Die Entdeckungstour führt den Besitzer irgendwann auch zum Browser. Der stand nicht im Fokus der finnischen Entwickler, schließlich findet man ihn in der vorkonfigurierten Schnellzugriffsleiste des Startbildschirms (Active-Standby) nicht vor. So hilft nur der Umweg über das Hauptmenü und auch dort versteckt sich der entsprechende Button für den Internetzugang weit unten.
Da das Nokia 5310 ohne UMTS auskommen muss, steht eines fest: neue Geschwindigkeitsrekorde wird man nicht aufstellen. HTML-Datenlawinen wie unsere Seite AreaMobilde.de werden zwar anstandslos und fehlerfrei dargestellt, allerdings sollte dafür eine gehörige Menge Zeit eingeplant werden. Bei WAP-Seiten fällt dieses Geschwindigkeitsdefizit nicht auf. Der Browser bietet dabei kleine Hilfe-und Komfortfunktionen: Cookie- und Cacheverwaltung beschleunigen den Aufbau von Seiten, Lesezeichen erleichtern das Navigieren und eine Auto-Ausfüllen-Funktion nimmt Schreibarbeit ab. Komforteinstellungen wie eine querformatige Ansicht oder Zoomfunktion fehlen hingegen, RSS-Feeds lassen sich auch nicht abonnieren. Der Ladebalken am unteren Rand des Displays wäre hilfreich, wenn er gleichmäßig den Ladevorgang dokumentieren würde. Da er aber im wahrsten Sinne des Wortes sprunghaft agiert, tendiert der praktische Nutzen gegen Null.
Eine andere Alternative bietet der vorinstallierte Opera-Mini-Browser, der sich im "Programme"-Ordner versteckt. Leider ist die installierte Version von Opera nicht aktuell, daher ist der einzige Vorteil gegenüber dem Nokia-Browser ein leichter Geschwindigkeitszuwachs. Da Opera allerdings alle Inhalte untereinander quetscht, wird dieser Vorteil auf Kosten der Übersichtlichkeit erkauft. Gegen den Versuch, den neuen Opera-Mini in Version 4 zu installieren, wehrte sich das Nokia 5310 vehement. Diese Version wäre neben dem Geschwindigkeitszuwachs auch durch diverse Komforteinstellungen wie Querformat, Tabs zum gleichzeitigen Surfen auf mehreren Seiten und verbesserten Betrachtungsoptionen eine gute Alternative zu den beiden installierten Browsern. Deren magere Ausstattung und auch die schneckengleiche Geschwindigkeit dürften dafür sorgen, dass sich ein Nokia 5310-Käufer nach der Ausprobierphase nur noch selten ins Internet verirren wird.
Nokia unterstützt den Nutzer beim Nokia 5310 durch einen Konfigurationsassistenten, der das Einrichten von Email-Postfächern vereinfacht. Er kennt die Servereinstellungen der großen Free-Mailer und konfiguriert sie automatisch. Lediglich Email-Adresse, Zugangs-Name und Passwort muss man noch manuell eingeben. Damit bietet das Musikhandy mehr Komfort, als die meisten anderen Hersteller. Die erste Synchronisation kann je nach Anzahl der vorhandenen Mails dauern. Das Nokia 5310 lädt die Grundinformationen wie Absender und Betreff herunter, die vollständige Nachricht kommt nur auf ausdrückliche Aufforderung aufs Handy. Sonderlich übersichtlich ist der Posteingang nicht geworden, da gerade einmal vier Emails gleichzeitig untereinander aufs Display passen. Neben POP3 werden auch IMAP-Postfächer unterstützt.
Bei den Text-Nachrichten bietet das Musikhandy neben herkömmlichen SMS, MMS und Audiomitteilungen auch die Option, Flash-Mitteilungen zu versenden. Unterstützt das Zielhandy ebenfalls diese Spielart, so erscheint bei Erhalt dieser Unterart der SMS nicht nur der Hinweis auf eine neue Nachricht, sondern sofort deren ganzer Text blinkend auf dem Display. Die Ausrede "ich habe deine Nachricht nicht gesehen" dürfte damit hinfällig sein. Gespeichert werden Flash-Nachrichten nicht, darüber hinaus sind sie auf 70 Zeichen limitiert. top
Obwohl Nokia in seinen Midrange-Handys S40 schon lange als Betriebssystem einsetzt und es das am weitesten verbreitete System ist, muss man Fortschritte bei Kontaktverwaltung und Kalender mit der Lupe suchen. Letztgenannter bietet mit seiner Monatsansicht eine gute Übersicht über die nächsten 30 Tage, allerdings gehen Einträge dabei leicht unter. Nach wie vor werden Termine nur durch eine etwas fetter gedruckte Datumsanzeige für den entsprechenden Tag gekennzeichnet. Farbliche Markierungen oder besondere Symbole fehlen. Wenn man einen Tag anwählt, erscheinen die anstehenden Termine und Aufgaben nach dem Zeitpunkt der Erinnerung aufgelistet am unteren Rand des Displays.
Der Kalender des Nokia 5310 bietet seinem Besitzer mit Erinnerung, Besprechung, Anruf, Geburtstag und allgemeine Notiz fünf Kategorien. Sie werden in der Tages- und Wochenübersicht anschaulich und leicht unterscheidbar aufgelistet. Eigene Kategorien dürfen nicht erstellt werden. In der Wochenansicht stellt das XpressMusic-Handy auch sich überschneidende Termine grafisch dar, auf eine gesonderte Warnung verzichtet es.
