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Mega-Handy mit Mini-Akku T-Mobile G1

Das T-Mobile G1 ist die beste Handy-Kombination, die man sich zurzeit wünschen kann. Blackberry und iPhone wurden gleichzeitig kopiert und um neue Fähigkeiten erweitert, die wohl nur Google entwickeln konnte. Ob das Handy auch in der Praxis halten kann, was es auf dem Papier verspricht, verrät Areamobile.de in seinem ausführlichen Praxistest.

Im Test: T-Mobile G1 | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder

 

Lieferumfang

Die Verpackung verrät, dass das G1 vom taiwanischen Hersteller HTC gebaut wird. Bis auf den Aufdruck entspricht sie nämlich haargenau der HTC-Touch-HD-Schachtel. Unterschiede gibt es allerdings beim Lieferumfang. Neben Standardzubehör kommt das Google-Handy mit Handytasche, Display-Schutzfolie und zahlreichen Aufklebern, mit denen man das Handy verschönern kann.

Sony Ericsson G705 Lieferumfang | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder

 

Design & Verarbeitung

Sind die Aufkleber ein Hinweis darauf, dass der Hersteller mit dem Design nicht zufrieden ist? Mit den ersten Bildern vom G1 ließen sich viele im Internet darüber aus, wie hässlich das G1 doch sei. Preise wird HTC für das Gehäuse des Google-Handys tatsächlich nicht einheimsen. Es ist einfach zu dick und wirkt altbacken, die wenigen Bedienknöpfe sehen aus, als ob sie von einem 5 Jahre alten Billighandy geklaut wurden. Immerhin liegt das G1 mit seiner abgerundeten Rückseite sehr gut in der Hand.

Sony Ericsson G705 Vierseitenansicht | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder

 

118x56x17,1 Millimeter unterstreichen zusammen mit satten 156 Gramm Gewicht den Eindruck eines Ziegelsteins. Man darf aber nicht vergessen, dass das G1 eine komplette Volltastatur beherbergt, die sich unter dem aufschiebbaren Display versteckt. Smartphones mit einem ähnlichen Formfaktor, wie zum Beispiel das HTC Touch Pro, sind weder dünner noch leichter. Zur Auflockerung des Designs kann auch der leichte Knick des G1 nicht beitragen. Die wenigen Zentimeter unterhalb des Displays sind nach vorne abgewinkelt und bieten Platz für die Sondertasten und Trackball.

Der ergonomische Knick trägt zu einer gelenkschonenden Handhaltung bei, vor allem im Hochformat. Dennoch versprüht das G1 insgesamt etwa so viel Charme, wie das HTC TyTN Hermes von 2006. An aktuelle Geräte wie HTC Touch Diamond oder Touch HD kommt es auf jeden Fall nicht heran, an das Apple iPhone 3G erst recht nicht. Doch während Schönheit immer auch im Auge des Betrachters liegt, kann man die Verarbeitungsqualität deutlich objektiver beurteilen.

Die microSD-Karte ist schwer zugänglich | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder

 

Quietschgeräusche sind dem Google-Handy fremd und alle Anbauteile sitzen stramm an ihrem Platz. Bisweilen zu stramm, denn den Akku sollte man am besten genau so oft wechseln, wie beim iPhone - nämlich gar nicht. Bei jedem Versuch den billigen Plastikdeckel zu entfernen, hat man Angst, das ganze Handy zu zerbrechen. Auch die Abdeckung für den Speicherkarten-Slot sitzt sehr fest, man braucht lange Fingernägel, um eine microSD zu wechseln. Man kommt nur heran, wenn man das Displayoberteil aufschiebt.

 
 

Ein besonderer Leckerbissen ist der Öffnungsmechanismus des Displays. Das G1 gleitet nicht einfach auf einer geraden Schiene auf und zu, sondern bewegt sich auf einer Halbkreisbahn in die Endpositionen. Eine breite Rinne auf der Rückseite des Displays dient dabei als Führung. Die Mechanik erscheint sehr robust.

Fette Rinne als Führung für den Öffnungsmechanismus | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder

 

Lediglich im geschlossenen Zustand lässt sich das Displays leicht bewegen, wird aber vom hervorragenden Federungsmechanismus immer in der Endposition gehalten. Bei der Verarbeitung des G1 passt trotz der ausschließlichen Verwendung von Kunststoff wieder der Vergleich mit dem Ziegelstein - diesmal allerdings im positiven Sinne. Solid like a rock.

