Style ist in. Touchscreens auch. Mit seinem Mini-Touchscreen lässt das KF600 von LG vor allem in Sachen Design und innovativer Bedienung einiges erwarten. Der Slider hat mit dem iF Product Design Award 2008 bereits eine Auszeichnung eingeheimst. Ob die auch gerechtfertigt ist, klärt der folgende Test.
Für die Verpackung hat das KF600 bestimmt keinen Preis bekommen, aber auch die ist preisverdächtig. Auspacken als Erlebnis! Im Gegensatz zu den rechteckigen und oft flachen Pappschachteln haben wir hier einen liebevoll gestalteten Würfel vor uns. Aus der äußeren Hülle entnimmt man einen so schlicht gestalteten aufklappbaren Würfel, dass schon der Nummercodeaufkleber auf der Oberseite zu stören scheint. Wirklich verschlossen ist diese Black Box nicht. Nur ein kleiner Magnet bewahrt sie vor dem selbstständigen Aufklappen. Hat man das dreiseitige Altarbild aus dem Würfel entfaltet, kann man das Handy endlich herausnehmen und bewundern.
Neben dem Handy sind im Lieferumfang Ladegerät, Stereo Headset, USB-Datenkabel, Mini-CD und Bedienungsanleitung enthalten. Schließlich fällt noch eine kleine Handytasche ins Auge, die mangels Putztuch bald zur rudimentären Säuberung des Displays mitverwendet wird. Leider liegt dem Paket keine microSD bei, aber dazu später mehr. top
Optisch holt das KF600 sofort Pluspunkte. Klare Linien und glatte Oberflächen bestimmen das Gehäuse. Dabei lässt die komplett verspiegelte Oberseite des Schiebehandys kaum erahnen, dass gleich zwei Displays darunter schlummern. Auch die Seiten glänzen, eine auf Hochglanz polierte Chromleiste läuft komplett um das Handy herum. Nur auf der Rückseite schlägt LG dezentere Töne an, matter schwarzer Kunstoff steht im klaren Gegensatz zur glitzernden Front des KF600.
Alles wirkt sehr kompakt und zu einem ansehnlichen Ganzen zusammengefügt. Die Spaltmaße lassen selbst bei genauerem Hinschauen keine Abweichungen erkennen. Der Metallrahmen macht den Anschein, auch einen Absturz von der Tischkante ohne Probleme überstehen zu können. Auf einen Crashtest haben wir aber vorerst verzichtet. Beim Aufschieben spürt man die straffe Federung des Slidermechanismus, kein Wackeln sört die Nutzung. Mit seiner stabilen Bauweise und einem Gewicht von 107 Gramm ist das KF600 nicht unbedingt ein Leichtgewicht. Mit seiner Größe von 101x51x14 Millimetern liegt es dagegen im guten Mittelfeld und dürfte in die meisten Hosentaschen noch problemlos hinein rutschen. Der einzige Anschluss für Ladegerät, Kopfhörer und USB-Kabel befindet sich an der rechten Außenseite und ist durch eine Plastikkappe wieder gut verschließbar.
So schick das KF600 beim ersten Hinschauen wirkt, so bringt die tägliche Nutzung doch einige kleinere Enttäuschungen mit sich. Die Vorderseite zeigt jede noch so flüchtige Berührung und ist schon nach kurzer Zeit von Fingerabdrücken übersäät. Man kommt mit dem Putzen gar nicht hinterher. Bei unserem Modell waren zudem nach wenigen Tagen schon erste Schleifspuren durch das Aufschieben deutlich sichtbar.
Der Akkudeckel lässt sich nur schwer vom Gehäuse abziehen. Das nimmt man aber gerne in Kauf, wenn er bombenfest sitzt und keinen Staub nach innen dringen lässt. Auf den ersten Blick kaum sichtbar ist aber, dass er auf der linken Seite im Bereich der Lautstärkewippe konstruktionsbeding keinen festen Halt hat und ein kleiner Spalt offen bleibt.
Der Einbau von Akku und SIM-Karte ist zwar kinderleicht und bedarf keiner Erläuterung. Doch leider platziert LG den microSD-Slot unter dem Einschubschacht für die SIM-Karte. Wer die Speicherkarte wechslen möchte, muss den Akku herausnehmen. top
Das Highlight des KF600 ist zweifellos der kleine 1,5-Zoll-Touchscreen, den man anstelle von Navigationstasten unter dem Hauptdisplay findet. Ob der wirklich so revolutionär ist, wie LG behauptet, wird man getrost bezweifeln können, aber neuartig ist das Bedienkonzept allemal. Vergleichbares findet man nur bei Samsungs U900 Soul und beim LG Secret. Das untere, von LG InteractPad genannte Display ersetzt die herkömmlichen Navigationstasten. Je nach Situation und Anwendung passen sich das Aussehen an und verschiedene virtuelle Tasten werden eingeblendet. Vor allem in den Multimediaanwendungen wie Kamera und MP3-Player werden die Vorteile deutlich, da immer die Tasten eingeblendet werden können, die der Nutzer gerade benötigt. Das InteractPad sieht schick aus, reagiert sehr schnell auf jegliche Berührungen und lässt sich auch mit Handschuhen noch gut bedienen. Viele Anwendungen können ohne Aufschieben des Sliders verwendet werden, eine Taste an der linken Außenseite haucht dem KF600 auch Leben ein, wenn es zugeschoben ist.
Trotz der grafisch ansprechenden Gestaltung ist die Bedienung nicht in jeder Hinsicht so, wie man sie sich wünscht. Dabei kann man nicht einmal behaupten, dass LG den Touchscreen mit kleinen Icons überfüllt hätte. Sie sind groß und übersichtlich angeordnet, eine kurze Vibration des Handys signalisiert, wenn man eine Taste getroffen hat. Man trifft aber oft das falsche Icon, scrollt in die falsche Richtung und befindet sich plötzlich im falschen Menü wieder. Das kann mit der Zeit Nerven kosten und frustrieren, weil es eben keine Sache der Übung zu sein scheint. Der Touchscreen lässt sich zwar angeblich über eine Kalibrierung anpassen. Im Test änderte dies aber nicht viel am Grundproblem. Am Anfang ist man außerdem oft versucht, auch das obere Display als Touchscreen zu gebrauchen. Daran kann man sich aber noch gewöhnen. Mehr zur Touchscreen-Bedienung und zur Menüführung lesen Sie .
Das obere 2-Zoll-Display dient auschließlich zur Anzeige. Es erreicht eine Auflösung von 240x320 Pixel, beim Touchscreen sind es immerhin noch 240x176 Pixel. Beide Displays zeigen maximal 262.144 Farben. Helligkeits- und Kontrastwerte enttäuschen nicht, allerdings wird das Ablesen des Displayinhalts von der verspiegelten Front des KF600 extrem erschwert. Vor allem bei strahlendem Sonnenschein hat man Mühe, überhaupt etwas zu erkennen. Je nach Einstellung schalten sich die Displays nach 10, 20 oder 60 Sekunden aus. Da eine transflektive Beschichtung fehlt, muss man das Handy auch einschalten, wenn man nur kurz auf die Uhr schauen möchte.
Das Tastenfeld ist flach wie eine Flunder und passt gut zur glatten, verspiegelten Oberseite des Sliders. Der glänzende Kunststoff fühlt sich sehr hochwertig an, unterstützt den Nutzer aber nicht beim schnellen Tippen. Im Gegenteil. Die Umrandungen der Tasten sind sehr schmal und die Abgrenzungen zur nächsten Taste kaum erfühlbar. Ohne Hinschauen kann es schwer werden, die richtige Taste zu treffen. top
nach zahlreichen versuchen ist es einfach nicht möglich, über den pc auch an das innere des handys zu gelangen... ist nicht nur ein mac problem, sondern auch bei windows..
das handy ist optisch wirklich sehr schön.. leider bin ich von der t9 eingabe sehr enttäuscht.. es zeigt keine beispielworte an und man muss anfangs viele worte eingeben und dann hoffen, dass es die worte auch noch gespeichtert hat... die linse der kamera ist nicht geschützt, sodass die bilder oft unscharf werden.. die auslösung dauert viele sekunden und damit ist ein schnappschuss unmöglich.. die touchscreen tasten gefallen mir sehr gut und sind auch gut zu handhaben.. ein schönes handy, aber kaufen würde ich es, als sms-schreiber nicht mehr...
Hää? Gerade die Fotoquallität des Viewty ist unter aller sau!
Diese Fotos sehen ja enttäuschend blass aus! Sieht fast so aus, als ob ein "Verblassungs-Engine" eingebaut wurde...^^
Naja, aber es ist eben kein Viewty...
Ich finde Eure Test ja immer super, aber ich habe mit meinem KF600 schon echt super Bilder gemacht, siehe auch mein Thread bei Telefon-Treff. Wenig Pixelrauschen und gute Farbwiedergabe, auch bei Innenaufnahmen. Nur bei Dunkeltheit ist das Fotolicht natürlich zu schwach! Auch die Sprachqualität ist bei mir (O2) echt gut, Aussetzer hatte ich, auch von der Türkei aus, nicht. Ansonsten stimme ich mit Eurer Einschätzung überein. MP3-Player und Radio fehlen einige Features!
leider lassen sich als nachrichtentöne nur die vorgespeichterten töne verwenden... das finde ich sehr schade.