Zwei Jahre nach dem iPhone bringt Nokia endlich ein Touchphone heraus. Mit dem 5800 XpressMusic richtet sich der Hersteller an Multimediafans, die nicht zuviel Geld für ein Touchscreen-Handy mit guter Ausstattung ausgeben möchten. Ob der Preis von 395 Euro UVP angemessen ist, zeigt Areamobile.de in seinem Test.
Im Test: Nokia 5800 XpressMusic | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder
Der Lieferumfang bietet deutlich mehr, als man bei dem moderaten Preis erwartet hätte. Ersatz-Stylus, ein als Lanyard zu befestigendes Plektrum, das ebenfalls als Stylus dient und das TV-Kabel sind nette Extras. Zusätzlich erfreut den Käufer eine stabile Hartplastik-Schutzhülle und ein Gutschein über 10 Songs für den Nokia Music Store. Die 8-Gigabyte microSD-Karte liegt bereits im Handy, ein separater Standfuß erlaubt das freihändige Betrachten von Videos.
Nokia 5800 XpressMusic Lieferumfang | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder
Mit 52 Millimetern ist das Nokia 5800 zwar sehr schmal, doch 15,5 Millimeter Tiefe lassen das Gerät wie einen Ziegelklotz aussehen. Selbst Highend-Smartphones mit ausziehbarer Volltastatur wie das Sony Ericsson Xperia X1 sind kaum dicker. Zum Glück ist das Handy mit nur 109 Gramm viel leichter, als es aussieht.
Nokia 5800 XpressMusic Vierseitenansicht | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder
Mit dem Xperia X1 von Sony Ericsson hat das Nokia-Handy übrigens nicht viel gemeinsam. Während man dem teuren X1 jeden Cent ansieht, weil Sony Ericsson auf hochwertige Materialien und ein elegantes Design setzt, kommt das 5800 XpressMusic als billiger Plastikbomber. Natürlich kostet das Nokia-Handy deutlich weniger, aber muss man ihm das unbedingt ansehen? Der finnische Hersteller verwendet bei seinem ersten Touchphone ausschließlich Kunststoff. Schon auf den ersten Blick wird klar, dass das dickbauchige Plastik-Handy keine Design-Preise gewinnen wird. Immerhin leistet sich die Verarbeitung keine Patzer. Zumindest keine sichtbaren.
Stirnseite mit 3,5-Zoll Klinkenstecker, der USB-Port ist abgedeckt | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder
Denn während man keine unregelmäßigen Spaltmaße entdecken kann und bis auf den 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss alle Ports durch passgenaue Schutzkappen verschlossen sind, quietscht und knarzt das Barrenhandy fast bei jeder Berührung. Das liegt allerdings nicht am Akkudeckel, der die ganze Rückseite einnimmt und fest an seinem Platz sitzt. Schuld ist der relativ weiche Kunststoff, der auf Druck schnell nachgibt. Das Plastikgehäuse wirkt wackelig und lässt sich eigentlich überall leicht eindrücken. Es fühlt sich billig an und macht wenig Hoffnung auf lange Wertbeständigkeit.
Besonderheit: Beim Nokia 5800 wird die SIM-Karte seitlich ins Gerät gesteckt, daneben sitzt die microSD-Karte | Foto: Areamobile.de
Das 3,2-Zoll-Display wird über 4x7 Zentimeter extrem in die Breite gezogen und vermittelt daher 16:9-Charakter. Dieses Format macht das Handy zusammen mit der hohen Auflösung von 640x360 Pixel ideal für die Videobetrachtung, so lassen sich zum Beispiel Filme ohne schwarze Streifen anschauen. Ein Highlight sind 16 Millionen Farben, die erstmals bei einem Touchscreen-Display dargestellt werden. Doch bei den vorinstallierten Videoclips wirkt das Display überraschend kontrastschwach. Das verwundert, weil sich im Normalbetrieb Schrift und Symbole gestochen scharf gegen den Hintergrund abheben.
