Der Fokus liegt beim Nokia 6210 auf der Navigation. Zu diesem Zweck packt der Hersteller einen leistungsstarken AGPS-Chip in das Slider-Gehäuse, als Karten- und Navigationssoftware dient Nokia Maps in Version 2.0. Die hebt sich hauptsächlich durch zwei Neuerungen vom Vorgänger ab: es gibt nun einen Fußgängermodus, der auch Einbahnstraßen oder Fußwege in Parks in die Routenführung mit einbezieht und die Karten lassen sich jetzt auch fotorealistisch wie bei Google Maps darstellen.
Letzteres soll der Orientierung dienen, dabei muss man aber berücksichtigen, dass entsprechende Satellitenbilder nur alle paar Jahre aktualisiert werden. Außerdem sind solche Fotos nicht mit der Kartensoftware abgespeichert, sondern werden extra aus dem Internet geladen. Dabei können aber Kosten für die mobile Datenverbindung anfallen.
Auch die sprachgeführte Routennavigation kostet Geld, sobald man die kostenlose Testphase von einem halben Jahr nach Kauf des Handys überschreitet. Dann fallen je nach gewähltem Zeitraum (von drei Tagen bis zu einem Jahr) Kosten zwischen 4 und 60 Euro an. Die Navigation mit dem Nokia 6210 funktioniert nahezu einwandfrei. Erlaubt man dem Handy, Zusatzinformationen aus dem Internet herunterzuladen (A-GPS), erfolgt der Satellitenfix nach wenigen Sekunden und bleibt danach sehr stabil. Trotz des vergleichsweise kleinen Displays werden alle wesentlichen Informationen übersichtlich angezeigt, der Richtungspfeil beim Abbiegen, den man auch von echten Navis kennt, wird optimal durch frühzeitige Sprachanweisungen unterstützt. Dennoch kam es während der Testphase vor, dass das Nokia 6210 zum Abbiegen aufforderte, obwohl dort keine Straße war, auch Hausnummern wurden nicht immer exakt positioniert. In den meisten Fällen führte uns das Nokia 6210 Navigator allerdings zuverlässig zum Ziel. Der Fußgängermodus, der von einem kleinen Kompass unterstützt wird, macht das Nokia 6210 zu einem beinahe perfekten Begleiter im Großstadtdschungel. Nokia N78 und Nokia 6220 classic bieten die Kompass-Funktion nicht. Brücken oder Unterführungen kennt Maps 2.0 zwar nicht, dafür reagieren Software und Handy selbst bei Drehungen auf der Stelle nahezu verzögerungsfrei. Größtes Manko bei der Navigation ist der Akku. Nach maximal 1,5 Stunden ist beim Nokia 6210 Schluss, fürs Auto empfiehlt sich daher bei häufiger Nutzung der Zukauf eines Car-Kits. top
Von den mageren 3D-Ergebnissen im Benchmark sollte sich niemand täuschen lassen. Satte 501 Punkte im 2D-Test belegen, dass das Nokia 6210 Navigator in den Menüs schnell reagiert. Die Menüs fliegen ruckelfrei über den Bildschirm, selbst wenn mehrere Programme gleichzeitig aktiv sind, so dass der Taskmanager kaum zum Einsatz kommt.
Dank des Smartphone-Betriebssystems Symbian S60 können neben Zusatzprogrammen auch weitere Themes auf dem Handy installiert werden, denn davon bietet Nokia nur vier Stück an. Viel mehr Situationsprofile gibt es auch nicht, allerdings ist unter ihnen auch der wichtige Offline-Modus, außerdem dürfen alle völlig frei modifiziert und maximal 26 Stück selbst erstellt werden.
Die generelle Bedienung stellt S60-Veteranen vor keine Probleme, Neulinge auf diesem Gebiet dürften sich schnell eingearbeitet haben - dank des überwiegend logischen Aufbaus der Menüs auch ohne Handbuch. top
Geht jetzt
Ja klar, aber da mein Hauptaugenmerk auf den Musikfunktionen liegt, würde ich mich eher bei Walkman Handys umschauen (z.B. eben das W980) als bei den Navigators von Nokia. Deswegen. :)
Gruß.
Wieso kann man beim Blackberry Bold-Testbericht keine Kommentare schreiben?