Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 

Walkman-Smartphone mit Riesenspeicher Sony Ericsson W960

Ein fotografierender Musikant mit intelligentem Innenleben – was kann man von einem mobilen Begleiter mehr erwarten als Organisations-, Unterhaltungs- und Telefonfunktionen in einen Gehäuse vereint zu wissen?! Das W960 bildet derzeit die Speerspitze der Sony Ericsson-Produktpalette. Ob die systemtypischen Mangelerscheinungen diesmal vernachlässigbar sind und was der integrierte Walkman-Player seinen Vorgängern voraus hat, klären wir auf den folgenden Seiten.

Lieferumfang & Verpackung

Den Packungsinhalt ergänzt Sony Ericsson wie bei jedem seiner Musiktelefone mit alltagstauglichen Beigaben: beim W960 zählen ein 3,5mm-Klinkenadapter, ein InEar-Headset sowie eine samtweiche Handysocke zu den Highlights; eine Speicherkarte wäre obsolet gewesen: das Walkman-Smartphone verfügt nicht über einen Steckplatz, um es mit Speicher zu erweitern. Stattdessen stecken acht Gigabyte Flash-Speicher fest im Handy – mehr als genug, sollte man meinen. top

Foto: AMB | Sony Ericsson W960 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Das W960 besteht aus einer glänzenden Klavierlack-Front, einem deutlich simpler anmutenden weißen Kunststoffsaum an den Kanten und einer mit einem Softtouch-Überzug versehenen Rückseite. Der Materialmix katapultiert das Handy samt eingelegtem Akku auf ein Gesamtgewicht von 119 Gramm – damit schlägt es unweigerlich eine Beule in dünne Hemdtaschen, die ohnehin geräumig genug sein sollten, einen 11 Zentimeter hohen und 16 Millimeter dicken Plastikblock aufzunehmen.

Foto: AMB | Sony Ericsson W960 Vierseitenansicht

 

Doch es gelingt Sony Ericsson, den preisgünstigen Materialmix mit präziser Fertigungstechnik aufzuwiegen: bündig aneinander liegende Gehäusebauteile und ein dem Anspruch entgegenkommendes gefälliges Design paaren sich zu einem gelungenen Endergebnis.

Dank des Touchscreen-Displays fehlt natürlich der NavKey. Die so gewonnee Fläche nutzt der Hersteller für das große Display fast vollständig aus. Auch der schwarze Balken zwischen mechanischer Tastatur und Display erwacht im Playerbetrieb zum Leben und zeigt dann die typischen Tasten zum Vor- und Zurückspulen sowie zum Starten der Songs.

Foto: AMB | Sony Ericsson W960

 

Das gelungene otische Bild wird dann aber durch ein paar Kleinigkeiten gestört. Dazu gehört etwa der große Akkudeckel, der sich ein wenig in seiner Einfassung bewegt und knarzt oder die schlechte Erfühlbarkeit des einen oder anderen Knopfes an den Gehäuseseiten. top

Foto: AMB | Keine archaische, ausziehbare Antenne, sondern der integrierte Stylus des W960

 

Display & Tastatur

Ein erstmals planar mit der Umrandung abschließender Touchscreen lädt zum Spielen ein: je nachdem, wie weit man es als Hersteller treiben möchte, kommt man zu denkwürdigen Ergebnissen à la Viewty, Qbowl oder iPhone. Begeisterte Anhänger des beim W960 zum Einsatz kommenden Symbian-Betriebssystems UIQ werden dem ganzen Hype um die streichelhafte Bedienbarkeit nur schwer folgen können – an sanfte Berührungen eines Touchscreens konnten sie sich schon fünf Jahre lang gewöhnen. Die obligatorischen 240x320 Pixel verteilt das W960 auf 2.6 Zoll. Die gehärtete, aber keineswegs kratzfeste Kunststoffabdeckung verleiht den maximal 262.144 darstellbaren Farben starken Kontrast und hohe Brillanz, eine transflektive Hintergrundbeschichtung hilft beim Ablesen, wenn starkes Sonnenlicht aufs Display fällt. Dennoch spiegelt die komplette Front stark, was aber im Alltagsbetrieb nicht wirklich stört.

Foto: AMB | Die Oberfläche der Tasten ist einen Tick zu glattpoliert

 

Über das Menü lassen sich Beleuchtungsdauer und Helligkeit zum Stromsparen feinjustieren, ein Lichtsensor fehlt. Man kann das W960 ausschließlich mit Hilfe seines Touchscreens steuern – dass Sony Ericsson nach wie vor auf ein physische Tastatur setzt, zeigt aber, wie viel Vertrauen der Hersteller Soft- und Hardware schenkt, auf deren Qualität er nur begrenzten Einfluss hat. Und das ist auch gut so, denn dank des gerade noch groß genug ausgeführten Tastenfelds lassen sich die wichtigsten Telefonfunktionen – nämlich das Telefonieren und Nachrichten schreiben- genauso gut bedienen wie auf dem billigsten Einsteigermodell. Gut, Einsteigermodell ist vielleicht etwas hart, zumal Druckpunkt und Tastenhub präzise ausfallen, allerdings lassen sich die einzelnen Tasten nicht besonders gut voneinander unterscheiden.

Foto: AMB | Unterstützt erfolgreich die Menünavigation: das linksseitige Steuerrad

 

Für Medienfunktionen und Browser stellt der Touchscreen eine Bereicherung dar, ihn ausschließlich zur Bedienung heranzuziehen ist aber wenig empfehlenswert: eine QWERTZ-Bildschirmtastatur findet man im W960 nur bei den Nachrichten, die integrierte Handschrifterkennung ist nur für eingefleischte Schnellschreiber wirklich empfehlenswert. Zusätzlich sind einige der angezeigten Icons derart winzig, dass man sie nur mit spitzen Fingernägeln oder eben dem Stylus treffen kann. Der besteht aus einem schlichten, wabbeligen Stück Plastik und konnte während unserer Testphase über lange Strecken in seiner Fassung verbleiben. Denn als zentrales Bedienelement entpuppt sich spätestens beim Durchsuchen der Medienbibliothek das linksseitig vorgesehene Scrollrädchen als geradezu genial.

Foto: AMB | Sehr gutes Touchscreen-Display

 

Warum nur verfrachtet Sony Ericsson die damit logisch verbundene Zurücktaste wieder aufs Haupttastenfeld?! P1i- oder Blackberry-Geschwindigkeit beim Navigieren durchs Menü bleibt dem W960 damit verwehrt. Auf der gegenüberliegenden Seite findet man zwei voneinander weit abgesetzte Tasten, mit denen man die Lautstärke reguliert, wobei man in Standardbediensituationen allerdings auf optisches Feedback verzichten muss. Die zentral gelegene Walkman-Taste hebt sich nur durch ihren Aufdruck vom Rest des Tastenfeldes ab. Die Tastaturbeleuchtung bringt ausreichend Licht ins Dunkel, allerdings wäre etwas mehr Gleichmäßigkeit bei der Lichtentwicklung wünschenswert. top

Foto: AMB | Ausreichend helle, aber nicht sehr gleichmäßige Tastaturbeleuchtung

 
Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Lesen Sie alle 13 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 21.06.09 22:27 unnbenannt (Gast)

    ich finde dass natel ist super z.B. das w 910i ist viel langsamer

  2. 02.11.08 14:56 Anonymous (Gast)

    Der Bass wird schwächer und die Höhen kommen stärker hörbar raus :D

  3. 06.10.08 00:14 h3h3 (Gast)

    ich habe mal ne frage :P ^^
    undzwar: wie ist der ton vom handy wenn ein lied mit voller lautstärke abgespielt wird ? :D

  4. 22.09.08 17:57 Aliox (Gast)

    Ein wirklich sehr guter Test! Danke für die vielen guten und kritischen Beurteilungen. Nun bin ich überzegt und werde es mir zulegen ;)

  5. 04.07.08 15:08 Anonymous (Gast)

    Was soll denn eine native Anwendung sein? Kannte bisher nur native Säfte. So würden dich deine Schüler nie verstehen!

  6. 17.06.08 10:25 Anonymous (Gast)

antworten
Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte