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überragendes Smartphone mit einfacher Fingerbedienung HTC Touch Cruise

Kamerafunktionen

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Foto: AMB | Kameravorschau

Mit 3 Megapixeln (2048x1536) gesellt sich das Cruise in die Reihe der aktuellen Smartphones mit ausreichend Pixeln, um auch detailreiche Szenerien angemessen abzulichten. Das fehlende Blitzlicht macht allerdings sofort deutlich, dass das Cruise keine Digicam ersetzen möchte. Dafür bietet der Touchscreen - Apple machts vor - viele Möglichkeiten, Sehen und Fühlen miteinander zu verbinden, ohne sich ins Zeitalter der Handwäsche zurückzuentwickeln. Da war zwar auch noch jeder Handgriff von sichtbarem Erfolg gekrönt, aber schneller als bei einem Touchscreen lässt sich wohl kaum ein optisches Erfolgserlebnis generieren.

Mit dem Touchscreen kann sich die Knipseinheit des Cruise auch etwas komplexere Menüs erlauben. Die Kameravorschau lässt - ähnlich einem Videoplayer - die Bedienelemente nach einiger Zeit verschwinden, so dass sich die querformatige Ansicht von alleine in den Vollbildmodus schaltet.

Zur Bildergalerie kommt man ausnahmswiese mal ohne Umweg. Ein Tipp auf den Pfeil links unten genügt: allein diese kleine empathische Leistung der Entwickler, eine benutzerfreundliche Abkürzung in das Bildersystem des Cruise einzubauen, zeigt mal wieder, dass Einfachheit und Handyfotografie tatsächlich konform gehen können: auf dem HTC Touch Cruise geht's.

Die Fotos sind generell etwas milchig getrübt, vor allem Farben kommen dabei nicht so gut weg. Dagegen sorgen die scharfen Übergänge für gute Detailwiedergabe auch in höheren Zoomstufen. Ein Farbrauschen ist kaum wahrnehmbar, doch ohne Makel finden sich trotzdem, denn an dessen Stelle tritt eine Art Leinwand-Effekt, der aber im Vergleich zum Bildrauschen, das man von anderen Handykameras gewohnt ist, weniger schwer ins Gewicht fällt. Kontrast und Helligkeit sind gut über die Fläche ausbalanciert. Wenn man dem Fotochip Zeit lässt, holt er bei schlechten Lichtverhältnissen sogar noch mehr heraus, als andere Kameras mit LED-Leuchte. Auf diese Qualitätsstufe gelangten bisher noch wenige Handys ohne Blitz.

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Foto: AMB | Mit diesen Gesten steuert man die Bildvorschau.

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Foto: AMB | Beim Fotografieren helfen die Einstellungen der Bildeigenschaften

Mit Druck auf ein Pfeil-Symbol am unteren Displayrand kann Optionen man zur Auflösung, Weißlichtbalance, Helligkeit, Speicher, Kamerawechsel und Selbstauslöser hervorzaubern. Erweiterte Optionen wie zum Beispiel Zeitstempel, Qualität, Meßmethode und ähnliches findet man im Hauptmenü mit zwei Tabs. Im Tab "Advanced" ist es kaum mehr zu schaffen, die kleinen Steuerungspfeile ohne Zuhilfenahme des Stylus zu treffen. Das fällt aber gar nicht ins Gewicht, viel mehr freut man sich über abgefahrene Funktionen wie Anpassung an TV-Wiederholungsraten oder die Einstellung für die Ansichtzeit der eben geknipsten Fotos.

Unter Bildeigenschaften werden Kontrast, Sättigung, Farbton und Schärfe skalierbar. Wunderbar gelungen ist hier trotz komplexer Menüs eine einfach strukturierte Oberfläche - eine Wohltat für die von grauen Windows Mobile-Kästchen geplagte Augen.

