Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 

Das erste Walkman-Handy mit GPS Sony Ericsson W760i

Kamerafunktionen

Sony Ericsson W760i Kameravorschau | Foto: AMB

Beim Fotografieren wird sehr schnell deutlich, dass die W760i-Kamera allenfalls für einfachste Schnappschüsse taugt. Sie knipst zwar mit einer Auflösung von 3,2 Megapixeln, verfügt aber weder über Blitzlicht, noch über Autofokus.

In knapp vier Sekunden ist das Handy bereit zum Fotografieren. Es gibt keine spezielle Auslösetaste, man kommt nur über das Hauptmenü in die Kameravorschau. Dabei wird der Slider senkrecht gehalten, als Auslöser fungiert der kreisrunde Bestätigungsknopf.

Unter "Optionen" findet man zusätzliche Fotoeffekte und Knipsmethoden. Extravagante Einfärbung oder Schwarzweiß, eine Panoramafunktion mit drei zusammengerechneten Bildern, Serien und Selbstauslöser lassen sich hier aktivieren.

Der Entstehungsort des Fotos in Google Maps | Foto: AMB

Eine ruhige Hand ist bei schlechten Lichtverhältnissen gefragt. Da der kleine Fotochip das fehlende Licht mit immer längeren Belichtungszeiten kompensiert, sind scharfe Bilder ohne feste Auflage kaum möglich. Aber mehr als Schnappschüsse sind mit dem W760i ohnehin nicht drin. Details verlieren bei Vergrößerung schnell an Kontur, Farben werden vor allem in den Randbereichen stark überzeichnet. Wer ein Fotohandy sucht, sollte einen Bogen um das Walkman-Handy machen.

Viel spannender als die Qualität der W760i-Fotos ist die Möglichkeit, sich später auf der Karte anzuschauen, wo sie geknipst wurden. Dazu werden die Fotos mit GPS-Positionsdaten versehen. Das sogenannte Geotagging findet man auch auf dem Nokia N78 oder dem Sony Ericsson C702. Schnappschüsse gelingen so allerdings nicht, man muss solange warten, bis der GPS-Fix erfolgt. In der Regel dauert das 1-2 Minuten, ein entsprechendes Satelliten-Symbol in der Kameravorschau signalisiert dem Nutzer, ob das Handy die eigene Position erfolgreich bestimmt hat. Falls man schon vorher drauflosknipst, dann wird die Position grob über die Mobilfunkzellenortung geschätzt. In der Bildergalerie genügt dann ein Klick auf "Auf Karte zeigen" und der Entstehungsort des Fotos wird in Google Maps entweder auf den Meter genau oder in einem 700-Meter-Radius angezeigt.

Die Bildergalerie bietet aber noch mehr. Die Fotoserie über den Zusammenbau des neuen Ikea-Schranks kann etwa im Diashow-Programm "X-Pict" mit Musik untermalt werden. Die Software kombiniert emotional gefärbte Klavierakkorde mit der Bildpräsentation zusammen. Ob er seinen neuen Schrank als traurig oder energiegeladen empfindet, kann der Nutzer dann selbst festlegen.

Videos werden mit 320x240 Pixeln im Containerformat .mp4 abgespeichert. Wahlweise kann man sie auch auf MMS-Größe begrenzen. Für Spaß sorgt dann der VideoDJ. Damit können die witzigsten Szenen einer Party kurz aneinandergeschnitten werden und ohne Umschweife ins Netz zu einem Blog wandern.

Ist das Motiv erst einmal im Kasten, dient die Anwendung Photofix zur automatischen Farb- und Helligkeitsanpassung. Mit der funktionsreichen Bildbearbeitung PhotoDJ bekommt auch der Fotoblog sein Futter. Die spielerisch leichte Bedienung wird nur durch die ewig langen Speicherzeiten der Ergebnisse getrübt. top

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

Musikplayer | Foto: AMB

Musikbibliothek | Foto: AMB

Equalizer | Foto: AMB

UKW-Radio | Foto: AMB

Mit der 1 Gigabyte großen M2-Karte gibt's schon mal genug Platz für die mobile Unterhaltung. Wem das nicht reicht, der bekommt eine 8-Gigabyte-Karte schon für deutlich unter 50 Euro. In der Musikbibliothek geht die Übersicht auch bei mehreren 100 Songs nicht verloren. Neben den üblichen Einteilungen in Interpret oder Genre bindet die Benutzeroberfläche auch Podcasts und Hörbücher ein. Podcasts lassen sich allerdings nur auf dem PC verwalten und aktualisieren.

