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Mega-Handy mit Mini-Akku T-Mobile G1

Browsing / Messaging

handies/T Mobile/G1

Browser | Foto: Areamobile

Chat | Foto: Areamobile

Der Browser ist genauso schnell und präzise wie beim iPhone. Das liegt daran, dass er dieselbe Grafikbibliothek zum Darstellen der HTML-Seiten verwendet: Webkit. Zum Vergrößern muss man allerdings ins Menü gehen oder unten auf das Display tippen, damit eine Bildschirmlupe erscheint. Ein Multitouch wie beim iPhone, bei dem man die Webseite durch ein Auseinanderziehen der Finger vergrößert, ist nicht möglich. Die Hardware würde es schaffen, doch HTC hat die Funktion blockiert, um Patentklagen von Apple zu vermeiden.

Gut gelöst ist wieder einmal die Zusammenarbeit anderen Programmen. Durch einen Klick auf "Seitenlink weiterleiten" öffnet sich ein Menü, mit dem man die URL per E-Mail, Messenger oder Twitter verschicken kann. Die ganze Vielfalt von Android zeigt sich aber dadurch, dass der Nutzer auch andere Browser installieren kann, die es im Android Market zum kostenlosen Download gibt. Mit Opera Mini 4.2 lassen sich große Geschwindigkeitsvorteile beim Surfen erzielen. Die Seiten werden schneller berechnet und beim Zurückblättern muss nicht alles neu geladen werden. Das ist besonders praktisch, wenn man mit Google Reader viele Seiten nacheinander aufrufen möchte. Der Ersatzbrowser Steel bietet sogar eine Bildschirmtastatur wie beim iPhone, obwohl es das bisher bei Android gar nicht geben soll. Die Applikationen im Android Market entwickeln sich immer weiter und überraschen ständig aufs Neue.

Wer seine E-Mail-Adresse bei Google hat, der braucht keinen Blackberry mehr, um seine Nachrichten sofort zugestellt zu bekommen. Das T-Mobile G1 liefert Pushmails, deren Eingang oben in der Benachrichtigungsleiste angezeigt wird. Noch schöner wäre es, wenn das Google-Smartphone den Betreff der neuesten E-Mails gleich auf dem Startbildschirm anzeigen würde. Bei Nokia ist das möglich. Wer E-Mails von anderen Anbietern abholen möchte, der muss mit Verzögerungen leben. Mit den Protokollen POP3 oder IMAP lassen sich neue Nachrichten höchstens alle fünf Minuten herunterladen, eine Anbindung an die Exchange-Server von Microsoft ist immer noch nicht auf dem Markt.

Für Instant Messaging gibt es schon jetzt eine unüberschaubare Menge von Programmen wie IM+, Truphone oder Meebo. Mit ihnen lassen sich alle bekannten Services verwenden: MSN, Google Talk, Skype, ICQ und andere. Das ist der Vorteil von Linux. Die meiste Software war schon für andere Versionen des quelloffenen Betriebssystems vorhanden, die Portierung für Android war kein Problem. Auch für den Microblogging-Service Twitter gibt es viele Programme. Man kann sich sofort über die Updates seiner Freunde informieren lassen, so dass auch daraus eine Kommunikation entsteht. Alle diese Programme können im Hintergrund eingeschaltet bleiben, während man surft oder telefoniert oder etwas anderes mit seinem T-Mobile G1 macht. Sobald sich ein Freund meldet, erscheint ein Hinweis in der Statuszeile am oberen Ende des Bildschirms. Auch ein Sound kann ertönen.

PIM-Funktionen

Kalender | Foto: Areamobile.de

Die bloße Menge an definierbaren Informationen ist etwa so groß, wie die von S60, Windows Mobile oder Blackberry OS. Dabei bleibt das Android OS aber übersichtlicher. Während bei Windows Mobile nämlich alle Informationsfelder - egal ob ausgefüllt oder nicht - in einer unendlich erscheinenden Liste untereinander gereiht werden, muss man zusätzliche Felder beim G1 manuell Hinzufügen. Wie bei Blackberry ist es auch möglich, einzelne Kontakte direkt auf die Mailbox weiterzuleiten.

Ruft man einen Kontakt anschließend auf, kann man mit einem Klick Nachrichten, Emails und Messenger-Texte versenden oder die angegebene Adresse auf Google Maps anzeigen lassen. Unter dem Punkt Kontakte findet sich aber nicht nur das Telefonbuch, sondern auch das Telefonprotokoll, in dem eingehende und ausgehende Anrufe verzeichnet sind. Das ist alles vielleicht nicht neu, aber sehr intuitiv.

Alles macht aber auch Android nicht besser. Da es kein spezielles Feld für Geburtstage gibt, werden diese natürlich auch nicht automatisch in den Kalender übernommen. Der bietet übrigens die gewohnten Standards wie Tagesagenda, Wochen- und Monatsansicht, Serientermine und Erinnerungsfunktion. Unterschiedliche Kategorien für Termine gibt es nicht, dafür können neue Termine unterschiedlichen Nutzern zugewiesen werden. Sich überschneidende Termine werden widerstandslos akzeptiert und in der Tages- und Wochenansicht grafisch gut unterscheidbar dargestellt.

Connectivity / Sync

Wer seine Mails, Kontakte und Termine über Google verwaltet, der findet im G1 ein perfektes Werkzeug. Einmal angemeldet, kommuniziert das Google-Handy ständig mit dem Internet, um Adressbucheinträge, E-Mails und Messenger-Nachrichten aktuell zu halten. Ein Graus für Datenschützer, auch wenn Google behauptet, die Daten nicht für eigene Zwecke zu nutzen. Hinzu kommt, dass sich die Internetaktivitäten des G1 nur schwer kontrollieren lassen. Ohne entsprechenden Datentarif oder im Ausland kann es daher teuer werden.

Quadband-GSM, EDGE und HSDPA mit 7,2 Mbit/s sorgt für weltweite Erreichbarkeit und schnellen Datentransfer, im Nahbereich übernehmen WLAN, Bluetooth 2.0 und USB 2.0.

Übrigens: Wo Google draufsteht, ist natürlich auch Google drin. Google Mail, Google-Talk-Messenger und Google Maps sind vorinstalliert, Platz für Konkurrenzprodukte bleibt da kaum noch. Mit Absicht. So wird Microsoft Outlook zum synchronisieren von Kontaktdaten nicht unterstützt. Das entspricht der Strategie von Google, Daten im Netz zu lagern. Doch auch hier könnte sich der Android Market als hilfreich erweisen, denn Firmen wie Nitrodesk arbeiten bereits an einer Lösung, durch die das G1 mit Exchange-Servern kommunizieren kann. Bislang bleibt nur der Umweg, Adressdaten als CSV-Datei zu Google hochzuladen, um diese dann mit dem Handy abgleichen zu können.

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Lesen Sie alle 35 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 08.06.09 17:27 ba001 (Gast)

    Also das ''Aussehen'' des G1 (ich sage extra nicht Design) ist ja wohl unter aller Kanone. Zwar ist die matte Oberfläche echt gut im Vergleich zu den Fingerprint-Klavierlack-Spiegeloberflächen von anderen Geräten, aber designtechnisch würd ich da eher zu nem HTC greifen.

  2. 15.05.09 17:20 Anonymous (Gast)

  3. 11.05.09 17:07 Anonymous (Gast)

  4. 04.04.09 00:15 Ratsuchende (Gast)

    Hallo Redaktion!
    Ich finde eure Testberichte super!- Genau das was ich brauche und wissen will! Weiter so!

    Ratsuchende

  5. 18.02.09 13:03 Anonymous (Gast)

    unter den bildern steht teilweise SOny Ericsson G7xx - bite verbessern !

  6. 13.02.09 13:03 Anonymous (Gast)

    besser als dass iPhone?

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