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Mit Java kann das G1 nichts anfangen, doch das muss es auch gar nicht. Wie das Apple-Vorbild App Store bietet auch der Android Market hunderte Programme, die vorerst kostenlos, später dann gegen eine kleine Gebühr heruntergeladen werden können. Kritiker bemängeln zu Recht, dass die Hersteller auf diesen Weise nur noch halbfertige Geräte auf den Markt bringen, die der Kunde dann kostenpflichtig vervollständigen muss. Andere freuen sich über die beinahe grenzenlose Freiheit, die diese Software-Marktplätze bieten.
Schon jetzt exisitiert eine nahezu unüberschaubare Flut an Klein- und Kleinstprogrammen, deren Nutzen oft zweifelhaft ist. Da die Software im Android Market im Gegensatz zum App Store nicht überprüft wird, ist sogar schon das erste schädliche Programm aufgetaucht. Bei einigen Usern soll eMobiStudio's Speicheroptimierer MemoryUp zu Datenverlust und gestiegenem Spambefall geführt haben.
Doch es gibt auch nützliche Software. Shop Savvy ist so ein Goldstück. Mit seiner Hilfe nutzt das G1 Kamera, GPS und Internet, um Preisvergleiche durchzuführen. Dazu muss der Nutzer lediglich mit der Kamera den Barcode des gewünschten Objektes einscannen und schon sucht das G1 günstigere Preise aus dem Internet zusammen. Bei bestehendem GPS-Empfang werden dann auch noch die günstigsten Läden in der Nähe angezeigt, in denen das Produkt zu erwerben ist. Derzeit wird noch an der Software gewerkelt, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen, denn bislang sind nur wenige hundert Shops in Deutschland angebunden. Dennoch klappt zumindest der Preisvergleich mit Onlineshops hervorragend.
Ein weiteres Beispiel ist Wikitude. Es vernetzt ebenfalls Kamera, GPS und Internet und ersetzt so kostenpflichtige Stadtführer. Das klappt ganz einfach: bei aktivierter Kamera und GPS-Empfang blendet die Software kleine Markierungen und Namen ein. Sie zeigen Sehenswürdigkeiten, deren Richtung und Entfernung an. Drückt man mit dem Finger darauf, lädt das G1 den passenden Wikipedia-Eintrag. Das ist zwar momentan noch etwas fummelig, aber dennoch ist es faszinierend zu sehen, wie viele interessante Orte man bereits finden kann. Ein echtes Navigationsprogram gibt es im Market leider (noch) nicht. Trotz eingebautem GPS-Chip dient das G1 in Verbindung mit Google Maps somit nur als elektronische Karte, nicht aber als echte Navigationshilfe.
Wikitude-Reiseführer bringt erweiterte Realität auf das T-Mobile G1
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Es macht großen Spaß, mit dem T-Mobile G1 zu arbeiten, weil sich jede Funktion mit wenigen Fingertipps auf dem Display erreichen lässt. Anders als das iPhone lässt sich das T-Mobile G1 aber nicht vollständig über den Touchscreen bedienen. Der Nutzer muss häufig die Tastatur aufschieben, weil es keine Bildschirmtastatur und auch kein T9 für SMS gibt. Ähnlich wie das Apple-Handy wird auch das Google-Smartphone immer unübersichtlicher, je mehr Anwendungen der Besitzer installiert. Dann hilft auch die Suchmaschine nicht weiter. Wer in das Google-Fenster im rechten Startbildschirm "Shopsavvy" eingibt, weil er diese Software für Preisvergleiche nicht auf seinem G1 finden kann, der muss mit einem erstaunlichen Ergebnis rechnen: Google startet nicht das Programm, sondern liefert Suchergebnisse zum chinesischen Essen "Chop Suey", obwohl das ganz anders geschrieben wird. Das Handy arbeitet wie ein kleiner Klugscheißer, der obendrein manchmal falsche Antworten gibt. Wenigstens erscheint jede Reaktion sehr schnell auf dem Bildschirm, man muss keine Sanduhren oder rotierende Kreisel ansehen, wie bei Nokia oder Apple. Ein sprachgesteuertes Wählen von Telefonnummern ist bisher noch nicht möglich, aber hoffentlich programmiert bald jemand die nötige Software. Die amerikanischen Geräte haben schon ihren Voice Dialer.
Dafür muss man einfach die linke Telefontaste länger drücken und den Namen nennen. Falls der Kontakt mehrere Nummern hat, kann man in den USA auch "at home" oder "on mobile" als Ergänzung zuweisen. Diese Spracherkennung soll sehr zuverlässig sein. Bei uns gibt es diese praktische Funktion aber nicht, weil das T-Mobile G1 die deutsche Sprache wohl noch nicht versteht. Bei der Vorstellung in Hamburg erklärt ein Mitarbeiter von Google, dass T-Mobile für jedes Land eigene Firmwares bastelt, die unterschiedliche Funktionen haben. Falls jemand mehr will, dann muss er sich ein Entwicklergerät besorgen und sein eigenes Android-Betriebssystem auf dem G1 installieren. Wer selbst programmieren oder wenigstens den Code von anderen Leuten zum Laufen bringen kann, der hat mehr von seinem T-Mobile G1. Selbst einen Multitouch-Zoom für den Browser, den man bisher nur vom iPhone kannte, haben wagemutige Entwickler bereits zum Laufen gebracht.
Als nächstes sollten sie sich mal die Kopierfunktionen vornehmen. Das T-Mobile G1 beherrscht zwar Copy & Paste, aber das Problem wurde nur halbherzig gelöst. Der Nutzer kann lediglich den Text aus Datenfeldern kopieren, die er gerade selbst ausgefüllt hat. So kann man beispielsweise die Wörter aus einer begonnenen SMS in eine E-Mail übertragen. Es lässt sich aber kein Text im Browser oder einer empfangenen E-Mail markieren und von dort kopieren. Lediglich die URL der kompletten Webseite lässt sich mit einem Klick als E-Mail, SMS, Google Talk oder mit einer nachinstallierten Anwendung wie Twidroid versenden. Mit Windows Mobile wäre mehr möglich.
Hallo Redaktion!
Ich finde eure Testberichte super!- Genau das was ich brauche und wissen will! Weiter so!
Ratsuchende
unter den bildern steht teilweise SOny Ericsson G7xx - bite verbessern !
besser als dass iPhone?
Also das ''Aussehen'' des G1 (ich sage extra nicht Design) ist ja wohl unter aller Kanone. Zwar ist die matte Oberfläche echt gut im Vergleich zu den Fingerprint-Klavierlack-Spiegeloberflächen von anderen Geräten, aber designtechnisch würd ich da eher zu nem HTC greifen.