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Das Unvollendete Blackberry 9500 Storm

Kamerafunktionen

tests/blackberry/9500 Storm

Blackberry Storm Kameralinse mit LED-Leuchte | Foto: Areamobile.de

Zur Kamera des Blackberry Storm kann man kurz und schmerzlos sagen: das war wohl nichts. Sie belegt, dass bloße technische Daten nichts über die Bildqualität aussagen. Auch im Sony Ericsson Xperia X1 werkelt eine 3,2-Megapixel-Optik, doch zwischen den beiden Handys liegen Welten. Trotz Bildstabilisator verwackeln Fotos fast ausnahmslos, der Rest ist derart unscharf, dass Details völlig verloren gehen. Die Leistung des Autofokus grenzt an Arbeitsverweigerung. Schlechter macht es auch das iPhone nicht, in dem 2 Megapixel ein Bild formen und das ohne automatischen Fokus auskommt.

Blackberry Storm Originalaufnahme | Foto: Areamobile.de

 

Auch der LED-Blitz kann nicht überzeugen. Obwohl er sehr hell erscheint, weisen die Fotos starke Pixelfehler auf und sind zu dunkel. Zudem schwankt die Helligkeit solcher Aufnahmen stark, manche Aufnahmen erreichten etwa die völlig ungenügende Ausleuchtung des Sony Ericsson Xperia X1. Der einzige Lichtblick der Storm-Kamera scheint da der Zoom zu sein. Dafür muss man nur mit dem Finger über den Sucher wischen und schon zoomt die Kamera des Blackberry Storm munter vor sich hin. Da ein digitaler Zoom aber auch bei einer guten Handycam kaum hilfreich ist, erscheint dieses Detail bei der Qualität des verbauten Moduls höchstens als Augenwischerei.

In der Bildergalerie kommt dann doch wieder etwas Spaß auf. Wie auf dem iPhone werden zuerst Thumbnails angezeigt. Sind erst einmal alle Bildvorschauen geladen, scrollt oder blättert man mit einem Fingerwisch flüssig durch die Fotos. Öffnet man eines, dann wird es bildschirmfüllend dargestellt. Anschließend streicht man über das Foto, um zum nächsten zu gelangen, das flüssig von der Seite reinfliegt. Gezoomt wird durch einen doppelten Fingertip oder einen beherzten Druck auf die gewünschte Stelle im Bild. Eine einzelne Berührung lässt die Icon-Leiste am unteren Bildrand verschwinden. Allerdings nimmt sowohl das Laden der Thumbnails als auch der anschließende Wechsel in die Vollbildansicht mehrere Sekunden in Anspruch.

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Blackberry Storm Bildergalerie | Foto: Areamobile.de

 

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

Wer erwartet schon in einem Business-Handy einen tragbaren Konzertsaal? Offenbar die Ingenieure von RIM, denn im Blackberry Storm steckt mehr Sound als in manchem Musik-Handy. Ein Klick auf den Medien-Button führt in die Medienbibliothek. Dort hat man die Auswahl zwischen Musik, Videos, Klingeltönen, Bildern und Sprachnotizen. Der Extrapunkt für Klingeltöne überrascht, schließlich kann im Player jedes laufende Lied auch als Klingelton eingestellt werden. RIM meint damit allerdings die zahlreichen zusätzlichen Klingel- und Signaltöne, die auf dem internen 1-Gigabyte-Speicher vorinstalliert sind. Er kann zusätzlich mit bis zu 16 Gigabyte großen microSD-Karten erweitert werden.

In der Musikbibliothek gibt es von Album bis Podcast zahlreiche Sortiermöglichkeiten, auch Wiedergabelisten kann man hier erstellen. Doch das beste ist der Sound: sobald der Player loshämmert, dreht man überrascht den Lautstärkepegel runter. Der Klang des mitgelieferten Headsets ist zwar nicht besonders basslastig und voll, allerdings recht klar und vor allem eines: laut. Wie immer bei Blackberry ist auch beim Storm die Option enthalten, die Lautstärke noch einmal über das normale Maß hinaus zu erhöhen. Die auf dem Display auftauchende Warnung vor Gehörschäden erscheint bei dem Touchphone gerechtfertigt. Doch der Player ist nicht nur laut, sondern überzeugte im Test mit hochqualitativen Kopfhörern wie den Sennheiser HB650 auch durch vollen und selbst bei hoher Lautstärke basslastigem Sound, ohne zu verzerren. Einen echten Equalizer gibt es zwar nicht, dafür sollten die Klang-Presets wegen der guten Klangqualität jeden Nutzer zufriedenstellen. Dank 3,5-Millimeter-Anschluss funktioniert der Wechsel auf andere Kopfhörer problemlos. Zur Not steht auch Bluetooth-A2DP als Verbindung zur Verfügung. Auch die Präsentation ist gelungen. Voraussetzung dafür sind qualitativ hochwertige Coverarts, denn das Blackberry Storm stellt sie nicht als winzige Thumbnails, sondern in Plakatwandgröße auf etwa 2/3 des Displays dar. In die Bedienung hätte RIM allerdings noch etwas Zeit investieren müssen. Wer wegen der iPhone-großen Cover auf einen Liedwechsel durch einfaches Streichen mit dem Finger hofft, wird nämlich enttäuscht. Lediglich die virtuellen Playertasten reagieren auf Berührung. Will man innerhalb eines Liedes vorspulen, verlangt das Blackberry Storm zuvor eine einfache Berührung des Coverarts. Dann wird ein Panel eingeblendet, das neben der Track-Länge auch einen Fortschrittsbalken anzeigt. Mit einem Druck kann man ihn bewegen und so innerhalb des Liedes vorlaufen. Dieser Wechsel zwischen Berührung und festem Druck mit unterschiedlichen Ergebnissen erscheint anfangs nicht immer logisch, später erkennt man allerdings Parallelen: Eine einfache Berührung ließ die Icon-Leiste auch in der Bildergalerie erscheinen und verschwinden.

