Die Java-Engine des Omnia baut auf MIDP 2.0 anstelle der neueren Version 2.1. Versucht man, die Leistungsfähigkeit des Samsung-Touchphones anhand von Tools wie JBenchmark 2.0 und -3D zu ermitteln, wird man vor ein Rätsel gestellt. 16 Bilder pro Sekunde im HighResolution-Modus und 18 im normalen 3D-Modus sind nicht übermäßig gut, doch das Ergebnis ist noch im oberen Mittelfeld der von uns aktuell getesteten Handys angesiedelt. Hier stimmen die angezeigten Daten mit der Darstellung auf dem Bildschirm während des Tests überein. Ins Grübeln kommt man beim 2D-Test. 1649 Punkte sind absoluter Rekord, doch bei einem derart herausragenden Wert kommt schnell der Verdacht auf, dass da irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Schließlich ist das Omnia in einigen Belangen das genaue Gegenteil von schnell.
Nicht nur in den Menüs, sondern auch innerhalb der kleinen Extraprogramme, die entweder von Microsoft oder von Samsung in den Speicher gesteckt wurden, ist die System-Geschwindigkeit akzeptabel. Dazu gehört eine Funktion, die aus dem Handy einen digitalen Bilderrahmen macht. Hintergrundmusik oder Überblendeffekte individualisieren das digitale Fotoalbum.
Praktischer ist der Taschenrechner, der im Hochformat einen simplen Eindruck macht, im Querformat aber hochkarätige Zusatzfunktionen offenbart. Auch der Smart-Konverter ist ein Tool, das optisch abschreckend langweilig, inhaltlich aber überzeugend wirkt. Mit ihm lassen sich diverse Maße, Größen und Gewichte in entsprechende Pendants umrechnen. Generell findet man viele Dinge erst zufällig oder nach längerer Suche. Die Stoppuhr versteckt sich beispielsweise wie der Wecker in der Uhrenfunktion, die man nach zahllosen Klicks in ellenlangen und trockenen Menülisten findet.
Auch für den Business-Anwender sind Zusatzprogramme vorgesehen. Dazu gehören die typischen Vertreter OneNote Mobile, PowerPoint Mobile, Word Mobile und Excel Mobile. Dabei entsprechen die kleinen Office-Programme im Wesentlichen den großen Vorbildern auf einem Windows-Rechner, wurden aber an die Handynutzung angepasst und abgespeckt. Ebenfalls mit dabei ist ein Smart-Reader, der das Einlesen von Visitenkarten erlaubt. Fehlerfrei funktioniert die OCR-Software bei der anschließenden Umwandlung in Text allerdings fast nie.
Für die Unterhaltung sorgen auf dem Omnia nur die zwei angestaubten Windows-Spiele Bubble Breaker und Solitär. top
In der von uns getesteten, ungebrandeten Version des Samsung Omnia kommt für die Navigation Route 66 in Version 8 zum Einsatz, die Karten liefert Navtec. Die mitgelieferte 1-Gigabyte-microSD enthält vollständige Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH). Im Gegensatz zu den Navigationslösungen von Nokia ist die sprachgeführte Routennavigation beim i900 also kostenlos. Allerdings sollte man beim Kauf genau hinschauen, in Deutschland kommt das Omnia in vier verschiedenen Austattungsvarianten auf den Markt, darunter ist auch eine ohne Navi-Software.
Das größte Problem bei der Navigation mit dem Omnia zeigt sich schon direkt nach dem Start von Route 66. Geschlagene 12 Minuten vergehen, bevor das Touchphone eine GPS-Verbindung aufgebaut hat. Auch wenn der Empfang einmal hergestellt ist, kämpft das Touchphone mit Verbindungsproblemen. Die übersichtliche grafische Darstellung der Signalstärke schwankt stark, der Empfang wird durch in der Nähe befindliche Gebäude oder das Blätterdach größerer Bäume gestört. Damit scheint das GPS-Modul auch nicht wesentlich leistungsfähiger als das des iPhone 3G zu sein, das sogar schon bei einer dichten Wolkendecke kapitulierte.
