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Samsung SGH-F480: Luxus-Touchphone mit neuer Bedienoberfläche

Luxus-Phone mit einem Hauch von iphone

Bei Samsung lautet das Zauberwort TouchWiz. Das ist der Name für das neue Benutzerinterface des neuen SGH-F480, das am Montag in München offiziell für Deutschland vorgestellt wurde. Er setzt sich aus den Begriffen "Touch" und "Wizard" zusammen, was von Samsung nicht ganz korrekt mit "magische Berührung" übersetzt wird. Ob das Ergebnis wirklich so magisch ist? Zumindest hat sich Samsung eine ganze Menge Gedanken gemacht. Nicht nur die von F700 und F490 bekannte Croix-Oberfläche hat ausgedient, sogar aus dem User-Interface (UI) wird bei den Koreanern die User Experience (UX). Mit dem F480 geht Samsung augenscheinlich neue Wege in Sachen Bedienkomfort.

"Unser neuestes Handy ist der Pionier in einer Reihe von Touchscreen-Handys, die Samsung in diesem Jahr auf den Markt bringen wird.", so Geesung Choi, Präsident von Samsung Telecommunication Business. „Wir haben ein modernes, wirklich überzeugendes Benutzerkonzept entwickelt. Es bringt eine wesentlich einfachere Anwendung, ein Höchstmaß an Individualität und bereitet seinen Nutzern ganz einfach mehr Spaß." Große Worte - aber werden die auch gehalten?

Ein Beispiel für diese aufregenden Anwendungen sind die sogenannten Widgets. Dabei handelt es sich um Verknüpfungen für Programme, die sich auf der Gnome-artigen Oberfläche des Startbildschirmes platzieren und direkt anwählen lassen. Wer jetzt an einen einfachen Schnellzugriff wie Nokias Active-Standby denkt, wird überrascht. Ein Vorteil der TouchWiz-Oberfläche ist die intuitive Bedienung. So lassen sich die einzelnen Widgets mit dem Finger auf dem großen, 2,8 Zoll-Display nach belieben verschieben und sortieren oder einfach wieder in den Hintergrund schicken. Zum Verkaufsstart Ende Mai hat der Käufer also die Wahl zwischen einer Analoguhr samt Weltzeitmodus, einer Bildergalerie, dem Musikplayer und einigen Mini-Spielen. Die Auswahl bleibt zunächst auf diese vorinstallierten Mini-Programme beschränkt, später soll man sich aber weitere Widgets aus dem Internet laden können.

 

Bei diesen Widgets kommt natürlich schnell die Frage auf, ob man so etwas braucht. Doch das Hin- und Herschieben der Icons macht nicht nur Spaß, sondern führt irgendwann auch zu einer zweiten Säule dieses Bedienkonzeptes: Drag&Drop. Bestes Beispiel dafür ist der Umgang mit Bluetooth. Zur Aktivierung und Koppelung mit einem anderen Endgerät genügen zwei Aktionen. Die erste führt den Finger auf den Bluetooth-Button, danach muss nur noch das Icon des gefundenen Bluetooth-Gerätes auf das Telefonsymbol in der Mitte gezogen werden. Keine lästige Fragen, ob man nun nach anderen Geräten suchen möchte oder ob die Verbindung tatsächlich hergestellt werden soll. Tatsächlich beinahe magisch.

Foto: AMB | Jay Kim, Senior User Experience Designerin, war maßgeblich an der Entwicklung der neuen TouchWiz-Oberfläche beteiligt

 

Andere Dinge dürften am F480 aber nicht allen gefallen. “Bei der Entwicklung des F480 stand neben der Intuitivität auch die einhändige Bedienbarkeit im Vordergrund. Daher haben wir auf eine QWERTZ-Tastatur verzichtet”, so Jay Kim, die maßgeblich an der Entwicklung von TouchWiz beteiligt war. Ist die QWERTZ-Tastatur keine Vereinfachung? Längere Texte lassen sich so nicht schreiben. Immerhin sorgt taktiles Feedback dafür, dass man immer weiß, ob man eine Taste getroffen hat. Das kurze Vibrieren sorgt für eine deutliche Verbesserung beim Tippen von Nachrichten.

TouchWiz bemerkt man auch an anderen Ecken des Betriebssystems. Nach dem Druck auf die mittlere Shortcut-Taste wechselt die Oberfläche in Form einer schnellen und hübschen Animation in ein Schnellzugriffs-Menü, in dem man fünf Icons für häufig benutzte Funktionen hinterlegen kann. Egal ob Organizer, Musikplayer, Browser – mit einem virtuellen Tastendruck landet man schnell und ohne Umwege im jeweiligen Menü. Die Oberfläche ist dabei auf die Fingerbedienung angepasst, ein Stylus ist überflüssig und wird von Samsung erst gar nicht mitgeliefert.

Viel edles Material

Der Nutzer des Fashionhandys muss also mit einer herkömmlichen, alphanumerischen Tastatur auskommen. Von einer Email-Maschine wäre beim Nachfolger des Armani-Phones aber auch kaum jemand ausgegangen. Minimalmaße von 98,4x55x11,6 Millimeter kleiden sich elegant in ein Lederetui, dass das riesige 2,8-Zoll-Displays nobel vor Kratzern schützt und im geschlossenen Zustand den Blick auf das edle Gehäuse verhindert. Wer hier von Plastik spricht, begeht einen Eklat. Der wenige Kunststoff wirkt hochwertig und wird ohnehin vom gebürsteten Aluminium überstrahlt, das besonders auf der Rückseite zu bewundern ist. Die lederne Abdeckung schützt nicht nur, sondern schlägt mit ihrer Anbringung und Handhabung eine Brücke von der Barren- zur Clamshell-Form. Viel stylischer geht es nun wirklich nicht mehr. Die Verarbeitung kann sich ebenfalls sehen lassen. Unregelmäßige Spaltmaße gibt es nicht, Quietschen oder Knarzen ist dem F480 völlig fremd.

Foto: Samsung | Samsung SGH-F480

 

Da werden auch 101 Gramm Gewicht gerne verziehen, in Anbetracht der vielen Metallelemente ist das ohnehin nicht besonders viel. Nur wenige Tasten unterbrechen das minimalistische Erscheinungsbild des Fashionhandys. Drei davon sitzen auf der Frontseite und dienen der Telefonie sowie dem mechanischen Schnellzugriff auf die fünf wichtigsten Funktionen, die natürlich nach eigenem Wunsch frei belegbar sind. Hinzu kommen lediglich eine Lautstärkewippe und die Kamerataste, der Rest wird über das Touchdisplay bedient. Aber das F480 besticht nicht nur durch die äußere Form und die Materialwahl, sondern kann eindeutig auch mit inneren Werten punkten.

Foto: Samsung | SGH-F480 Rückseite

 

Hardware vom Feinsten bei intuitiver bedienung

Das Designerhandy sieht nicht nur sehr edel aus und liegt gut in der Hand, es weist darüber hinaus zahlreiche Features auf, die bis vor Kurzem noch Highend-Boliden vorbehalten waren. Dazu gehört etwa die Kamera, die trotz 11,6 Millimetern Bauhöhe neben satten fünf Megapixeln mit Power-LED und Autofokus Finessen wie einen Bildstabilisator, Gesichtserkennung und als Alleinstellungsmerkmal sogar eine sogenannte Smile-Detection vorweisen kann.

Foto: AMB | Kamerasucher mit vielen, per Finger bedienbaren Icons

 

Dabei erkennt die Software automatisch nicht nur Gesichter, sondern auch das Lächeln von Personen und löst automatisch das Foto aus. Zusätzlich kommt auch wieder die Wide-Dynamic-Range-Technologie für Gegenlichtaufnahmen zum Einsatz, die schon im G800 und im Soul für Furore sorgte. Die Ergebnisse können schnell an unterschiedliche Blogging- und Fotoportale hochgeladen werden, dank ShoZu-Client genügt dafür ein Tastendruck. Andere für den mobilen Lifestyle wichtige Gimmicks finden sich ebenfalls auf dem modischen Touchscreen-Phone, darunter Direktlinks zu Google (Mail) oder Videoeditierfunktionen.

 

Für den Download von Daten unterstützt das Triband-Handy HSDPA mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s, WLAN fehlt leider. Doch der vorinstallierte NetFront-Browser in Version 3.4 ist mit einer schnellen Datenflut aus dem Internet ohnehin hoffnungslos überfordert. Der schwache Prozessor macht sich auch anderweitig bemerkbar. Beim Wechsel vom Startbildschirm in das Hauptmenü, bei dem das Bild stylisch einmal um sich selbst rotiert, ist leichtes Ruckeln erkennbar. Internet-Junkies sollten also Abstand halten, das F480 lässt sich allenfalls als Modem fürs Notebook nutzen.

 

Im Alltagsbetrieb ist vom schwachen Prozessor aber zum Glück nichts zu spüren. Der Touchscreen reagiert ohne Verzögerung, längere Listen lassen sich fast genauso schnell und flüssig mit dem Finger durchscrollen wie auf dem iPhone. Coverflow gibt es bei Samsung aber nicht zu bestaunen, der koreanische Hersteller setzt auf die altbekannte 2D-Ansicht von Coverarts. Ist das ein Hinweis auf einen dürftigen Musikplayer?

 

Nein. Beim Thema Musik bewegt sich das F480 auf der Höhe der Zeit, die Musikbibliothek bietet umfangreiche Filterfunktionen bis hin zu Podcasts und Songs lassen sich etwa in einer 5-Sterne-Systematik bewerten. Ein RDS-fähiges Radio sorgt für Abwechslung, wenn die Musiksammlung durchgehört ist. Dank 240 Megabyte internem Musikspeicher und der Möglichkeit, microSD-Karten bis zu acht Gigabyte nachzurüsten, dürfte das lange dauern. Unverständlich ist aber, warum Samsung im F480 keinen echten Equalizer verbaut. Stattdessen findet der Nutzer nur Klangpresets vor.

 

Das F480 dürfte Ende Mai in die Läden kommen. Es ist in Preisregionen zu Hause, in denen normalerweise nur noch Handys mit erweiterbarem Betriebssystem und WLAN vertreten sind, beides fehlt dem Edelbarren allerdings. Wer Wert auf Design und gute Bedienung legt, dürfte die Investition von 499 Euro UVP allerdings nicht bereuen. Alle anderen greifen zu einem Smartphone mit besserer Ausstattung. top

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Kommentare
  1. 21.07.10 12:22 Anonymous (Gast)

    Ich habe dieses Handy, und ich bin voll und gnz zufrieden. Ich hatte viele Handys von Samsung , deshalb weiss ich von was ich hier schreibe.
    Nur ich kann/(konnte) mitkeinem meiner Handys von Samsung ins internet.
    Könnt ihr mir vieleicht sagen wie das geht?=???????????????
    (Es ist keine Speicherkarte drinne die muss man sich extra kaufen.)

  2. 20.03.10 09:28 findet ihr nie raus (Gast)
    perfekt

    das handy ist eimpfach klasse

  3. 19.02.10 20:24 Anonymous (Gast)

    Also ich bin im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Handy, allerdings ist es echt scheiße, dass es keine QWERTZ Tastatur hat und man nicht sehr viele SMS im Eingang lassen kann, ich muss sie immer wieder
    löschen

  4. 13.01.10 15:33 pitbul4

    Ne Frage Weiss wer wie man mit dem Sgh ins internet kommt aber über bluetooth´s
    wer mir die frage Beantworten kann kann sich ja bei msn melden
    [Email](Popel-Joh@hotmail.de)
    Mfg
    Pitbul4

    P.S. Danke schonmal ihn vorraus :)

  5. 11.01.10 19:03 Anonymous (Gast)

    Das Handy hat doch 2 Kamers, oder nicht ?!
    Wie kann man denn mit der Front-Kamera Bilder
    machen ? Und wo kann man einstellen , dass das
    Handy automatisch Bilder macht, wenn weiner LAcht ?

  6. 21.10.09 12:03 t0ni

    Ist eine Speicherkarte im Lieferumfang?

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