Musikstücke werden - wie auch schon beim W910i detailliert beschrieben - mittels SenseMe analysiert und Stimmungen und Geschwindigkeiten zugeordnet. Danach entscheidet der Nutzer mit einem Auswahlkreis über der Stimmungslandschaft, ob er traurige oder doch lieber positive Musik hören möchte. Bevor die Tracks in die Auswahl eingefügt werden, muss man seine Sammlung mit dem SenseMe-Analyzer zu erfassen. Wer seine komplette Sammlung analysieren lassen will, muss aber etwas Zeit mitbringen, pro Track dauert das ungefähr 10 Sekunden.

Den Dienst TrackID findet man auf den meisten Handys von Sony Ericsson. Kurze Mitschnitte eines Musikstücks aus dem Radio oder über das Mikrofon werden an eine Webseite geschickt, die Titel und Interpret an den Nutzer zurücksendet. Das ist bis auf die anfallenden Datenkosten gratis. Bei den bekannteren Stücken funktioniert es ganz gut.

Die wichtigsten Funktionen zur Steuerung des Players sind in den Steuerring unter dem Display integriert. Die Lautstärke wird mit einer Kette von grünen Punkten angezeigt, sobald die Lautstärkewippe betätigt wird, allerdings nur während der Wiedergabe. Auch die Verwendung von Shake Control ist möglich. Bei gedrückter Walkmantaste verändert sich die Lautstärke durch den vertikalen Neigungswinkel. Streckt man seine Hand langsam nach vorne, wird die Musik leiser, kommt das W760i in die Senkrechte, dreht es voll auf. Das funktioniert auch bei gesperrten Tasten.

Auch das Skippen von Songs ist mit Shake Control möglich, jedoch braucht es etwas Übung. Vor allem Grobmotoriker sollten dabei Abstand von Kaffeetassen, Chinavasen oder Blaubeersirupflaschen nehmen. Wirklich nachvollziehbar an der Steuermethode ist lediglich, dass das W760i sich durch hin- und herschütteln verwirren lässt und den nächstbesten Song abspielt. Das geht bei der Stereoanlage zu Hause nicht wirklich.

Man kann seine Musik auch aus Loops selbst zusammenstellen. Der MusicDJ bringt etliche Bausteine mit, aus denen man seinen Klingelton zusammenzubastelt. Auch wenn das Ergebnis keinen vom Hocker hauen dürfte, Spaß macht das Spielen damit allemal. Wer selbst etwas aufnehmen möchte, kann seine Umgebung mit dem Rekorder mitschneiden.

Das Radio empfängt RDS-Infos wie Sendernamen und Alternativfrequenzen (AF) zum Sender über die Headset-Antenne. Radio oder Player laufen auch in Hintergrund weiter.

Der Sound des W760i ist auch mit den Fingern spürbar bei der Bedienung der Steuertasten, da sich die Stereolautsprecher direkt neben dem Steuerkreuz unter den Ruftasten befinden. Die bringen das W760i zwar zum Rocken, bzw. Wackeln und Vibrieren, doch die Maximallautstärke übertönt vergleichbare Geräte nicht. Die Soundqualität ist aber brillant und liefert beeindruckend transparente Höhen. Ein Spatialeffekt erzeugt eine deutlich wahrnehmbare, angenehme Erweiterung des Stereofelds. Leider vermisst man recht schnell die Frequenzen unterhalb des Flüsterspektrums. Wer dann noch am Sound tüfteln möchte, kann mit dem Equalizer noch einiges aus dem Ton rausholen.

Wer ohnehin die meiste Zeit über Kopfhörer Musik genießt, freut sich über die mit einem ordentlichem Rumms ausgestatteten Bass Reflex-Ohrstecker. Die machen richtig Spaß und liefern anständigen Sound, ohne auf die "in-Ear"-Technik zurückgreifen zu müssen. So werden auch Nebengeräusche nicht gänzlich ausgeblendet, was vor allem im Straßenverkehr sicherer ist. Über Bluetooth lässt sich außerdem ein A2DP-Headset anschließen.

Organisieren kann man seine Songbibliothek am besten auf dem PC. Wer nur den Windows Media Player ohne DRM-Dateien zum Kopieren nutzt, für den reicht der Massenspeichermodus vollkommen aus. Albumcover werden dann allerdings nicht mitsynchronisiert.

Wer Sony Ericssons Media Manager verwenden will, muss Apples Quicktime Player installieren. Das ist schade, da Apples Software mehr nervt als nutzt. Die Funktionsvielfalt und Benutzerfreundlichkeit des Media Managers entschädigen aber dafür. Übersichtlich ordnet das Programm die Medientypen in Fotos, Videos, Musik, etc. Großflächige Icons weisen den Weg zum entsprechenden Ordner. Dann finden die Dateien ganz einfach per Drag&Drop aufs Handy. Wer keine DRM-Dateien hat, für den reicht der Massenspeichermodus aus. Im Gegensatz zum Windows Media Player synchronisiert der Media Manager die Albumcover gleich mit.

