Offensichtlich leidet unter dem vergleichsweise günstigen Einführungspreis auch die Hardware. Das wird bei der Antenne deutlich, denn kaum ein in der letzten Zeit getestetes Handy zeigte derartig große Defizite beim Empfang. Beim W380i kämpft man nicht nur mit einer sich ständig hektisch verändernden Empfangs-Anzeige, sondern auch mit Gesprächsaussetzern. Die generelle Gesprächsqualität kann sich dagegen sehen lassen.
Die Aussetzer zogen sich im von uns getesteten Netz von E-Plus bisweilen über einige Sekunden hin, in denen Kommunikation unmöglich war. Unverständlich, wie Sony Ericsson diese Basiseigenschaft bei dem ohnehin eher spärlich ausgestatteten Einsteigerhandy derart sträflich vernachlässigen konnte.
Der 920 mAh starke Akku macht das zumindest teilweise wieder wett. Mit dem W380i kommt man bei wenig Nutzung etwa eine Woche ohne Steckdose aus. Trotz des niedrigen Ausstattungsniveaus ist das ein guter Wert, auch wenn die Herstellerangabe von 270 Stunden deutlich unterschritten wird. Bei intensivem Musikhören reichen die Stromreserven für etwa drei Tage. top
Machen wir es kurz: das W380i ist kein schlechtes Handy. Allerdings leistet es für 199 Euro UVP abgesehen von der Gestensteuerung zu wenig fürs liebe Geld. Selbst die im Fokus stehende Musik des Walkman-Handys wird abgesehen vom Radio nicht optimal präsentiert, den Player übertreffen die meisten Mittelklassehandys sowohl in Bezug auf Optionsvielfalt als auch bei der optischen Präsentation. Kamera und Kalenderfunktionen reichen allenfalls für Gelegenheitseinsätze. Somit bleiben unterm Strich eine einfache Handhabung, strammer Akku und ein recht ansprechendes und kompaktes Äußeres, verhagelt wird das allerdings durch eine unterirdische Empfangsleistung. Wer also auf die innovative Gestensteuerung verzichten kann, der sollte entweder nach leistungsstärkeren oder günstigeren Geräten Ausschau halten. Denkbar wäre da etwa das Sony Ericsson W880i, das wie der Nachfolger W890 sehr gut in unseren Tests abschnitt und derzeit als Prepaidhandy für knapp unter 200 Euro über die Ladentheke geht.
| Hardware | |
|---|---|
| Design |
80%
|
| Verarbeitung |
80%
|
| Sprachqualität |
75%
|
| Akku |
85%
|
| Connectivity |
80%
|
| Gesamtwertung | |
| Gesamteindruck |
72%
|
| Features | |
|---|---|
| Bedienung |
85%
|
| Internet |
60%
|
| Messaging |
60%
|
| PIM-Funktionen |
70%
|
| Sound |
80%
|
| Kamera |
50%
|
| Gaming |
75%
|
| Video |
50%
|
Tja, das Innendisplay erinnert leidvoll an die Cybershot- und Walkman-Veteranen (?* la K750, W810)... So etwas ist im Jahr 2008 nicht mehr zeitgemäß!
Kein Kommentar, nur eine Frage: Wieviel bekommt man von Nokia dafür, dass man so einen Bericht verfasst?