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ultraschlankes Musikhandy mit Stil Sony Ericsson W890i

Kamerafunktionen

Foto: AMB | Kameravorschau

Wer Musik hört, will doch bestimmt nicht auch noch Fotos schießen? Doch, warum denn nicht. Das sagte sich wohl auch Sony Ericsson und bohrte die Kamera des Vorgängers von zwei auf 3,2 Millionen Bildpunkte auf. Das entspricht durchaus dem aktuellen Stand der Technik. Attribute wie Autofokus, einen Bildstabilisator oder gar den namhaften Cyber-shot-Schriftzug sucht man allerdings vergeblich, letzgenannter bleibt der K- und aktuellen C-Serie vorbehalten. Doch wie man schon bei Nokias Musikant 5610 XpressMusic sehen konnte, führt das Fehlen eines namenhaften Optiklabels nicht zwangsläufig zu sichtbar schlechteren Ergebnissen.

2048x1536 Bildpunkte ergeben so auch tatsächlich ein der Megapixelzahl entsprechend gutes Fotoergebnis. Zumindest dürfte das normalerweise so sein. Bei unserem Testobjekt schlichen sich im rechten Bildbereich deutliche Unschärfen ein, deren Ursache leider nicht ergründbar waren. Ansonsten geht die Bildschärfe in Ordnung, etwas kritischer sollte man hingegen Kontrast und vor allem Farbgebung betrachten. Bilder tendieren dazu, besonders bei unterschiedlich beleuchteter Szenerie wie etwa bei hellem Himmel vor dunklerem Vordergrund in der Gesamtheit zu dunkel und kontrastarm zu werden. Das scheint die Kamera des W890i durch Farbe ausgleichen zu wollen, doch dabei haben die Sony Ericsson-Ingenieure zu tief in die Farb-Trickkiste gegriffen. Fotos wirken so schnell wie mit vollen Farbeimern auf die Leinwand geworfen und ergeben ein übertriebenes impressionistisches Farbfeuerwerk, dass aber mit der Realität nicht viel gemeinsam hat.

Überraschend ist auch die Tatsache, dass die Bilder trotz fehlendem Autofokus und der dafür aufzuwendenden Zeit recht langsam im Speicher abgelegt werden. Schneckengleiche fünf bis sechs Sekunden dauert das, ein N82 braucht für 5 Megapixel samt Autofokus auch nicht viel länger. Einen Blitz werden Nachtschattengewächse aber auf der Heimfart von der Disko sicherlich deutlich schmerzlicher vermisst haben, denn das reduziert die Nachttauglichkeit der W890i-Kamera so gegen Null. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass Sony Ericsson auf die Videofunktion keinen gesteigerten Wert zu legen scheint, denn mit 15 Frames bei 320x240 Bildpunkten kann man heutzutage keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken; Musikhandy hin oder her.

Auch an der Auswahl an Optionen wird offensichtlich, dass die Kamera des W890i hinter der Walkman-Funktionalität nur zweitrangig ist. Die erstrecken sich nämlich lediglich über fotografische Hausmannskost wie die Auswahl des Aufnahmemodus von Panorama bis Bildfolge oder Einstellungen für Weißabgleich, Selbstauslöser und drei unterschiedliche Bildeffekte. Hübscher ist dagegen die Präsentation der Bilder und Filme gelungen. Die profitiert von Sony Ericssons Walkman 3.0-Oberfläche, die schon in der Playstation 3 gute Dienste verrichtet. Wechselt man über den linken Softkey in die Mediengalerie und wählt dort Fotos aus, darf man diese dort entweder einzeln anwählen und durchschalten oder als kleine Diashow mit Musik untermalt genießen.

Schon beim simplen Betrachten 'schwenkt' jedes Bild beim Wechsel flüssig nach hinten weg, um dann wieder ebenso ruckelfrei Platz für das nächste, heranschwebende Foto zu machen. In der 'X-Pict Story' benannten Diashow darf man eine Hintergrundmelodie wählen, zu der dann alle Fotos durch zahlreiche Bildeffekte animiert abgespult werden. Sollten einige der Bilder nachbearbeitet werden müssen, so stellt Sony Ericsson dem Nutzer wieder die Photo Fix-Software und den PhotoDJ zur Verfügung. Während Photo Fix lediglich automatisch das Bild aufhellt, lässt sich mit dem DJ auf wesentlich mehr Optionen zurückgreifen. Neben Licht und Konrastverhältnissen dürfen so auch nachträglich Effekte und Cliparts in und über das Bild gelegt werden. Echte PC-Software kann das aber natürlich nur im Ansatz ersetzen. top

