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SGH-i900 Omnia: Samsungs neue Wunderkiste

Inhaltsverzeichnis

Die Symbolik ist unübersehbar: Samsung präsentierte sein neues Spitzenmodell i900 Omnia am selben Tag, an dem Apple die zweite Generation seines iPhones vorstellte. Dabei lässt sich Samsungs Touchphone noch viel besser mit der HTC-Wunderkiste Touch Diamond vergleichen. Beide sind technisch herausragend ausgestattet, laufen unter Windows Mobile und versuchen mit einer aufgesetzten Oberfläche, die gröbsten Schwächen des Microsoft-Systems auszumerzen. Wieviel Diamond in Samsungs Omnia steckt und was die beiden Touchphones mit Apples iPhone gemeinsam haben, zeigt AreaMobile.de-Redakteur Andreas Seeger in seinem Hands On zum Samsung SGH-i900 Omnia.

Die neue Touchphone-Avantgarde

Es ist schon erstaunlich, wie inflationär das Wort "iPhone-Killer" in den Mund genommen wird. Alles, was einen großen Touchscreen und kaum Tasten hat, wird in diese Schublade gesteckt. Dabei hat Apple weder den Touchscreen, noch das Touchphone erfunden. Aber, und das muss man dem kalifornischen Unternehmen hoch anrechen, sie haben ihn salonfähig gemacht. Alle vorherigen Versuche, Handys mit ausschließlicher Touchscreen-Bedienung in den Markt zu drücken, wurden vom Konsumenten ignoriert. Ein Grund dafür war die fehlende Unterstützung seitens der Software-Hersteller. Was nützt das schönste Touchphone, wenn eine langsame, komplizierte und grafisch wenig attraktive Betriebsoberfläche auf dem großen Display vor sich hin rumpelt? Das iPhone hat gezeigt, wie man Hard- und Software zu einem attraktiven Paket zusammenschnürt. Und es war damit gleichzeitig das erste Handy einer ganz neuen Gerätegeneration. Doch kein Handy der Konkurrenz - ob HTC Touch Cruise, LG Prada, Samsung F490 oder F700 - konnte sich mit dem Apple-Handy messen. Mehr als ein Jahr musste man warten, bis Mitte 2008 endlich Handys auf den Markt kommen, die sich mit dem iPhone vergleichen lassen. Eine neue Touchphone-Avantgarde formiert sich.

Die neue Elite der Touchphones: Apple iPhone (3G), HTC Touch Diamond, Samsung SGH-i900

Einzig das Touch Diamond von HTC und das i900 Omnia von Samsung können bei Ausstattung, Design und vor allem Displayauflösung mit dem iPhone konkurrieren. Im Laufe des Jahres wird noch das Xperia X1 von Sony Ericsson dazustoßen. Allen ist gemeinsam, dass sie endlich über die standardisierte QVGA-Auflösung hinausgehen, technisch überragend ausgestattet sind und über ein erweiterbares Betriebssystem verfügen. Doch die Systemoberfläche ist ein Sorgenkind. Da wurden die Hersteller bisher von den Software-Entwicklern im Stich gelassen. Was lässt sich schon mit dem mobilen Mac OS X des iPhones vergleichen? S60? Unterstützt keinen Touchsreen. UIQ? Zu langsam und fehleranfällig. Außer Windows Mobile existiert derzeit kein Smartphone-Betriebssystem, dass die Touchscreen-Bedienung bei hoher Auflösung unterstützt. Und das Microsoft-System ist weder schnell, noch intuitiv, noch grafisch attraktiv. Mangels Alternativen müssen die Hersteller trotzdem auf dieses ungeliebte System setzen. Sie versuchen, die schlimmsten Defizite mit einer selbstenwickelten Oberfläche auszumerzen. HTC nennt es TouchFlo, bei Samsung lautet das Zauberwort TouchWiz. Diese Benutzeroberfläche kommt auf dem i900 Omnia erstmals unter Windows Mobile zum Einsatz.

intuitive bedienung mit Windows Mobile?

 
starren Menüstruktur völlig freie Wahl

Der Nutzer bestimmt, ob eine große Uhr, die Favoritenkontakte, die Telefonprofile, der WLAN-Manager, Fotos oder ein Notizblock auf dem Startbildschirm erscheint. Und er kann sie mit einem Fingerstreich auf das schmale Widget-Band schnell und bequem in den Hintergrund verbannen und neue Applikationen in den Vordergrund stellen. Kein Hersteller bietet derzeit auch nur ansatzweise eine vergleichbare Individualisierung der Systemoberfläche.

 

Das Hauptmenü erreicht man mit einem Fingertipp auf die untere rechte Ecke des Touchscreens. Hier erwartet den Nutzer ein schlichtes aber funktionales Gittermenü mit fingerfreundlichen Icons. Verändern kann man nichts, doch ein Erneuter Tipp links unten auf "Verknüpfungen" öffnet ein Favoritenmenü, in dem sich mit einfachem Drag&Drop die eigenen Lieblingsprogramme festlegen lassen. Mit ihrer schlichten Optik passen diese beiden Menüs nicht so recht in das Jahr 2008, vor allem im Hinblick auf die Konkurrenten iPhone und Diamond, aber es gilt die zeitlose Weisheit: einfach, schnell, funktional.

Foto: AMB | Im Gegensatz zum iPhone oder dem Touch Diamond dreht auch das Hauptmenü automatisch ins Querformat | weitere Bilder

"Schnell" ist ein gutes Stichwort. Selbst unser Vorserien-Modell war in vielen Menüs einen Tick schneller als das Diamond. Ob im Browser, beim Einblenden der virtuellen Tastatur oder dem Wechsel ins Querformat, den das i900 übrigens mit einer schicken Animation ausführt - immer wieder waren wir überrascht, wie flink das Omnia auf Eingaben reagierte. Wobei man hier keine Vergleiche mit dem iPhone ziehen darf. Windows Mobile ist auch auf dem i900 deutlich langsamer als das mobile Mac OS X auf dem iPhone.

 

Denn trotz aller Lobgesänge auf TouchWiz: unter der hübschen Oberfläche tickt Microsofts Windows Mobile 6.1 Professional seinen langsamen Takt. Und so sehr sich die Software-Entwickler von Samsung auch bemühen, in den tieferen Einstellungsmenüs starrt man plötzlich irritiert auf ein reiterbasiertes Menüsystem von Microsoft mit miksoskopisch kleiner Schrift und Kästchen, in die man ein Häkchen setzen muss, die aber so klein sind, dass man mit dem Finger immer daneben haut. Doch Samsung vertraut so sehr auf die eigene TouchWiz-Oberfläche, dass es auf einen Stylus am Gerät verzichtet. In vielen Situationen ist der nach wie vor unverzichtbar, daher ist dies ein klarer Kritikpunkt.

Foto: AMB | Samsung SGH-i900 Bildergalerie | weitere Bilder

Auch in der Bildergalerie muss Samsungs Highend-Touchphone Federn lassen. Während man bei Diamond und iPhone intiutiv mit Fingergesten zwischen den Bildern wechselt, zoomt und schiebt, lässt sich das Omnia nur über Icons steuern. Die Bedienung wirkt hier deutlich unausgereifter als bei der Konkurrenz. Immerhin kann man die Bilder dank des vorinstallierten Blogging-Multiplikators ShoZu schnell und unkompliziert auf zahlreiche Web2.0-Portale hochladen. top

Foto: AMB | Samsung SGH-i900 Bildergalerie II | weitere Bilder

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Kommentare
  1. 10.06.11 16:02 kenny4488 (Gast)
    i900

    das dass so viel speicher hat is ja cool aba die bluetooth funktion geht nicht ^^

  2. 04.11.10 22:20 .... (Gast)
    blöd!

    ich bin überhaupt nicht zufreiden mit meinem. Niemand kapiert es weil diese datei darin ist nd diese darin meine empfelung Nicht kaufen

  3. 26.03.10 18:03 Anonymous (Gast)
    I900

    Ich kann mich nur meinem Vorredner anschließen.Habe auch beim Hersteller nicht im Shop mein Omnia das OS aufsetzen lassen und muss sagen TOP.Der Touchscreen super Kalibriert und einfach nur Traumhaft,so sollte ein Winphone auch sein.Mein Stift liegt immer noch in der OVP habe ich nie gebraucht,habe auch keine Wurstfinger.Sehr Empfehlenswert,immer wieder.lg Josh

  4. 26.03.10 17:54 Anonymous (Gast)
    Omnia

    Habe direct bei Hersteller Samsung die neuste Software aufspielen lassen,seit dem nie wieder Probleme in irgendwelcher Form.Was in SPoints ankommt kann man eben vergessen.Nach deren Software laufend probleme gehabt und accu raus war schon Pflicht.Nach 3 IPhone(jedes 2-3 mal in Reparatur gehabt auch das 3GS/bei dem Preis eine Frechheit) ein guter Ersatz.Werde mir gleich mal das Omnia2 noch holen hoffe es ist genauso gut.lg

  5. 30.12.09 00:13 Anonymous (Gast)
    Touchscreen sehr

    Der Touchscreen ist sehr schlecht kalibriert und lässt sich leider auch durch eine manuelle Neukalibrierung nicht besser einstellen. Wird der Stift wirklich nur auf eine Stelle gedrückt, passiert NICHTS !! Erst wenn der Stift sich bewegt, kommt eine Reaktion. Meine Beschwerde im Laden verursachte nur ein: "Meine Frau hat auch so ein Handy, das ist bei dem eben so" Soweit zu Fachkompetenz. :-(
    Problematisch sind auch die unter dem fingerbedienbaren Samsungmenü plötzlich auftauchenden M$Mobilemenüs, bei denen dann wieder die bekannten Reiter mit der kleinen Schrift und der ungenügenden Führung auftauchen. Für jeden Finger zu klein ...
    Insgesamt: nicht im Ansatz das Geld wert
    Meine Empfehlung: NICHT kaufen
    Gruß

    Ernst-Michael

  6. 18.02.09 17:39 Anonymous (Gast)

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