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Nokia 6220 Classic Testbericht

Nokias 6220 classic kann viel, ist klein, leicht - und vor allem günstig. Das klingt doch fast zu schön, um wahr zu sein. Also ein echter Kracher oder eine Mogelpackung? Wir haben genauer hingeschaut.

Lieferumfang & Verpackung

Der Lieferumfang des 6220 classic gestaltet sich dem Namen entsprechend klassisch. Neben dem Handy samt Akku findet der Käufer Daten- und Ladekabel, Kabelheadset, 1GB-microSD-Karte und die obligatorische Daten-CD. Als Gimmick hat Nokia zusätzlich ein Videokabel in den Lieferkarton gepackt, das in den TV-Ausgang des Handys passt. Nokia schnürt hier ein rundes Gesamtpaket.

Foto: AMB | Nokia 6220 classic Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Wem Highend-Handys wie das N95 oder das kommende N96 zu dick und zu schwer sind, der sollte mal einen Blick auf das 6220 classic werfen. Der Barren misst nur 108x46,5x15,2 Millimeter und kann damit zu den ultrakompakten Smartphones gerechnet werden. Beeindruckend ist auch das Gewicht: mit 90 Gramm unterschreitet es die wichtige Marke von 100 Gramm deutlich und erlaubt den Transport in der Hosentasche, ohne den Gürtel gleich enger zu schnallen oder Hosenträger anzulegen. Abgerundete Kanten auf der Rückseite sorgen dafür, dass der winzige Barren griffig in der Hand liegt.

Foto: AMB | Nokia 6220 classic Vierseitenansicht

 

Ein solches Gewicht erreicht man nur mit einem Kunststoffgehäuse. Nokia verzichtet beim 6220 classic gleich ganz auf schmückendes Aluminium. Dennoch wirkt das Smartphone nicht billig, weil das Plasik mit glänzendem Klavierlack überzogen wurde. Auch die Verarbeitung kann sich durchaus sehen lassen. Zwar leistet sich Nokia mit einem nicht perfekt gerade eingefügten Blitzlicht kleinere Ungenauigkeiten, doch alles bewegt sich alles im erträglichen Rahmen.

Doch viel Kunststoff produziert zwangsläufig Geräusche. Ein festerer Druck entlockte dem 6220 classic fast überall Knirsch- und Knartzlaute. Besonders robust wirkt es dadurch nicht gerade. Der Eindruck, es könne bei einem Fall aus der Hosentasche in 1000 winzige Einzelteile zerbersten, lässt sich nicht ganz von der Hand weisen.

Das Design des 6220 classic erscheint allerdings nicht unbedingt als Fortschritt, auch wenn es sich etwas vom derzeitigen schwarzlackierten Einheitsbrei der NSeries absetzt. Zwei Dinge stechen dabei besonders ins Auge. Die blaue Ziffernfarbe und die dazu passende Beleuchtung peppen das ansonsten eher nüchterne Design etwas auf. Erst auf den zweiten Blick fällt die geänderte Anordnung der Sondertasten rund um den hübschen, chromumrandeten und blau leuchtenden NavKey auf.

Foto: AMB | Im Test: Nokia 6220 classic

 

Die Rückseite wird durch eine leichte Erhebung aufgelockert, die der 5-Megapixelkamera Platz bietet und auf dem Akkudeckel fortgesetzt wird. Von einem Buckel wird aber wohl wegen der eleganten Ausformung dieser Ausbuchtung niemand sprechen. Der Akkudeckel ließ sich überraschend leicht lösen, machte aber dennoch nicht den Eindruck, sich ohne Willen des Besitzers selbständig zu machen. Die SIM-Karte befindet sich zwar nicht unter dem Akku, lässt sich aber dennoch nicht herausschieben, ohne ihn zu entfernen. Ganz im Gegensatz zur microSD-Karte, die sich auf der linken Handyseite unter einer stramm sitzenden Hartplastikabdeckung befindet und so jederzeit den einfachen Zugriff erlaubt. top

Foto: AMB | Nokia 6220 classic Rückseite

 

Display & Tastatur

Das QVGA-Display (240x320 Pixel) mit 5,6 Zentimeter Display-Diagonale (2,2 Zoll) stellt die Nokia-typischen 16,7 Millionen Farben dar, die auch im neuen classic-Barren für ein gestochen scharfes Bild sorgen. Kontrast, Helligkeit und Farbwiedergabe sind auf dem 6220 hervorragend. Zusätzlich wird der Minibildschirm durch einen Lichtsensor unterstützt, der sowohl beim Stromsparen als auch bei der besseren Ablesbarkeit des Displays helfen soll. Je nach Anwendung wird das Bild in die Queransicht gedreht und so die Betrachtungsfläche etwa für Fotos maximiert. Die Ansicht ist allerdings nicht an einen Lagesensor gekoppelt-

Foto: AMB | Gutes Display beim Nokia 6220 classic

 

Bei der Tastatur verdient sich Nokia beim 6220 classic nicht so viel Lob. Die meiste Kritik trifft dabei die Zifferntastatur, die aus einer zusammenhängenden Tastenmatte besteht und geradezu auf einer Gummiauflage zu schwimmen scheint. Das führt dazu, dass die einzelnen Tasten recht locker aufliegen und wie auf einem Kugelgelenk in alle Richtungen neigbar sind. Darunter leidet das Feedback beim Tippen. Der Tastenhub wirkt dadurch schwammig, endet aber glücklicherweise mit dem extrem knackigen Druckpunkt. Zusätzlich leidet die Tastatur des 6220 classic an einem ähnlichen Problem wie das N78 der Finnen. Stern-, Null- und Rautetaste grenzen direkt an ein das ganze Handy umlaufendes Kunststoffband. Dadurch lassen sich die genannten Tasten bisweilen schlecht bedienen, denn wählt man den Druckpunkt zu weit unten, so drückt man unbeabsichtigt auf der genannten Kunststoffbegrenzung herum.

Foto: AMB | Schlecht erfühlbare Tastatur beim Nokia 6220 classic

 

Die Sondertasten rund um den NavKey verhalten sich zwar prinzipiell genauso wie die Zifferntasten, allerdings fallen deren Schwächen wegen der größeren Ausmaße noch weniger auf auf. Dieser Vorteil wird durch ein anderes Problem wieder zunichte gemacht. Die Menü- und Löschentasten trennen je einen der Softkeys und die Rufannahme und -Beendentaste räumlich voneinander. Dabei fallen sie deutlich schmaler und auch kleiner aus. Das sieht zwar hübsch aus, erweist sich in der Praxis allerdings als wenig praktikabel. Der Grund dafür liegt neben der im Vergleich zur NSerie veränderten Anordnung vor allem an der mangelnden Erfühlbarkeit.

Foto: AMB | Die Windrose neben der Navi-Schnellzugriffstaste blinkt im Navi-Betrieb blau

 

Da die beiden unterteilenden Tasten kaum zwischen ihren größeren Nachbarn hervorstehen, erwischt man häufig die falsche Taste. Auch der NavKey selbst könnte besser Konturiert sein. Da auch er in die schwammige Tastenmatte integriert ist, leidet er unter ähnlichen Problemen wie der Rest der Tastatur. Dank seiner schieren Größe und dem knackigen Druckpunkt lässt er sich dennoch präzise ansteuern.

Foto: AMB | Blaue, aber nicht ganz regelmäßige Tastaturbeleuchtung mit "Mut zur Lücke"

 

Die Schnellzugriffstaste auf der linken Handyseite lässt sich gut erreichen. Länger gedrückt führt sie den Nutzer direkt zu Nokia Maps und somit zu GPS und Navigation. Direkt daneben blinkt im Navigationsbetrieb eine kleine, blaue Windrose, wie sie schon vom Nokia 6110 Navigator bekannt ist. Die restliche Tastaturbeleuchtung hebt sich mit ihrem stylischen blau von anderen Geräten dieser Klasse ab und kann mit der Leuchtkraft, nicht aber der Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung punkten. top

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Lesen Sie alle 18 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 24.12.09 15:11 Anonymous (Gast)

    Bin mit dem Handy fast zufrieden, die gehäusequalität könnte besser sein, und auch
    der Akku iss recht schwach.

    Dagegen sind Navi, bedienung und Kamera Top.

    Kleiner Tip gegen den knarzenden Akkudeckel,
    einfach im inneren des Deckels in den seiten
    jewails ein streifen Tesa kleben und schon hat
    sich das Problem erledigt.

  2. 22.11.09 13:45 Anonymous (Gast)

    Der totale Schrott das Ding... Akkuanzeige spinnt rum, Lautsprecher funzt Zeitweise nich, Tatstaturbeleuchtung geht meist nich, Teilweise keine Reaktion auf Tastendruck, Akku nach 6 Monaten schon im Arsch... das könnte ich endlos weiter führen. Ich hab seit 11 Jahren Nokia Handys, aber dieses war definitiv das letzte

  3. 14.10.09 13:52 Anonymous (Gast)

    liegt es an den besitzer oder an dem handy das es einfach ausgeht??
    ich will mir das handy kaufen aba durch solche komentare kommt mir da der zweifel.
    bitte um antwort.

  4. 24.09.09 21:24 Anonymous (Gast)

    ich verkaufe meins

  5. 24.09.09 21:22 Anonymous (Gast)

    ich hab das handy seid 5 monaten und mir gefällt es ganz und gar nicht.es geht immer aus obwohl der akku voll ist.und dann wieder von selber an und usw. kauft es ja nicht.mein kumpel hat auch die gleichen probleme und das gleiche handy.

  6. 26.06.09 13:21 Anonymous (Gast)

    wie viel sollte ich denn für ein nokia 6220 so ausgeben...also ohne vertrag und neuwertig?

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