Schwer zu entfernender Akkudeckel mit Plexiglas als Linsenschutz | Foto: Areamobile | mehr Bilder

 

Display & Tastatur

Mit einer Display-Diagonale von 3,2 Zoll reiht sich das G1 in die aktuelle Oberklasse der Touchscreen-Riesen ein. Die Auflösung ist mit 480x320 Pixeln genauso hoch wie beim iPhone. Den direkten Display-Vergleich mit dem Apple-Handy verliert das neue G1 aber, weil es wie alle Windows-Mobile-Handys nur maximal 65.000 Farben darstellen kann. In einem gewichtigen Punkt gleichen sich die beiden Tochscreens hingegen: beide sprechen derart sensibel auf Berührung an, dass die Bedienung eine wahre Wonne ist. Das liegt am Funktionsprinzip: Iphone und G1 setzen auf einen kapazitiven Touchscreen, der auf die geringste Fingerberührung reagiert.

Display-Riesen unter sich: HTC Touch HD, Apple iPhone 3G und T-Mobile G1 | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder

 

Da kapazitive Touchscreens auf die geringste Änderung ihrer elektrisch geladenen Oberfläche reagieren, müssen sie zwangsläufig mit dem - stromleitenden - Finger bedient werden. Fingernagel oder Stylus scheiden aus. Ein Nachteil ist das aber sicherlich nicht, denn so sensibel wie G1 und iPhone reagiert derzeit kein anderes Handy am Markt. Selbst der resistive Touchscreen des HTC Touch HD muss im direkten Vergleich geradezu mit Hammerschlägen bearbeitet werden.

Die Volltastatur kommt unter dem Display zum Vorschein | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder

 

Ein großer Vorteil für Vielschreiber ist die Volltastatur. Auf den ersten Blick sehen die einzelnen Tasten winzig aus, doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass HTC beim G1 fast alles richtig gemacht hat. Durch den großzügig bemessenen Abstand der einzelnen Buttons zueinander, den ultrakurzen Tastenhub und den optimalen Druckpunkt schreibt es sich mit dem Google-Handy äußerst komfortabel und schnell. Während iPhone- und Touch-HD-Nutzer noch krampfhaft mit Finger oder Stylus versuchen, die richtigen virtuellen Tasten zu treffen, kann sich der G1-Besitzer längst spannenderen Dingen zuwenden.

Die Tasten des G1 sind zu wenig konturiert, bieten aber viel Platz | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder

 

Im Gegensatz zu Handys im Blackberry-Format gibt es 10 separate Zifferntasten, zusätzlich positioniert HTC auch noch eine Extra-Taste für die Google-Suche und eine zusätzliche Menütaste. Der einzige Kritikpunkt bei der mechanischen Tastatur des G1 ist die schlechte Erfühlbarkeit. Trotz Wölbung der einzelnen Tasten ist blindes Schreiben schwierig. Da sie kaum aus dem Tastenbett hervorstehen, sind die Buttons unzureichend konturiert.

Sondertasten und Trackball | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder

 

Apropos Blackberry: viele Benutzer der kanadischen Business-Smartphones können sich ein Gerät ohne Trackball vermutlich gar nicht mehr vorstellen. Die Vorteile der Trackball-Steuerung haben auch andere Hersteller erkannt. HTC hat den Gedanken beim G1 wieder aufgegriffen und installiert neben Volltastatur und Touchscreen auch den kleinen Steuerball. Mit ihm kann man nicht nur feinfühlig durch Menüs und Internet navigieren, er lässt sich wie bei Blackberry auch zur Bestätigung drücken.

Auch nachts tippt es sich beschwerdefrei. Die Tastaturbeleuchtung ist zwar nicht übermäßig hell, dafür aber sehr gleichmäßig ausgefallen. | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder

 
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Lesen Sie alle 35 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 08.06.09 17:27 ba001 (Gast)

    Also das ''Aussehen'' des G1 (ich sage extra nicht Design) ist ja wohl unter aller Kanone. Zwar ist die matte Oberfläche echt gut im Vergleich zu den Fingerprint-Klavierlack-Spiegeloberflächen von anderen Geräten, aber designtechnisch würd ich da eher zu nem HTC greifen.

  2. 15.05.09 17:20 Anonymous (Gast)

  3. 11.05.09 17:07 Anonymous (Gast)

  4. 04.04.09 00:15 Ratsuchende (Gast)

    Hallo Redaktion!
    Ich finde eure Testberichte super!- Genau das was ich brauche und wissen will! Weiter so!

    Ratsuchende

  5. 18.02.09 13:03 Anonymous (Gast)

    unter den bildern steht teilweise SOny Ericsson G7xx - bite verbessern !

  6. 13.02.09 13:03 Anonymous (Gast)

    besser als dass iPhone?

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