Auf der IFA hat Motorola sein neues Spitzenmodell ZN5 präsentiert. "Endlich ein Handy von Motorola das Nokia und Co. Paroli bietet", lautete der erste Kommentar zu unserer Meldung über das auch Motozine genannte Handy. "Darauf haben wir gewartet, die Nseries kann einpacken!!!" Dieser Jubelkommentar mag vielleicht auf die Kamera zutreffen, aber sonst ist er wenig berechtigt. Ende September soll es in Deutschland auf den Markt kommen und 349 Euro kosten.
Nimmt man das ZN5 in die Hand, dann fühlt es sich billig an, auch wenn die Pressefotos erst das Gegenteil vermuten ließen. Die graue Plastikoberfläche mit den eingelassenen Glitzersteinchen wirkt nicht gerade elegant. Erst spät erschließt sich, dass die Glasnippel, an denen der Fingernagel hängen bleibt, die Zifferntasten sind. Das Tippen damit ist gewöhnungsbedürftig und wirkt auch nach längerem Ausprobieren noch unbequem. Man muss ziemlich fest drücken, bevor die Tastatur überhaupt reagiert. Insgesamt erscheint das Motozine wie eine Plastikbomber-Ausgabe des Rokr E8, bei dem die vergleichbaren Noppen zum Tippen wenigstens aus einer schicken, glänzend-schwarzen Kunststoffoberfläche schauen.
Der runde Navigator unter dem Display lässt sich durch seine scharfe Kante einfach finden, ohne dass man unbedingt auf das Handy schauen muss. Er lässt sich flüssig bedienen und leitet den Nutzer durch die neun Ordner, in die das runde Menü auf dem Startbildschirm eingeteilt ist. Nach einer kurzen Einarbeitung findet man sich sehr gut darin zurecht.
Auf die graue Tastatur-Oberfläche sind kleine Symbole in lila und schwarz gedruckt. Ein Berg, zwei Männchen und ein Mülleimer markieren verschiedene Kamera-Funktionen. Sie sind das Highlight des neuen Modells. Die vom Traditionshersteller Carl Zeiss stammende Optik sorgt schon in Nokias Nseries für gute Fotos und die Bildsoftware stammt von Kodak, die schon über 100 Jahre Fotoerfahrung haben. Die Autofokus-Kamera ist mit einem 5-Megapixel-Sensor und einem Xenon-Blitz ausgestattet. Laut Motorolas Presseinfo soll sie sehr schnell sein und andere Tester konnten das in ihren Versuchen auch bestätigen. Selbst bei gedämpftem Licht soll die Kamera in Millisekunden scharf stellen und sofort auslösen.
Darüber hinaus bietet sie interessante Bildmodi wie Panorama und Multishot. Ein Druck auf den violetten Knopf an der Schmalseite löst damit gleich mehrere Fotos aus. Als Verschlusszeit gibt Motorola 1/60 bis 1/1.000 Sekunden an, die kleinste Blendenöffnung liegt bei 2,8. Das ist extrem lichtstark für so eine kleine Kamera. Für besonders dunkle Aufnahmen gibt es einen Nachtmodus und zusätzlich kann der Nutzer noch einen Xenon-Blitz zuschalten. Seine Reichweite beträgt etwa 2,5 Meter.
Die fertigen Fotos lassen sich dann auf eine Website von Kodak laden. Dafür gibt es ein prominentes Icon oben links im Menü, hinter dem sich viele Funktionen verbergen. Die Fotos können bei Kodak veröffentlicht werden, damit Freunde sie sehen und Abzüge bestellen können. Bei dem Modell für Deutschland sollen später auch andere Bilderdienste wie beispielsweise Flickr anwählbar sein.
