Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 

überragendes Smartphone mit einfacher Fingerbedienung HTC Touch Cruise

Spezialanwendungen / Java

tests/htc/Touch Cruise/screens

Foto: AMB | Office Mobile Word

tests/htc/Touch Cruise/screens

Foto: AMB | Eine Multimedia-Notiz mit markierten Buchstaben

Schon jede Menge zu tun hat das HTC Touch Cruise mit Windows Mobile's performancehungrigen Routinen. Zusätzlich schafft es aber noch 536 Punkte auf der Jbenchmark-Skala. Für Java-Applikationen, die der Standard-Spezifikation MIDP 2.0 entsprechen, bleibt also noch genug übrig, um flüssig laufen zu können. Warum sich Kishontis 3D-Test nicht starten ließ, war uns nicht klar, eine Empfehlung für Hardcore-Gamer wäre daher übertrieben. Für etwas Spielspaß zwischendurch dürfte es aber reichen.

Das spärliche Games-Angebot, das der Touch Cruise ab Werk bietet, beschränkt sich auf die üblichen Verdächtigen Bubblebreaker und Solitär. Für mehr Abwechslung lohnt ein Blick in unseren Spielebereich.

Schon von Haus aus ist Windows Mobile mit Applikationen vollgepackt. Davon sind jedoch die meisten so trocken wie 2 Tage alter Baumkuchen. Klar, dass sich die Businessfunktionen hier nur so tummeln: Rechner, Notizen, Kalender, Sprachmemo, Taskmanager, Zip-Datei-Explorer, und so weiter und so fort...

Allein zur Connectivity gibt es nicht nur eine eigene Seite in den Einstellungen, auch das Programmemenü scheint einem manchmal mit merkwürdigen Managern, Explorern und Diensten angefüllt. Wo bitteschön geht's zum Meer? Für Unterhaltung sorgt schließlich nicht nur der Browser, sondern auch Video- und Musikwiedergabe. Zum Glück startet man das aus dem unkomplizierten HTC-Menü heraus.

Docs, XMLs und PPTs können ohne große Umwege bearbeitet werden. Zoom und Full Screen, Formeln für Excel, Aufzählungen bei Word, usw., das vorinstallierte Office Mobile ist gut gerüstet. Da die Onscreen-Tastatur im Querformat zu viel Platz weg nimmt, ist die Bearbeitung im Hochformat komfortabler, zumal dann auch noch die Worterkennungs-Zeile draufpasst. PDFs werden im Adobe Reader LE angezeigt. 2,8 Zoll machen das Lesen von Ebooks zum lässigen ICE-Sport. Dabei reicht die Performance des Kleincomputers, um flüssiges "grab-and-roll" zu gewährleisten. Blättern muss man dabei leider noch mit den Kleinstsymbolen.

Bein Notizen ist auch die Kombination von Text und Zeichnungen ohne weiteres möglich. Sogar einzelne Elemente einer Zeichnung - zum Beispiel Buchstaben - können getrennt von einander markiert und verschoben werden. Wem dann noch eine passende Melodie zum eben aus der Taufe gehobenen Gesamtkonzept des Werbespots einfällt, schaltet die Aufnahmeleiste für Tonaufnahmen hinzu und trällert ins Mikro, was das Zeug hält - voilá, fertig ist die Multimediale Notiz und die kann dann neuerdings mit so mancher PIM-Lösung auch außerhalb des Smartphones weiter verbreitet und mit anderen geteilt werden, etwa mit Office One Notes oder einfach über Bluetooth oder MMS.

Navigation

tests/htc/Touch Cruise/screens

Foto: AMB | Navigation

tests/htc/Touch Cruise/screens

Foto: AMB | Hauptmenü

tests/htc/Touch Cruise/screens

Foto: AMB | Points of Interest

Mit der Tomtom-Software ist von HTC schonmal ein Schwergewicht der mobilen Navigation für den Nutzer des Touch Cruise vorgesehen. Das Plugin für den Homescreen führt direkt zur Installationsroutine des Programms. Ohne viel Hilfe von außen bringt selbst der Laie die Software schnell zum Laufen. Auch das Kartenmaterial einer frei wählbaren Stadt als kostenlose Beigabe zu der Version auf dem Touch Cruise ist mit wenigen Tipps installiert.

