Mit fünf Megapixeln (2592x1944), Autofokus, echtem Xenon-Blitz und zusätzlich Geotagging weist das 6220 classic auf dem Papier Fotoqualitäten auf, die vor gar nicht allzu langer Zeit Vollblutkamerahandys vorbehalten waren. Dabei ist das 6220 ein normales Smartphone und ein ziemlich schlankes noch dazu. Ob das gut geht?
Zwar sind Bildschärfe und Farbwiedergabe gut, doch bei unseren Testaufnahmen mussten wir ein typisches Handycam-Phänomen feststellen, welches das Barrenhandy allerdings auf die Spitze treibt: Probleme mit der Belichtung wirken sich so aus, dass Bilder häufig deutlich zu dunkel werden, da offenbar die ISO-Norm mangelhaft umgesetzt wird. Zum Testzeitpunkt waren die Lichtverhältnisse mit stark angestrahlten und daher reflegtierenden Wolken sehr anspruchsvoll, doch das deutlich ältere N95 macht es im direkten Verleich wesentlich besser. Das ist schade und steht im Kontrast zu der ansonsten guten Bildqualität. Bei Fotos mit Blitz besteht dieses Problem glücklicherweise nicht.
Der sehr gute Xenon-Blitz erhellt die nahe Umgebung selbst in völliger Dunkelheit auf Tageslicht-Niveau, geschossene Fotos werden scharf, kontrastreich und farbecht wiedergegeben. Auch das Bildrauschen hält sich in Grenzen. Dabei nutzt der Autofokus ein orangenes Fotolicht, um optimal zu fokussieren und dann anschließend das Blitzlichtfoto perfekt abzulichten. Das alles geht recht fix, nur wenige Sekunden vergehen zwischen der Betätigung des Auslösers und dem Resultat.
Foto: AMB | Originalaufnahme Nokia 6220 classic
Eine Funktion zum Knipsen von Panorama-Aufnahmen weist die Software nicht auf. Die integrierte Serienbildaufnahme ermöglicht es dem Nutzer, bei gedrücktem Auslöser in schneller Folge kontinuierlich Bilder zu Knipsen. An Motivprogrammen stehen spezielle Modi für Makroaufnahemn, Portraits, Sport- oder Nachtaufnahmen zur Verfügung. Ein Bildstabilisator ist leider nicht implementiert.
Weit gravierender ist die neue Auslegung der Menüs. Nach wie vor gibt es die Unterteilung auf das Schnellzugriffsmenü und das Hauptmenü, das über einen der Softkeys erreicht werden kann. Beim 6220 wurde die Wertigkeit beider Menüs umgekehrt. Jetzt fungiert das auf der rechten Displayseite befindliche Iconmenü als Hauptmenü, das Listenmenü per Softkey weist nun deutlich weniger Funktionen und Einstellmöglichkeiten auf. Dafür darf das Iconmenü frei belegt werden. Das ist auch zwingend notwendig, da das abgespeckte Listenmenü nun nicht mehr alle Einstellungsoptionen bietet. Um etwa die Bildschärfe regeln zu können muss zuvor der entsprechende Menüpunkt in das Iconmenü integriert werden, um überhaupt Zugriff auf diese Funktion zu erhalten. Die beste Methode ist daher, als erstes alle Funktionen einzubinden. Nachteil: dadurch wächst das Iconmenü auf unüberschaubare Länge.
Demgegenüber klappt Geotagging fast von allein. Nur den Menüpunkt "Standort aufzeichnen" aktivieren, schon kann es losgehen. In die EXIF-Informationen des Fotos werden dann die Geodaten implementiert, so dass man etwa nach dem Hochladen ins Internet die genauen Aufenthaltsdaten während des Fotografierens einsehen kann. Dafür stellt das Handy direkte Links zu OVI, Flickr oder Vox zur Verfügung.
Die Videofunktion geht bekannte Wege. Die Auflösung von 640x480 Bildpunkten war bisher State-of-the-Art, wird aber in den kommenden Wochen und Monaten etwa von LGs KC550 mit 780x480 übertrumpft. Dennoch liefert das 6220 mit VGA-seiner Auflösung und flüssigen 30 Bildern pro Sekunde gute Ergebnisse, allerdings werden die Bildinhalte bei schnellen Schwenks oder schnell bewegten Objekten stark verzerrt.
Die Wiedergabe klappt auch auf einem Fernseher, denn dank des beiliegenden Videokabels und des TV-Ausgangs des Handys gelangen die einfach auf eine größere Präsentationsfläche. Dabei ist auch diese Art der Darstellung möglicherweise demnächst auch schon wieder überholt.
Denn schon seit geraumer Zeit experimentieren diverse Hersteller mit Mini-Beamern, die in Handys integriert werden können. Wir berichteten bereits darüber und hoffen, ein derartiges Gerät bald in einem Video vorstellen zu können.
Bilder und Fotos lassen sich direkt auf dem 6220 classic nachbearbeiten. Man kann Cliparts einfügen, Bilder drehen oder nachträglich mit Effekten versehen. Die Galerie stellt alle Bilder in einer einfachen Rasteransicht dar. Die von anderen Geräten bekannte muvee-Funktion, bei der die Fotos mit Musik hinterlegt und mit Effekten überblendet in einer Diashow präsentiert werden, findet man auf dem classic-Handy leider nicht. top
Der interne Speicher ist mit 120 Megabyte sehr üppig ausgefallen. Er sollte aber trotzdem nur für Nutzerdaten verwendet werden, da er bei den großen 5-Megapixelfotos und MP3-Songs schnell vollläuft. Der microSD-Slot auf der linken Seite des 6220 schluckt bis zu 8 Gigabyte große Karten. Damit kommt das Handy zwar nicht an aktuelle iPods heran, doch das beabsichtigt der finnische Hersteller auch gar nicht.
Denn die musikalischen Möglichkeiten des Barrenhandys sind begrenzt. Songs lassen sich nach Alben und Genres filtern, Podcasts werden in einem Extraordner abgehandelt. Im Player warten nur Shuffle- und Repeatfunktion sowie ein frei einstellbarer Equalizer und eine Loudness- und Stereosimulation auf ihre Nutzung. Dafür klappt das Überspielen von Musik mittels Windows Media Player vorbildlich. Pro Lied vergehen etwa drei Sekunden, auch vor OMA DRM 2.0-geschützten Dateien macht das 6220 nicht halt. Die abspielbaren Formate MP3, AAC und WMA reichen für den Alltag völlig aus.
Der Player selbst gibt sich sehr konservativ. Vor dem gewählten Themenhintergrund tauchen nur die Grundinformationen wie Lied- und Interpretenname, Liednummer und das Coverart auf. Der Klang geht in Ordnung, ist aber von mobilen Subwoofern wie Sony Ericssons W890i weit entfernt. Generell ist er etwas zu leise, kein Wunder also, dass er selbst auf maximaler Lautstärke kaum übersteuert. Die durchaus vorhandenen Bässe wirken dennoch etwas gepresst.
Beim Radio sieht das soundtechnisch zwar ähnlich aus, doch die Ausstattung gefällt. RDS-Funktion für Senderinformationen und Senderspeicher für bis zu 50 Lieblingssender machen das Radio zum interessanten Alternativprogramm zum MP3-Player.
Sowohl Video- also auch Audio-Podcasts lassen sich dank des Podcastclients einfach und komfortabel abonnieren und herunterladen. Anschließend tauchen sie im Podcast-Ordner auf und können betrachtet oder angehört werden. Dabei wird für Audio-Podcasts natürlich wieder der Musikplayer genutzt, für Videos kommt der installierte Realplayer zum Einsatz, der zwar nicht viele Eingriffsmöglichkeiten, dafür aber eine gute Bildqualität bietet, sodass auch im größeren Querformat keine unschönen Pixel sichtbar werden.
Einen Rückschritt gibt es beim Kopfhöreranschluss zu vermelden, denn der hat einen Durchmesser von nur 2,5 Millimetern. Standardkopfhörer können also nicht einfach in das Handy gesteckt werden. top
Der totale Schrott das Ding... Akkuanzeige spinnt rum, Lautsprecher funzt Zeitweise nich, Tatstaturbeleuchtung geht meist nich, Teilweise keine Reaktion auf Tastendruck, Akku nach 6 Monaten schon im Arsch... das könnte ich endlos weiter führen. Ich hab seit 11 Jahren Nokia Handys, aber dieses war definitiv das letzte
liegt es an den besitzer oder an dem handy das es einfach ausgeht??
ich will mir das handy kaufen aba durch solche komentare kommt mir da der zweifel.
bitte um antwort.
ich verkaufe meins
ich hab das handy seid 5 monaten und mir gefällt es ganz und gar nicht.es geht immer aus obwohl der akku voll ist.und dann wieder von selber an und usw. kauft es ja nicht.mein kumpel hat auch die gleichen probleme und das gleiche handy.
wie viel sollte ich denn für ein nokia 6220 so ausgeben...also ohne vertrag und neuwertig?
Bin mit dem Handy fast zufrieden, die gehäusequalität könnte besser sein, und auch
der Akku iss recht schwach.
Dagegen sind Navi, bedienung und Kamera Top.
Kleiner Tip gegen den knarzenden Akkudeckel,
einfach im inneren des Deckels in den seiten
jewails ein streifen Tesa kleben und schon hat
sich das Problem erledigt.