Die vorinstallierte Software besteht aus Java-Programmen und lässt in einigen Fällen zu wünschen übrig. Als Multifunktionsanwendung ist Shozu vorinstalliert, mit der man auf dem Handy angefertigte Texte, Filme und Fotos zu Services wie Youtube, Facebook oder Blogger hochladen kann. Das Öffnen der Software mussten wir aber nach zwei Minuten abbrechen, weil die das Shozu-Programm einfach nicht aufging. Es macht ziemlich müde, ewig lang auf einen kleinen Bildschirm zu sehen, auf dem "Ladenanwendung" steht. Dabei dürfte es sich um einen Übersetzungsfehler handeln, denn Shozu ist zwar ein Multifunktionswerkzeug aber sicher keine Ladenanwendung, über die man etwas kaufen kann.
Als besonders spannende Java-Anwendung auf dem Motozine empfahl die nette Dame am Stand von Motorola das Uraltspiel Tetris. Seit seiner ersten Version hat es schon 23 Jahre auf dem Buckel und funktioniert seitdem unverändert: Klötzchen fallen, Klötzchen schieben, Klötzchen einbauen. Zwar stammt die Version auf dem ZN5 von der Softwarefirma Electronic Arts, die für erfolgreiche Games wie Fifa Football oder Need for Speed bekannt ist, doch davon wird die Klötzchenschieberei auch nicht spannender. Aber für ein kleines Spielchen in der U-Bahn reicht es es allemal.
Das Motorola ZN5 bietet sich auch zum Musikhören an. Glücklicherweise hat das Handy einen 3,5 Millimeter breiten Klinkenstecker, wie ihn Motorola sonst nur bei seiner Musikhandy-Serie Rokr einbaut. Damit lassen sich Standardkopförer anschließen, zur Not auch die richtig dicken DJ-Dinger, die das Gelaber von anstrengenden Mitfahrern fernhalten und ordentlich Druck auf den Ohren machen. Zum Abspielen von Songs in den verschiedensten Formaten dient der Windows Media Player 11 und zum Hören von aktuellen Nachrichten ist noch ein UKW-Radio eingebaut.
Die Menüs des Players sehen eher schlicht aus, aber sie erfüllen ihre Funktion. Vorausgesetzt natürlich, dass man endlich begriffen hat, welche der Tasten-Noppen für welche Funktion dient. Die Cover zu den Songs hat Testgerät allerdings nicht angezeigt. Vielleicht lag das aber nur daran, dass die notwendigem Grafiken nicht auf das ZN5 geladen waren. Der Browser soll echte HTML-Seiten anzeigen können, nicht nur mobile WAP-Seiten, doch das konnten wir nicht ausprobieren. Motorola hatte keine SIM-Karte eingelegt und auch keinen anderen Internet-Zugang installiert. Sonst hätte man mit EDGE, GPRS oder WLAN surfen können. Das ZN5 unterstützt weder UMTS noch HSDPA, was das Hochladen von Fotos mit 5 Megapixeln Auflösung zur Geduldsprobe machen dürfte. Wenn der Upload immer warten muss, bis man zu Hause oder im Büro ins WLAN kann, dann ist die ganze Mobilfoto-Funktion ziemlich nutzlos. Wo es ein WLAN gibt, dort steht meistens auch ein Computer, an den der Fotograf sich direkt mit einem Kabel anschließen kann.
Aber insgesamt ist es natürlich eine Freude, dass Motorola überhaupt endlich ein WLAN-Handy auf den Markt gebracht hat. Der einstige Erfinder des Mobiltelefons liegt seit Jahren hinter anderen Herstellern zurück, wenn es um die Einführung von innovativen Funktionen in seinen Handys geht. Auch die stabilen Sprachverbindungen und die gute Tonqualität beim Telefonieren sind irgendwann kein großes Verkaufsargument mehr, wenn die modernen Nutzer fast nur noch E-Mails schreiben und durchs Internet surfen mit ihren Handys.
Motorola hat lange gebraucht, um endlich ein modernes Fotohandy zu präsentieren. Während die Amerikaner das ZN5 präsentieren, surfen die anderen Hersteller schon längst die Smartphone-Welle. Das ist der einzige Bereich im Markt für Mobilfunkgeräte, der im Moment ordentlich zulegt. Um 52 Prozent sollen die Verkäufe in diesem Jahr ansteigen, hat das Marktforschungsinstitut Gartner berechnet. Motorola ist in diesem Segment nur mit dem Q9 vertreten, das im Vergleich zu anderen Herstellern aussieht, als wäre es schon in den 90er Jahren entwickelt worden.