Etwas schwierig gestaltet sich die Podcast-Organisation. Zu viele Formate und Kompatibilitäten machen es zur Glückssache, ob ein Podcast als solcher erkannt wird oder nicht. Selbst bei den vom Media Manager selbst angebotenen Casts kam es zu einer Inkompatibilitätswarnung, obwohl wir das Video im Player des Media Managers selbst ohne Probleme ansehen konnten. Trotz so mancher Ungereimtheit und einer halben Minute Wartezeit - solange braucht das W760i, um aus dem Massenspeichermodus wieder zu erwachen - kann man mit dem Media Manager eine Menge mehr machen, als mit vergleichbaren Anwendungen. top

Sony Ericsson Media Manager | Foto: AMB

 
Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Lesen Sie alle 20 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 16.10.10 12:31 Anonymous (Gast)
    sim karten fach

    wie kann man denn bei diesem Handy die sim karte wechseln? ich bekomm meine alte nicht aus dem Fach raus... gibt´s da nen Knopf, dass der obere deckel abspringt oder muss man mit gewalt ran?
    Bitte schnellsmöglich um hilfe! :)

  2. 06.04.10 14:21 Anonymous (Gast)
    alles. nur nicht das

    ich will ja nichts sagen, aber ich habe mit dem handy nur probleme. es hängt sich auf. liest die speicherkarte nicht mehr und das schon nach nur 2monaten kauf. mittlerweile liegt es nur noch im schrank, da es ni cht mal mehr die sim-karte lesen kann und somit ein telefonieren und sms schreiben unmöglich ist. ich ärger mich ziemlich, da ich mehr von diesem handy erwartet habe. falls ihr denkt ich wäre die einzige muss ich euch leider enttäuschen. freunde von mir besitzen das gleiche modell und können ebenfalls ein leidenslied davon singen. man hat leider mehr ärger als spaß mit dem handy. gerade mal die reichhaltigen spiele sind ein vorteil. ich würde es mir jedenfalls nicht noch ein mal holen und nur jeden davon abhalten es zu kaufen. und ich bin nicht der typ, der handys ab und an mal an die wand wirft. im gegenteil ! ( im übrigen kann mein nokia von vor 10jahren mittlerweile mehr als dieses handy. wie gesagt : komplett funktionslos ! )

  3. 11.06.09 20:41 ba001 (Gast)

    Ich frage mich immer, wer dieser geniale Mensch ist, der auf ein paar Zentimetern Display 300000 von 16000000 Farben unterscheiden kann.....Respekt vor dieser Person...
    Und im Übrigen, das Handy vom Wühltisch kann ich im w910i bestätigen, aber das W760i wirkt in silber ausgesprochen hochwertig und weist eine sehr gute Verarbeitung auf. Warum sind bloß alle Menschen so Pianolack-geil?

  4. 25.09.08 18:36 Wützchen89 (Gast)

    Hallo...Eine Frage zu dem Handy:
    Wenn man das Kameramenü startet,dreht es sich dann nich in die Vertikale wie sonst immer bei Sony?

  5. 11.09.08 15:24 Anonymous (Gast)

    Hallo zusammen.
    Gibts es für das Handy auch einen Video-Test? Würde mich sher freuen da ich vorhab mir das Handy anzuschaffen :) MFG

  6. 07.09.08 13:55 Dr.med. den Rasen

    Dem Adapterproblem stimme ich zu, bei angeschlossenen Kopfhörern das Handy in die Hosentasche zu stecken, stellt sich als sehr kompliziert heraus.
    Auch die seitliche Platzierung des Adapters ist wenig durchdacht; der Musikplayer merkt, wenn das Handy seitlich gekippt ist und dreht das Bild automatisch seitwärts, dumm nur, dass man das Handy nicht auf der Seite stehen/liegen lassen kann, der Stecker ist im Weg...
    Dem Bericht zu den Fotos muss ich leider völlig widersprechen, mit dem W760i habe ich schon sehr viele geniale scharfe (sofern man nicht zu nah an das Bild heran zoomt) Fotos geschossen, Schnappschüsse, die auch gelungen sind ohne eine feste Auflage zu haben! Dennoch lässt die Panoramafunktion etwas zu wünschen übrig, da der Benutzer bei der Aneinanderreihung der Bilder völlig auf sich alleine gestellt ist und es fast unmöglich ist so einen sauberen Übergang zu bekommen. Einige meiner Bilder habe ich bereits hochgeladen.
    Für einfache Fotos ist das W760i sehr gut! Das Wichtigste am Walkmanhandy, der Musikplayer, ist wie immer bei Sony Ericson sehr gut gelungen. Die Musik läuft immer flüssig, selbst beim gleichzeitigen Öffnen anderer Anwendungen. Besonders die Speichererweiterung, laut Hersteller bis zu 4GB ist sehr verlockend.
    Insgesamt bin ich mit diesem stylischen und vielseitigen Entertainmenthandy mehr als zufrieden.

antworten
Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte