Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 

Das Unvollendete Blackberry 9500 Storm

Browsing / Messaging

tests/blackberry/9500 Storm

Darstellungsprobleme: mit dem Storm auf Spiegel Online | Foto: Areamobile.de

 
tests/blackberry/9500 Storm

Opera Mini in der Leseansicht| Foto: Areamobile.de

tests/blackberry/9500 Storm

Posteingang | Foto: Areamobile.de

Beim mobilen Internet hat Business-Spezialist RIM noch großen Nachholbedarf. Obwohl sich der große Touchscreen ideal für das Browsen im Internet eignet, hinkt das Storm hier meilenweit der Konkurrenz hinterher. Die Windows Mobile-Touchphones mit dem überragenden Browser Opera 9.5 wie Samsung Omnia oder HTC Touch HD sind bei Seitenaufbau und -darstellung um Längen besser als das Blackberry-Smartphone.

RIM setzt auf einen selbstentwickelten Browser, der oft Probleme bei der korrekten Darstellung von Webinhalten hat. Überschriften und Menüzeilen verschwinden oder werden unlesbar zusammengequetscht. Der zweite Minuspunkt ist der langsame Seitenaufbau. Wie mit allen Blackberry-Smartphones surft man auch mit dem Storm nicht direkt im Internet, sondern über einen Server von RIM. Wenn man eine Seite aufruft, landet die Anfrage bei diesem Server, der die Seite rendert und an das Handy zurückschickt. Das dauert. Zum vollständigen Laden von Areamobile.de benötigt das Smartphone mehr als 30 Sekunden. Ein weiterer Schwachpunkt des Browsers ist die unbequeme Benutzeroberfläche. Dass man mit einem Doppeltipp auf den Bildschirm flüssig in die Seite hineinzoomen kann, ist schon die einzige nenenswerte Komfortfunktion. Es fehlen zum Beispiel Tabs, Birdview oder eine Textsuche. Immerhin werden Feeds automatisch vom Browser erkannt, auch die History ist übersichtlich.

Trotzdem macht es der Opera Mini in fast jeder Hinsicht besser. Er lädt Areamobile.de in 10 Sekunden und stellt alle Seiteninhalte korrekt dar. Zum Glück läuft er problemlos auf dem Blackberry Storm. Man kann ihn in der neuesten Version 4.2 von http://mini.opera.com direkt auf das Smartphone laden.

Besser schlägt sich das Storm beim Email-Empfang. Nach wie vor steht der verzögerungsfreie "Push" von Emails im Zentrum eines jeden Blackberrys. Die Einrichtung eines Kontos ist kinderleicht: entweder man trägt seine bestehende Email-Adresse ein oder man legt extra eine neue Adresse an. In beiden Fällen muss man in der Regel nur die gewünschte Mailadresse und Passwort eingeben, alle anderen Einstellungen werden automatisch erkannt.

Sobald eine neue Mail eintrifft, wird das Endgerät unmittelbar darüber informiert und aktiviert eine kleine LED am Kopf des Gehäuses, die dann rot blinkt. Zwischen dem Versand einer Mail und der Benachrichtigung auf dem Storm vergehen selten mehr als fünf Sekunden.

Ob gesendet oder empfangen, ob E-Mail, SMS oder MMS - ein Klick auf das Bief-Symbol im Startbildschirm öffnet einen globalen Posteingang, der alle Mitteilungen in einer Listenansicht präsentiert. Kleine Symbole imformieren über Attachments und Nachrichtentyp; wie bei Outlook werden die Nachrichten unter den jeweiligen Tagen zusammengefasst.

Anhänge im doc-, xml-, und ppt-Format können mit der vorinstallierten Documents to Go-Suite von DataViz direkt auf dem Smartphone bearbeitet und abgespeichert werden. PDFs lassen sich anstandslos darstellen. Beim Schreiben einer Email schützt eine Rechtschreibprüfung vor Flüchtigkeitsfehlern. HTML-Emails werden wie bei Nokia-Handys im Browser angezeigt. In Verbindung mit dem großen, hochauflösenden Display und variablen Schriftgrößen wird das Blackberry Storm zu einer äußerst effizienten Email-Maschine. Hier spürt man die langjährige Erfahrung von RIM im Bereich mobile Email. Einzig das Schreiben einer Mail geht nicht so flüssig von der Hand wie etwa mit dem Volltastatur-Smartphone Blackberry Bold.

PIM-Funktionen

Die Kontakt- und Kalenderverwaltung orientiert sich an professionellen Business-Ansprüchen. Wie alle Blackberry-Modelle spielt das Storm hier in der Oberliga. Der einzige Unterschied zu anderen Modellen von RIM macht der große Touchscreen. Er bietet nicht nur eine hervorragende Übersicht, sondern vereinfacht die Navigation im Kalender oder im Adressbuch: mit einem Fingerstreich wechselt man zwischen den Tagen im Kalender oder scrollt durch das Adressbuch. Einem Kontakt lassen sich neben vielfältigen synchronisierbaren Eigenschaften wie mehreren Telefonnummern, Post-, Email- und Webadressen auch individuelle Anruferbilder und Klingeltöne zuweisen. Der Geburtstag eines Kontaktes wird automatisch in den Kalender übernommen. Hier steuert man mit einer Icon-Leiste am unteren Rand bequem die wichtigsten Funktionen an. Besser kann man es kaum machen.

tests/blackberry/9500 Storm

Der große Touchscreen sorgt für eine gute Übersicht | Foto: Areamobile.de

 

Connectivity / Sync

tests/blackberry/9500 Storm

Bluetooth-Profile | Foto: Areamobile.de

tests/blackberry/9500 Storm

Verbindungsmanager | Foto: Areamobile.de

RIM verzichtet beim Blackberry Storm auf WLAN. Angesichts der Preisklasse ist das völlig unverständlich und lässt sich nur mit der weltweiten Exklusivvermarktung durch Vodafone erklären. Der Netzbetreiber möchte seine eigenen 3G-Dienste an den Mann bringen und hat RIM wahrscheinlich darauf gedrängt, kein WLAN einzubauen. Es bleibt nur zu hoffen, dass im nächsten Jahr ein Schwestermodell des Storm mit WLAN erscheint.

Schnelles HSDPA mit 7,2 Mbit pro Sekunde sorgt aber für eine schnelle Verbindung ins Internet, telefonisch ist man dank Quadband-GSM nahezu weltweit erreichbar. Im drahtlosen Nahbereich kann man auf Bluetooth zurückgreifen und zum Beispiel drahtlose Stereo-Kopfhörer anschließen oder das Storm mit der Kfz-Freisprechanlage im Auto koppeln. Im Verbindungsmanager schaltet man jeglichen Funkverkehr bequem mit einem Klick ein oder aus.

Für die Verbindung mit dem PC liefert RIM den Blackberry Desktop Manager in Version 4.7 mit. Mit ihm synchronisiert man bequem Kalenderdaten, Adressbuch, Aufgaben und Notizen. Einzig die lange Zeit, die das Storm für eine Synchroniserung benötigt, nervt etwas. Mehr als eine Minute vergeht für die Synchronisation von ca. 100 Kontakten - das Nokia E71 benötigt nur die Hälfte der Zeit.

Leider fehlt eine SyncML-Schnittstelle. Wer seine Kontaktdaten mit einem externen Server wie ZYB abgleichen möchte, kann das nur mit Hilfe von Drittanbietern machen: So bietet die Software-Firma Nexthaus den Client SyncJe for Blackberry.

Mit dem Desktop Manager kann man darüber hinaus Drittanwendungen installieren oder alle Inhalte auf dem Storm komplett sichern und wiederherstellen. Für das Kopieren von Fotos oder Musik liefert RIM den Roxio Media Manager mit. Die Software erlaubt eine umfangreiche Medienverwaltung vom CD-Ripping bis zur Playlisterstellung. Für Fotos ist ebenfalls gesorgt: Mit Hilfe der integrierten Bildbearbeitungswerkzeuge kann der Nutzer seine Fotos zurechtschneiden, rote Augen korrigieren, sowie den Kontrast und die Farbsättigung ändern.

tests/blackberry/9500 Storm

Blackberry Desktop Manager 4.7 | Foto: Areamobile.de

 
Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Lesen Sie alle 72 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 12.05.11 22:11 Thomas1234 (Gast)
    Schlecht

    Es ist kein gutes Handy, es sich hängt andauernt auf, man kann keinen Knopf mehr drücken. Kann oft keine Gespräche annehmen und es muss jetzt schon zum 3 Mal in die Reparatur. Ich würde mir dieses Gerät nicht mehr kaufen. Muss jetzt noch 1 JAhr warten, dann aber kein Black Barry mehr.