Das ZN5 ist als Kamera-Handy ganz akzeptabel, auch wenn es in einem uneleganten grauen Plastikgehäuse mit grünen, grauen, roten und lila Bedienelementen steckt. Ein paar feine Fotofunktionen wie Multishot, selbstauslösende Panoramabilder und viele Einstellmöglichkeiten machen das ZN5 vielseitiger als andere Knips-Handys. Die Bildqualität der Fotos reicht für dokumentarische Zwecke aus, kann aber trotz der hohen Auflösung keine Digitalkamera ersetzen. Die Bedienung des auf Montavista Linux beruhenden Betriebssystems ist besser als andere unlogische Menüführungen, die man in früher Jahren von Motorola erdulden musste. Der Mangel an UMTS und HSDPA ist aber ein klarer Minuspunkt, der sich durch WLAN nur wenig ausgleichen lässt. top
Also ich weiß nicht, auf welchem niveautechnischen Pflaster sich der o.g. Bericht bewegt. Ich finds echt unmöglich, ein solches Handy in dem Maße runterzumachen und die Arbeit der Moto-Entwickler auf eine solche Art und Weise zu bewerten. Ich habe oft genug gelesen, dass die Fotos von dem Gerät sich nicht vor Cybershot etc. verstecken müssen. Und außerdem ist Aussehen und Design definitiv individuell.Es soll auch noch Leutchen geben, die auf Design achten und für die ist Nokia ja wohl der allerletzte *****. Und im Übrigen immer dieser Hype um UMTS,HSDPA etc.. So ein unwichtiger *****. Wenn das Handy dies nicht unterstützt, dann ist das so und dann kauft ihr euch was anderes. Aber deshalb gleich das Gerät schlecht machen....
das design ist wirklich sehr schlecht... hallo?? es sollte doch wenigstens ein bischen gut aussehen, aber vom plastik mal abgesehn, die "steinchen-tastatur" ist doch echt süß... ausserdem, nokia besteht auch nur aus plastik und da verreist man sich nicht den mund, soso...
genauso sehe ich es auch!
Schwachsinn was hier erzählt wird, der unterschied zwischen 5 oder ein 8 megapixel Chip merkt mann einen deutlichen unterschid bei der Bildqualität, und beim ausdruck der Fotos merkt mann das deutlich ob es eine 2, 5, oder 8 Megapixel kamera ist.
Mich nervt eher diese ablehnende Berichterstattung von diesem komischen Vogel auf dem Bild.
Schau dir mal das iPhone an... wo ist da die innovation????
2MP Cam... kein normales Bluetooth. Ich liebe das iPhone, aber bei dir muss es echt schlecht abschneiden.
Und zu Moto: Die bauen nicht so einen Vollschrott wie z.B. nokia... und ich hatte letztes Jahr 12 Moto- und 5 Nokiageräte hier... sehr innovativ, aber Plastik-vollschrott!
Du hast so viel Ahnung von Handys wie eine Maus vom Kühe melken!!!
Also ich finde das konzept super!
1. ich nutze nur prepaid karten und da ist HDSPA fürn popo, da würde das sürfen in die tausende gehen für einen monat.
2. kaufe ich meine handys und währe ein smartfon für 400 bid 600 euro raus geworfenes geld.
3. W-Lan ist voll korekt das gibt mittlereweile an jeder ecke hotels tankstellen bahnhöfe fastfood ketten usw..
4. NOKIA ist für mich sowieso gestorben nach dem die hier alles zerbomt haben !!!!Solln doch die Rumänen und die Scandinavier die knochen kaufen.
Ich hab ein krazr und bin voll zufrieden hatte mal zwiechenzeitlich ein blackberry aber da sind die tasten rausgefallen.
Ich werde mir das motozine zn5 Kaufen