Das Nokia N85 ist ein mit Technik vollgestopfter Mini-Computer, den man wie das N96 sowohl nach oben als auch nach unten aufschieben kann. Warum der neue Alleskönner von Nokia viel besser ist als das Flaggschiff des Herstellers, erklärt Frederick Paul in einem ausführlichen Praxistest.
Im Test: Nokia N85 | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Nokias neuer Alleskönner trumpft mit seiner Ausstattung vor allem beim Spaßfaktor auf: der Bluetooth-Joystick "Zeemote" gehört zum Lieferumfang, damit der Gamer gleich loslegen kann, sind gleich die passenden Batterien dabei. Auch der Anteil an bedrucktem Papier ist einem Vertreter der Nseries würdig. Darunter findet man einen Gutschein für zehn Songs aus dem Nokia Music Store und den Aktivierungscode für eines der vorinstallierten Spieledemos. Für den TV-Anschluss liegt ein passendes Kabel bei. Platz finden Spiele, Musik und Filme auf der 8 Gigabyte großen Speicherkarte.
Nokia N85 Lieferumfang | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Ein minimalistisches Design findet man mittlerweile schon bei vielen Geräten der höheren Preisklassen. Die Vorderseite des Nokia N85 ist in glänzendem Schwarz gehalten, Rückwärtig besteht das Gehäuse aus Plastik mit einem dezentem Wellenlinien-Relief unter dünnem Plexiglas. Der Rahmen - ebenfalls Plastik - ist stabil genug für den Alltag. Er ist mattiert und auf die Extratasten und Anschlüsse in Form und Farbe abgestimmt.
Nokia N85 Vierseitenansicht | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Schon in den ersten Momenten drängt sich der Eindruck eines Plastikbombers auf. Zwar schwindet dieser mit der Zeit, doch für die multimediale Nobelklasse sind Design und auch Verarbeitung nur mittelmäßig. Der Slidermechanismus wackelt seinen Weg, ähnlich dem N81 oder so manchem N95-Montagsgerät. Die Spaltmaße sind groß und kein Vergleich mit Samsung- oder LG-Handys. Das ganze Gehäuse macht einen wackeligen Eindruck.
Das Nokia N85 lässt sich in zwei Richtungen aufschieben. Oben werden die Gamer und Multimedia-Tasten freigelegt, unten kommt der Ziffernblock zum Vorschein. Der Federungspunkt ist erfreulich ausgewogen, die Reibungsintensität beim Schieben sehr niedrig. Das N85 ist trotz einiger Mängel also keine Verarbeitungs-Bruchlandung.
Nokia N85 Kopfseite mit 3,5-Millimeter- und microUSB-Anschluss | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Mit seinen 128 Gramm liegt das N85 schwer in der Tasche. Wer sich aber bewusst macht, was in dem Slider alles drinnen steckt, für den wird der Allrounder schnell zum Fliegengewicht. Der schmale handfreundliche Formfaktor unterstützt beim Telefonieren eine ergonomisch sinnvolle Haltung. Das N85 liegt gut ausbalanciert auch für längere Zeit bequem auf dem Handballen.
Nokia N85 | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Das Akkufach wird durch einen versenkten Knopf geöffnet. So liegt das N85 sorgenfrei neben dem restlichen Sammelsurium in der Tasche, ohne Gefahr, ausversehen geöffnet zu werden. Der microSD-Slot ist durch eine Kunststoffabdeckung gut verschlossen und lässt sich ohne größere Frickelei öffnen. Der USB-Anschluss muss ohne Schutz auskommen und ist so Staub und Fusseln ausgesetzt. Beim Nokia N85 verzichtet der Hersteller auf einen gesonderten Anschluss zum Laden des Handy-Akkus und nutzt nun dafür auch den USB-Port.
Nokia N85 geöffnet | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Auf dem 2,6 Zoll-Display gibts genug Platz für Games und Videos. 240x320 Pixel genügen ebenfalls, liegen aber weit hinter Touchphones wie Sony Ericsson Xperia X1 und HTC Touch HD mit jeweils 800x480 Pixeln. Statt vieler Pixel setzt Nokia beim N85 auf Energieeffizienz. Dessen AMOLED-Display verbraucht bis zu 40 Prozent weniger Strom als herkömmliche Handy-Bildschirme. AMOLEDs sind nämlich selbstleuchtend und benötigen daher keine Hintergrund-Beleuchtung. Wie sich das auf die Akkulaufzeit des N85 auswirkt, lesen Sie hier. Während die Helligkeit gleichauf mit anderen Handys liegt, ist die Farbwiedergabe eine echte Stärke der neuentwickelten Displaytechnologie. Bilder und Videos werden präzise und mit optimalem Kontrast wiedergegeben.
Nokia N85 Tastatur | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Der Ziffernblock könnte mit seinen kleinen Tasten Menschen mit größeren Fingern Schwierigkeiten machen. Zum Glück ist nach oben hin genug Platz. Dadurch relativiert sich der Miniatureffekt etwas. Das Feedback der Zifferntasten ist knackig. Die Querreihen sind haptisch gut voneinander abgegrenzt. Eine SMS macht so einfach Spaß.
Nokia N85 Navigationstasten | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Die Steuertasten unter dem Display sind so unscheinbar in das umgebende Plastik versenkt, wie fast alle Extratasten am Slider. Die Druckpunkte sind sehr unregelmäßig, man muss sich mitunter regelrecht durch die Menüs quälen. Auch die Multimedia-Tasten auf der gegenüberliegenden Seite des N85 lassen sich nicht gut bedienen, da sie nur ein lasches Feedback geben. Außerdem fehlt das Quentchen Platz für den Daumen, der beim Spielen ständig das Displayelement berührt. Das ist zeitweise unangenehm.
Nokia N85 Multimedia-Tasten | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Die Beleuchtung der Steuereinheit harmoniert optisch wunderbar mit den Textelementen auf dem Display. Auch die Multimedia-Tasten auf der Oberseite schimmern, als wären sie Teil des Displays. Die Zifferntasten sind gleichmäßig beleuchtet und dimmen sanft zur vollen Helligkeit. Ein klasse Hingucker!
Sehr gute Tastaturbeleuchtung beim Nokia N85 | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Ich weiß jetzt nach dem ganzen Hin und Her nicht ob ich mir das n85 kaufen soll, das n86, das n79 oder doch ne andere Marke.
Der eine sagt nokia ist schlecht der andere das Gegenteil; könnte sich vielleicht mal jemand eindeutig entscheiden oder mir einen guten Tipp geben?
Echt gutes Kommentar...
Ich denke ich werde mir das N85 zulegen...
Ich habe noch nichts über den Fehler gelesen, der bei mir auftrat: Jeder Klingelton JAULTE wie ein Hund!!! Bei Vodafone in Altwarmbüchen sagte der Verkäufer, wohl nur aus Spaß, das sei das Bild von meinem hund auf dem Bildschirm...
Habs getauscht bekommen. Das neue hat auch das Problem, dass es AUSGESCHALTET abstürzt, wenn es am Ladekaben hängt! Macht es aber nicht so oft, als wenn es eingeschaltet ist. Wegen der Weckfunktion schalte ich es dann nachts doch aus, weil, bis auf ein Mal, trotz Absturz und Dauer-Pieton, der auch nicht weg geht, wenn mann den Akku rausnimmt, mich dann trotzdem richtig weckt. Einmal allerdings war dann wieder der 1.1.90...
Ansonsten alles das, was Jörn schrieb. :-)
Ich habe ja 2 Jahre Garantie. Werde mir in dieser zeit ein neues holen. Mit den Fehlern habe ich mich arrangiert. Bild in der Galerie scharfstellen geht manchmal, manchmal (meistens) stürzt der Galerie-Task einfach ab, bzw. friert ein. -> Manuellen Neustart machen
Viel Spaß
immer noch kein innov8 update -.-
werde mir wohl das n86 zulegen...
So langsam hab ich das Gefühl, das im Inneren der Samsung Handys wirklich eschlampt wird. Hatte das Omnia was echt viele Probleme hatte und ich es nach 4 Woche wieder verkauft habe. Wollte mir ernsthaft das INNOV8 kaufen aber wenn ich das schon mit dem Staub lese: NEIN DANKE! Hatte das N96, das hatte SEHR SEHR viel staub hintern Display. Ich denke ich werde wieder zu Nokia greifen. Aber ein anderes Modell mit guter Verarbeitung. Schade Samsung, wäre ohne dem Loch wirklich ein tolles Handy geworden aber für mich absolutes K.O kriterium.
Der akku vom n85 ist schwach es gibt besser besonders durch das internet surfen und lange musik hören geht der akku schnell zur neige aber sonst ein super handy super helles blitzlicht und eine echt super 5 mega pixel kamera