UPDATE:
Erlaubt man dem
Omnia, für die Navigation auch Daten aus dem
Internet zu beziehen, so verkürzt sich die Zeit bis
zum Sattelitenfix drastisch. Im Schnitt vergehen
dann nur noch etwa 10 Sekunden,
bis das Handy den eigenen Standort lokalisiert hat.
Dafür reicht es nicht, die entsprechenden
Einstellungen in der Route66-Software vorzunehmen.
In den Windows-Einstellungen gibt es den Menüpunkt
"Erweitertes GPS" im Einstellungsmenü. Wenn man
dort XTRA aktiviert, dann werden
Satellitenpositionsdaten über GPRS auf das Handy
geladen.
Die Optionsflut von Route 66 passt hervorragend zum Betriebssystem des Omnia. Alles kann man irgendwie anpassen, allerdings verirrt man sich auf der Suche nach einer bestimmten Option oft in den zahlreichen Untermenüs. Selbsterklärend sieht anders aus.
Dafür stimmt die Routenführung. Schnell ist ein Ziel eingegeben, die Berechnung erfolgt ebenfalls zügig. Das gilt auch für Neuberechnungen während der Fahrt. Dank des großen Displays ist die Übersicht deutlich besser, als etwa bei Nokias Vorzeigenavigator, dem 6210. Dafür fallen die Karten detailärmer als bei Maps 2.0 aus, das sogar kleinste Fußwege darstellt. Großes Manko während der Navigation im Auto: die Sprachausgabe ist selbst auf maximaler Lautstärke zu leise, sodass sie im Stadtverkehr untergeht. Die Ablesbarkeit leidet stark unter Sonneneinstrahlung, vor allem im Auto kann man aufgrund der Entfernung zwischen Fahrer und Handy kaum noch etwas erkennen.
Wer zu viel will, erreicht meist das Gegenteil. Das Omnia ist dafür ein gutes Beispiel. Es kann fast alles, was derzeit technisch möglich ist, bietet zahllose Funktionen und Features und überzeugt dennoch nicht immer. Dafür ist die Bedienung zu nervenaufreibend. Daran ist vor allem das Betriebssystem schuld. Windows Mobile erinnert auch in Version 6.1 in vielen Untermenüs an das 15 Jahre alte Windows 3.11. Es ist auch kaum schneller. Ein Klick auf das Startsymbol erfordert trotz des starken Prozessors mit 624 Megahertz schneckengleiche vier Sekunden Wartezeit, bis endlich das Menü aufschwingt, die Anwahl dort aufgeführter Programme bisweilen noch länger. Daran mögen auch die mageren 96 Megabyte RAM ihren Anteil haben. Fraglich bleibt, warum der Hersteller seinem Topprodukt nicht mehr Speicher spendierte. Umso mehr, da Windows Mobile einmal geöffnete Programme nicht komplett schließt, sondern im Speicher behält. Der Taskmanager wird so zum besten Freund des Omnia-Nutzers, da er jede halbe Stunde den spärlichen Speicher manuell leeren und so neuen Platz schaffen muss. Schön, dass Samsung dem Omnia dafür eine Extrataste spendierte.
Da Windows Mobile weder schnell, noch intuitiv, noch grafisch attraktiv ausfällt, setzt Samsung auf eine eigene grafische Oberfläche. TouchWiz kommt auf dem i900 Omnia erstmals auf dem Microsoft-System zum Einsatz. Damit verfolgt Samsung einen ganz anderen Ansatz als TouchFlo 3D von HTC. Während die HTC-Oberfäche auf einer starren, kaum veränderbaren Menüstruktur basiert, lässt Samsung dem Nutzer viele Freiheiten. Herzstück von TouchWiz sind kleine Widgets, die man mit dem Finger beliebig aus einer schmalen seitlichen Menüleiste herausziehen und vergrößert in den Vordergund stellen kann. Beim HTC Touch Diamond und auch beim Apple iPhone ist man nach dem Einschalten an einen Homescreen gebunden, der sich kaum verändern lässt. Bei TouchWiz hat man dagegen freie Wahl.
Der Nutzer bestimmt, ob eine große Uhr, die Favoritenkontakte, die Telefonprofile, der WLAN-Manager, Fotos oder ein Notizblock auf dem Startbildschirm erscheint. Und er kann sie mit einem Fingerstreich auf das schmale Widget-Band schnell und bequem in den Hintergrund verbannen und neue Applikationen in den Vordergrund stellen. Kein Hersteller bietet derzeit auch nur ansatzweise eine vergleichbare Individualisierung der Systemoberfläche.
