Waren alle Cyber-shotler bislang Barrenhandys, so präsentiert sich das C905 erstmals als hübscher Slider, der mit hervorragender Verarbeitung und Materialwahl punktet. Geschickt wechseln sich hochwertiger Kunststoff und Aluminium ab und hinterlassen einen sehr guten Ersteindruck. Dass die Acht Millionen Pixel nicht in ein ultraschlankes Gehäuse passen, dürfte jedem klar gewesen sein.
Mit Maßen von 104x49x18 Millimetern und 136 Gramm Gewicht ist das C905 vergleichbar mit Nokias Multimedia-Slider N81, der nicht gerade als klein oder gar leicht durchgeht. Doch die abgerundeten Ecken und Kanten sorgen dafür, dass sich sich Sony Ericssons erster 8-Megapixler trotzdem weit von der plumpen Brikett-Form vieler Nseries-Modelle des finnischen Konzerns entfernt ist und viel besser in der Hand liegt. Dass es aber noch deutlich dünner geht, beweist Sony Ericsson derzeit mit dem Topmodell C902. Neben einer Differenz von drei Megapixeln trennen das aktuelle und das zukünftige Kamera-Flaggschiff satte 7,5 Millimeter. Dafür steckt im neuen C905 aber auch einiges mehr, als in den beiden genannten Handys.
Nur die tief in einer Einfassung sitzende Tastatur kann sowohl optisch als auch in der Anwendung nicht ganz mithalten. Während des Ausprobierens fühlte sie sich teigig an, war schlecht zu erfühlen und vermittelte mit ihrem schnöden Plastik-Look den Eindruck, besser zu einem der Einsteigerhandys zu passen, die ebenfalls in Amsterdam vorgestellt wurden. Da hat Sony Ericsson noch Nachbesserungsbedarf. Genug Zeit dafür haben sie noch, schließlich soll das Gerät erst im vierten Quartal erscheinen.
Eines wird sich bis dahin allerdings mit Sicherheit nicht ändern: das Display. Mit 262.144 darstellbaren Farben und einer Auflösung von 320x240 Bildpunkten bietet das teure Highend-Handy nur Standardkost, die Diagonale von 2,4 Zoll ist für das zu erwartende multimediale Feuerwerk auch etwas zu klein ausgefallen. Immerhin investiert Sony Ericsson in eine kratzfeste Mineralglasoberfläche. Während der zeitlich begrenzten Testphase in Amsterdam zeigte der Minibildschirm keine Schwachstellen. Im Gegensatz zu Herstellern wie Samsung, der mitunter beim Lieferumfang spart, wird Sony Ericsson das C905 nicht zuletzt wegen der Speichergröße der 8-Megapixel-Fotos zusammen mit einem zwei Gigabyte fassenden M2-Speicherstick verkaufen. Der interne Speicher fasst 160 Megabyte. top
Absolutes Highlight ist natürlich die Kamera. Das erscheint wenig überraschend. Bei Kamerahandys war Sony Ericsson von Anfang an richtungsweisend. Im K800i brachte der Hersteller die erste 3,2 Megapixel-Kamera auf den Markt, die dank Autofokus und Xenon-Blitz abzugsreife Bilder lieferte, nun folgt die erste 8,1 Megapixel-Kamera für den europäischen Markt. Und die hat es in sich. Zu der überragenden Pixelanzahl gesellen sich Autofokus, Xenon-Blitz, Gesichtserkennung, Smart-Kontrast und Geo-Tagging.
Wie unser Kameravergleichstest zeigte, sind Fotos allerdings nicht automatisch gut, nur weil sie mit hoher Megapixel-Zahl geknippst werden, im Gegenteil. Zahlreiche Faktoren wie Linsengröße, Software und Größe des CMOS-Chips tragen ihren Teil zur Bildqualität bei. Laut Hersteller hat man zumindest an zwei der genannten drei Faktoren Hand angelegt. So sei die Linsengröße erhöht worden, um für mehr Lichteinfall zu sorgen. Nähere Daten wurden nicht genannt, das Ergebnis bleibt abzuwarten. Auch an der Software wurde gefeilt.
Bestes Beispiel dafür ist die Funktion Smart-Contrast, die für realistischere und homogenere Aufnahmen auch bei starken Bildkontrasten sorgt. Im Zusammenspiel mit der automatischen Gesichtserkennung werden zu dunkle Gesichter eines Gruppenfotos vor hellem Hintergrund aufgehellt, während der Fokus automatisch eines der Gesichter in der Bildmitte scharf stellt. Überzeugen konnten wir uns von der Bildqualität vor Ort leider nicht. Der vorgestellte Prototyp war gerade mal im Beta-Stadium und seine Software noch nicht an die Erfordernisse der neuen Optik angepasst.
Der Trend zur Verknüpfung der unterschiedlichen Features in Handys hat nicht erst mit dem neuen C905 begonnen, doch es nutzt seine Vorteile geschickt aus. Beispiel dafür ist Geo-tagging. Dabei greift die Kamera auf den verbauten A-GPS-Chip zurück, um Bilder mit räumlichen Koordinaten zu versehen. Sie werden direkt in den Metadaten des Fotos gespeichert und können von Drittanwendungen ausgelesen werden. Google Maps kann den Ort der Aufnahme auf dem nicht gerade übergroßen Display fast auf den Meter genau wiedergeben.
Sony Ericsson geht sogar noch einen Schritt weiter und implementiert einen speziellen Menüpunkt, der es ermöglicht, dank des DLNA-Protokolls (Digital Living Network Alliance) etwa Fotos kabellos auf Fernseher der Marke Sony Bravia wiedergeben zu können. Markenübergreifende Produktstärkung wird beim C905 clever angewandt.
Auch abseits der Kamera spielt der Highend-Slider in der Oberliga. Bilder und Videos können im Mobilfunknetz über HSDPA übertragen werden, lokal verbindet sich das Handy per WLAN oder Bluetooth (mit A2DP) mit einem anderen Gerät. Als Navi-Ersatz taugt das Foto-Handy ebenfalls. Auf unserem Vorführmodell war das Offboard-Navigationsprogramm Wayfinder 7 installiert. Sony Ericsson bringt das C905 im Laufe des vierten Quartals für 589 Euro UVP in den Handel - gerade noch rechtzeitig zum lukrativen Weihnachtsgeschäft. Mal schauen, ob es dann halten kann, was es verspricht. top
Hatte es bis vor kurzem gehabt, aber nachdem ich es zum 3.mal einschicken mußte, wegen dem selben fehler, hab ich die Nase voll gehabt und bin jetzt beim Nokia N96 gelandet und bin voll zufrieden!
Sorry Jungs aber es negativ zu bewerten das es kein Smartphone ist, ist für mich ein Witz. Ich bin FROH das es keins ist. Ich brauch ein neues Handy zum Telefonieren. Viel Telefonieren. Auch im Auto mit einem Auge und so und das klappt nun einma am besten wenn man eine Tastatur hat. Dies schein mir bei diesem Modell aber nich wirklich für mich geeignet. Dann nehme ich wohl doch das 902.
hallo ich wollte fragen, ob es da so was wie einen walkman gibt?