Zwar verfügt das LG Secret nicht über WLAN, ein flotter Zugang ins Netz ist aber über HSDPA mit 3,6 MBit pro Sekunde vorgesehen. Wer einen guten Datentarif hat, kann den Slider auch als Modem für seinen Laptop benutzen.
Fürs ernsthafte Surfen empfehlen wir den Opera Mini, der auch komplexe Seiten im Bruchteil der Zeit verfügbar macht, die sich der schneckenlahme Browser auf dem LG Secret leistet. Lediglich den Lesern von RSS-Feeds kann die vorinstallierte Software genügen. Doch selbst die dürften sich wundern, wenn beim Seitenaufbau des Öfteren die Meldung erscheint: "Akt. Skript verlangsamt Browser stark. Fortfahren?".
Für den Email-Empfang ist das LG Secret nicht geeignet. Die Download-Begrenzung für Emails liegt bei einem Megabyte. Außerdem sind die erweiterten Einstellungen mindestens zehn Klicks bzw. vier Menüebenen weit entfernt. Es passen nur vier Kopfzeilen auf das eigentlich sehr geräumige Display. Immerhin wird der Betreff durchgescrollt und Datum und Uhrzeit angezeigt. Die Emails werden auf Wunsch auch automatisch abgerufen. Die träge Reaktionszeit des Clients macht ihn alles andere als alltagstauglich. Die übergroße Schrift lässt das Display in jeder Ansicht viel zu klein aussehen.
Im Organizer-Ordner des Hauptmenüs finden sich die Helfer für eine geregelte Organisation des Alltags: Ein Kalender, eine Aufgabenliste und zwei Notizanwendungen, von denen eine verschlüsselt werden kann. Im Gegensatz zu anderen Herstellern behandelt LG die PIM-Anwendungen nicht stiefmütterlich. Die Tabellengrafik der Monatsansicht passt gut zum Design der anderen Anwendungen.
Die Tage mit Terminen sind optisch hervorgehoben. Feiertage müssen nicht in mühseliger Kleinarbeit als Termine hinzugefügt werden, sondern können per Optionen-Menü als solche markiert werden. Sie erscheinen dann in roter Farbe. Auch die Oberfläche der Wochenansicht ist optisch ansprechend, ganztägige Termine und Geburtstage sind in einem kleinen Tabellenkästchen sichtbar. Überschneidende Termine werden allerdings nicht getrennt voneinander angezeigt.
Die Kontaktansicht startet als Liste mit einer Schnellsuche und Vorschau der zugehörigen Nummern. Mit seitlichen Klicks lässt sich die gewünschte Nummer anwählen. Die Kontaktdetails sind ausführlich. Eine Tab-basierte Navigation hätte hier etwas mehr Übersicht verschafft. top
Das Quadband-Handy verbindet sich mit weltweit mit dem nächsten Funkmasten. HSDPA sorgt für eine schnelle Internetanbindung. Im Nahbereich bietet das KF750 Bluetooth und USB. Wer sich fürs Auto die Unterstützung des SIM-Zugriff-Protokolls (SAP) wünscht, sollte sich ein anderes Handy zulegen. Unterstützt werden normale Freisprechanlagen, Stereo-Headsets, AV-Fernbedienung, Druckdienste und diverse Dateiübertragungsmodi, unter anderem auch FTP.
Beim Anschluss des LG secret an den PC wird die Batterie gleich mit aufgeladen. Das Sicherungstool der PC-Software LG Suite macht ein vollständiges Backup des Telefoninhalts möglich, Javaanwendungen können zur Schonung des Datentarifs mit dem PC herunter geladen und über die LG-Software aufs Handy übertragen werden. Der Synchronisations-Manager erledigt die Abgleichung der PIM-Daten im benutzerdefinierten Turnus oder manuell. Bei Konflikten erscheint ein Dialogfeld und man gibt entweder dem Handy oder dem PC die Priorität. Das kann passieren, wenn die Anwendung zum Beispiel doppelte Einträge managen muss. Statt mit dem PC kann man seine PIM-Daten auch mit externen Servern abgleichen.
Kontakte und Nachrichten lassen sich bequem vom PC aus eintippen, versenden und Lesen, was die Zeit zur Bearbeitung und zum Verfassen verkürzt. Alle Dateien sind im Inhalte-Manager übersichtlich dargestellt. Wer sich wundert, dass die Anwendung nicht startet, sollte erst alle Programme auf dem Slider schließen. Der Datentransferrate ist mit grob geschätzten fünf Sekunden pro Megabyte schnell.
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