Das Hauptmenü erreicht man mit einem Fingertipp auf die untere rechte Ecke des Touchscreens. Hier erwartet den Nutzer ein schlichtes aber funktionales Gittermenü mit fingerfreundlichen Icons. Verändern kann man nichts, doch ein erneuter Tipp links unten auf "Verknüpfungen" öffnet ein Favoritenmenü, in dem sich mit einfachem Drag&Drop die eigenen Lieblingsprogramme festlegen lassen. Mit ihrer schlichten Optik passen diese beiden Menüs nicht so recht in das Jahr 2008, vor allem im Hinblick auf die Konkurrenten iPhone und Touch Diamond.
Hübsch gelungen ist hingegen die automatische Bildschirmdrehung. Sie wird cineastisch und ruckelfrei initiiert, sobald das Handy gedreht wird. Bei anderen Herstellern darf ein Handy nur in eine Richtung und schon gar nicht auf den Kopf gedreht werden, dem Omnia ist das bis auf den Kameramodus egal. Selbst nach einer Drehung um 180 Grad wird das Bild anschließend wieder eingenordet.
Doch das war es auch schon mit der intuitiven Bedienung. Tiefere Eingriffe in die Einstellungen des Omnia führen unweigerlich in die Windows-Menüs, die mit ihrem tristen Weiß und winziger Schrift selbst auf dem großen Display des i900 Augenschmerzen verursachen. Optionen müssen hier immer wieder mit einem winzigen Häkchen in einem Kästchen bestätigt werden. Dafür hat Samsung eine Lösung parat: hält man die Lautstärkewippe gedrückt, zoomt der Bildschirminhalt, Schriften werden so besser lesbar. Statt mit den Fingern muss man das Smartphone dann mit dem Touchpad steuern.
Beim Transport in der Hosentasche treten Probleme auf. Die Displaysperre wird durch einen längeren Druck auf die Auflegen-Taste wieder rückgängig gemacht. Daher kam es häufiger vor, dass Klickgeräusche aus der Hosentasche darauf aufmerksam machten, dass man sich gerade ungewollt kreuz und quer durch Windows-Menüs hangelte. Stromfressend, nervig und besonders dann ärgerlich, wenn zufällig wichtige Funktionen verstellt werden.
Mangels alternativer Betriebssysteme musste Samsung zwangsläufig auf Windows Mobile setzen. Dass das nur eine Notlösung ist, hat wohl auch der Hersteller eingesehen und die Unzulänglichkeiten von Microsofts Betriebssystem mit einer eigenen grafischen Oberfläche auszumerzen versucht. Doch diese Eingriffe sind leider wortwörtlich zu oberflächlich. Ausschließliche Fingerbenutzung ist nur auf dem Startbildschirm und in ausgewählten Programmen möglich. Mit zwei Wörtern zusammengefasst lautet das Hauptproblem des Omnia: Windows Mobile. top
man hätte die einstellungen des omnia´s mal durchlesen sollen, dass man alles (zuweisungen) variieren kann.
..naja-mäßiger test.
Also ich find er sooooooooo mies und soooo shcieße machmal auch finde ich seite hier scheiße die stinkt nach tunfisch aber egal mach bissien pafürm rauf dannn sintkt noch mahhhjrjfidousa
Habe mir ein gebrauchtes Omnia zugelegt,leider kann ich die schlechte WLan Leistung nur bestätigen. Ansonsten ist das Gerät aber Super.
Also, ich will es mir gerne zulegen,aber wenn ich immer höre, wie lahm und träge die Internetverbindung durch WLan ist, dann änder ich immer meine Meinung! Ist die Internetverbindung wirklich so schlimm? Mir ist die schnelle internetverbindung am wichtigstens! es sollte um die 10 sekunden dauern aber mit wlan. Was meinen die, die das gerät schon besitzen?
mfg
Omnia gibt Vibrationsfeedback. Einstellen ))
startmenü geht bei mir bei geöffnetem route66 und weiterer programme in 1s auf.. bin 4mal schneller.. komisch :D:D