Mit dem 6110 Navigator brachte Nokia vor einem Jahr das erste auf Navigation spezialisierte Handy auf den Markt. Inzwischen verfügen immer mehr Mobiltelefone über GPS und können mit entsprechender Software zuverlässig navigieren. Was hat das neue Nokia 6210 Navigator also Besonderes zu bieten?
Mit Standards wie Gebrauchsanweisung, Ladegerät und Kabelheadset bedient Nokia nur die Grundbedürfnisse des Käufers. Eine Speicherkarte ist wegen der Kartensoftware Pflichtbeigabe, der Großteil des 1-Gigabyte-Speichers wird von ihr in Anspruch genommen.
Wie schon der Vorgänger präsentiert sich das Nokia 6210 als Slider. Haftete dem älteren 6110 noch Babyspeck an (101x49x20 Millimeter, 125 Gramm), so haben die Designer den neuen Navigator einer Schlankheitskur unterzogen. Das Nokia 6210 ist nur noch 14,9 Millimeter dick. Im Zusammenspiel mit den abgerundeten Ecken vergisst man schnell die 117 Gramm, die das Navi-Handy auf die Waage bringt, obwohl das Gehäuse nur aus Kunststoff besteht.
Billig wirkt das Nokia 6210 Navigator dennoch nicht. Besonders die klavierlack-schwarze Front sieht elegant aus, die für Nokia-Verhältnisse gute Verarbeitung trägt ihren Teil zum gefälligen Ersteindruck bei. Den einzigen äußeren Hinweis auf die Navigations-Fähigkeiten des Handys gibt die kleine, blaue Windrose unter dem dem Navkey. Bei aktiviertem GPS blinkt sie blau.
Doch das Material des Nokia 6210 ist sehr kratzanfällig. Schon nach wenigen Wochen verzeichneten wir viele Kratzer auf Display und Umrandung. Die matt-braune Hartplastik-Rückseite ist robuster, wirkt dafür aber viel billiger, als die glänzende Front.
Ein Loch im Akkudeckel erlaubt der Kamera den Blick nach außen und ermöglicht das Eindringen von Staub und Schmutz. Das Entfernen der Akkuabdeckung ist sehr umständlich und erfordert einige Kraft. Glücklicherweise erreicht man den seitlich angebrachten microSD-Kartenslot, ohne den Akkudeckel entfernen zu müssen.
Obwohl die Verarbeitung durch gleichmäßige Spaltmaße und ordentliche Verschlusskappen des USB- und Kartensteckplatzes gut gefällt, offenbart genaueres Hinsehen typische Nokia-Defizite. Das präzise in den Endpositionen einrastende Slideroberteil gleitet zwar beinahe in Samsung-Qualität auf und zu, allerdings wippt das ganze Oberteil selbst im geschlossenen Zustand auf und ab, sobald man eine der dort angebrachten Tasten drückt.
Eine Displaydiagonale von 6,1 Zentimeter (2,4 Zoll) entspricht dem derzeitigen Durchschnitt, die Auflösung von 240x320 Pixel ebenfalls. Die Farbtiefe von 16,7 Millionen Farben, die das Display des Nokia 6210 bietet, ist hingegen herstellerübergreifend immer noch kein Standard.
Als Navigationshilfe wäre ein größeres Display für das Nokia 6210 wünschenswert gewesen. Für die normalen Aufgaben ist es allerdings nicht nur auf dem Papier gut gerüstet, sondern schlägt sich auch im Alltag in Bezug auf Bildschärfe, Farbwiedergabe und Kontrast hervorragend.
Die Tastatur lässt sich dank des extrem kurzen Tastenhubs und der knackigen Druckpunkte gut bedienen. Man muss beim SMS-Tippen aber immer genau hinschauen: Da die einzelnen Tasten des Ziffernblocks in einer Tasten-Matte zusammenhängen und sehr glatt sind, leidet die Erfühlbarkeit. Das gilt aber nicht für den Navkey und die umliegenden Tasten. Wenn man auf die blaue Windrose drückt, dann gelangt man direkt zur Navi-Anwendung Maps 2.0.
Alle Menütasten unter dem Display lassen sich sehr gut erfühlen und durch den präzisen Druckpunkt auch optimal bedienen. Die Tastaturbeleuchtung gefällt mit ihrem modernen Blau und besticht durch die gleichmäßige und helle Ausleuchtung. top
Geht jetzt
Ja klar, aber da mein Hauptaugenmerk auf den Musikfunktionen liegt, würde ich mich eher bei Walkman Handys umschauen (z.B. eben das W980) als bei den Navigators von Nokia. Deswegen. :)
Gruß.
Wieso kann man beim Blackberry Bold-Testbericht keine Kommentare schreiben?