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Das Highend-Touchphone im Praxistest Samsung SGH-i900 Omnia

Kamerafunktionen

i900 Omnia Kameraeinheit | Foto: AMB

Bei den Fotoqualitäten sticht das Samsung i900 Omnia alle Touchphone-Konkurrenten aus. Während das iPhone 3G nur mit 2 Megapixeln knipst, lässt Samsung die Muskeln spielen und presst einen 5-Megapixel-Chip in das schlanke Gehäuse. Sie wird von Blitz, Autofokus, Bildstabilisator, Wide Dynamic Range-Technologie, Gesichts- und Lächel-Erkennung flankiert und bietet damit Features, die man sonst nur von Kamerahandys kennt.

Die vielen Einstellungsmöglichkeiten - es gibt allein 14 Szenenmodi - gehen nicht in einem unüberschaubaren Menü-Wirrwarr verloren. Im Gegenteil, Samsung nutzt die Möglichkeiten des großen Touchscreens geschickt aus und gestaltet eine Menüstruktur in Bild und Schrift, von der sich Touchphones wie das LG Viewty mehr als nur eine dicke Scheibe abschneiden sollten.

So erstrecken sich links und rechts des Kamerasuchers zwei schmale Iconleisten, die auf einen Fingertipp das tiefere Eintauchen in die Menüs erlauben. Links befinden sich von oben nach unten die Icons für den Wechsel zwischen Foto- und Kamerafunktion, Aufnahmemodus, Szenenwahl, Auflösung und weitere Einstellungen. Rechts oben verlässt man die Kamera, darunter stellt man Blitz, Fokus und Helligkeit ein und erreicht die Galerie.

Fünf Aufnahmemodi stellt das Omnia dem Nutzer zur Verfügung. Neben dem normalen Einzelbildmodus zählen dazu Serienaufnahme, Mosaik, Panorama- und Lächeln-Modus. Die Funktion der Serienaufnahme ist klar: Hält man den Auslöser gedrückt, knipst das i900 Omnia maximal neun Bilder. Anschließend werden alle als Thumbnail angezeigt und können gespeichert oder einzeln gelöscht werden. Dabei wird die Auflösung der einzelnen Bilder auf 320x240 Bildpunkte reduziert. Das Gleiche gilt leider auch für die ansonsten sehr gut gelungene Panoramafunktion. Einmal angewählt, ziert den Sucher ein großes weißes Rechteck, in dessen Mitte ein Kamerasymbol mit in alle vier Himmelsrichtungen weisenden Pfeilen positioniert ist.

Foto: AMB | Kamerasucher im Panoramamodus

 

Sobald der Auslöser gedrückt wird, nimmt das Samsung Omnia das erste von maximal acht Fotos auf, das weiße Rechteck färbt sich rot und die Software wartet auf eine vertikale oder horizontale Bewegung des Handys. Schwenkt man es nun langsam, verschwindet das rote Rechteck und stattdessen wandert ein grünes Rechteck von der Bildschirmseite ins Zentrum. Es stellt die Position des neuen Fotos dar, das automatisch ausgelöst wird, sobald es die Bildmitte erreicht hat. Eine einmal gewählte Schwenkrichtung kann dann nicht mehr verändert werden. Nachdem das letzte Bild geknipst wurde, rechnet die Software des i900 alle acht zu einem extrem breiten, neuen Foto zusammen, das einen Betrachtungswinkel von etwa 180 Grad hat.

Foto: AMB | Nettes Panorama-Feature, leider sinkt die Auflösung der einzelnen Bilder auf 320x240 Pixel

 

Durch die dabei entstehende Verzerrung benötigt man etwas Zeit, um sich in die Szenerie hineinversetzen zu können. Realistischer erscheinen Weitwinkelaufnahmen, wenn sie aus weniger Bildern zusammengesetzt sind. Durch das erneute Drücken des Auslösers beendet das Omnia die Panoramaaufnahme und rechnet alle bis dahin geknipsten Fotos zusammen.

Foto: AMB | Die Software erkennt Gesichter und löst automatisch aus, wenn sie ein Lächeln erkennt

 

Ist die Smile-Detection aktiviert, knippst das Omnia automatisch drauf los, sobald es ein fröhliches Gesicht erkennt. Auf dem Sucher werden dann Gesichter eingerahmt, zusätzlich erscheint ein Rechteck um den Mund, sobald das Lächeln erkannt wurde. Das nennt man dann wohl im positiven Sinne Gesichtskontrolle.

Das Symbol unten links führt in die tiefergehenden Einstellungen. Hier verstecken sich auch der Selbstauslöser und Effekte, die über die Fotos gelegt werden können. Auch der Bildstabilisator kann hier aktiviert werden, zusätzlich hat man Zugriff auf die Wide Dynamic Range-Technologie (WDR). Sie eignet sich besonders für Aufnahmen bei starkem Gegenlicht und sorgt dafür, dass Bilder nicht nur einheitlich abgedunkelt, sondern komplett auf die Belichtung überprüft und bearbeitet werden.

Ein weiterer, wichtiger Punkt betrifft das GPS. Aktiviert man es in den Kameraoptionen, dann werden die Fotos mit Positionsdaten versehen und man kann sich den Entstehungsort etwa in Google Maps anzeigen lassen. Geotagging spielt auch an anderer Stelle seine Vorteile aus. Bei der Navigation können mit Fotos eigene Points of Interest erstellt werden.

Der LED-Blitz kann zwar nicht mit den Xenon-Flashs von Kamerahandys mithalten, schlägt sich aber gut. Kontraste, Bildschärfe und Farben leiden bei einer Blitzaufnahme etwas, gelingen aber besser, als so manche Sonnenlicht-Fotos der 3,2-Megapixel-Klasse. Eine Rote-Augen-Reduktion, bei der ein kurzer Vorblitz das menschliche Auge auf die kommende Helligkeit des Hauptblitzes vorbereitet, ist beim Omnia nicht vorgesehen.

Der Makromodus erlaubt Nahaufnahmen, doch mit dem normalen Autofokus kann man sich fast genauso nah an die Motive heran bewegen. Der Gesichterkennnungs-Modus fokussiert automatisch menschliche Gesichter, auch wenn sie sich nicht direkt in der Suchermitte aufhalten. Das klappt allerdings nur auf kurze Distanz.

Videos werden mit 640x480 Bildpunkten bei flüssigen 30 Bildern in der Sekunde aufgenommen und können sich wirklich sehen lassen. Vom ruckeligen Bildsucher während der Aufnahme sollte man sich nicht abschrecken lassen, selbst schnelle Schwenks bestraft das Samsung i900 nicht mit Verzerrungen. Doch der eigentliche Clou ist die Zeitlupenfunktion. Wo im Kameramodus Icons für Aufnahmemodus und Szenenwahl prangten, wird im Videomodus ein an eine Diskette erinnerndes Symbol für den Aufzeichnungsmodus gezeigt. Tippt man darauf, dann nimmt das Omnia Videos mit bis zu 120 Bildern in der Sekunde auf.

Foto: AMB | Die Icons an den Rändern sind an den Videomodus angepasst

 

Als Resultat werden Filme in Zeitlupe abgespielt, dabei kommt es allerdings mitunter zu Aussetzern. Trotzdem reicht die Bildqualität aus, um faszinierende, neue Einblicke in Alltägliches zu bekommen. Schade, dass das Fotolicht bei Videodrehs nicht zuschaltbar ist. Auch der Bildstabilisator macht im Videomodus Pause.

Foto: AMB | Die Bildergalerie sortiert nach Entstehungsdatum

 

In der Bildergalerie erscheint das zuletzt geschossene Foto im Vollbild. Auch hier erblickt man rechts und links wieder verschiedene Symbole. Das Info-Icon zeigt Entstehungsdatum- und zeit, Speichergröße und GPS-Daten. Die anderen Symbole erlauben das Verschicken des Bildes via MMS, Email und Bluetooth, das Einstellen als Hintergrund- oder Anruferbild oder das Löschen des Fotos oder Films. Eine direkte Blog-Anbindung fehlt. Den Blogging-Multiplikator ShoZu scheint Samsung bei der deutschen i900-Variante vergessen zu haben, denn auf britischen Modellen findet man das Programm vorinstalliert. Durch die Bilder wechselt man wie bei der Konkurrenz mit dem Finger, in dem man nach rechts oder links über das Display streicht. Perfekt klappt das allerdings nicht. Der Touchscreen des i900 verlangt nach gezielten, langsamen Bewegungen.

