Es klang schon an: übermäßig schnell ist das P3470 nicht. Dabei gilt das nicht nur für den 200 Mhz-Prozessor, sondern auch für die Verbindungsaufnahme mit der Außenwelt. Zwar funkt das Pharos auf den Frequenzen 850, 900, 1800 und 1900 Mhz, auf UMTS verzichtet es dabei allerdings. Zur Datenbeschleunigung bleibt nur somit nur EDGE. WLAN wäre da eine gute Alternative gewesen, doch auch auf dieses Feature hat HTC leider verzichtet.
Der installierte Internet Explorer ist vor allem eines: langsam. Das ist recht schade, denn die Darstellung der Webseiten und der Bedienkomfort sind akzeptabel. Schade nur, dass sich die Darstellung nicht aus dem Kontextmenü des Browsers heraus ins Querformat drehen lässt. Auch eine Zoomfunktion fehlt, lediglich die Schriftgröße darf variiert werden.
Der Opera Minibrowser bietet mit Tabbed Browsing und einer Zoomfunktion wesentlich mehr Bedienkomfort und ist darüber hinaus auch bedeutend schneller. Doch im Gegensatz zum Touch Cruise ist Opera nicht als Zweitbrowser vorinstalliert, doch das kann man mit einem Besuch der Opera-Seite und wenigen Klicks nachholen.
Dank Windows Mobile 6 verfügt das Pharos natürlich über einen ausgefeilten Email-Client, der mit POP- und IMAP-Postfächern problemlos klarkommt. Der möchte aber erstmal konfiguriert werden, und da der Assistent zwar das hauseigene Hotmail-Konto, aber keine deutschen Provider wie etwa web.de kennt, muss man seine Zugangsdaten in vielen Fällen manuell eintippen. Ist diese Hürde überwunden, dann bietet der Posteingang mit sechs Kopfzeilen eine gute Übersicht. Doch das Pharos taugt auch als ausgewachsener Blackberry-Ersatz, denn es versteht sich nicht nur auf die Echtzeit-Synchronisierung von Emails mit einem Exchange-Server (entsprechende Zertifikate für Server und SSL-Verbindungen vorausgesetzt), sondern kann auch den Posteingang eines Hotmail-Accounts permanent auf neue Mails überprüfen.
Zu den weiterführenden Windows Live-Funktionen, die man mit Windows Mobile 6 an die Hand bekommt, zählen ein funktionsreicher Client fürs MSN Messaging, eine direkt auf der Home-Seite untergebrachte Suchleiste für die Suche über MSN Search und eine Synchronisationsfunktion für Messenger-Buddies. Wer also seinen mobilen Lifestyle primär über Windows-Systeme auslebt, wird mit dem Pharos also äußerst zufrieden sein.
SMS und MMS lassen sich zwar genau so einfach wie auf den meisten Konkurrenzprodukten erstellen, derartig viele Texteingabemöglichkeiten sind aber eher selten zu finden. Dazu gehören Buchstabenerkennung, Strichzugerkennung, volle QWERTZ-Tastatur und Transcriber. Während die ersten beiden Möglichkeiten eher gewöhnungsbedürftig erscheinen und unterschiedliche Bereiche für Groß-, Kleinbuchstaben und Zahlen vorgeben, handelt es sich bei der von HTC aufgesetzten TouchFlo-Tastatur um eine fingerfreundliche Klaviatur mit je zwei Buchstaben pro Taste. Besonderes Lob verdient sich der Transcriber, der Druck- und Schreibschrift automatisch erkennt und mit etwas Eingewöhnung überwiegend fehlerfrei in Druckschrift umwandelt. Dabei brilliert erneut der sehr präzise Touchscreen, der ohne Gewalt auch auf übervorsichtige Eingaben reagiert. top
Wer von der Personalisierungsflut der Kontakte von S60-Geräten begeistert ist, dürfte bei der Windows-mobile-typischen Gigantomanie gleich ein paar Freudentränen mehr verdrücken. Zu überbieten ist das kaum. Egal ob Messenger-IDs, die Nummer der Sekretärin oder die Anzahl der Kinder, mit 40 Eintragsfeldern dürften auch Ordnungsfanatiker an ihre Grenzen stoßen. Dabei werden natürlich auch die gewohnten Möglichkeiten wie Ruftonzuordnung oder Gruppenzuweisung nicht unterschlagen. Lediglich Geburtstage werden tauchen nicht direkt im Kalender auf.