  2. 06.10.10 19:37 Anonymous (Gast)

    Ich bin von dem Handy so enttäuscht! Bin auch seit Dezember 2009 im Besitz dieses Handy und bin froh wenn ich es bald los habe! Ich hab es bis jetzt 2-mal in Reparatur gegeben und muss es leider wieder einschicken. Es hängt ständig, Telefonate sind der Horror aufgrund Gesprächsprobleme, man hört mich wie ein Roboter. BB klingelt erst spät, d.h. mein Gesprächspartner lässt es schon seit einer Minute bei mir klingeln. Es hat eine sehr lange Reaktionszeit und was mich am meisten stört ist die Verarbeitung! Billig! Man muss sich das mal vorstellen, mir ist eine Taste nach nicht mal einem halben Jahr Handybenutzung schon abgefallen.

  3. 18.09.10 21:01 Anonymous (Gast)
    cooles handy

    Ich find das Handy echt cool. Es gibt einiges her, sieht trendy aus und hat sehr viele funktionen. Mein lieblingshandy

  4. 08.07.10 21:21 Anonymous (Gast)
    katastrophe

    Ich habe seit Weihnachten 2009 den blackberry 9500(storm). Es ist eine wahre Enttäuschung. Das 9500 ist mein erster Blackberry und wer weiß, vielleicht auch der letzte. Bisher hat sich er sich 3mal in Reperatur befunden und man hat mir beim letzten Mal das Mainboard ausgetauscht. Die Fehler die ich davor hatte, habe ich auch jetzt noch. Der Schwenkmodus bleibt häufig hängen. Es resetet häufig von alleine. Gibt laute "pieptöne" von sich, welche sich nur mit Akku rausnehmen stoppen lassen. Die Kamera funktioniert nur dann wenn sie will. Einmal wurde es beim Laden so heiß, dass man es nicht mir angreifen konnte(eine halbe Stunde später ohne Akku noch immer sehr warm). Da das ausgetauschte Innenleben genauso fehlerhaft ist, wie das davor, wird es demnächst wieder eingeschickt. Ich rate jedem ab der diesen Blackberry voll nutzen will und vorhat ihn zu personalisieren, denn bei jeder Reperatur sind natürlich alle Daten weg..Alles in allem sehr Zeitaufreiben und lästig. Wer sich das ersparen möchte greift besser nicht zum Storm.

  5. 17.05.10 04:09 Anonymous (Gast)

    Der nasse Touchscreen läßt sich nicht bedienen?
    Ist doch normal, bei kapazitiven Displays.

    Irgendetwas an dem unvollendeten muß ja dran sein, sonst hätte Blackberry nicht sehr schnell das 9520 herausgebracht.
    Aber es war ja auch das erste reine Touch Handy von Blackberry nach langem zögern, oder irre ich mich? ...und dafür ist es nicht schlecht geworden.

  6. 17.05.10 02:55 Martin_3 (Gast)
    Test

    Also ich habe das RIM 9500 Storm jetzt seit über einem Jahr im Einsatz. Nich nur die "0815" Sachen sondern im Erachwerten Einsatz. D.H. auch in der Arbeit, viel Dreck, Staub und Feuchtigkeit, im Rettungs und auch Feuerwehrdienst. Die einzige "Macke" die ich bei dem Teil gesehen habe ist, wenn der Bildschirm nass wird, funzt der Touchscreen nicht mehr richtig. Gibt sich aber wieder wenns aufgetrocknet ist oder trockengewischt.

antworten
Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte