Posteingang | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Auch die Verbindungsgeschwindigkeit wurde beim Soulb gedrosselt. Angesichts der Tatsache, dass die Handybrowser noch nicht in der Lage sind, schnelle Verbindungen in schnelle Performance umzusetzen, stört das Downgrade von 7,2 auf 3,6 Mbit/s nicht wirklich. Viel wichtiger dürften das Handling und der Komfort sein, mit dem sich unterwegs Seiten öffnen lassen.
Der Netfront-Browser (Version 3.4) macht seine Sache dabei recht gut, für komplexere HTML-Seiten sollte man aber am besten den Opera-Mini nachinstallieren. AreaMobile.de lädt der Orignal-Browser nämlich nur in einer trägen Zeit von weit mehr als einer Minute. Erst wenn alles geladen und gerendert ist, geht das Scrollen einigermaßen flüssig. Bei WAP-Seiten hingegen glänzt der Browser mit schnellen Reaktionszeiten und einfacher Bedienung.
Der Email-Client verlangt etwas Zeit, bis er die ersten Mails lädt. Leider gibt es hier keinen Assistenten, der die Einstellungen der einschlägigen Freemail-Anbieter kennt, auch für die automatische Einstellung des Internet-Zugangspunktes reicht die künstliche Intelligenz nicht.
Von der schnellen Menü-Reaktionszeit des Barrens profitiert der Nutzer in den Nachrichtenordnern. Man kann flüssig mit den seitlichen Steuertasten durch verschiedenen Ordner zappen. Das vermittelt einen aufgeräumten Eindruck. Fünf Nachrichten passen gleichzeitig aufs Display. In einen Spam-Filter kann man unerwünschte Adressen speichern. Ordner lassen sich auch selbst erstellen und verwalten. Für HTML-E-Mails startet der Internet-Browser, PDFs werden ebenfalls darin angezeigt. Bei Office-Dokumenten stürzt die Software des Öfteren ab.
Kontaktfelder hinzufügen | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Die Uhrzeit bleibt dem U800-Nutzer wohl kaum verborgen. Genauso auffällig wie praktisch wurde die Digitaluhr in Walzenoptik auf dem Standby-Screen platziert. Auch der Kalender bietet übersichtliches Handling bei einer großen Anzahl von Einstellungsmöglichkeiten. Ein Termin kann als Wiederholung eingepflegt werden oder mit einer Erinnerung versehen werden, sogar der Alarmton ist auf Wunsch individuell. Bei sich überschneidenden Terminen warnt das System.
Die Tagesansicht zeigt chronologisch den Tagesablauf an, die Wochenansicht gibt weniger Überblick her und ist eine graue Kästchenoptik beschränkt. Da ganztägige gar nicht erst erstellt werden können, gibt es auch keine Probleme bei deren Anzeige.
Je nach Termintyp (Termin, Jahrestag, Urlaub, Wichtig, Privat) werden die Ecken des Tageskästchens in der Monatsansicht farbig codiert. Praktisch ist auch hier die für das Soulb typische Steuerung über die seitlichen Navigationstasten, womit man Tage, Wochen oder Monate sehr schnell ansteuern kann.
Das Telefonbuch des Barrenhandys gliedert sich in Kontakte und Kontaktgruppen. Da noch eine Schnellsuche per Anfangsbuchstaben in die Ansicht integriert ist, passen auf eine Seite nur drei Einträge. Mit der Suche findet sich ein Kontakt trotzdem komfortabel genug. Wer sich auf die Einteilung in Gruppen einlässt, kann noch etwas mehr Ordnung schaffen. Pro Kontakt werden zunächst nur ein paar Telefonnummern, Vor- und Nachname und nur wenig mehr Details eingegeben. Wer mehr Information speichern will, kann seine eigenen Felder erstellen.
Bluetooth-Einstellungen | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Es handelt sich beim Soulb um ein Triband-Handy, fast überall auf der Welt lässt es sich also damit telefonieren. Von der HSDPA-Geschwindigkeit von 3,6 Mbit/s dürften vor allem jene mit günstiger Datenflat profitieren, die das Handy als Laptop-Antenne verwenden.
Mit etwas Geschick lässt sich auch ein Voip-Client über Java installieren. Wenn der Provider die entsprechenden Ports nicht gesperrt hat, dürfte dies auch ohne WLAN eine Alternative darstellen - gute Empfangsbedingungen vorausgesetzt.
Das U800 schickt und empfängt Daten im Nahbereich entweder über USB oder Bluetooth. Das Protokoll für den SIM-Zugriff (SAP) und für den Anschluss eines Bluetooth Stereoheadsets (A2DP) könnten so manchen zum Kauf überzeugen. Damit lässt sich das U800 drahtlos in die Autofreisprechanlage integrieren.
Drei USB-Modi werden bei einer Verbindung mit dem PC angeboten. Ob als Modem, bzw, Pendant zur PC-Software, zur Mediensynchronisation oder als Massenspeicher. Für letzteren müsste allerdings noch eine Anschaffung getätigt werden, da im Lieferumfang keine Speicherkarte enthalten ist.
Erst wenn auf dem U800 alle Anwendungen geschlossen sind, ist die Verbindung zum PC-Studio möglich. Alle Inhalte wie Kurznachrichten und Multimediadateien kann man bequem im Multimediamanager zu verwalten, das U800 ist mit wenigen Klicks zum Daten-Modem umfunktioniert. Die Bearbeitungsmöglichkeiten des Multimediamanagers reichen von Video- und Tonschnitt bis hin zur Aufbereitung, bzw. Verfremdung der Ergebnisse. Die Synchronisation mit Outlook oder Outlook Express ist ebenfalls problemlos über die PC Suite möglich.
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