Der südkoreanische Handyhersteller LG Electronics will seinen Handy-Absatz in diesem Jahr um ein Viertel steigern. Wie das Unternehmen bereits auf dem Mobile World Congress in Barcelona ankündigte, will man 2008 mehr als 100 Millionen Geräte weltweit verkaufen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Im ersten Quartal 2008 ist LG mit 24,4 Prozent sogar stärker gewachsen als Sony Ericsson. Am hippen japanisch-schwedischen Joint Venture vorbeigezogen zu sein, macht die Mitarbeiter von LG besonders stolz. Wohl deshalb wird es den anwesenden Journalisten bei der Pressekonferenz gleich mehrfach unter die Nase gerieben. Aber bevor der LG-Sprecher in Feierlaune ausbricht, schwebt eine mannsgroße KF750-Attrappe auf die Bühne.
Nach Chocolate und Shine ist das Secret bereits das dritte Handy der erfolgreichen Black Label-Serie, bei der Design ganz im Vordergrund steht. Eine verspiegelte glänzende Oberfläche ist bei diesen Fashion-Handys Pflicht. Man kann gar nicht erkennen, wo genau das Display anfängt, da die gesamte Vorderseite aus einer Glasplatte besteht, die im Gegensatz zum Shine nur leicht verspiegelt wurde. Nur am oberen und unteren Rand bleiben zwei dünne Streifen frei. Hier platziert LG drei verchromte Telefontasten und den Telefonlautsprecher. Dem ultraflachen Slider steht die Spiegelfläche gut zu Gesicht, Fingerabdrücke und schlechte Ablesbarkeit nimmt man da gerne in Kauf.
"In Deutschland haben wir eine Umfrage in Auftrag gegeben. Auf die Frage, welchen Hersteller sie mit Design-Handys verbinden, nannten 30 Prozent LG an erster Stelle. Wenn man unseren Marktanteil von 3 Prozent gegenüberstellt, dann ist das ein klarer Beweis für unsere starke Position bei Designhandys." sagt Daniel Optendrenk, Marketing Manager von LG Mobile. Wenn man das KF750 anschaut und in den Händen hält, dann weiß man auch, warum das so ist.
Abgesehen von der ultradünnen Bauweise, die sich allenfalls mit Samsung vergleichen lässt, legt LG viel Wert auf das Material. Gehärtetes Glas schützt das Display, der Akkudeckel auf der Rückseite besteht aus Carbon, das trotz seines geringen Gewichtes außerordentlich stabil ist und daher vor allem in der Weltraumtechnik eingesetzt wird. Das wabenförmige Material setzt sich nicht nur optisch von der Umgebung ab, es fühlt sich auch anders, edler als der Rest an. Deswegen ist das Handy aber nicht besonders leicht geworden, im Gegenteil, 116 Gramm liegen schwer in der Tasche. Kein Wunder, denn das gehärtete Glas der Frontseite wird von einer edlen Chromleiste eingefasst.
Eines ist doch klar. Wenn ein Hersteller so viel Wert auf das Design und vor allem die Materialwahl legt, dann wird er kaum bei der Verarbeitung patzen. LG macht also, was es immer macht: das Handy fugenlos und bombenfest zusammenstecken und danach schön blank polieren. Der KF750-Spiegel sieht dementsprechend so aus, als ob er auch mal runterfallen könnte, ohne dabei gleich zu zerbrechen. top
Design hin oder her, beim KF750 steht die die innovative und völlig einzigartige Bedienung im Mittelpunkt. Das 2,4 Zoll große Display verwandelt sich auf Knopfdruck in einen vollwertigen Touchscreen. Den hätte man gar nicht unter der verspiegelten Glasfront vermutet. Dazu findet man auf der rechten Seite des Handys eine Modus-Taste, die die berührungsempfindlichkeit ein- oder ausschaltet. Die Menüoberflächen hat LG dementsprechend angepasst: sobald der Modus gewechselt wird, erscheinen fünf fingerfreundliche Icons, die zu Musik, Bildern, Spielen, Dokumenten und dem Radio führen. In den verzweigten Touch Media-Menüs läuft alles über den Touchscreen.
Besonders das Spielemenü hat Aufmerksamkeit verdient. Hier findet man keine normalen Java-Spielchen, sondern Motion Games (M-Toy), die weniger mit ihrer Grafik, sondern vielmehr mit einem innovativen Gameplay beeindrucken. Sie sind allesamt an einen Sensor gekoppelt, der Lage und Beschleunigung des Handys erfasst. Diese Form der Bewegungssteuerung findet man auch auf dem W910i, wo man bei dem Spiel Marble Madness 3D eine Kugel durch ein Labyrint balanciert; so umfassend und vielfältig wie beim KF750 wurde sie aber noch nirgendwo umgesetzt. Man kann mit einem Schwung die Angel auswerfen, auf eine Dartscheibe zielen oder Tennis spielen.
Auch Musikplayer und Bildergalerie lassen sich bequem mit den Fingern bedienen. Der Musikplayer unterstützt alle wichtigen Formate und verfügt auch über einen Equalizer mit sechs Klangprofilen. In der Musikbibliothek sieht es dagegen etwas mager aus, es gibt kein Bewertungssystem und man kann seine Stücke nur nach Künstler, Album oder Genre sortieren. Automatisierte Wiedergabelisten, die die zuletzt oder am häufigsten gespielten Songs auflisten, fehlen genauso wie Coverarts. Immerhin lassen sich eigene Listen erstellen. Alternativ kann man auch Radio hören, RDS hilft bei der Sendersuche. Die Bildergalerie wurde vom Viewty übernommen, die Fotos werden als Thumbnails angezeigt und können mit einem Fingertipp in den Vordergrund gezoomt werden. In der Vollansicht bietet das KF750 viele Bearbeitungsmöglichkeiten an, Spezialeffekte wie das Morphing gehören ebenfalls dazu.
