Ein bisschen muss der Microsoft-Mann den Erfolg auch herbeireden, denn bisher dümpelt der Marktanteil seines Betriebssystems weltweit bei 13 Prozent und seit der Einführung des iPhone ist er noch einmal zurück gegangen. In den USA liegt Microsoft sogar sieben Prozentpunkte hinter Apple. Das könnte daran liegen, dass Windows Mobile selbst in der Version 6.1 extrem unmodern aussieht und sich schwer bedienen lässt. Der größte Hersteller von Microsoft-Smartphones, HTC, versteckt das neue Betriebssystem deshalb mit großer Sorgfalt hinter einer selbstgebastelten Oberfläche. Das Touch Dual ist das erste Smartphone weltweit, das mit Windows Mobile 6.1 auf den Markt kommt.
Was die Journalisten zu sehen bekommen, ist eine Neuerfindung des iPhones, die das Vorbild in vielen Funktionen und technischen Daten übertrifft, aber oft auch abgekupfert wirkt und manchmal sogar schlechter abschneidet. "Peter hatte unser Design-Team herausgefordert, ein Handy zu gestalten, dass auch im New Yorker Museum of Modern Art ausgestellt werden kann", sagt der Chief Innovation Officer von HTC, Horace Luke, über den Geschäftsführer Peter Chou. Die Arbeit haben sie gleich im Juni 2007 begonnen, sobald der Vorgänger HTC Touch fertig war. Woran sie ab jetzt arbeiten, wollte natürlich niemand verraten.
Auf den ersten Blick wirkt alles sehr edel an dem flachen Smartphone, dessen Hardware im Moment das maximal Mögliche in der Mobilfunkbranche markiert. Zusammengehalten wird das HTC Touch Diamond von einem schwarzen Rahmen aus rostfreiem Stahl, in den ein Laser die Wörter "htc innovation" und "4GB Internal Storage" gefräst hat. Gerade mal 11,33 Millimeter ist er hoch, wodurch das Diamond um das Drittel eines Millimeters flacher ist als das iPhone. Der Bildschirm besteht aus getemperten Glas unter einer speziellen Plastik-Oberfläche, in welche die Sensoren für die Bedienung mit dem Daumen oder einem Stylus eingelassen sind. Dadurch ist er extrem bruchfest. Nur die Rückseite besteht aus Plastik, die mit ihrer Diamantenstruktur besonders elegant wirken soll. Aus der Nähe betrachtet wirkt sie aber gar nicht vornehm, sondern wie eine normale Schale aus Polyurethan.
Mit einem Gewicht von 110 Gram bei einer Breite von 51 Millimetern und einer Länge von 102 Millimetern liegt das HTC Diamond Touch gut in der Hand, so dass man es gleich in der Hosentasche verschwinden lassen möchte. Dort ist es aber vielleicht nicht gut aufgehoben, denn wie beim Vorgänger Touch Cruise drängt sich der Verdacht auf, dass an den Übergängen zwischen Rahmen und Rückschale eventuell Staub oder Feuchtigkeit eindringen können. Die vier Bedienknöpfe sind auf einer Wippe angebracht, die beim Drücken ins Gehäuse gepresst wird. Auch dort entsteht der Eindruck, dass Feuchtigkeit hinein kommen könnte. Das iPhone wirkt dagegen absolut hermetisch, als ob man es auch ins Wasser werfen könnte.
Hardware vom Feinsten
Dafür ist innen bei HTC alles vom Feinsten: Der Hauptprozessor MSM 7201A von Qualcomm ist mit 528 Mhz getaktet. Für die schnelle Darstellung von Internet-Seiten und Videos wird er durch einen eigenständigen Grafikchip entlastet. Das gab es bisher nur beim PC oder Spielekonsolen wie der Xbox. Das Display mit seiner VGA-Auflösung von 480x640 Pixeln wirkt so scharf, dass die Buchstaben wie bei einer gedruckten Zeitschrift aussehen. Durch Quadband-GSM kann der Benutzer fast überall auf der Welt telefonieren. Für den Datenversand kann er HSDPA mit 7,2 Megabit pro Sekunde benutzen sowie HSUPA, EDGE und WLAN. Durch die Kamera mit 3,2 Megapixeln und Autofokus dient das Touch Diamond als Ersatz für den Fotoapparat und durch seinen GPS-Empfänger als Navigationssystem. Dabei sollte ursprünglich eine neue Technik zum Einsatz kommen, die eGPS heißt (enhanced GPS) und angeblich besser ist als das im vergangenen Jahr präsentierte Assisted GPS (A-GPS). Wenn kein Satelliten-Signal erreichbar ist, benutzt sie einfach die Bezeichnung der Funkzelle zur Lokalisierung, genau wie Google Maps auf Symbian-Handys. Die am Dienstag veröffentlichten Spezifikationen zeigen aber, dass doch nur A-GPS verwendet wird.
In den Wochen vor der Präsentation war das Gerücht umgegangen, dass HTC in London das erste Handy mit dem Betriebssystem Android vorstellen will. Ein großer Schritt für den Hersteller aus Taiwan, der bisher voll auf Microsoft setzte. "Wir arbeiten seit der Gründung von HTC vor zehn Jahren mit Microsoft zusammen, als wir nur zehn Leute waren", sagt CEO Peter Chou. "Ohne Microsoft gäbe es HTC gar nicht."
Doch dann hieß es plötzlich, das Diamond sei für HTC das wichtigste Produkt des Jahres, viel wichtiger als das mobile Linux von Google. Deshalb drängt sich die Frage auf, warum die Bedienoberfläche des neuen Smartphones so sehr an Android erinnert. Ein Band am unteren Ende des Bildschirms enthält Buttons für alle Anwendungen, die beim Anklicken doppelt so groß werden. Genau wie bei Android. Vielleicht muss man nur das darunter liegende Betriebssystem austauschen, um ein vollwertiges Google-Handy daraus zu machen?
"Die Benutzeroberfläche stammt zu 100 Prozent von HTC und man merkt gar nicht, das Windows Mobile 6.1 dahinter steckt", erklärt Design-Guru Horace Luke, der auch schon für das Konzept der Xbox verantwortlich war. TouchFLO 3D nennt HTC das neue User Interface, obwohl es gar nicht dreidimensional ist. Sogar der rotierende 3D-Würfel des Touch Cruise ist verschwunden. Der Name soll ausdrücken, dass alle Elemente plastisch aussehen und sich "bedienen lassen wie Gegenstände des täglichen Lebens". Marketing-Geschwurbel eben.
das htc diamond ist bis heute das ätzendste handy was ich bis jetzt besass denn es ladet zu lange stürzt immer wieder ab im sinne von öffnen von programmen anrufe verpasse ich seitdem ich das handy besitze denn die anruf das handy an sich ist cool aba bedienung und einstellen vom handy kann ich bis heute nich . Ps: das war die gemeinste geldverschwendung seit ich handys besitze
und schon wieder ein Phone mit Windows-hoffentlich lernen die Hersteller mal um. Linux und Co. sind schon gleichwertig wenn nicht in Teilen schon überlegen und jetzt noch Apple.
Das Handy is geil
ich persönlich finde es im preis leistungs verhältnis besser als das i phone