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

Foto: AMB | Mediengalerie

Foto: AMB | SenseMe-Funktion

Foto: AMB | Playeroptionen

Foto: AMB | RDS-Radio

Foto: AMB | Playerbetrieb

Der interne Speicher von 25 Megabyte dient vor allem dem Adressbuch und anderen Anwendungen, für multimediale Erlebnisse hat Sony Ericsson zwei Gigabyte in Form einer M2-Speicherkarte beigelegt. Darauf greift das W890i bei seiner Hauptaufgabe, echtes Diskofeeling in die Ohren des Nutzers zu transportieren, über das bereits erwähnte Walkman 3.0-Menü zu. Alternativ springt man mittels der seitlichen Walkmantaste direkt in den Player und zum letztgespielten Lied. Wählt man den ersten Weg, wird man vor die Wahl der Mediendateien wie Fotos, Videos oder Musik gestellt. Wählt man Musikdateien aus, öffnet sich ein weiteres Auswahlmenü in Form von vorgefertigten Playlists. Die unterscheiden nach Interpret, Alben, Genre, Erscheinungsjahr, Titeln und zusätzlich nach Hörbüchern und Podcasts. Natürlich dürfen auch eigene Playlists erstellt werden, wobei das W890i hier mit oft und nie gespielten Titeln zwei zusätzliche Vorgaben macht.

Wem das trotz der einfachen Bedienung via Markieren zu aufwändig ist, der darf sich auch beim W890i wieder die Arbeit von der bekannten SenseMe-Funktion abnehmen lassen. Sie stellt alle Musikstücke durch Punkte in einem Koordinatensystem dar, entlang dessen Achsen die Lieder von Ruhig bis Schnell und von Traurig bis Fröhlich eingestuft werden. Das geschieht automatisch, allerdings nur, wenn man Musikdateien mittels des mitgelieferten Media Manager bei aktiviertem SenseMe-Abgleich und im Massenspeichermodus aufs Handy schaufelt. Das kann je nach Umfang der Musiksammlung schon einmal seine Zeit dauern und auch das anschließende Portieren geht nicht besonders schnell vonstatten. Etwa 10 bis 15 Sekunden sollte man pro Lied einrechnen. Danach braucht man aber dann nur noch einen der gewünschten 'Stimmung' entsprechenden Song anwählen und den darum dargestellten Radius erweitern oder eingrenzen, der ähnliche Musikstücke auf Knopfdruck zu einer Playlist zusammenstellt. Diese automatische Erkennung klappt überwiegend gut, hin und wieder werden aber dennoch Titel, die man selbst etwa eher in die Rubrik 'schnell und fröhlich' einstufen würde, beinahe ins Gegenteil eingeordnet. Solche Fehler lassen sich dann leider auch nicht manuell beheben.

Dafür beschwert sich der Musikus auch bei DRM-geschützten Dateien nicht und spielt mit AAC, AAC+, MP3, MP4, M4A, 3GP, AMR, MIDI (72), RealAudio 8, XMF und WMA die wichtigsten Musikformate ab. Will man hingegen die etwas klein geratenen Coverarts wie angedacht im oberen linken Eck des Players dargestellt haben, sollte man auf die Synchronisation mit dem Media Player setzen. Der empfängt Infos und eben auch Coverarts aus dem Internet und überträgt diese dann auch aufs Handy. Leider steht man so immer vor der Entscheidung, ob man Coverarts für seine unvollständige Plattensammlung haben möchte, oder doch lieber alle Stücke mit der SenseMe-Funktion nutzen möchte. Wenn es schnell gehen soll, steht das Barrenhandy auch als Massenspeicher zur Verfügung; natürlich ohne die Vorteile des Abgleichs mit dem Media Player und dem Media Manager. Hat man dann alle Klippen des Dateiaufspielens erfolgreich umschifft, erwartet einen der Player.