Wenn man die Modus-Taste nochmal drückt, wird der Touchscreen völlig unempfindlich und verwandelt sich in ein ganz normales Display. Gleichzeitig erscheint das von LG bekannte Hauptmenü mit einer 3x4 Gitteransicht, deren kleine Icons sich nur noch über die Navigationstasten ansteuern lassen. Aber auch die haben kaum noch Gemeinsamkeiten mit herkömmlichen Navkeys. Anstelle mechanischer Tasten setzt LG auf ein berührungsempfindliches Touchpad, dessen blaue LED-Ringe bei jeder Berührung in einem ziemlich coolen Rhythmus aufleuchten.
Doch trotz der Lichterspiele drängt sich schnell eine Frage auf. Braucht man unbedingt zwei so unterschiedliche Bedienmethoden auf einem Gerät? Die Antwort gibt Chang Ma, Vizechef Markteing bei LG Mobile auf der Pressekonferenz: "Viele Leute schrecken noch vor einem Touchscreen zurück, weil er neu und ungewohnt ist. Mit dem KF750 kann sich jeder die Eingabemethode aussuchen, die ihm gefällt."
Foto: AMB | Im normalen LG-Menü funktioniert der Touchscreen nicht, hier helfen die Navigationstasten unter dem Display
Damit hat er recht, doch beim ersten Ausprobieren waren wir zunächst verwirrt, weil wir mitunter auf das Display tippten, obwohl der Touchscreen gerade deaktiviert war. Da sowohl Touchscreen als auch Navigationstasten unter einer Glasscheibe stecken, gibt es keine haptischen Unterschiede zwischen beiden Bedienelementen. Selbst wenn er deaktiviert ist, hat man mit dem KF750 immer das Gefühl, auf einem Touchscreen zu tippen. Dieser Umstand macht es auch unmöglich, die Navkeys blind zu treffen. Man muss immer genau hinschauen. Nur beim SMS-Tippen kann man sich auf das konzentrieren, was man schreibt. Die Zifferntasten sind sehr groß bemessen und verfügen über knackige Druckpunkte. Aber gut erfühlbar sind sie leider auch nicht.
Neben dem Design stimmt auch die Ausstattung. Die Kamera auf der Rückseite knipst mit 5 Megapixeln und verfügt über einen Autofokus samt Makromodus. Nach Herstellerangaben handelt es sich um die flachste 5-Megapixeloptik, die man aktuell in einem Handy findet. Ob das stimmt, wollen wir an dieser Stelle mal offen lassen. Bestätigen können wir hingegen, dass Zeitlupenaufnahmen mit 120 Bildern pro Sekunde möglich sind, ein Feature, das LG erstmals mit dem Viewty anbot. Diese Aufnahmen sind zwar nur in QVGA möglich, VGA-Videos lassen sich aber noch mit flüssigen 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen.
Von dem Kamerahandy übernimmt das KF750 auch die Divx-Kompatibilität. Mit diesem Videokompressionsformat lassen sich mehrere Filme in höchster Qualität auf eine Speicherkarte packen und anschließend auf dem Handy ansehen. Wer lieber kurze Clips schaut, ist mit dem Fashionhandy ebenfalls gut beraten. Dank Flash-Unterstützung kann man auch auf alle Inhalte von YouTube zugreifen. HSDPA mit 3,6 MBit pro Sekunde streamt sie flüssig aufs Display. Da das KF750 über einen TV-Ausgang verfügt, können die Filme auch auf dem Fernseher noch mit guter Qualität angeschaut werden. Alternativ kann man auch einen Beamer anschließen und PowerPoint-Präsentationen abspielen. Das KF750 verfügt über Viewer für pdf-, doc-, ppt-, und xls-Dateien.
Foto: AMB | Casino Royale kann man sich auch direkt auf dem KF750 anschauen. Eine Drehung genügt und das Handy wechselt ins Querformat
Die Kombination aus Style, Bedienung und Ausstattung dürfte gut ankommen. Einzig der Preis könnte sich als Stolperstein erweisen. Mit 549 Euro UVP bewegt sich das KF750 in der Oberliga, die nur noch von Top-Handys bevölkert wird. Und im Vergleich zu denen ist es mit zwei Makeln behaftet: WLAN fehlt genauso wie ein Smartphone-Betriebssystem. Aber ein großer Wurf ist LG mit dem Style-Handy auf jeden Fall gelungen. top
Wie kann man den Speicher des Handys erweitern und auf wie viel GB?
Es gibt micro SD mit 2GB - 32GB, sind alle kompatibel?
Schon jetzt vielen Dank
Hab da ma ne frage ^^ Wie so alle anderen auch :D
Hab das das Handy seit kurzem und bin auch schwer begeistert. Laufen eigentlich Messanger wie ICQ, MSN oder ähliche darauf? Suche verzweifelt und find keine passenden antworten.
Thanks all
Kamera ist schon ma kein misst.
Bedienfeld, is halt nciht für sher große finder gemacht, kann man aber super benutzen.
Empfang auch nciht schlecht!
Einfach SCHLECHT
Kamera MIST
Bedienfeld MIST
SCHLECHTER Emfang
Hab nach 2 Monaten wieder verkauft
ich bin marcel frei und bin schwul
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