Die Kamera des Touch Pro knipst mit 3,2 Megapixel Auflösung und wird von Autofokus und LED-Leuchte unterstützt. Das ist eine klare Verbesserung gegenüber dem Touch Diamond, das mangels Blitzlicht bei schlechten Lichtverhältnissen völlig unbrauchbar ist.
Das LED-Fotolicht des Touch Pro ist aber nur ein schlechter Blitz-Ersatz. Wie unser Testfoto in völliger Dunkelheit belegt, garantiert es nicht einmal auf kurze Distanz eine halbwegs vernünftige Ausleuchtung der Motive. So dürfte die LED hauptsätzlich als Taschenlampenersatz ihr Dasein fristen, wenn etwa mal wieder das Schlüsselloch der heimischen Eingangstür in tiefe Schwärze getaucht ist.
Der Bildqualität bei Tageslicht-Aufnahmen tut das natürlich keinen Abbruch. Sie ist 3,2 Megapixeln angemessen, Bildschärfe und Farbtreue sind befriedigend. Dafür macht sich ein anderes Problem bemerkbar: wurden Aufnahmen mit dem Touch Diamond durchweg von einem milchigen Schleier überlagert, so geraten Fotos mit dem Touch Pro durch die Bank zu dunkel. Zwangsläufig leidet die Bilddynamik darunter, Einzelheiten bei dunklen Motiven verwaschen nahezu völlig zu einer undefinierten Fläche.
Videos werden mit maximal 352x288 Pixel (CIF) aufgenommen und wahlweise als H.263 oder MPEG4 codiert. Die Aufnahmelänge ist nur an den Speicher gekoppelt. Die Qualität hält sich allerdings in Grenzen, da hilft auch die sehr hohe Framerate nicht mehr.
Die Kamera wird genau wie beim Touch Diamond über den Touchscreen bedient, daher zitieren wir im Folgenden aus unserem Touch Diamond-Test. Wenn man während der Kameravorschau auf das Display tippt, dann legt sich eine breite Leiste mit drei Menüpunkten transparent über den unteren Displaybereich. Der Tipp auf das rechte Systemrad-Icon blendet ein fein gerendertes Menü mit sechs fingerfreundlichen Einträgen ein. Hier kann der Hobbyfotograf nach Herzenslust zahllose Einstellungen wie Weißabgleich, Auflösung oder Helligkeit vornehmen. Ebenfalls hier aktivierbar: ein Selbstauslöser für Gruppenfotos. Ein Panoramamodus oder Serienbild-Aufnahmen, wie sie die meisten Kamerahandys mittlerweile bieten, sind bei HTCs Supersmartphone allerdings nicht mit an Bord. Ein Tool zur nachträglichen Bildbearbeitung fehlt ebenfalls.
Der Menüpunkt "Fotos und Videos" ist ein Erlebnis für sich. Die Fotos werden schräg eingeblendet, als ob sie am Kaffeetisch herumgereicht werden. Streicht man mit dem Finger darüber, dann flattert das nächste Bild herein, tippt man darauf, wird es als Vollbild angezeigt. Entsprechend der Ausrichtung des Smartphones wechselt es automatisch vom Hochformat ins Querformat. Ein Dreh am Navigationsrad zoomt das Bild stufenlos heran, ein Fingerstreich über das Display startet eine kleine Animation, in der das nächste Foto seitlich ins Display wechselt. Das gleiche gilt auch für Videos, die in einer hübschen Galerie angezeigt werden. Das Display ist groß genug um die Bilder auch dem Freundeskreis direkt auf dem Smartphone zu zeigen. Die kleine Menüleiste, die sich transparent unter jedes Foto legt, wenn man im Vollbild-Modus darauf tippt, hält dafür die Funktion "Bildschirmpräsentation" bereit. Ein Tipp darauf, und das Touch Pro blättert automatisch in kurzen Intervallen und dezent animiert durch alle Fotos. Die Art der Übergänge und die Anzeigedauer bestimmt der Nutzer.
Alles bewegt sich flüssig und butterweich, Verzögerungen und Ruckler traten bei uns nicht auf. Und während man begeistert in der Galerie stöbert, vergisst man schnell, dass man es eigentlich mit einem trockenen Windows-Mobile Betriebssystem zu tun hat. HTC hat hier ganze Arbeit geleistet. top
Mit 512 Megabyte ist der interne Speicher wesentlich kleiner, als beim Touch Diamond mit seinen 4 Gigabyte, dafür können im Touch Pro microSD-Karten eingesetzt werden. Soundqualität und Bedienoberfläche sind identisch mit dem Schwestermodell Diamond, daher zitieren wir im Folgenden aus unserem Diamond-Test.
Am einfachsten kopiert man die Musik mit dem Windows Media Player 11 auf das Smartphone. Dank des schnellen USB2.0-Ports ist ein Song in wenigen Sekunden im Smartphone gelandet. Und wenn man danach den Menüpunkt Musik antippt, dann freut man sich über eine moderne 3D-Optik, die stark an Apples Cover Flow erinnert.
Beim Abspielen von Musik kann man zwar auch den Windows Media Player Mobile nutzen, den man im Programme-Ordner findet. Der Player von HTC ist aber in jeder Hinsicht die bessere Alternative. Es beginnt schon mit dem Ausgangsbildschirm. In einer hübschen 3D-Perspektive wird das aktuelle Albumcover großflächig dargestellt, daneben findet man drei fingerfreundliche Buttons zum Pausieren oder Skippen der Tracks. Ein vertikales Streichen mit dem Finger ist aber die elegantere Variante, um von einem Song zum nächsten zu wechseln.
Mit einem Druck auf den Eintrag "Bibliothek" verlässt man zwar die imposante 3D-Ansicht, die vielen Listenmenüs, die man nun vorfindet, wirken im Gegenzug aber sehr übersichtlich und ermöglichen eine bequeme Musikauswahl. Hier trifft man die altbekannten Verdächtigen. Songs können nach Interpret, Album, Genre und sogar Komponisten gefiltert werden, eigene Wiedergabelisten lassen sich problemlos erstellen und verwalten. Ein Extra-Filter zeigt die im Internet-Shop gekaufte, DRM-geschützte Musik an, die vom Touch Pro neben MP3s, AACs und WMAs ebenfalls anstandslos wiedergegeben wird. Ein Fingerstreich genügt, und die Liste scrollt rasend schnell nach oben oder unten durch. Verzögerungen gab es keine, einzig der Aufbau der Thumbnails für die Plattencover war mitunter um einige Sekunden verzögert.
HTC spendiert dem Smartphone sogar einen 10-Band Equalizer, bei dem man entweder auf eines der 20 Klangprofile (!) zurück greift, oder frei an den Frequenzbändern herum spielen kann. Er funktionert nur bei angeschlossenem Headset. Und da sind wie bei der größten Schwäche des schicken Touch Pro-Musikplayers angelangt. Die Lautstärke der Kopfhörer ist im Vergleich zu anderen Handys viel zu leise, und da sie über den miniUSB-Port eingestöpselt werden, kann man leider auch keine anderen anschließen. Der Klang ist trotz Equalizer immer zu dünn und höhenlastig.
Alternativ kann man das Radio einschalten oder seine Lieblings-Sendungen als Podcast anhören. Der vorinstallierte RSS Hub ist einer der besten Podcast-Clients, die derzeit erhältlich sind. Feeds und Podcasts lassen sich sogar als OPML-Datei imortieren und exportieren - ein Feature, auf das man bei Nokias S60 Podcast-Client immer noch warten muss. Übersichtlich werden die einzelnen Kanäle angezeigt. Der Nutzer kann selbst bestimmen in welchen Intervallen die Feeds abonniert werden sollen.
Der Client schluckt auch problemlos Video-Podcasts. Für
Videofreunde gibt es aber noch etwas viel besseres:
YouTube. Das der Browser kein Flash
darstellen kann, installiert HTC beim Touch Pro - genauso
wie Apple beim iPhone - einen speziellen Client, der die
gesamte Youtube-Palette beherrscht und sich sogar noch
viel einfacher bedienen lässt, als über einen
Internet-Browser. Bei einer bestehenden HSDPA- oder
WLAN-Verbindung flitzen die Filme flüssig und
fast ohne Ladezeiten über den Bildschirm.
top
Ich denke auch : fotografieren oder gute fotos gehen nur mit ner gescheiten cam! Draussen bei sonnenschein mag das ja auch alles noch gehen! Sobald es dunkel wird oder innen versagt fast jedes handy! Ausserdem richtet sich der htc ja nicht an fotografen!es ist ein business gerät..zum bearbeiten usw! Keine digi cam oder mp3 player! Das sind nette nebensächlickeiten des gerätes! Windows mobile bietet halt mehr office! Wer seinen pc zu haus mit windows nur zum spielen oder musik hören nutzt sollte doch eher andere symbian handys mal in betracht ziehen!
Ich denke es ist ein top gerät! Die bemerkung zu dick!? Nun die nokia fraktion ist als n96 auch nicht dünner! Und je dünner die handys werden,je mehr leidet finde ich die tägliche handhabung! Touchflow ist ok! Und die möglichkeit sein handy nach eigenen vorstellungen zu gestallten mit zusatzprogrammen sehr gross!
man kann bei diesem Teil überhaupt nichts positiv hervorheben...das ist ein gebundelter Hard und Softwaremüll. Touchflow ist viel zu träge, gepaart mit windowsmobile sowieso. die Kamerafunktion ist ein Witz, die Sprachqualität mies, Systemabstürze keine Seltenheit, viel zu schwer, mal schnell mit einer Hand aus den Kontakten jemanden auswählen und anrufen...unmöglich. Sorry, der TouchPro sieht genial aus....aber mehr leider auch nicht.
Ich möchte mich für den sehr ausführlichen Testbericht bedanken. Gelesen habe ich ihn, als ich bereits ein HTC Touch Pro mein eigen nennen konnte (O2-Variante mit TT7). Der Bericht hat mir allerdings meine eigenen Eindrücke zum Telefon bestätigt ? und das ist ja auch etwas! ;)
Erst mal super Testbericht. Ist es so daß HCT touch pro und Xda Diamond pro und wie sie alle heißen identisch sind, außer daß beim HCT kein TT7 drauf vorinstalliert ist?
Unfassbar, was hier manche für einen Müll ablassen.
WM ist auch was für Leute, die ein bisschen in der Materie stecken und das Handy niemals im Auslieferungszustand lassen würden.
Das Handy ist wie schon gesagt keine Kamera und auch kein ipod.
Habe Gerät als MDA Vario 4 seit dem es rausgekommen ist & sehe in diesem Segment immernoch keine Konkurrenz.
Wie soll das Gerät auch viel dünner sein, wenn eine wirklich VOLLWERTIGE Tastatur verbaut ist?
Wer keine Ahnung davon hat sollte vllt. lieber auf das für einfach gestrikte User " iPhone" umsteigen, bevor er hier nicht vergleichbare Features heranzieht ablässt.