Anstatt die langweilige und reduzierte Windows Mobile-Thumbnail-Vorschau anzuzeigen, entführt HTC den User mit einem Tipp auf einen kleinen Pfeil in der Kamera-Vorschau in eine Fullscreen-Ansicht des Handyfotos. Ein kurzer Tipp aufs Bild öffnet ein Popupmenü mit Optionen wie Senden oder Löschen, Anzeige der Eigenschaften und Start einer Slideshow. Die Slideshow kann nach Belieben je nach Zweck und Situation optimiert werden. Dazu bieten die Optionen der Galerie genug Möglichkeiten. Genauer gesagt 24 Arten gibt es, wie sich Bilder die Klinke in die Hand drücken können.

Die Bildvorschau dürfte Fotofreunden, Alben-Sammlern und natürlich allen, die an echter Innovation bei der mobilen Fotografie interessiert sind, ein zufriedenes Lächeln aufs Gesicht zaubern. Mit wenigen Gesten "lernt" man spielerisch den Umgang mit der Bildvorschau.

Die Gestensteuerung wird anschaulich auf einem Hilfe-Bildschirm angezeigt. Einen Bildabschnitt zommt man da mit der Geste "Kringel" im Uhrzeigersinn heran. Gegen die Uhr gehts zoomt die Anzeige wieder hinaus. Kleine Kreise markieren beim Reinzoomen und holen einen entsprechenden kleineren Bildausschnitt heran.

Drehen kann man das Bild mit einem auf dem Touchscreen ausgeführten C. Umgekehrt wechselt die 90-Grad-Drehrichtung. Zum nächsten/vorherigen Bild gehts mit einfachem Streich nach rechts oder links. Ein längerer Tipp sorgt für die Steuerung auf dem Bild per Anzeige eines kleinen Rechtecks auf dem Gesamtbild. Doppelt getippt orientiert sich die Anzeige wieder an der Bildschirmgröße. Vom genial-intuitiven Bediengefühl des iPhones ist man in der Bildergalerie nicht mehr besonders weit entfernt, aber dazu .

Foto: AMB | Einfach, intuitiv, schnell: unterwegs im gezoomten Foto

 

Wer sich lieber auf gewohnten Pfaden bewegen will, dem enthält HTC die herkömmliche Windows Mobile-Bildvorschau natürlich nicht vor - aber wer will das schon?

Die Stärke der Camcorderfunktion liegt nicht in der Auflösung, sondern eher in der hochfrequenten Aufnahme der Videos - die Ergebnisse laufen mit so viel Frames in der Sekunde wie bei Live-Reportagen im Fernsehen. Ginge das auch in VGA-Qualität, wäre man sicher hochzufrieden, aber 320x240 Bildpunkte stellen dank der guten Qualität der Handyfilme zufrieden, maximal in der Länge, die auf den Speicher passt. top

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

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Foto: AMB | Der HTC Player.

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Foto: AMB | Windows Media Player.

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Foto: AMB | Die Library des Windows Media Players.

Insgesamt 256 Megabyte stehen als interner Speicher zur Verfügung, mit Abzug der Systemprogramme und Beispieldateien bleiben noch circa 70 MB zur freien Verfügung und 47 MB als Programmspeicher übrig.

Als "nicht-nur-aber-auch"-Multimediahandy besitzt das HTC Touch Cruise keine Außentaste, um die Musik zu starten. Beim Abspielen hat man die Qual der Wahl zwischen HTCs Audio Manager und dem systemeigenen Windows Media Player Mobile. Beide bieten Vorteile.

Optisch punktet eher der Windows-Player mit alternativen Skins, während die HTC-Software mit einer weitreichenden EQ- und Raumklangeinstellung glänzt - allerdings funktionieren die Audio Boost-Einstellungen nur bei angeschlossenem Headset. Was die Bedienung angeht, liegt HTC klar vorn, auf den Bildschirm sind alle Hauptfunktionen von Shuffle bis hin zu Fortschrittsbalken etc. fingerfreundlich untergebracht. Bei Microsofts Media Player kommt man ums Styluszücken oftmals nicht herum.

Albumcover zieht man sich bei Benutzung des HTC-Players leider umsonst aufs Gerät. Der obere Teil der Anzeige ist für die Songinfos reserviert, während prominent in der Mitte die Lautstärke in XL-Prozentangabe prangt. Ein Softkey führt zur Bibliothek, einer zum Menü. Die Bibliothek des HTC-Players zeigt einfach alle Tracks untereinander an. ein Tipp auf den Titel "All Songs" offenbart die Aufschlüsselung nach Playlisten, Künstler, Alben, etc.. DRM-geschützte Titel sind in einem Aufwasch unter "Protected" aufgelistet. Schön ordentlich, wenn auch etwas einfach, wird sich diese einfache Songbibliothek mit Sicherheit im Mp3-Alltag bewähren. Schön einfach gestaltet sich die Erstellung von Playlists: ein langer Tipp auf den Song zaubert das Kontextmenü hervor, aus dem heraus der Song in einer Playlist der Wahl landet, wobei auch gleich Neue erstellt werden können.

Das unaufdringliche Design und die barrierefreie Bedienung sind auch dem Umstand zu verdanken, dass der HTC-Player sich ausschließlich um hörbare Medien kümmert. Dementsprechend komplizierter struktriert ist der Windows Player. Der kann auch Videos und Streams wiedergeben. Fünf Sternchen dienen als Einladung, seine Tracks zu bewerten.

Immer mehr Unternehmen, ob Hersteller, Provider, Händler und Software- oder Betreibssystementwickler, bieten mittlerweile Online-Plattformen an. Diesen Trend liess sich auch Microsoft nicht entgehen und fügte dem Player einen eigenen kleinen Button mit dem Link zur Windowsmedia-Website hinzu, wohinter sich aber bis auf ein paar Beispiel-Filmchen noch keine neue Multimediawunderwelt á la Nokias Game- und Multimediawunderwelt "Ovi" verbirgt. Wenigstens kann man den Fullscreen-Modus gleich mal auf Herz und Nieren testen: Videos werden automatisch in die Querlage gebracht, das Panel bietet ausreichenden Platz und Farben stellt es in ausgewogenem Kontrast dar.

Auch das Radio folgt der einfachen HTC-Bedienung. Gleich beim Start durchforstet das Touch Cruise den Äther mittels RDS nach passenden Stationen. Stereo/Mono, Lautstärke oder Soundausgabe über Headset oder Außenlautsprecher, per fingergroßen Schaltflächen kann man sich kaum vertippen.

Beim Verwalten der Songs innerhalb der Musikbibliothek sollte man am besten auf den Windows Media Player setzen. Einzelne Songs können zwar direkt auf dem Handy gelöscht werden, wenn man aber zugleich mehrere Dateien auf einmal verschieben oder kopieren möchte, greift man am besten auf die Dateiverwaltung des Windows Explorer zurück. So gerüstet bietet HTC's Touch-Handy alles, um auch unterwegs rundum multimedial versorgt zu sein. Auch Wiedergabelisten aller Art (dynamische wie "zuletzt" oder "am häufigsten gespielt" erstellt der Player selbst) kann man mit dem WMP 11 auf schnellstem Weg erstellen. top

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Kommentare
  1. 21.08.08 16:17 Anonymous (Gast)

    Mein HTC ist sauber verarbeitet, dass Öffnen/Schließen des SD-Slots ist allerdings wirklich ein Geduldsspiel

  2. 08.06.08 14:05 Anonymous (Gast)

    Hi Frederick,
    auf dem Bild mit der geöffneten Rückseite steckte eine eplus Karte in dem Gerät.Das erklärt(zum Teil) die schlechten Ergebnisse bei der Datenrate. Bei eplus, wie ich als leidgeprüfter Kunde weiß, gibt es auch bei UMTS maximal 768 kbps Down- und 128 kbps Upload.
    Grüße
    Dirk

  3. 09.04.08 14:29 Anonymous (Gast)

    65k natürlich...

  4. 09.04.08 14:28 Anonymous (Gast)

    WM 6 unterstützt bis dato sowieso nicht mehr als 56k Farben,

  5. 03.04.08 09:05 Puma-Berndwebde (Gast)

    ist ja super - aber was soll das ding kosten ???

  6. 01.04.08 17:21 philz95

    @philz95
    Sorry, ich muss außer mir gewesen sein...

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