Im JBenchmark2 überrascht das LG KC910 mit 398 Punkten, im 3D-Test schafft es akzeptable 15 Bilder in der Sekunde. Auf diese Ergebnisse sollte man sich aber nicht verlassen, denn wenn man die ruckelige Darstellung während des Tests betrachtet, tippt man mit viel Wohlwollen eher auf 200 Punkte und maximal 6 Frames. Kein Wunder also, dass das bekannte Rennspiel Asphalt 3 auf dem Renoir nur mit extrem abgespeckter Klötzchengrafik schnell und flüssig läuft. Bei der Auswahl der restlichen Spiele geht LG geschickter vor und wählt nur grafisch anspruchslose 2D-Spiele.
Die sind zwar durchaus unterhaltsam, ärgerlich ist allerdings, dass es sich dabei lediglich um Demoversionen handelt, die jeweils nur 120 Sekunden angetestet werden können. Voll nutzbar sind nur die beiden M-Toy Spiele, deren Spaßfaktor zumindest bei der Simulation eines Roulette-Rades gegen Null tendiert. Beide M-Toy-Anwendungen werden über den Lagesensor per Bewegung des Handys bedient.
Doch der Hersteller hat auch sinnvolle Unterstützung für den Alltag in den Handyspeicher gepackt. Dazu gehören Taschenrechner, Umrechner, Weltzeit- und Stoppuhr. Ein interessantes Feature dürfte vor allem Hobbysportler ansprechen. Der Jogging Assistent nutzt GPS, um den Dauerläufer nach einer eingestellten Zeit oder Strecke über das Erreichen des Ziels zu unterrichten. top
Trotz der schlechten Ergebnisse im Benchmark reagiert das Renoir in der Regel sehr flott. Nur der Browser ist langsam, außerdem genehmigt sich das Touchphone manchmal eine Bedenkzeit, die bis zu 2 Sekunden andauert. Das gesamte Userinterface ist sehr fingerfreundlich gestaltet und logisch strukturiert. Manchmal muss man aber zum beigefügten Stylus greifen, so trifft man im Musikplayer auf Buttons, die etwas zu klein für einen Finger geraten sind. Wirkliche Probleme wirft das aber normalerweise nicht auf. Schlimmer ist, dass der Touchscreen unsensibler reagiert, als zum Beispiel das Pixon. So wird das Schreiben von Nachrichten sowie die Navigation in den Menüs erschwert. Dafür klappt der Schwenk ins Querformat in den wenigen Anwendungen, die ihn unterstützen, extrem schnell.
Echte Themes gibt es nicht, Hintergrundbilder können aber für verschiedene Ereignisse wie Start und Ausschalten des Handys gesondert eingestellt werden. Auch Sounds lassen sich so getrennt konfigurieren. Bei den Profilen gibt es als kleines Extra eine Zeitsteuerung, bei dem der Nutzer einstellen kann, welches Profil wie lange aktiv bleiben soll.
Beim Renoir setzt LG erstmals auf Widgets. Wie bei Samsung F480, i900 Omnia und M8800 Pixon werden dabei kleine Verknüpfungen aus einer seitlichen Leiste auf den Startbildschirm des Handys gezogen, dort kann man bequem mit einem Fingertip und ohne Umwege in die jeweilige Anwendung wechseln. Während bei Samsung der Platz für die kleinen Icons durch die Größe des Displays begrenzt ist, erlaubt das LG KC910 die Platzierung unendlich vieler Widgets. Der Trick: Der Desktop des Renoir ist größer als das Display, man kann den sichtbaren Teil mit dem Finger verschieben. Ob das wirklich so vorteilhaft ist, wie es auf den ersten Blick scheint, bleibt allerdings fraglich. Schließlich verliert man bei zu vielen Widgets den Überblick. Dennoch stellt diese neue Schnellzugriffsoption einen Fortschritt für das Betriebssystem von LG dar. top
Hallo ein paar Anmerkungen zu den Flops.
1)das Design ist sehr schön.Hier wird die Meinung des Redakteurs breitgetreten.
2)GPS mit Skobbler und Amzegps als vollwertige Navigation nutzbar- also kein Minuspunkt! Bei den Symbian und Windows Geräten muß mann auch 50- 100 Euro für die Software ausgeben!
3)Opera mini installieren möglich, dadurch TOP Internet ( wie bei Windows Mobile und Symbian)
4)viertuelle Tastatur generell bei vielen Handys zu klein - kein wirklicher Kritikpunkt .
Diese Handy ist TOP und sehr zu empfehlen, bei einem Neupreis ca.250 Euro