Durch den mitgeleiferten Standfuß wird das 5800 zum Mini-Fernseher | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder
Glücklicherweise reagiert der Touchscreen deutlich sensibler, als noch bei unserem Prototypen. Beim Schreiben von Nachrichten kann man auf verschiedene Eingabemöglichkeiten zurückgreifen. Neben der typischen alphanumerischen Tastatur stehen eine kleine und eine bildschirmfüllende Volltastatur zur Auswahl, wie andere Hersteller von Touchphones versucht sich auch Nokia an einer Handschrifterkennung. Das klappt aber mehr schlecht als recht. Unter Zuhilfenahme des stramm im Gehäuse sitzenden Plastik-Stylus werden einzelne Buchstaben noch ziemlich gut erkannt, ganze Worte sollte man aber auch nach dem Trainingsprogramm, bei dem sich das Handy die Eigenarten der persönlichen Handschrift merkt, nicht versuchen.
Nokia 5800 XpressMusic Tastatur | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder
Erfolgversprechender ist da schon die große Volltastatur. Mit ihr lassen sich Texte fast so fehlerfrei und schnell wie auf dem Samsung M8800 Pixon schreiben, das nach unserer Meinung auf diesem Gebiet bislang die Referenz darstellt. Beim Nokia-Handy muss man die virtuellen Tasten aber kräftiger drücken, die Genauigkeit liegt ebenfalls unter der des Pixon. Jeden Tastendruck bestätigt das 5800 XpressMusic durch kurzes Vibrieren.
Die kleine Volltastatur kann man frei auf dem Display platzieren, sie ist aber ohne Stylus unbrauchbar | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder
Unter dem Display befinden sich drei Buttons zum Annehmen und Beenden von Anrufen und für das Hauptmenü. Sie sind gut erfühlbar und zeichnen sich durch einen kurzen Tastenhub aus, allerdings waren die Druckpunkte bei unserem Gerät unterschiedlich stark ausgeprägt. Bei den seitlichen Sondertasten schneidet die Kamerataste mit ihrem extrem matschigen Druckpunkt am schlechtesten ab. Der Schieberegler zum Entsperren des Displays ist dagegen ausreichend straff ausgelegt, so dass man das Display kaum unbeabsichtigt entsperren dürfte, wenn man das Nokia in der Tasche trägt. top
Der Schieber für die Display-Sperre ist auf der rechten Seite angebracht | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder
Der Bericht ist einfach nur scheiße, wiel die Hälfte nicht stimmt wie z.B. das mi dem Ziegelklotz ist einfach nur schwachsinnig!!!!
Wann kommt denn endlich das Firmware update das die N97 funktionen bieten soll, habe gehört das es manche wohl schon haben aber für meins angeblich noch nicht raus
habe inzwischen entdeckt, daß es über "Sender Einstellen" sehr gut, aber etwas umständlich, möglich ist, einzelne Sender zu suchen und abzuspeichern.
Nach Handykauf als erstes Routenplanung getestet - total begeistert, - selbst Rom, Madrid und Ljubljana in 0,nix gefunden und berechnet !
Jetzt, - nach Firmwareupdate und Kartenupdate ist die Begeisterung weg! Rom, Madrid und Paris zwar als Karte angezeigt, aber die Route nach endlosen 3 Minuten "nicht gefunden",(Lizenzen vorhanden) - Wasserbillig erst nach 1 Minute gefunden, früher in weniger als 10 sec..- Na, ja, - werde meine Hoffnung auf das nächste Firmwareupdate setzen.
habe inzwischen entdeckt, daß es über "Sender Einstellen" sehr gut, aber etwas umständlich, möglich ist, einzelne Sender zu suchen und abzuspeichern.
Einfach klasse der Test super beschrieben,das nokia 5800 ist das beste handy was ich je von Nokia bekam....