Aufmerksame Leser werden es sich schon denken: das K770i ist keine Highend-Spielemaschine. Tatsächlich schafft das Handy in Kishontis JBenchmark2.0 satte 1062 Punkte, doch dieser Wert wird im 3D-Benchmark direkt wieder unterwandert. Mit etwas über 9 Bildern pro Sekunde im normalen- und knapp über 5 Bildern im hochauflösenden 3D-Test kehrt wieder Normalität ins Testlabor ein, die deutlich aufzeigt, dass einfache Spiele durchaus funktionieren, grafisch anspruchsvolle 3D-Games aber lieber vom K770i ferngehalten werden sollten. Genau solche einfachen Spiele sind schließlich auch vorinstalliert.
Zum einen findet man das bekannte Kartenspiel "Solitär" im Spieleordner, das Icon direkt darunter führt zum Unterwasser-Fotoshooting "Fotoquest Fishing", bei dem allerhand Unterwassergetier möglichst imposant in Szene gesetzt werden muss.
Während diese beiden Programme für Unterhaltung sorgen sollen, finden sich auch einige praktische Anwendungen in den Tiefen des Speichers. Dazu gehören etwa ein Timer, eine Stoppuhr mit Zwischenzeiten, ein Taschenrechner mit den Grundfunktionen und die bekannte "Code-Memo"-Applikation, die das gesicherte Speichern von Passwörtern unter einer Super-PIN im Handy erlaubt.
Ein weiteres praktisches Hilfsmittel ist die direkte Ansteuerung der Blitz-LED, die so die Taschenlampe ersetzen oder gar automatisch SOS-Lichtsignale aussenden kann. Ansonsten sorgt Sony Ericsson wieder für den Partyspaß für zwischendurch und packt erneut seine "Facewarp"-Software aufs Handy, mit deren Hilfe sich Gesichter karikativ verzerren lassen. Musikfreunde dürfen sich an dem kleinen Musikbaukasten "MusicDJ" austoben, bei dem man aus kleinen vorgefertigten Midi-Schnipsel ein eigenes Musikstück komponieren kann. Praktisch veranlagte Personen machen den Kamerabarren via Bluetooth zur PC-Fernbedienung, allerdings lassen sich nur rudimentäre Elemente wie etwa der Mediaplayer steuern. top
Sony Ericssons proprietäres Betriebssystem reagiert gewohnt flüssig. Im normalen Betrieb ist der Prozessor des K770i nicht in die Knie zu zwingen, lediglich während unseres - kaum alltagstauglichen - Härtetests mit Kishontis HD-Benchmark setzte der gleichzeitig laufende Musikplayer bisweilen aus.
Auch ansonsten gibt’s überwiegend positives zu berichten. Das Handbuch darf man getrost im Lieferkarton belassen, dessen Hilfe ist dank der einfachen und logischen Menüführung unnötig, zumal zu vielen Punkten auch mehr oder weniger nützliche Infotexte eingeblendet werden können.
Hilfreich bei der Bedienung ist auch die Tatsache, dass zwar die Softkeys nicht neu belegt, aber die einzelnen Bewegungsmöglichkeiten des NavKeys mit Funktionen verknüpft werden dürfen. Etwas schade erscheint jedoch, dass Sony Ericsson zwar sieben anpassbare Profile integriert, jedoch den wichtigen Flugzeugmodus ignoriert. Den erreicht man nur, wenn man das Handy aus- und wieder einschaltet. Ziemlich unpraktisch.
Bei den 4 mitgelieferten Themes beschränkt sich Sony Ericsson darauf, andere Farbschemata und Hintergrundbilder zu verwenden, belässt die Menüstruktur aber bei ihrem 3x4-Raster.
Ein Detail, das die Nutzbarkeit etwa im Auto erhöht, bezieht sich auf die Sprachwahl. Dabei kann man dem K770i ein "Zauberwort" zuweisen, das die Sprachwahl aktiviert. Genauso einfach können dann auch verbal Gespräche angenommen oder abgewiesen werden. Die dauerhafte Aktivierung dieser Sprachsteuerungsoption knabbert zwar noch einmal an den Energiereserven des Akkus, wird aber im Zusammenhang mit externem Zubehör wie dem Kabelheadset oder einem KFZ-Kit abgespeichert. Entfernt man also nach der Autofahrt das Headset, so wird auch die im Hintergrund aktive Sprachsteuerung beendet und erst beim nächsten Koppeln des Headsets automatisch wieder aktiviert. Ist nicht neu, klingt aber spannend und funktioniert auch in ruhiger Umgebung zuverlässig. Bei einer innerstädtischen Testfahrt trat aber ein viel gravierenderes Problem auf, denn obwohl das gewählte Zauberwort eher ungewöhnlich war und kein Name für die Anruferwahl fiel, passierte es innerhalb von 15 Minuten drei mal, dass das K770i plötzlich drauflos wählte. Sonderlich praxistauglich erscheint diese Option somit leider nicht. top
Nach 2 1/2 Jahren immer noch ein guter Wegbegleiter. Der Akku hält immer noch wie am ersten Tag ca. 1 Woche aus.
Die Sprachqualität ist sehr gut, sowie die Reaktionsfähigkeit im Menü wenn man was anwählt.
Wer ein Handy sucht mit guter Akkulaufzeit, intuitiver Bedienung, handlicher Größe und dazu noch zuverlässig der ist damit gut bedient.
Verschleissspuren am Gehäuse (Hosentasche) sind nur an den unteren Ecken deutlich zu erkennen.
Lackabrieb an den Tasten gibt es nur bei der Taste 5 an den Noppen und an der Unterkante in der letzten Zeile.
Softwareabstürze sind mehr als selten was aktuell bei Sony Ericsson eher die Regel scheint.
Negatives hmm, die Displaygröße ist kaum mehr zeitgemäß, die unterstützten Bluetoothprotokolle für Freisprechen reichen mir nicht mehr voll aus.
Staub, ist auf der Vorderseite kein Thema, aber unter dem Rückendeckel sammelt er sich massenweise, somit ist ausblasen jede 2 Wochen die Regel.
Scheiße teil
Gutes PREIS-LEISTUNGSVERHÄLTNIS; Super Akku, Klang und Fotos in Ordnung, wer nicht surfen will ist und für normalen Anspruch ist gut bedient!
Abnutzung nach 2 Jahren OK.