Was dem Nokia 5310 an Übersicht fehlt, macht es durch die intuitive Bedienung wieder wett. Neue Einträge sind schnell erstellt, mit wenigen Klicks lässt sich auch eine größere Anzahl von Terminen oder Aufgaben festhalten. Wirklich begeistern wird die Kalenderfunktion aber nur Gelegenheitsnutzer. Neben der schlechten Darstellung von Terminen in der Monatsansicht kann auch die Wochenansicht nicht überzeugen. Sie stellt statt der wichtigen 12 Stunden des Tages nur sechs auf einen Blick dar, danach muss man umständlich in Stundenschritten scrollen.
Gut gelungen ist die Active Standby-Anzeige des Startbildschirms, die auf einen Blick alle anstehenden Termine nach Uhrzeit chronologisch geordnet auf dem Hauptbildschirm auflistet. Per Schnellzugriff kann man sofort auf den Kalender zugreifen.
Auch die Kontaktverwaltung ist gut für den Alltag gerüstet. Diverse Details von Adresse über Anruferbild und Kurznamen sowie Firma, Position oder Website lassen sich bequem verwalten und anzeigen. Einzelne Kontakte können zu Gruppen zusammengefasst werden, die wie Einzelkontakte mit Bild oder speziellen Ruftönen personalisierbar sind. Einen der eingangs erwähnten kleinen Fortschritte bemerkt man, wenn einem Kontakt mehere Telefonnummern zugeordnet sind. Fiel früher die Unterscheidung einzelner Nummern nach Handy oder Festnetz schwer, so kennzeichnen beim Nokia 5310 kleine Icons, um welche Art es sich handelt. top
Als Triband-Handy funkt das Nokia 5310 auf Frequenzen zwischen 900 und 1900 Megahertz. Wie wir bereits beschrieben haben, sollte man im Internet mangels UMTS keinen Geschwindigkeitsrausch erwarten. Auch der GSM-Beschleuniger EDGE kann da nicht spürbar helfen.
Im Nahbereich nimmt das 5610 entweder per Bluetooth oder USB Verbindung auf. Neben A2DP (Advanced Audio Distribution Profile) für den Anschluss drahtloser Stereo-Kopfhörer wird wie bei fast jedem Handy von Nokia SAP (SIM access protocol) unterstützt, um per Kfz-Freisprecheinrichtung auf die Telefonkontakte zugreifen zu können.
Für die Synchronisation der Outlook/Windows Mail-Kontakte liefert Nokia seine PC Suite auf CD mit. Augenscheinlichste Neuerung der Version 6.86.9.0 ist die moderne Optik. Erstmals zeigt die PC-Suite auf der linken Seite das Model des gerade angeschlossenen Handys. Dadurch wirkt die Software nicht nur frischer, sondern vereinfacht auch die Anwendung, denn der Datentransfer lässt sich jetzt einfach per Drag&Drop bewerkstelligen. Dazu zieht man Daten mit der Maus auf das Handy-Symbol, nach dem Loslassen der Maustaste werden sie kopiert.
Für den Transfer sollte das beiliegende Datenkabel genutzt werden. Doch trotz USB 2.0 vergingen geschlagene sieben Minuten, um 300 Megabyte Musik im Datentransfermodus auf das Handy zu portieren. Bluetooth ist noch langsamer, für einfache PIM-Synchronisation aber ausreichend. Einmal gepairt, genügt ein Klick aufs Systray-Icon in der Taskleiste, um Adressdaten, Bookmarks oder Termine auszutauschen. Kontakte und Mitteilungen im Handy sind auch direkt aus einem Explorer-Interface heraus ersichtlich und erstell- bzw. veränderbar. Alternativ kann der Nokia 5310-Nutzer seine Kontakt- und Kalendereinträge via SyncML mit einem externen Server synchronisieren. Wir sicherten unsere Kontakte problem- und kostenlos auf den Servern des dänischen Startups ZYB. top
Ich hab das 5310 seit gut 2 Jahren jeden Tag im Betrieb und bin mit dem "Flachmann" zufrieden wie am 1. Tag.
Bei mir fallen weder die Tasten ab, noch treten Systemzusammenbrüche auf, nein, alles top; sogar das Streamen von YOU TUBE Videos ist möglich (sofern eine stabile Edge-Verbindung vorhanden).
Die Verarbeitung des Handy ist gut, die Sprach und Empfangsleistung ebenso, den integrierte MP3 Player würde ich mit sehr gut benoten.
Sicher, die USB Abdeckung und die Qualität der Kamera läßt zu wünschen übrig: aber sind wir mal ehrlich...was ist schon perfekt!?
Ich habe das Glück kein Montagsgerät erwischt zu haben und habe auch keine unverhältnismäßig hohen Erwartungen; daher bin ich voll und ganz zufrieden!
Würde das 5310 grad wieder kaufen.
ich habe dieses handy nicht ganz 1 jahr gehabt, denn danach war das unglaublicher schrott! die tasten sind abgefallen, der akkudeckel ständig abgefallen und somit auch der akku. zusätzlich ist das handy ca. 5 mal abgestürtzt und erst nach 5 min. einschaltbar gewesen!
ich rate nicht dieses handy zu kaufen!
also ich bin sehr zufrieden mit diesem Handy und kann es nur weiter empfelen ^^
Also ich wäre interessiert an diesem Handy. Amdere Tests sind gut, die Punkte die hier als negativ geschrieben sind, sind woanders nicht. Welcher Test ist besser, dieser oder bei chip.de?
wo gibt es denn beim 5310 ein RAdio ???
Ich liebe mein Handy! Allerdings ist nach ca einem Jahr eine Taste gebrochen, dieein Jahr nach dem auswechseln, nun wieder gebrochen ist. Im Display erscheinen immer mehr Schwarze Pünktchen, die nicht mehr weg gehen. Sehr schade, aber ansonsten ein Tophandy! :)