Anders als das Vertriebsmodell von Samsung und Navigon, bei dem ein 14-Tage-Demo ausreichen musste, versucht es Tomtom hier mit dem Prinzip der zukaufbaren Karte. Material für eine statt kann man sich kostenlos aus dem Internet herunter laden, Karten von Deutschland, Österreich und der Schweiz kosten 50 Euro, für Gesamteuropa sind dann 90 Euro fällig.

Das Tomtom-System ist noch mehr an die zeitkritische Situation eines Autofahrers angepasst, als vergleichbare Software. Überblick verschafft man sich schnellstens mit den oberen Schaltflächen für Zoom in/out. Damit sieht man auch aus dem berühmten Kuhdorf heraus noch die Fjorde Skandinaviens in der Ferne.

Schon ein ungezielter Tipp auf die 3D-Ansicht aus der Vogelperspektive reicht aus, um im Menü zu landen. Die nächste Berührung des Touchscreens entscheidet darüber, ob der Nutzer das Ziel eingeben möchte, sich Verkehrsinfos besorgt, einen Ort zu den Favoriten hinzufügt oder die Einstellungen ändert. Auf einer weiteren Seite, die man in den Tomtom-Menüs jeweils mit dem Pfeilsymbol erreicht, aktiviert man den Rollmodus, bei dem der Finger die Karte auf einfache Weise hin- und herschiebt. Ein Doppelklick offenbart die Angabe der darunterliegenden Strasse samt Hausnummer. Der seitliche Zoombalken verhilft im Rollmodus zur schnellen Übersicht oder zur Auswahl der Ansichtsfläche.

Die Suche nach einer Adressen, dem Zentrum einer bestimmten Stadt, einem Favoriten oder dem letzten Ziel beinhaltet auch voreingestellte POIs (Points of Interests), die bei Tomtom so heißen wie Nokias neue Online-Plattform: OVI. Die Kategorien sind sehr einfach gehalten und erlauben zwar die Suche des nächsten Zoos, eine Bank oder einen Geldautomaten findet man in der Datenbank dagegen nicht. Hier könnte Google Maps wohl mehr leisten. Gut, dass dies zur Not auch ohne Probleme von Googles Webseite installiert werden kann. Praktisch bei der freizeitorientierten Tomtom-Datenbank ist immerhin, dass man die Nummer des Zoodirektors direkt aus dem Programm heraus anrufen kann.

Wenn das Kartenmaterial einmal installiert ist, braucht man beim Navigieren keine Internetverbindung. Die Performance des Cuise reicht aus, um die Karten zwei- und dreidimensional völlig ruckelfrei darzustellen. Die Menüs folgen ohne Umschweife den Eingaben - dem Gesamteindruck verleiht das jede Menge Flutschigkeit. Vor dem Beenden sollte man die Anwendung aus dem Menü heraus schließen, denn läuft diese im Hintergrund weiter, dann wird das Handy tatsächlich heiss und die Gerätetemperatur steigt um einige (ungefährliche) Grade.

Innerhalb von drei Minuten ist das GPS einsatzbereit. Auch nach einem kompletten Neustart dauert es nur Sekunden, bis sich das System wieder orientiert hat. Fehlt nur noch eine entsprechende Halterung im Wagen und schon kann man die Navigationshoheit auf das Smartphone übertragen. Eine Stromversorgung über den Zigarettenanzünder könnte dabei dem schnell schwächelnden Akku unter die Arme greifen. Beides muss leider extra zugekauft werden.

Die Frage nach der Stimmdatei für die sprachgeführte Navigation erübrigt sich nach einem Blick ins Hauptmenü. Ob Tomtom die Selektion der Stimmen einem Jecken überließ, bleibt dahin gestellt: die Auswahl zwischen Boris, dem Ex-Kanzler, Werner oder Enie van de Meiklockjes macht neugierig, was sich in diesem Auswahlmenü in anderen Ländern befinden mag. Die Queen? Werner und Lisa verlangen glücklicherweise nichts für ihre Dienste. Für andere nützliche Downloads wie erweiterte OVIs (Points of Interest) oder Blitzer fallen dagegen Kosten an.

