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GPS-Smartphone ohne WLAN und UMTS HTC P3470 Pharos

Kamerafunktionen

Ohne die Spannung vorweg nehmen zu wollen: selbst eine günstige Digitalkamera kann das Pharos nur unter Vorbehalt ersetzen. Das verrät schon ein Blick auf die blanken technischen Daten. Zwei Megapixel waren selbst vor drei Jahren nicht mehr State oft the Art, heute sieht das natürlich auch nicht besser aus. Zusätzlich machen fehlender Autofokus und Blitz negativ auf sich aufmerksam. Dabei ist das Resultat nicht einmal wirklich schlecht - für 2MP zumindest.

Die Farbwiedergabe erscheint realistisch, Kontraste werden ausreichend scharf abgebildet. Pixelrauschen ist kaum erkennbar. Auch die Helligkeitsverteilung macht einen guten Eindruck, solange man ein sonnendurchflutetes Außenareal ablichtet. Nur bei Gegenlicht werden entsprechende Fotos unterbelichtet und auch die Farbwiedergabe leidet darunter, so dass warme Sonnenlichtaufnahmen schon mal herbstlich-kühl wirken können. Positiv fällt der Makromodus auf. Zwar will der erst etwas umständlich über einen die Kameralinse einfassenden Drehring mechanisch aktiviert werden, doch dann sind die Ergebnisse durchaus akzeptabel und präsentieren einen Detailreichtum, den man von zwei Megapixeln nicht erwartet hätte.

Foto: AMB | Originalaufnahme

 

Foto: AMB | Einstellungsmenü

Foto: AMB | Albumansicht

Bei der Bedienung erschreckt auf den ersten Blick der geringe Optionsumfang. Doch das täuscht, handelt es sich bei dem kleinen, mittig am unteren Bildrand platzierten Icon doch um den Button für das Schnellmenü, in dem nur Bildgröße, Weißabgleich, Helligkeit, Speicherort und Selbstauslöser verändert werden können. Zum kompletten Einstellungsumfang gelangt man erst über das virtuelle Auswahlfeld in der unteren rechten Display-Ecke, hinter dem sich Optionen wie Bildqualität, Belichtungsart oder etwa der Auslöseton verstecken.

Beides zusammengenommen ergibt einen den Möglichkeiten der Kamera angemessenen Anpassungsrahmen, der zusätzlich noch über einen Extrabutton in der oberen linken Ecke erweitert werden darf. Dort stehen nämlich unterschiedliche Kameramodi wie Sport, Video oder Serienbild zur Verfügung. In einigen dieser Modi wird jedoch die Bildgröße drastisch reduziert, sodass die ohnehin nicht vor Bildpunkten überquellenden Fotos weiter an Details verlieren. Die Aufteilung der Kamera-Einstellungen auf drei Menüs sorgt mitunter für verwirrende Momente. Intuitiv ist anders.

Doch es kommt noch schlimmer: mangels Fingerfreundlichkeit einiger Icons muss man auch beim Fotografieren den Stylus umständlich hervorkramen. Natürlich darf auch per drehbarem NavKey durch Menüs gewandert werden, optimal funktioniert das aber auch nicht, da dessen Reaktion nicht besonders sensibel ausfällt. Weitere Kritik muss sich das Pharos für die für die Zeitspanne gefallen lassen, die zwischen dem Auslösen des Fotos und der erneuten Einsatzbereitschaft vergeht. Fünf Sekunden sind bei der mageren Pixelzahl definitiv zu viel.

Als Totalausfall darf getrost der Videomodus bezeichnet werden. Der produziert bei einer Auflösung von gerade einmal 176x144 einen derartigen Pixelbrei, dass man ihn besser gleich ganz vergessen sollte.

Mit der HTC-eigenen Bildergalerie, die man praktischerweise direkt aus dem Kameramenü heraus erreicht, kann das P3470 allerdings wieder deutlich Boden gut machen. Wie auch beim Touch Cruise können Bilder per Fingerbefehl weitergeblättert, gedreht oder gezoomt werden; ein echter Mehrwert also. Größter Unterschied zum angesprochenen Modell aus gleichem Hause ist aber eindeutig die Prozessorleistung, die beim Pharos deutlich schwächer ausfällt. Dadurch reagiert das Handy auf die Fingereingaben mit deutlich wahrnehmbarer Verzögerung. Schnell ist das iPhone-Feeling, das kurz aufkeimte wieder entschwunden. Schade.

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

Foto: AMB | Windows Media Player Mobile

Foto: AMB | Radio nur online

Doppelt hält ja bekanntlich besser. Oder doch nicht? Mit dem Windows-typischen Media Player Mobile und dem Audio Manger von HTC findet man gleich zwei Musikplayer auf dem Pharos vorinstalliert. Während die HTC-Lösung auf dem Touch Cruise mit ihren vielen Features und der einfachen fingerfreundlichen Bedienung noch Sinn machte, ist sie auf dem Pharos völlig überflüssig.