Den erreicht man am einfachsten direkt aus dem Homescreen. Tippt man dort auf das Kalenderplugin, landet man erst mal in der Tagesagenda-Ansicht, bei der anstehende Termine in einer Zeitleiste farblich am oberen Bildschirmrand dargestellt werden. Ein Filter sortiert auf Wunsch nach Kategorien. Übt man Druck auf das oben links stehende Datum aus, so gelangt man wie auf dem heimischen PC zur Schnellansicht des Monats.
Zum Wechseln der Ansicht genügt ein Tipp auf die Schaltfläche unten links, die bereits die Bezeichnung der folgenden Ansicht aufweist. So folgt auf die Tagesagenda eine grafische Wiedergabe des Tages nach Stunden sortiert, die in der die Stunden wie in einem Filofax aufgelistet dargestellt werden. Genial einfach ist dabei die Übersicht gelöst. Da immer die aktuelle Zeit im Zentrum der Betrachtung liegt, werden nicht direkt im Fenster einsehbare Termine durch kleine Pfeile angedeutet. Wer sich in den unendlichen Weites des Kalenders verlaufen hat, findet mit dem geschwungenen Pfeil oben rechts immer wieder zurück zum aktuellen Tag.
Das Erstellen neuer Termine ist ein Kinderspiel. Will man einen Termin von 9-12 Uhr erstellen, tippt man auf die 9 und zieht das Kästchen bis zur 12. Anschließend braucht man nur noch den Stylus auf dem entstandenen Kästchen gedrückt zu halten und ein Popupmenü erscheint, mit dessen Hilfe Termine erstellt, verschoben oder kopiert werden dürfen. Das funktioniert auch in der Wochenansicht. Etwas enttäuschend fällt die Monatsansicht aus. Einzig erwähnenswert: Termine mit Kategorie "Ferien" werden rot dargestellt, mehrere Aufgaben als Quadrat und einzelne Termine als Dreieck angezeigt.
Ein Pluspunkt im Gegensatz etwa zu S60 ist die Jahresansicht. Auf dem limitierten Raum, den das Smartphone-Display bietet, sind die einzelnen Tage zwar nur noch rudimentär zu erkennen, dennoch können sie mit etwas Geschick noch einzeln mit dem Stylus anvisiert werden. top
Im Gegensatz zur überbordenden Connectivity des Touch Cruise muss das Pharos mit deutlich straffer gezurrtem Marschgepäck auskommen. Dank Quadband-GSM ist man zwar nahezu überall auf der Welt erreichbar, auf UMTS verzichtet HTC beim P3470 aber komplett. Auch WLAN sucht man vergeblich.
Für den direkten Kontakt mit dem PC oder anderen Handys steht neben dem miniUSB-Port Bluetooth 2.0 zur Verfügung. Damit lässt sich auch gleich ein PAN (Private Area Network) aufmachen, um ungestört Daten auf das Handy des Gegenübers zu portieren. Am einfachsten geschieht das über den Explorer. Im Auto darf das Pharos dank SAP (SIM Access Protocol) etwa mit dem Navigationsgerät kommunizieren, der Einsatz als Modem macht dagegen wegen der geringen Datengeschwindigkeit keinen Sinn.
Die Aktivität des USB-Ports meldet das Pharos nicht von sich aus, lediglich beim abstöpseln macht es sich durch dreimaliges kurzes vibrieren bemerkbar. Über aktuelle Verbindungen kann man sich dennoch leicht informieren, indem man einfach auf das Verbindungs-Icon in der oberen Leiste tippt. Dort findet man ebenfalls den Connection Manager, über den sich alle Verbindungen an- und ausschalten lassen. top
Derzeit kostet das Pharos 350 ? Wenn mann da mal den Preis für das TomTom Packet abzieht bleibt mit ca 250 ? ein ungebrandetes Gerät mit vielen möglichkeiten - und, ok ich bin schon 50 , die Geschwindigkeit ist m.E. total in Ordnung. Bei mir muss Word nicht in 1 milisekunde öffnen. Die Kamera ist für Ausdrucke 10x15 voll ausreischend. Ich bin jedenfalls total zufrieden mit dem Pharos. Normalsterbliche haben halt auch nicht die Vergleiche wie Ihr in der Redaktion. Und wenn mann von einem Razr V3 kommt, ist das Pharos schon die echt Eierlegende Wollmilchsau!! Gruß Franky
Doch, habe es gekauft - und einige der Kumpels wollen es auch! Rechne doch mal den Preis der TomTom ab - dafür hast Du dann ein obercooles Smartphone. Ich bin begeistert von meinem Pharos.
Nö, denke mal, es geht nicht gut...^^
von wegen schneckenlahmer prozessor
muss man übertakten hab ihn von 201 auf 286 MHz
und das spührt man.
obergeiles teil