Alle hier gezeigten Bilder wurden im Automatikmodus geknipst, der offensichtlich sehr gute Arbeit leistet. Etwa drei bis vier Sekunden vergehen zwischen Fokussieren und erneuter Einsatzbereitschaft; für eine Handykamera mit 5 Megapixeln ist das ein akzeptabler Wert.

Dank der hohen Auflösung ist der Detailreichtum brillant, durch die hohe Bildschärfe sind selbst entfernte Objekte noch relativ gut zu erkennen. Farben werden kräftig und vor allem realitätsnah wiedergegeben, die durchschnittliche Kontrasttiefe erschafft ein wirklichkeitsgetreues Abbild des gewählten Motives. Wie schon beim Samsung U900 Soul werden allerdings auch beim i900 Omnia helle Flächen punktuell überbeleuchtet. Trotzdem gehört die Bildqualität zum Besten, was Handykameras derzeit zu bieten haben. top

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

Das Samsung i900 gibt es mit 8 oder 16 Gigabyte. Doch da ist noch lange nicht Schluss, ein Speicherslot für microSDHC-Karten lässt den Gesamtspeicher um weitere 32 Gigabyte anschwellen. Das bietet Platz für eine umfangreiche Musik- und Filmsammlung. Doch Speicher allein macht nicht glücklich, auch der Optionsumfang und die Soundqualität des Players müssen stimmen.

Windows Media Player | Foto: AMB

Albenansicht | Foto: AMB

Windows Mobile-typisch findet man in den etwas unübersichtlichen Menüs gleich zwei Player. Da ist einerseits der mobile Windows Media Player 10, der neben Videos auch Musik abspielt. Er bietet nahezu keine Funktionen, sondern punktet mit der Präsentation. Coverarts zeigt er fast formatfüllend, darunter sind lediglich Buttons zum Skippen, Starten und Stoppen sowie zur Regulierung der Lautstärke angeordnet. Informationen zu Lied und Interpret wechseln sich in der oberen linken Ecke ab, zusätzlich dürfen Songs mit bis zu fünf Sternen beurteilt werden. Außer einer Repeat- und Shuffle-Funktion gibt es keine weiteren Einstellungsmöglichkeiten. Immerhin ist der Klang nicht zuletzt wegen des hochwertigen Kabelheadsets gut. Durch die seltsame Form ist das Anlegen ungewohnt, dafür sitzt das Headset anschließend umso besser und auch der Sound überzeugt. Verglichen mit dem kürzlich getesteten Sony Ericsson W980i kann aber weder der Klang des Players, noch der des Kabelheadsets mithalten.

Als Alternative zum mobilen Windows Media Player schickt Samsung den Touch Player ins Rennen. Mit seinem schnöden weißen Hintergrund sieht der noch eine Spur langweiliger aus, bietet aber mehr Funktionen als das Microsoft-Programm und lässt sich dank großer Icons komplett mit den Fingern bedienen. Zwar ist das Coverart etwas kleiner, ein Tipp auf die Grafik lässt sie aber auf volle Displaygröße wachsen, wobei sie dann auch die typischen Windows Mobile-Menüleisten verdeckt. Hübsch gelungen ist auch die Album-Ansicht, die an das Apple iPhone oder die Touchflo-Ansicht von HTC erinnert. Die Coverarts aller Alben werden groß dargestellt und lassen sich bequem mit dem Finger durchblättern. Ein Tipp auf das Cover zeigt die enthaltenen Lieder an, ein weiterer spielt sie ab. Doch vor allem mit einer Funktion hat der Touch Player gegenüber Microsoft die Nase vorn: Klangpresets ersetzen zwar keinen Equalizer, ermöglichen aber eine spürbare Anpassung des Klangbildes.

In der Musikbibliothek werden Songs nach Album, Interpret, Genre und Videos sortiert, im Gegensatz zum Windows Media Player kann man hier immerhin auch eigene Playlists erstellen. Der Sound ist dank der Presets individueller gestaltbar und wirkt gefälliger als beim Microsoft-Produkt. Wie beim Windows-Player ist die Lautstärke auch beim Touch Player ausreichend.

Im Vergleich zu vielen anderen Handy-Radios punktet das i900-Radio gleich mit mehreren Features. Es weist einen vollen Klang auf. Sehr gut ist auch der Empfang, da machen die 30 Senderspeicherplätze Sinn. Dank RDS werden zusätzliche Informationen wie Sendernamen zwar empfangen, dabei kommt es aber bisweilen zu seltsamen Schreib- und Darstellungsfehlern. Und während man sich bei Sony Ericsson-Handys Informationen zum im Radio gehörten Titel kostenfrei aus dem Internet holen kann, nimmt man mit dem Omnia einfach gleich das ganze Lied als MP3 auf. Dabei muss man allerdings darauf achten, dass die Lautstärke des Radios während der Aufnahme nicht zu hoch ist, da es sonst beim Abspielen zu starkem Übersteuern kommt.

Eine Besonderheit bietet das Samsung Omnia auch bei der Videowiedergabe, schließlich können bislang nur wenige Handys wie das LG Viewty DivX-Videos abspielen. Während der Windows Media Player das Format nicht erkennt, wird es vom Touch Player problemlos abgespielt. Ein Fingertipp auf das Videofenster dreht das Bild automatisch ins Quer- und Vollbildformat. Über den TV-Ausgang lassen sich die Filme auch auf einem großen Fernseher anschauen.

Neben DivX versteht sich das i900 auch auf WMV, H.264 und MPEG. Flash-Videos, wie etwa die Filmchen von Seiten wie Youtube, werden dagegen nicht unterstützt. Dieser Codec hat keinen Einzug in Handy und Browser gehalten.

Für Podcasts und Livestreams hat Samsung einen Client vorinstalliert, der die Verwaltung der Feeds erleichtert. top

DivX-Videos sind für das Omnia kein Problem | Foto: AMB

 
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Lesen Sie alle 174 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 27.04.10 16:02 Anonymous (Gast)
    -

    startmenü geht bei mir bei geöffnetem route66 und weiterer programme in 1s auf.. bin 4mal schneller.. komisch :D:D

  2. 27.04.10 15:53 Anonymous (Gast)
    -

    man hätte die einstellungen des omnia´s mal durchlesen sollen, dass man alles (zuweisungen) variieren kann.

    ..naja-mäßiger test.

  3. 17.03.10 15:41 Anonymous (Gast)
    Omnia i900

    Also ich find er sooooooooo mies und soooo shcieße machmal auch finde ich seite hier scheiße die stinkt nach tunfisch aber egal mach bissien pafürm rauf dannn sintkt noch mahhhjrjfidousa

  4. 08.02.10 21:59 Anonymus (Gast)
    Internetverbindung

    Habe mir ein gebrauchtes Omnia zugelegt,leider kann ich die schlechte WLan Leistung nur bestätigen. Ansonsten ist das Gerät aber Super.

  5. 05.02.10 23:55 Anonymous (Gast)
    Internetverbindung

    Also, ich will es mir gerne zulegen,aber wenn ich immer höre, wie lahm und träge die Internetverbindung durch WLan ist, dann änder ich immer meine Meinung! Ist die Internetverbindung wirklich so schlimm? Mir ist die schnelle internetverbindung am wichtigstens! es sollte um die 10 sekunden dauern aber mit wlan. Was meinen die, die das gerät schon besitzen?

    mfg

  6. 27.01.10 10:12 Anonymous (Gast)
    Feedback

    Omnia gibt Vibrationsfeedback. Einstellen ))

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