Der bietet alle Grundfunktionen, die man auch von einem MP3-Player erwarten würde. Neben der normalen Navigation beim Abspielen von Musik wie Spulen oder Skippen stehen dabei aber nicht übermäßig viele Funktionen zur Verfügung. Die wichtigen sind aber vorhanden. Dazu gehören die Zufallswiedergabe und die Wiederholungsfunktion, zusätzlich dürfen anstelle der Coverarts Visualisierungen eingestellt oder eine grafische Darstellung gleich ganz unterbunden werden. Auch eine Stereo-Simulation hat Sony Ericsson wieder integriert, doch nur weil diese Option immer wieder in Handys auftaucht, wird sie nicht besser. Denn nach wie vor wird der Musik nur etwas mehr Hall hinzugefügt, was auf Kosten der Lautstärke geht und keine wahrnehmbare klangliche Verbesserung bringt. Die Microlautsprecher des im Lieferumfang enthaltenen Kabelheadsets mögen vom Tragekomfort her Geschmackssache sein, schließlich wollen die tief in den Gehörgang 'eingegraben' werden. Dennoch ist die Passgenauigkeit dank der drei unterschiedlichen Aufsatzgrößen aus Gummi über jeden Zweifel erhaben und der Bass bombt selbst hörgeschädigten Diskokids das Trommelfell schartig. Besonders in der über den Equalizer einstellbaren Mega Bass-Option massieren subwoofer-artige Schallwellen das Trommelfell, die erst bei sehr hohen Lautstärken leicht abebben.

Auch wenn man den Equalizer manuell einstellt und die Höhen ganz aufzieht, kommen die allerdings gegen den Bass nicht wirklich an und auch die Mitten sind zumindest in der Grundeinstellung etwas dünn. Näher an die Boom-Bässe einiger Diskos kommen Musikhandys derzeit allerdings kaum. Ganz im Gegensatz zum externen Lautsprecher. Klingeltöne und MP3-Stücke klingen derart dünn und schrill, dass man den Eindruck hat, alle dem Headset fehlenden Höhen seien quadriert und dem quäkenden Schreihals beigegeben worden. Musik für alle sollte dann doch lieber bitte aus gekoppelten Bluetooth-Boxen schallen.

Auch das Radio überzeugt mit hoher Lautstärke und gutem Sound, selbst wenn der dabei nicht eingestellt werden darf. Auch bei der Bedienung gibt’s nichts zu meckern. Automatischer Suchlauf, ausreichender Senderspeicherplatz und RDS-Fähigkeit ergeben ein ordentliches Unterhaltungspaket, wenn der letzte Titel der MP3-Sammlung durchgehört ist. Dank der TrackID-Software findet die Sammlung dann aber vielleicht sogar später wieder Zuwachs, schließlich erhält man damit über gerade im Radio gehörte Lieder die passenden Informationen, um später auf die Suche nach den passenden Musikdateien gehen zu können. top

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Kommentare
  1. 19.03.11 22:14 Unverschämt (Gast)
    Unverschämtheit

    Das Handy an sich ist wirklich 1A.
    Bloß so wie ich es bei Amazon bestellte kam es erstmal zwei Wochen zu spät - dann fehlten alle Kabel und Anleitungen. Zurückgeschickt nachdem ich mit ner Kundenstelle telefoniert hatte. Dann kam das Handy endlich vollständig, dachte ich. Tja, Speicherkarte fehlt. Mir wurd jetzt 2mal zugesichert das die kommt, warte seit einigen Wochen vergeblichst.

    Grüsse

  2. 18.11.10 18:39 Anonymius (Gast)
    8GB Speicherkarte in w890i?

    Passt eine 8GB Speicherkarte in das Sony Ericson Handy w890i?

  3. 28.09.10 16:04 hüda (Gast)
    soll ich oder nicht

    ich hab 2 wahle 1 mal sony ericson 890i oder samsung s5320 was soll ich haufen ??

  4. 15.06.10 11:53 entity (Gast)
    klassisches SE...

    design top, edles alu, superschmal, tastatur perfekt, menu passt. ABER: die firmware ist wirklich eine unverschämtheit, ob upgedatet oder nicht. das abschmieren passiert mal 6 monate gar nicht, dann wieder 2x in der woche. völlig unverständlich. egal, nach zwei jahren bin ich immer noch verliebt. SE beste ;)

  5. 18.04.10 00:25 muuuuuuuha xD (Gast)
    Tastatur

    Also...ich finde hier wird ganzschön übertrieben...
    Ich komme SEHR gut mit der Tastatur zurecht!
    Man kann super mit ihr schreiben, gerade weil die tasten so dicht aneinander liegen.
    Man fliegt förmlich über sie^^
    Insgesamt habe ich nichts an meinem Handy auszusetzen. Ich liebe es und bin rundum glücklich.

    xD

  6. 30.12.09 23:10 Anonymous (Gast)
    Scheisteil das handy

    Mit diesem Handy hat man nur ärger es is bescheiden auf gut deutsch und viel zu leise wenn mann draussen unterwegs istb hört man nichts meins war schon 4 mal in reperatur und es hat sich nichts getan

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