Insgesamt bleibt also ein klanglich sehr guter Player, bei dem man bei der Bedienung und vor allem bei den Optionen allerdings Abstriche machen muss. Ein Radio fehlt wie von Blackberrys gewohnt auch beim Storm. top

tests/blackberry/9500 Storm

Das Blackberry Storm verfügt über einen Youtube-Client, mit dem man auf alle Clips zugreifen kann. Die Ladezeiten sind aber trotz HSDPA zu lang. Darüber hinaus unterstützt das Touchphone den Videocodec H.264. | Foto: Areamobile.de

 
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Kommentare
  1. 12.05.11 22:11 Thomas1234 (Gast)
    Schlecht

    Es ist kein gutes Handy, es sich hängt andauernt auf, man kann keinen Knopf mehr drücken. Kann oft keine Gespräche annehmen und es muss jetzt schon zum 3 Mal in die Reparatur. Ich würde mir dieses Gerät nicht mehr kaufen. Muss jetzt noch 1 JAhr warten, dann aber kein Black Barry mehr.

  2. 06.10.10 19:37 Anonymous (Gast)

    Ich bin von dem Handy so enttäuscht! Bin auch seit Dezember 2009 im Besitz dieses Handy und bin froh wenn ich es bald los habe! Ich hab es bis jetzt 2-mal in Reparatur gegeben und muss es leider wieder einschicken. Es hängt ständig, Telefonate sind der Horror aufgrund Gesprächsprobleme, man hört mich wie ein Roboter. BB klingelt erst spät, d.h. mein Gesprächspartner lässt es schon seit einer Minute bei mir klingeln. Es hat eine sehr lange Reaktionszeit und was mich am meisten stört ist die Verarbeitung! Billig! Man muss sich das mal vorstellen, mir ist eine Taste nach nicht mal einem halben Jahr Handybenutzung schon abgefallen.

  3. 18.09.10 21:01 Anonymous (Gast)
    cooles handy

    Ich find das Handy echt cool. Es gibt einiges her, sieht trendy aus und hat sehr viele funktionen. Mein lieblingshandy

  4. 08.07.10 21:21 Anonymous (Gast)
    katastrophe

    Ich habe seit Weihnachten 2009 den blackberry 9500(storm). Es ist eine wahre Enttäuschung. Das 9500 ist mein erster Blackberry und wer weiß, vielleicht auch der letzte. Bisher hat sich er sich 3mal in Reperatur befunden und man hat mir beim letzten Mal das Mainboard ausgetauscht. Die Fehler die ich davor hatte, habe ich auch jetzt noch. Der Schwenkmodus bleibt häufig hängen. Es resetet häufig von alleine. Gibt laute "pieptöne" von sich, welche sich nur mit Akku rausnehmen stoppen lassen. Die Kamera funktioniert nur dann wenn sie will. Einmal wurde es beim Laden so heiß, dass man es nicht mir angreifen konnte(eine halbe Stunde später ohne Akku noch immer sehr warm). Da das ausgetauschte Innenleben genauso fehlerhaft ist, wie das davor, wird es demnächst wieder eingeschickt. Ich rate jedem ab der diesen Blackberry voll nutzen will und vorhat ihn zu personalisieren, denn bei jeder Reperatur sind natürlich alle Daten weg..Alles in allem sehr Zeitaufreiben und lästig. Wer sich das ersparen möchte greift besser nicht zum Storm.

  5. 17.05.10 04:09 Anonymous (Gast)

    Der nasse Touchscreen läßt sich nicht bedienen?
    Ist doch normal, bei kapazitiven Displays.

    Irgendetwas an dem unvollendeten muß ja dran sein, sonst hätte Blackberry nicht sehr schnell das 9520 herausgebracht.
    Aber es war ja auch das erste reine Touch Handy von Blackberry nach langem zögern, oder irre ich mich? ...und dafür ist es nicht schlecht geworden.

  6. 17.05.10 02:55 Martin_3 (Gast)
    Test

    Also ich habe das RIM 9500 Storm jetzt seit über einem Jahr im Einsatz. Nich nur die "0815" Sachen sondern im Erachwerten Einsatz. D.H. auch in der Arbeit, viel Dreck, Staub und Feuchtigkeit, im Rettungs und auch Feuerwehrdienst. Die einzige "Macke" die ich bei dem Teil gesehen habe ist, wenn der Bildschirm nass wird, funzt der Touchscreen nicht mehr richtig. Gibt sich aber wieder wenns aufgetrocknet ist oder trockengewischt.

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