Der Audio Manager stellt keine Coverarts dar, bietet keinen Equalizer und kann als einzige Komforteinstellung mit einer Wiederhol- und Zufallsfunktion aufwarten. Selbst die Wiedergabelisten fallen nicht umfangreicher als bei Microsofts Pendant aus. Sogar der Sound erscheint noch eine Spur dünner. Einziger Vorteil bleibt somit fingerfreundlichere Bedienung.

Doch auch der Media Player weist zwei Schwachpunkte auf. Auch ihm fehlt ein Equalizer. Hinzu tritt die eine Bedienung, die unter zu kleinen und somit überwiegend nur mit dem Stylus benutzbaren Icons leidet.

Bevor man losrocken darf, wird der Nutzer vor die Wahl gestellt, ob er einfach alle Musikstücke, oder nach Interpret, Album oder Genre sortierte Listen vorfinden möchte. Ist diese Wahl getroffen, springt einem anschließend ein fast displayfüllendes Coverart entgegen - sofern man seine Musiksammlung über den Windows Media Player seines PC synchronisiert hat. Auf den sollte man aber ohnehin setzen, wenn man das Pharas mit Musik befüllt. Neben der reibungslosen Sychronisation bietet er auch den Vorteil, fehlende Zusatzinformationen wie Coverarts automatisch aus dem Internet nachzuladen.

Seine Musik sollte man auf der mitgelieferten 1GB microSD ablegen, denn die internen 140 Megabyte des Pharos sind schnell ausgeschöpft. Die abspielbaren Formate sind vielfältig, MP3, AMR, WMA, AAC, AAC+ und WAV werden anstandslos wiedergegeben. Doch auch beim WMP beschränken sich die sonstigen Optionen im Wesentlichen auf die Zufalls- und Wiederholfunktion, Komfort sollte man also nicht erwarten. Als Zusatzfunktion dürfen lediglich noch bis zu fünf Sterne an die einzelnen Songs vergeben werden, um deren Qualität zu beurteilen.

Der Klang ist recht ordentlich. Höhen und Bässe mischen sich zu einem ausgewogenen, wenn auch nicht gerade bombastischen Sounderlebnis.

Auf ein UKW-Radio verzichtet HTC beim Pharos gleich ganz. Nur über den Umweg Internet kommt man in diesen "Genuss". Dafür steht im Media Player ein Extrabutton zur Verfügung, der direkt auf die hauseigene führt. Dort erwarten den enttäuschten Nutzer allerdings derzeit nur einige Videotrailer und das besagte Radio. Spaß macht nichts davon, denn mit der langsamen GPRS-Geschwindigkeit tritt man eine regelrechte Reise in die Vergangenheit an. Alle paar Sekunden wurden sowohl Videos als auch das Internetradio zwecks neuer Bufferung mehr oder weniger lang unterbrochen. Zusätzlich lässt die Bildqualität der Videos arg zu wünschen übrig. Nur die Tatsache, dass die Angebote kostenlos sind, lassen diese Unzulänglichkeiten verschmerzen, besser werden sie dadurch aber nicht. top

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Kommentare
  1. 10.06.09 23:23 Anonymous (Gast)

    von wegen schneckenlahmer prozessor
    muss man übertakten hab ihn von 201 auf 286 MHz
    und das spührt man.
    obergeiles teil

  2. 25.08.08 22:14 Anonymous (Gast)

  3. 20.07.08 00:05 Anonymous (Gast)

    Derzeit kostet das Pharos 350 ? Wenn mann da mal den Preis für das TomTom Packet abzieht bleibt mit ca 250 ? ein ungebrandetes Gerät mit vielen möglichkeiten - und, ok ich bin schon 50 , die Geschwindigkeit ist m.E. total in Ordnung. Bei mir muss Word nicht in 1 milisekunde öffnen. Die Kamera ist für Ausdrucke 10x15 voll ausreischend. Ich bin jedenfalls total zufrieden mit dem Pharos. Normalsterbliche haben halt auch nicht die Vergleiche wie Ihr in der Redaktion. Und wenn mann von einem Razr V3 kommt, ist das Pharos schon die echt Eierlegende Wollmilchsau!! Gruß Franky

  4. 19.07.08 23:42 Anonymous (Gast)

    Doch, habe es gekauft - und einige der Kumpels wollen es auch! Rechne doch mal den Preis der TomTom ab - dafür hast Du dann ein obercooles Smartphone. Ich bin begeistert von meinem Pharos.

  5. 05.04.08 15:22 philz95

    Nö, denke mal, es geht nicht gut...^^

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