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Nokia 6220 Classic Testbericht

Spezialanwendungen / Java

Die Javaengine des 6220 classic ist MIDP 2.1 konform und die Geschwindigkeit in den Menüs und vor allem im Browser lässt die Vermutung aufkommen, dass das schwarze Multimedia-Handy auch in Benchmarks hervorragend abschneidet. In Kishontis JBenchmark 2.0 brilliert das Barrenhandy mit starken 533 Punkten und zeigt, wie ähnlich es dem N78 (560 Punkte) ist. Im 3D-Test gibt’s nur noch magere 6-13 Bilder pro Sekunde. Aufwändige 3D-Spiele sind damit nicht die Sache des 6220, dennoch bestätigt sich der Eindruck einer überwiegend flüssigen Darstellung in allen Alltagsbereichen.

Foto: AMB | Marble Cannon

Nokia packt nur ein einziges 2D-Spiel in den Speicher des Handys: Marble Cannon. Auch wenn der Name martialisch klingt, so schießt die Kanone nur mit farbigen Bällen auf immer näher rückende ebenfalls farbige Ballketten. Durchaus spaßig, wenn auch weder neu, noch grafisch erwähnenswert.

Auch die restliche Ausstattung an so genannten Alltagshelfern ist schmal ausgefallen. Neben Taschenrechner und Umrechner wurde nur noch ein Wörterbuch von den Nokia-Programmierern für würdig gehalten, das Multimediahandy zu bereichern. Dabei beinhaltet es nur die englische Sprache, weitere müssen erst noch heruntergeladen werden. Selbst ältere Handys wie N81 und N82 bieten mehr an Zusatzprogrammen. Dafür findet man im Unterordner "Office" sowohl Adobe PDF, Quickoffice, ZIP und eine Notizfunktion. Quickoffice und Adobe PDF dienen dabei allerdings nur als Viewer, um Dokumente bearbeiten zu können ist ein kostenpflichtiges Update erforderlich. top

Navigation

Auch im 6220 classic kommt Nokias neue Maps-Version zum Einsatz. Sie bietet zwei wesentliche Vorteile im Vergleich zum Vorgänger. Einer davon ist die neue Sattelitensicht, bei der die Karten nun mit echten Fotos dargestellt werden, wie es Google Maps schon seit längerem vormacht. Zusätzlich ist ein Fußgänger- und ein Fahrradfahrermodus integriert, der automatisch etwa Autobahnen ignoriert, Einbahnstraßen mit in die Route einbezieht und sogar Wege durch Parks und Grünanlagen als kürzesten Route akzeptiert. Doch auch die Hardware weist Fortschritte auf. Im Zusammenspiel mit den Mobilfunkzellen findet der AGPS-Chip nach wenigen Sekunden die Verbindung zu den Satteliten. Zusätzlich werden auf Wunsch auch Informationen aus dem Funknetz verarbeitet und beschleunigen den Satteliten-Fix.

Foto: AMB | 2D-Navigation

Foto: AMB | Auswahlmenü während der Navigation

Dank der dreimonatigen Testlizenz für die sprachgeführte Routenführung kann man sich ein gutes Bild davon machen, wie sich das 6220 als vollwertiges Navi schlägt. Leider gehört die Verkehrsinformation via Internet nicht dazu. Erwirbt man diese Lizenz, so nutzt die Kartensoftware von Navteq und TeleAtlas diese Informationen, um auf Nachfrage Staus umfahren zu können.

Die Sprachausgabe über den kräftigen Monolautsprecher ist sehr laut und gut verständlich, so dass im Auto zumindest im Stadtverkehr keine Verständnisprobleme auftreten sollten. Problemlos und vor allem kostenlos (bis auf die Verbindungskosten) lassen sich zahlreiche Sprachen mit männlicher und weiblicher Stimme herunterladen. Das deutsche Sprachpaket schlägt mit 1,82 Megabyte zu Buche. Es wird dann auch für andere Aufgaben wie etwa das Vorlesen von Mails genutzt.

Das Geotagging kommt bei der Navigation ebenfalls zum Einsatz, indem so geschossene Fotos als Point of Interest (POI) abgespeichert und direkt als Ziel angesteuert werden können. Diese Verknüpfung von verschiedenen Komponenten ist außerordentlich gut gelungen.

Die Geschwindigkeit ist auch während der Navigation dank des Datenabgleichs des AGPS-Chips mit dem Internet schnell und zuverlässig. Die Routenführung ist gut, Sprachansagen kommen klar, deutlich, laut und vor allem ausreichend früh. Dank der großen - wiederrum per Internet aktualisierbaren - Auswahl an POIs lassen sich auch Hotels oder Supermärkte schnell lokalisieren, dem Gerät unbekannte Straßen fanden wir während unseres Tests auch nicht.

Alles in allem bietet das 6220 damit den optimalen Reisebegleiter auch außerhalb des Raumes Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH), dessen Karten bereits vorinstalliert sind. Weiteres Kartenmaterial kann man kostenlos von Nokia herunterladen, zusätzlich stehen sogar Reiseführer zur Verfügung, die mit ergänzenden Informationen zu Sehenswürdigkeiten aufwarten können. top

Menüführung / Bediencharakteristika

Das 6220 kommt mit der S60 3rd Edition, Feature Pack 2. Das Betriebssystem wirkt optisch frischer denn je und hat sich auch technisch verbessert. Einer der wenigen Stolpersteine ist die in beschriebene Menüsoftware der Kamera. Dafür haben die Softwareschrauber Feintuning am deutlich besseren Ansprechverhalten des Betriebssystems betrieben. Trotz kleiner zusätzlicher Effekte wie dem schnellen Ein-und Ausfaden beim Wechsel der Menüs reagiert das 6220 nahezu ohne Verzögerung. Selbst mehrere gleichzeitig geöffnete Programme sorgen nicht für ein spürbar verschlechtertes Ansprechverhalten des Handys.

Foto: AMB | Hauptmenü

Foto: AMB | Profilwahl

Einer der angesprochenen Effekte ist bei der Rotation zu sehen. Weist man das 6220 an, den Bildschirm etwa im Browser um 90 Grad zu drehen, so wird das zwar mit kurzer Verzögerung bestraft, belohnt allerdings danach mit einer cineastisch anmutenden Drehanimation des Bildschirminhaltes.

Für Erleichterung sorgt die Schnellzugriffstaste auf der linken Handyseite. Direkt unter der im GPS-Betrieb blau leuchtenden Windrose gelegen, ermöglicht sie den Zugriff auf Nokia Maps und somit auf die Navigation. Nachträglich darf sie natürlich auch umbelegt werden. Dann steht eine lange Liste an Neubelegungen zur Verfügung, zu der auch eigenhändig installierte Programme gehören.

Mit angeschlossenem Headset funktioniert die Sprachwahl sehr gut. Je nach Einstellung der Erkennungssensitivität lässt sich so beinahe das ganze Handy steuern. Auch Anrufe dürfen getätigt werden, Mails werden auf Befehl sehr gut verständlich vorgelesen. Den Praxistest besteht die Sprachsoftware von Nokia im Vergleich etwa zu Sony Ericsson mit Bravour.

Zahllose vorinstallierte und veränderbare Telefonprofile ermöglichen es dem Nutzer, wirklich für jeden Anlass die passende Konfiguration zu erstellen. Ein Offline-Modus ist natürlich ebenfalls dabei.

Die Themes und Wallpaper sind zwar auch auf Nokias Barrenhandy zur individuellen Anpassung vorhanden, allerdings ist die Anzahl mit gerade einmal fünf Stück arg begrenzt. Hinzu kommt, dass die einzelnen Themes S60-typisch optisch stark zurückhaltend, um nicht zu sagen langweilig, gestaltet wurden. Nur das "Mountain" getaufte Thema bietet echte alpine Abwechslung.

Die Menüs können in vier verschiedenen Anordnungen (Raster, Liste, Hufeisen und V-Form) dargestellt werden. Wer etwa beim N78 die Darstellung von Uhr, Datum und zusätzlichen Statusanzeigen im Energiesparmodus vermisste, der dürfte sich beim 6220 über die Rückkehr dieser Anzeige freuen. Bevor zu viel Jubel aufkommt sei allerdings gesagt, dass das für höchstens eine Minute gilt. Danach herrscht auf dem Display ebenfalls wieder unendliche Schwärze. Dank Smartphone-Betriebssystem lassen sich stark vermisste Programme, Hintergrundbilder oder sonstige Software-Gimmicks problemlos aufspielen. Spiele finden sich so etwa in unserem Spielebereich, für den Rest lohnt sich ein Blick in Nokias top

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Kommentare
  1. 24.12.09 15:11 Anonymous (Gast)

    Bin mit dem Handy fast zufrieden, die gehäusequalität könnte besser sein, und auch
    der Akku iss recht schwach.

    Dagegen sind Navi, bedienung und Kamera Top.

    Kleiner Tip gegen den knarzenden Akkudeckel,
    einfach im inneren des Deckels in den seiten
    jewails ein streifen Tesa kleben und schon hat
    sich das Problem erledigt.

  2. 22.11.09 13:45 Anonymous (Gast)

    Der totale Schrott das Ding... Akkuanzeige spinnt rum, Lautsprecher funzt Zeitweise nich, Tatstaturbeleuchtung geht meist nich, Teilweise keine Reaktion auf Tastendruck, Akku nach 6 Monaten schon im Arsch... das könnte ich endlos weiter führen. Ich hab seit 11 Jahren Nokia Handys, aber dieses war definitiv das letzte

  3. 14.10.09 13:52 Anonymous (Gast)

    liegt es an den besitzer oder an dem handy das es einfach ausgeht??
    ich will mir das handy kaufen aba durch solche komentare kommt mir da der zweifel.
    bitte um antwort.

  4. 24.09.09 21:24 Anonymous (Gast)

    ich verkaufe meins

  5. 24.09.09 21:22 Anonymous (Gast)

    ich hab das handy seid 5 monaten und mir gefällt es ganz und gar nicht.es geht immer aus obwohl der akku voll ist.und dann wieder von selber an und usw. kauft es ja nicht.mein kumpel hat auch die gleichen probleme und das gleiche handy.

  6. 26.06.09 13:21 Anonymous (Gast)

    wie viel sollte ich denn für ein nokia 6220 so ausgeben...also ohne vertrag und neuwertig?

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