Genauso wenig, wie ein Kleinwagen eine Chance gegen einen Formel 1-Rennwagen hat, kann EDGE mit HSDPA oder gar WLAN mithalten. Kein Wunder also, dass der Seitenaufbau beim W380i ewig dauert. Große Seiten wie Areamobile.de werden vom Browser nur teilweise dargestellt, denn Bilder oder größere Logos stellen den kleinen Walkman vor unüberwindbare Probleme. Einzig WAP-Seiten lassen sich vernünftig ansteuern, Komfort sollte man aber auch dort nicht erwarten. Neben Cookies und Cache hilft nur noch eine Favoritenverwaltung beim Navigieren. Dafür werden auch RSS-Feeds unterstützt und für den sporadischen Emailverkehr mit POP3- und IMAP-Postfächern ist der Plastikbomber ebenfalls gewappnet.
Der durchschnittliche Nutzer des W380i wird sich aber vermutlich eher auf offline-Nachrichten beschränken und trifft damit eine gute Wahl. Neben MMS dürfen auch SMS mit einigen Smilies und kleinen Animationen versehen werden, die allerdings nur auf anderen Geräten von Sony Ericsson richtig dargestellt werden. Auf Konkurrenzprodukten ist dann nur eine Ansammlung von Sonderzeichen zu sehen. Praktisch: Bei der Suche nach der Empfängernummer werden zuletzt angeschriebene Kontakte immer quasi als Schnellzugriff an erster Stelle aufgeführt, ohne das ganze Telefonbuch durchsuchen zu müssen. top
Auch die Kontaktverwaltung fällt nicht ganz so umfangreich wie die der Buisinesskonkurrenz aus, doch mit über 20 Informationsfeldern sollten Bekanntschaften ausreichend detailiert festgehalten werden können. Das gelingt dank des Reitermenüs auch sehr gut, da so keine ellenlange Liste, sondern jeweils eine der fünf kurzen und übersichtlichen Aufzählungen das Display füllen. Zu diesen Informationen zählen etwa Anruferbild, Adresse oder zusätzliche Rufnummern.
Auch der Kalender nimmt sich recht spärlich aus und reicht daher allenfalls für den Hausgebrauch. Größtes Problem ist dabei die Unübersichtlichkeit in der Monatsansicht. Termine gehen leicht unter, da die entsprechenden Tage nur marginal fetter dargestellt werden. Nokias S40-Reihe macht das aber auch nicht besser. Doch zumindest die Einbindung von Geburtstagen in den Kalender klappt besser als bei der finnischen Konkurrenz: hält man diese in der Kontaktverwaltung fest, so erfolgt automatisch die Frage, ob sie auch in den Kalender übernommen werden sollen. Praktisch.
Schade nur, dass das nicht für neu synchronisierte
Geburtstage nachgeholt wird. Auch fürs Auge hübscher
wird’s dann in der Wochenansicht, denn
dort werden Termine deutlich erkennbar ähnlich einem
Balkendiagramm dargestellt und lassen so nicht nur
Startzeit, sondern auch Dauer plastisch erkennen.
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Wer ein Musikhandy besitzt, der will auch seine eigene Musik damit hören. Dazu muss natürlich ersteinmal die private Musiksammlung auf das Handy geschaufelt werden. Das klappt beim W380i entweder per Datenkabel oder Bluetooth. Als Software stellt Sony Ericsson dafür den "Sony Ericsson Media Manager" zur Verfügung, der sich auf der beigelegten Daten-CD befindet. Neben Musik versteht sich das Programm auch auf den Transfer von Bildern, die Verwaltung von RSS-Feeds oder das Konvertieren von Audio-CDs. Um Videos im richtigen Format aufs Handy zu beamen, muss der Media Manager allerdings kostenpflichtig auf die PRO-Version erweitert werden, was man sich aber beim W380i wegen des kleinen Displays getrost sparen kann.
Die Software erstellt dann ersteinmal einen Katalog an vorhandenen Musikdateien. Bei unseren 4,5 Gigabyte auf dem Testrechner dauerte das allein schon etwa fünf Minuten, auf dem Handy ist bis dahin allerdings noch kein einziges Byte gelandet. Das geschieht anschließend per Drag&Drop. Einfach Ordner oder einzelne Lieder anwählen und in das Fenster des Handys ziehen, schon glüht das Datenkabel. Das jedoch leider nicht wegen der hohen Übertragungsgeschwindigkeit, sondern anscheinend, weil die Daten durch das Nadelör Media Manager gequetscht werden müssen. Um die beiliegende 512 Megabyte umfassende Speicherkarte mit Musik zu befüllen, brauchten wir geschlagene 30 Minuten. Für eine zwei Gigabyte-Karte müsste man also über zwei Stunden Wartezeit einplanen! Im direkten Datenübertragungsmodus geht das fast zehn mal schneller, am USB-Port liegts also nicht. Auch die Tatsache, dass das Handy vor und nach der Aktivierung des Datentransfermodus jeweils neu startet, zeigt die mangelnde Nutzerfreundlichkeit von Soft- und Hardware in puncto Datentransfer. Nervig. top
Für die Synchronisation von PIM-Daten zeigt sich die beiliegende Sony Ericsson PC Suite verantwortlich, fehlerfrei werden Kontaktdaten oder Termine abgeglichen und transferiert. Das W380i bietet auch den Kontaktdatenabgleich mit einem externen Server, hier sei der Einfachheit halber auf den kostenlosen Dienst von ZYB hingewiesen.
Tja, das Innendisplay erinnert leidvoll an die Cybershot- und Walkman-Veteranen (?* la K750, W810)... So etwas ist im Jahr 2008 nicht mehr zeitgemäß!
Kein Kommentar, nur eine Frage: Wieviel bekommt man von Nokia dafür, dass man so einen Bericht verfasst?