Die Stimmausgabe ist klar und deutlich zu verstehen, für Schwerhörige können im Menü noch 30 Prozent drauf gepackt werden. Der User wird zuverlässig zu seinem Ziel geführt, zur Not führt der Weg auch über Ausweichrouten, die das System auf Wunsch berechnet. Die Route gibt das Programm schon nach kurzer Zeit aus. Auch hier zahlt sich die Prozessor-Power aus. top

Menüführung / Bediencharakteristika

Während sich Hausnummern in Berlin auf einer Strassenseite bis zum Ende fortsetzen, um dann auf der gegenüberliegenden Seite in entgegengesetzter Richtung fortgeführt werden, findet man andernorts gerade Hausnummern auf der einen und ungerade auf der anderen Seite. In ähnlich vertrackten Situationen bewegt man sich mit Windows Mobile: vielen Nutzern geht bei der Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten und den technikorientierten Menüs und Bedienlogiken irgendwann der Atem aus. So erklärt sich, dass Windows Mobile dem inutitiven und an die menschliche Alltagslogik angepassten Ideal so nahe kommt wie ein Karpfen der Savanne.

tests/htc/Touch Cruise/screens

Foto: AMB | Home Screen

tests/htc/Touch Cruise/screens

Foto: AMB | Die Oberfläche der Telefonanwendung.

tests/htc/Touch Cruise/screens

Foto: AMB | Der Taskmanager im Home Screen.

tests/htc/Touch Cruise/screens

Foto: AMB | Schnellstart-Programmliste

HTC ist nicht der einzige Hersteller, der diesem offensichtlichen Mangel mit eigenen Lösungen begegnet - benutzerfreundliche Aufsätze aufs mobile Windows kennt man auch von LG und Asus.

Die Anstrengung, Leben in das graue Betriebssystem zu bekommen ist mit dem HTC-Home-Screen aber viel umfangreicher implementiert und besser gelungen als bei der Konkurrenz. Da macht es auch keinen Unterschied mehr, dass die Oberfläche komplett in Grau gehalten ist, der Spaßfaktor steigt vor allem mit den ergonomischen Verbesserungen. Dabei will die Oberfläche auch nicht allzu sehr iPhone sein, sondern beschränkt sich auf das, was möglich ist - immerhin kann man von der bei der Kombination von Windows Mobile und Touchscreen wohl rund ein Drittel der Prozessorleistung von der Gesamtperformance abschreiben, so ressourcenhungrig wirkt sich das schwerfällige Betriebssystem aus.

Die Schnelltasten sind wie bei den meisten Windows Mobile-Geräten individuell belegbar. Der altbekannten Schwachstelle von Windows Mobile, der Wechsel zwischen den Applikationen, hat HTC mit einem eigenen Taskmanager Rechnung getragen. Das Icon erscheint im Home-Screen und verbirgt eine Liste der laufenden Programme samt Close-Button. Ein Link führt direkt zum systemeigenen Taskmanagement, ohne den bislang üblichen Marathonlauf durch die Menüs. Da man fast immer Zugriff auf den Startbutton hat, kann man aus der Liste der zuletzt gestarteten Programme meistens schnell zu der gewünschten anderen Applikation springen oder alle Applikationen mit einem Fingerdruck schließen. Letzteres ist vor allem dann unverzichtbar, wenn das System mal wieder anfängt, träge zu reagieren.

HTC's Home-Screen lässt sich ohne viel Rumdrückerei in irgendwelchen Menüs anpassen. Ein tabbasiertes System führt den Nutzer schnell zu Wetter, Quicklaunch, Profilwahl und Uhrzeit. Der Launcher mit den neun individuell selektierbaren Programmen ist schnell an die eigenen Bedürfnisse angepasst: auf Knopfdruck erscheint die Programmliste, aus der das entsprechende Programm für den Platz im Menü ausgewählt werden kann und wird per Tipp auf das "x"-Symbol auch genauso leicht wieder von der Liste gelöscht. Ein weiteres brauchbares Gimmick sagt - eine bestehende Datenverbindung vorausgesetzt - das Wetter der nächsten Tage voraus. In der ansprechenden Grafik erscheint so Sonne oder Regen, Schnee oder Graupelschauer in bunten Farben als Tagesvorhersage oder für die nächsten vier Tage. Eine Tab weiter kann man das Cruise schnell stumm schalten, auf Vibrationsalarm reduzieren, in den automatischen Modus versetzen oder normal klingeln lassen.

