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Das Unvollendete Blackberry 9500 Storm

Spezialanwendungen / Java

tests/blackberry/9500 Storm

Das neue Application Center von RIM | Foto: Areamobile.de

Das Storm ist das erste Smartphone von RIM, das das neue Application Center unterstützt. Diese Download-Plattform funktioniert so ähnlich wie Apples App Store und Googles Android Market. Hier findet man kostenlose und kostenpflichtige Zusatzprogramme und kann sie mit einem Klick herunterladen. Zum Testzeitpunkt war der Blackberry App Store aber mit 11 Anwendungen nur spärlich gefüllt. Kein Wunder, schließlich hat RIM die Plattform gerade erst gestartet. Man kann davon ausgehen, dass in einigen Monaten hunderte von Anwendungen und Spiele für das Storm erhältlich sind.

Zu den weiteren Funktionen des Geräts zählen ein Taschenrechner, der die Grundrechenarten, Prozentrechnung und das Ziehen von Quadratwurzeln beherrscht, ein Notizblock und ein Wecker für lediglich eine Weckzeit. Im sogenannten "Nachttisch-Modus" wird eine große Analog-Uhr dauerhaft auf dem Display eingeblendet. Eine Stoppuhr und ein Timer sind ebenfalls auf dem Storm installiert.

Mit BrickBreaker und Word Mole liefert RIM nur zwei Spiele mit. Weitere Java-Spiele und -Programme lassen sich aber problemlos hinzufügen. Für anspruchsvolle Java-Spiele das Storm aber nicht geeignet. So liefert der JBenchmark2 nur 143 Punkte, 3D-Grafik wird nicht unterstützt.

Navigation

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Vodafone Find & Go, aka: Vodafone Navigator | Foto: Areamobile.de

Da das Storm exklusiv von Vodafone verkauft wird, kann man den den Vodafone Navigator, der auf dem Touchphone "Vodafone Find&Go" genannt wird, als Navi-Software nutzen. Der Navi-Dienst ist nicht vorinstalliert, sondern muss erst über das Applikation Center heruntergeladen werden. Wer nur einen Stadtplan braucht, kann dagegen Blackberry Maps nutzen oder Google Maps herunterladen.

Die Software von Vodafone arbeitet nach dem Prinzip von Google Maps: der Nutzer gibt eine Adresse ein oder scrollt mit direkt mit dem virtuellen Fadenkreuz über eine 2D-Landschaft, entsprechende Kartendaten zieht sich das Programm via HSDPA vom Server. Damit sind die Nachteile bereits klar: es ist eine gute 3G-Abdeckung erforderlich, darüber hinaus wird jede Zoom- oder Scrollaktion mit Ladezeiten bestraft. Das Programm hat aber durchaus seine Daseinsberechtigung; neben dem simplen Gebrauch als Stadtplan kann man das Storm mit seinem großen Display als vollwertiges Navi einsetzen.

Den Navi-Dienst kann man 30 Tage kostenlos testen, danach fallen 5 Euro im Monat an. Die sprachgeführte Routenführung ist zwar präzise, aber der Sprecher ist sehr leise und klingt extrem dünn und blechern. Dagegen überzeugen die Ortungsfähigkeiten des Storm: Für einen GPS-Fix vergehen im Durchschnitt nur 10 Sekunden.

Menüführung / Bediencharakteristika

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Hauptmenü. Beim Sprung von OS 4.6 auf 4.7 hat sich nicht viel verändert. RIM hat vor allem kosmetische Anpassungen vorgenommen und die gesamte Oberfläche fingerfreundlich gemacht.

Nicht nur Blackberry-Veteranen werden sich auf dem Storm schnell zurechtfinden. 8 große Icons auf dem Startbildschirm führen zu Posteingang, Adressbuch, Kalender, Browser, Vodafone-Portal, Medienmenü, etc. Es werden immer die ersten 8 Icons des Hauptmenüs auf dem Startbildschirm dargestellt. Hier zeigt das Storm auch aktuelle Termine und die Anzahl der Mails im Postfach an, darüber hinaus kann man schnell in das Profil-Menü wechseln. Es stehen 7 Telefonprofile zur Auswahl, weitere können selbst erstellt werden. Allerdings fehlt hier ein Flugzeugmodus. Die Antenne des Blackberry Storm lässt sich nur über das Verbindungsmenü abschalten.

Blackberry OS ist eines der durchdachtesten Smartphone-Betriebssysteme. Die langjährige Erfahrung von RIM, der bei seinen Handys ausschließlich auf dieses eine Betriebssystem setzt, spürt man noch im hintersten Winkel des Menüs. Doch mit dem Touchphone Storm betritt der Hersteller Neuland. Das alte OS in Version 4.6 musste an die Touchscreen-Bedienung angepasst werden. In der Tat kann man das Storm immer bequem mit dem Finger bedienen. Der kapazitive Touchscreen reagiert genauso präzise wie das iPhone, die Bestätigung mit einem Klick auf das Display überzeugt ebenfalls. Trotzdem ist beim ersten Blackberry-Touchphone einiges schief gelaufen.

Das neue Touchscreen-kompatible Blackberry OS in Version 4.7 ist unfertig. Es gibt einige nervige Bugs, hinzu kommt, dass der Lagesensor von der Software nur sehr unpräzise angesteuert wird. Manchmal kippt man sein Storm, um etwa im Querformat zu schreiben - und nichts passiert. Man muss erst die Tastensperre aktivieren und wieder deaktivieren, bis der Displayinhalt endlich dreht.*

Hinzu kommt, dass das System trotz 528-Megahertz-Powerprozessor oft sehr langsam reagiert. Sind die hübschen optischen Effekte daran schuld, die RIM auf dem Storm erstmals nutzt? So werden zum Beispiel neue Menüebenen oder Bilder sanft überblendet oder schieben sich von der Seite ins Bild. Wir vermuten allerdings, dass eher eine schlechte Programmierung dafür verantwortlich ist. Schließlich merkt man auch anhand der Bugs, dass OS 4.7 unter Zeitdruck eiligst zusammengezimmert wurde. Es bleibt nur zu hoffen, dass ein Firmware-Update dem noch unvollendeten Storm den letzten Schliff gibt.

*Aktualisierung vom 09.12.2008: Mit dem Firmware-Update auf OS 4.7.0.78 werden viele Bugs beseitigt, außerdem reagiert das System schneller. Mehr Informationen zur neuen Firmware finden Sie hier

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Kommentare
  1. 12.05.11 22:11 Thomas1234 (Gast)
    Schlecht

    Es ist kein gutes Handy, es sich hängt andauernt auf, man kann keinen Knopf mehr drücken. Kann oft keine Gespräche annehmen und es muss jetzt schon zum 3 Mal in die Reparatur. Ich würde mir dieses Gerät nicht mehr kaufen. Muss jetzt noch 1 JAhr warten, dann aber kein Black Barry mehr.

  2. 06.10.10 19:37 Anonymous (Gast)

    Ich bin von dem Handy so enttäuscht! Bin auch seit Dezember 2009 im Besitz dieses Handy und bin froh wenn ich es bald los habe! Ich hab es bis jetzt 2-mal in Reparatur gegeben und muss es leider wieder einschicken. Es hängt ständig, Telefonate sind der Horror aufgrund Gesprächsprobleme, man hört mich wie ein Roboter. BB klingelt erst spät, d.h. mein Gesprächspartner lässt es schon seit einer Minute bei mir klingeln. Es hat eine sehr lange Reaktionszeit und was mich am meisten stört ist die Verarbeitung! Billig! Man muss sich das mal vorstellen, mir ist eine Taste nach nicht mal einem halben Jahr Handybenutzung schon abgefallen.

  3. 18.09.10 21:01 Anonymous (Gast)
    cooles handy

    Ich find das Handy echt cool. Es gibt einiges her, sieht trendy aus und hat sehr viele funktionen. Mein lieblingshandy

  4. 08.07.10 21:21 Anonymous (Gast)
    katastrophe

    Ich habe seit Weihnachten 2009 den blackberry 9500(storm). Es ist eine wahre Enttäuschung. Das 9500 ist mein erster Blackberry und wer weiß, vielleicht auch der letzte. Bisher hat sich er sich 3mal in Reperatur befunden und man hat mir beim letzten Mal das Mainboard ausgetauscht. Die Fehler die ich davor hatte, habe ich auch jetzt noch. Der Schwenkmodus bleibt häufig hängen. Es resetet häufig von alleine. Gibt laute "pieptöne" von sich, welche sich nur mit Akku rausnehmen stoppen lassen. Die Kamera funktioniert nur dann wenn sie will. Einmal wurde es beim Laden so heiß, dass man es nicht mir angreifen konnte(eine halbe Stunde später ohne Akku noch immer sehr warm). Da das ausgetauschte Innenleben genauso fehlerhaft ist, wie das davor, wird es demnächst wieder eingeschickt. Ich rate jedem ab der diesen Blackberry voll nutzen will und vorhat ihn zu personalisieren, denn bei jeder Reperatur sind natürlich alle Daten weg..Alles in allem sehr Zeitaufreiben und lästig. Wer sich das ersparen möchte greift besser nicht zum Storm.

  5. 17.05.10 04:09 Anonymous (Gast)

    Der nasse Touchscreen läßt sich nicht bedienen?
    Ist doch normal, bei kapazitiven Displays.

    Irgendetwas an dem unvollendeten muß ja dran sein, sonst hätte Blackberry nicht sehr schnell das 9520 herausgebracht.
    Aber es war ja auch das erste reine Touch Handy von Blackberry nach langem zögern, oder irre ich mich? ...und dafür ist es nicht schlecht geworden.

  6. 17.05.10 02:55 Martin_3 (Gast)
    Test

    Also ich habe das RIM 9500 Storm jetzt seit über einem Jahr im Einsatz. Nich nur die "0815" Sachen sondern im Erachwerten Einsatz. D.H. auch in der Arbeit, viel Dreck, Staub und Feuchtigkeit, im Rettungs und auch Feuerwehrdienst. Die einzige "Macke" die ich bei dem Teil gesehen habe ist, wenn der Bildschirm nass wird, funzt der Touchscreen nicht mehr richtig. Gibt sich aber wieder wenns aufgetrocknet ist oder trockengewischt.

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