Kaum haben wir das Touch Cruise von HTC getestet, da folgt mit dem Pharos gleich ein zweites Modell des taiwanischen Herstellers. Auch das P3470 ist ein waschechtes Windows Mobile-Smartphone, muss jedoch ohne UMTS, WLAN und mit einem deutlich schwächeren Prozessor auskommen. Der Preis ist im Vergleich zum Cruiser allerdings kaum gesunken. Ob das gut geht?
Der hochwertige schwarze Lieferkarton des Pharos birst geradezu vor Inhalt. Dazu gehören nützliche, wenn auch hoffentlich nie gebrauchte Infos zu diversen Hilfe-Hotlines und die eher an ein kleines Handbuch erinnernde Garantie-"Karte". Doch damit lange nicht genug. Zusätzlich findet man sage und schreibe drei CDs, die HTC-Software, Extra-Applikationen sowie die TomTom Navigator-Software in Version 6 beinhalten.
Weiterhin packt der Hersteller ein knapp 270(!) Seiten dickes Handbuch bei, dass zur Not auch dazu genutzt werden kann, nächtliche Einbrecher abzuwehren. Mit Ersatz-Stylus, Kabelheadset samt Schaumstoffüberzug, Schutzfolie fürs Display, Ladegerät mit Steckeraufsatz, 1GB-microSD-Karte und samtiger Handyhülle schnürt HTC ein Ausstattungspaket, dass in diesem Umfang alles andere als alltäglich ist und den perfekten Start ins Handyleben garantiert. top
Mit 108x58x16 Millimetern ist das mattschwarze Pharos nicht gerade klein, 122 Gramm Gewicht lassen den Benutzer zudem die Erdanziehungskraft niemals vergessen. Da erscheint auch der Werbeslogan "...fühlt sich in Ihrer Hand, in der Hemdtasche oder auf dem Armaturenbrett Ihres Wagens gleichermaßen zuhause" etwas geschönt, zumindest was die Hemdtasche angeht. Doch mit den abgerundeten Kanten passt es sich tatsächlich der Werbung entsprechend gut der Hand an, auch wenn es seine ausladenden Maße nicht ganz verbergen kann.
Auffällig ist die mattschwarze Farbgebung, die zumindest jedem Autotuning-Fan Freudentränen in die Augen treiben dürfte - schließlich ist matt derzeit absolutes Must-have. Wäre da nicht der dezente Plastiklook. Denn hochwertig erscheint nur das dunkel-eloxiert glänzende und daher fingerabdruckanziehende Kunststoffband, das die Seiten umspannt. Der Rest der Kunststoffummantelung wirkt eher zweckdienlich. Dieser Eindruck wird durch die Softtouch-ähnliche Oberflächenstruktur des Materials noch untermauert, die neben guter Griffigkeit auch die sonst so typischen Fettfinger gegen Null reduziert.
Der weiße Aufdruck der mechanischen Tasten wirkt billig und erinnert beim durch einen Kreis eingefassten "OK" der Zurück-Taste (?!) beinahe an ein Straßenschild. Das Pharos gibt sich auch sonst mehr intro- als extrovertiert. Schnörkel oder sonstige Verzierungen sucht man vergeblich, auch dem selbstverherrlichenden Technikgeprotze anderer Hersteller in Kameranähe entzieht sich HTC auf der Rückseite, wobei das bei der spartanischen Optik auch eher belustigend gewirkt hätte.
Der guten Verarbeitung tut das aber keinen Abbruch. Spaltmaße sind nicht zu verzeichnen, auch ungewöhnliche Geräusche lassen sich dem verwindungssteifen Prachtexemplar nicht entlocken. Hätten wir es nicht besser gewusst, so wären wir wohl dem Irrglauben erlegen, ein Outdoorhandy vor uns zu haben. Doch dagegen spricht auch der ungeschützte USB-Port, der gleichzeitig Lade-, Daten- und auch Headsetkabel als Andockpunkt dient. top
2,8-Zoll TFT-LCD mit Touchscreen, 240 x 320 Pixel Auflösung mit 65,536 darstellbaren Farben, das sind die technischen Daten. Auch wenn die inzwischen längst nicht mehr ungläubiges Staunen hervorrufen, so sichert sich das Pharos damit einen ordentlichen Platz im Mittelfeld. Im Alltagsgebrauch stolpert man allerdings über zwei Handycaps. Während Kontrast, Bildschärfe und Farbkraft trotz der vergleichsweise wenigen darstellbaren Farbtöne im normalen Betrieb als sehr gut zu bezeichnen sind, ändert sich das schlagartig, wenn man sich mit dem P3470 nach draußen traut.
Sonneneinstrahlung macht das Ablesen des Minibildschirms mangels transflexivem Display beinahe unmöglich, so dass man ständig damit beschäftigt ist, das Display vor der Sonne abzuschirmen. Darüber hinaus ist das LCD tief in das Gehäuse eingelassen. Das sieht nicht nur unzeitgemäß aus. Schnell sammelte sich an den Rändern ein ordentlicher Staub- und Flusenberg an. Besonders positiv fällt hingegen der sensibel und gleichmäßig reagierende Touchscreen auf, der sich darüber hinaus dank der TouchFlo-Software auch auf die Finger- und Gestenbedienung versteht. Doch dazu mehr in .
Auch wenn das Display des Pharos berührungssensitiv ist, so kommt es dennoch nicht ganz ohne mechanische Tasten aus. Zumindest scheint das die Ansicht der Entwickler zu sein. Somit verpassten sie dem schwarzen Barren sechs Tasten sowie einen Navkey, dessen eingrenzender Ring sogar noch iPod-like gedreht werden darf. Auch wenn die Tasten kaum benötigt werden, funktionieren sie inklusive Drehring gut, da sie knackige Druckpunkte samt kurzem Tastenhub bieten. Blind bedienbar sind sie allerdings wegen der extrem kurzen Beleuchtungsdauer nur bei entsprechender Kenntnis der Anordnung, da sich die beiden Softkeys, Windows- und Zurücktaste haptisch nicht unterscheiden lassen. Lediglich die Rufannahme- und die Beendentaste sind leicht hervorgehoben. Der Rest funktioniert wie bei Touchscreen-Handys inzwischen gewohnt über eine bei Bedarf einblendbare virtuelle Tastatur, die allerdings zumindest in der QWERTZ-Einblendung größer ausfallen könnte. So muss selbst mit dem Stylus gut gezielt werden. top
Derzeit kostet das Pharos 350 ? Wenn mann da mal den Preis für das TomTom Packet abzieht bleibt mit ca 250 ? ein ungebrandetes Gerät mit vielen möglichkeiten - und, ok ich bin schon 50 , die Geschwindigkeit ist m.E. total in Ordnung. Bei mir muss Word nicht in 1 milisekunde öffnen. Die Kamera ist für Ausdrucke 10x15 voll ausreischend. Ich bin jedenfalls total zufrieden mit dem Pharos. Normalsterbliche haben halt auch nicht die Vergleiche wie Ihr in der Redaktion. Und wenn mann von einem Razr V3 kommt, ist das Pharos schon die echt Eierlegende Wollmilchsau!! Gruß Franky
Doch, habe es gekauft - und einige der Kumpels wollen es auch! Rechne doch mal den Preis der TomTom ab - dafür hast Du dann ein obercooles Smartphone. Ich bin begeistert von meinem Pharos.
Nö, denke mal, es geht nicht gut...^^
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von wegen schneckenlahmer prozessor
muss man übertakten hab ihn von 201 auf 286 MHz
und das spührt man.
obergeiles teil