Aus dem Homescreen mit der schön großen Uhr, von der man auch als Gegenübersitzender in der U-Bahn noch etwas hat, wechselt man bequem per Gestensteuerung zur Auswahl der wichtigsten Funktionen. Man beamt sich damit regelrecht ins Schlaraffenland der intuitiven Bedienung.

Zwar kann man nicht selbst bestimmen, welche Programme man im einfachen Rastermenü findet, trotzdem erleichtert die Möglichkeit einem den Sprung zu seinen gewohnten Pfaden, die damit kürzer ausfallen dürften als in so manchen anderen Handys. Die Seiten mit Kurzwahl-Kontakten, Multimedia (Foto, Musik, Video) und der Zusammenstellung samt Browser, Messaging und Organizing blättert man mit horizontalem Streich durch, alternativ kann auch irgendein Feld angewählt werden und mit schneller Bewegung links und rechts das Blättern angestoßen werden.

Programme, die dann aber tatsächlich von HTC angepasst wurden, sind allerdings kaum dabei. So darf sich der Nutzer über einen nagelneuen Verbindungsmanager freuen, in dem von Flugzeugmodus über Blutooth und WLAN bis hin zu Datenverbindung und bei Verfügbarkeit auch der Pushdienst aktiviert oder deaktiviert werden können. Außerdem ersetzt wurde die Telefonie-Anwendung. Diese wohl wichtigste Funktion eines Mobiltelefons findet man nirgends auf dem Home-Screen, dafür bietet die Schnellwahl tatsächlich eine schnelle Wahl: ein Streich nach unten und ein Tipp aufs Display. Für alle anderen Telefonate führt der Link über den rechten Softkey ins Telefonbuch, was leider zähe drei Sekunden dauert. Die Telefonanwendung selbst ist alles andere als ressourcenschonend programmiert - da verschluckt das Telefon ab und an mal eine Nummer. Wer ohne Audiofeedback arbeitet, sollte die eingegebenen Ziffern am besten noch mal überprüfen, um nicht versehentlich woanders zu landen.

Eine Liste der am meisten verwendeten Programme zur Vollendung des personalisierten Systems findet sich im Hauptmenü zusätzlich als Schnellauswahl direkt unter dem Startbutton. Natürlich kann man den Bildschirm jederzeit drehen, allerdings muss man wohl in der Queransicht auf so manchen Komfort - vor allem Platz für die Anzeige - verzichten. Themes und Farbschemata im sonst so ausführlichen und bis ins letzte Detail individualisierbaren Windows Mobile-System sind beim Touch Cruise allerdings spärlich gesät. Lediglich Hintergrundbilder lassen sich verändern. Software für weitere Anpassungen an das System-Outfit gibts bei den einschlägigen Lieferanten Handango, Mobile2Day und Co.

Um das System immer auf dem aktuellen Stand zu halten, kann der Nutzer jederzeit auf den Windows Update-Service zurück greifen. Zu Zeitpunkt unseres Test schien aber noch alles auf dem aktuellen Stand zu sein. Größere Neuerungen waren aber auch nicht zu erwarten. top

Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Lesen Sie alle 8 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 21.08.08 16:17 Anonymous (Gast)

    Mein HTC ist sauber verarbeitet, dass Öffnen/Schließen des SD-Slots ist allerdings wirklich ein Geduldsspiel

  2. 08.06.08 14:05 Anonymous (Gast)

    Hi Frederick,
    auf dem Bild mit der geöffneten Rückseite steckte eine eplus Karte in dem Gerät.Das erklärt(zum Teil) die schlechten Ergebnisse bei der Datenrate. Bei eplus, wie ich als leidgeprüfter Kunde weiß, gibt es auch bei UMTS maximal 768 kbps Down- und 128 kbps Upload.
    Grüße
    Dirk

  3. 09.04.08 14:29 Anonymous (Gast)

    65k natürlich...

  4. 09.04.08 14:28 Anonymous (Gast)

    WM 6 unterstützt bis dato sowieso nicht mehr als 56k Farben,

  5. 03.04.08 09:05 Puma-Berndwebde (Gast)

    ist ja super - aber was soll das ding kosten ???

  6. 01.04.08 17:21 philz95

    @philz95
    Sorry, ich muss außer mir gewesen sein...

antworten
Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte