bei den Einstellungsmöglichkeiten hat Sony Ericsson den Gürtel nicht merklich enger geschnallt. Die Kamera verschiedene Aufnahmemodie wie Panorama oder Bildfolge, eine Szenenwahl, Effekte, Weißabgleich und Messmodus und stellt auch unerfahrene Nutzer vor keinerlei Probleme. Bei einer 3,2-Megapixel-Optik aus dem Hause Cyber-shot kommt man aber für gewöhnlich mit den automatischen Einstellungen bestens zurecht und erreicht selbst bei schwierigen Gegenlichtaufnahmen noch akzeptable Ergebnisse. Positiv überrascht waren wir vom Fotolicht, dass zwar beim Videodreh kaum über die Lichtentfaltung eines Streichholzes hinauskommt, sich hingegen beim Fotoshooting in absoluter Dunkelheit recht souverän schlägt. Dort dient die "Funzel" nämlich nur der Ausrichtung des Autofokus, um dann beim Auslösen für etwa 1-2 Sekunden von Kerze auf Flutlicht aufzublenden.

Foto: AMB | Auswahl an Effekten

Damit lassen sich zumindest auf etwa zwei Meter gute Ergebnisse erzielen, die - eine ruhige Hand vorausgesetzt - zwar etwas an Schärfe verlieren, aber in Bezug auf Farbtreue und Detailreichtum kaum Unterschiede zu einer Tageslichtaufnahme erkennen lassen und auch nicht durch störende Artefakte entstellt werden. Sollte doch einmal ein Bild zu dunkel geworden sein, hilft die Software. Dank Foto Fix-Funktion lassen sich geschossene "Schwarzarbeiten" mit einem Klick aufhellen, Wunder sollte man aber nicht erwarten.

Die Ergebnisse können direkt auf einen Blog hochgeladen werden. Sony Ericsson kooperiert bereits seit Jahren mit Googles Dienst Blogger.com, andere Blogs lassen sich mit dem K770i leider nicht ansteuern. Der Foto- bzw. VideoDJ sorgt vorab für das nötige Feintuning, von nachträglichen Effektfiltern, Cliparts oder Text bis hin zum Schneiden von Filmen sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Für Laien spendiert Sony Ericsson auch dem K770i den sog. PhotoMate, der eine kurze Einweisung in die Geheimnisse der Fotografie gibt. Ob es sich wirklich lohnt, die entstandenen Videos zu bearbeiten, muss wohl jeder Nutzer für sich selbst entscheiden.

An der typischen Sony Ericsson-Krankheit leidend, machen die niedrig aufgelösten Streifen bei 176x144 Bildpunkten auch so schon wenig Spaß.

Für ein paar schnelle Schnappschüsse reicht das K770i also allemal, eine ausführliche Dokumentation des kommenden Urlaubes sollte dann aber teureren Handy-Kameras aufgebürdet werden - wenn es denn überhaupt eine Handykamera sein soll. top

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

Foto: AMB | Spartanische Auswahl

Foto: AMB | Schlichtes RDS-Radio

16 MB interner Speicher reichen für nicht mehr als fünf Lieder, darum legt Sony Ericsson immerhin 256 MB in Form eines M2-Speichersticks mit in den Karton. Auch das ist dürftig, doch man muss sich vor Augen halten, dass es sich beim K770i um einen preiswerten Sproß der Cybershot-Reihe handelt. Bei maximaler Bildgröße von etwa 750 KB passen noch mehr als 300 Fotos auf den Stick.

Die fehlende Direktzugriffstaste für den Musikplayer verdeutlicht bereits den Foto-Schwerpunkt des Barrenhandys. Dennoch ist die Musikbibliothek einfach und schnell mit zwei Klicks über das Hauptmenü erreichbar. Hier erwartet den musikbegeisterten Nutzer allerdings ein kleiner Schock in Form einer grauweißen kurzen Liste, die lediglich nach Interpret und Songtitel filtert. Immerhin darf man eigene Wiedergabelisten erstellen.

Der direkte Link zu Sony Ericssons Downloadarchiv ist da fast schon ein Hohn. Dort darf man allerhand Spielereien wie Hintergrundbilder oder kleine Filmchen und Klingeltöne herunterladen; nicht weiter erwähnenswert bis auf die Tatsache, dass das sogar kostenlos möglich ist.

Auch der Musikplayer ist das genaue Gegenteil von "aufregend" oder gar "cool". Er umfasst neben der normalen Steuerung zum Abspielen, Wechseln oder Vorspulen innerhalb der Tracks nur rudimentäre Einstellungsmöglichkeiten. Dazu gehören ein Shuffle-und Wiederholungs-Modus, ein Equalizer, der neben Klangpresets auch die Möglichkeit zur manuellen Regulierung der einzelnen Frequenzbereiche bietet und erneut die offenbar bei den Herstellern beliebte Stereosimulation. Letztgenannte bietet aber auch beim K770i nur sehr eingeschränkten Nutzen, da das Hinzufügen von Hall bei gleichzeitigem Lautstärkeverlust nicht wirklich erstrebenswert erscheint.

Mit der Möglichkeit, die aktuelle Datei als Email oder via Bluetooth zu versenden, zu löschen oder sich Informationen dazu anzeigen zu lassen, erschöpfen sich die Möglichkeiten dann aber auch schon wieder. Größer ist die Auswahl an abspielbaren Musikdateien. Mit MP3, AAC, AAC+, WMA und sogar WAV-Dateien braucht sich das K770i vor dem Musikalltag nicht zu verstecken, auch bei DRM-geschützten Dateien muckt der kleine Cyber-shotler nicht. Schade ist indes, dass Coverarts nicht dargestellt werden und Nachrichtentöne nur aus den wenigen vorgegebenen Dateien rekrutiert werden dürfen, während man bei den Klingeltönen Zugriff auf alle Musikdateien hat. Doch der Sound tröstet darüber hinweg, denn der ist auch ohne Megabass mit den Originalkopfhörer extrem tiefenlastig und voll, tendiert aber bei maximaler Lautstärke dazu, etwas breiig zu werden. Auch der rückseitig verbaute Mono-Lautsprecher bietet überraschend gute Klangqualität.

Der einzige Vorteil gegenüber den meisten handelsüblichen MP3-Playern: das Radio. Das kommt zwar in äußerst schlichter Optik daher, bietet aber mit RDS, automatischem Suchlauf und Senderspeicher hohen Bedienkomfort. Der Dienst TrackID, der Titel-Informationen zum gerade gehörten Song liefert, ist auf dem K770i ebenfalls mit von der Partie.

Eine Sache soll hier noch erwähnt werden. Die Bluetooth-A2DP-Verbindung überzeugt mit störungsfreier Stabilität auch auf mehrere Meter Distanz - andere, wesentlich teurere Handys machen da bereits Schwierigkeiten.

Alles in Allem schlägt sich das Cybershot-Handy klanglich recht gut, Biedinenkomfort, Funktionen und Optik sind hingegen unterirdisch. Wer einen MP3-Player-Ersatz sucht, sollte entweder zu Sony Ericssons W-Serie greifen oder sich bei anderen Herstellern umschauen. top

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Lesen Sie alle 23 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 07.02.11 10:32 Anonymous (Gast)

    Gutes PREIS-LEISTUNGSVERHÄLTNIS; Super Akku, Klang und Fotos in Ordnung, wer nicht surfen will ist und für normalen Anspruch ist gut bedient!
    Abnutzung nach 2 Jahren OK.

  2. 31.08.10 21:34 Anonymous (Gast)
    Treuer Wegbegleiter

    Nach 2 1/2 Jahren immer noch ein guter Wegbegleiter. Der Akku hält immer noch wie am ersten Tag ca. 1 Woche aus.
    Die Sprachqualität ist sehr gut, sowie die Reaktionsfähigkeit im Menü wenn man was anwählt.
    Wer ein Handy sucht mit guter Akkulaufzeit, intuitiver Bedienung, handlicher Größe und dazu noch zuverlässig der ist damit gut bedient.
    Verschleissspuren am Gehäuse (Hosentasche) sind nur an den unteren Ecken deutlich zu erkennen.
    Lackabrieb an den Tasten gibt es nur bei der Taste 5 an den Noppen und an der Unterkante in der letzten Zeile.
    Softwareabstürze sind mehr als selten was aktuell bei Sony Ericsson eher die Regel scheint.
    Negatives hmm, die Displaygröße ist kaum mehr zeitgemäß, die unterstützten Bluetoothprotokolle für Freisprechen reichen mir nicht mehr voll aus.
    Staub, ist auf der Vorderseite kein Thema, aber unter dem Rückendeckel sammelt er sich massenweise, somit ist ausblasen jede 2 Wochen die Regel.

  3. 15.10.09 21:05 Samsungi

    Scheiße teil

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