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Inhaltsverzeichnis

Nokia revolutioniert die Handykamera N86 8MP

Die Kamera: Besser als die Anderen?

Das N86 ist das erste Handy von Nokia mit einer 8-Megapixel-Kamera (3280x2464 Pixel). Dieser Schritt war längst überfällig, schließlich sind die Konkurrenten bereits seit längerem mit 8-Megapixel-Handys auf dem Markt vertreten und Sony Ericsson hat mit dem Idou gerade die 10-Megapixel-Mauer durchbrochen.

specials/Fotovergleich Dez 2008

Es gibt bereits einige 8-Megapixel-Handys auf dem Markt. Hier die vier wichtigsten: Samsung Pixon, LG Renoir, Samsung Innov8 und Sony Ericsson C905. | Foto: Areamobile.de

 

Kann Nokia mit dem N86 den Entwicklungsrückstand aufholen? Schließlich haben Samsung&Co. mehr Erfahrung. Man merkt das, wenn man sich die zahlreichen Features des 8-Megapixel-Handys Pixon anschaut. Dessen Wide Dynamic Range-Technologie (WDR) sorgt dafür, dass Bilder nicht nur einheitlich abgedunkelt, sondern komplett auf die Belichtung überprüft und bearbeitet werden. Gesichts- und Lächelerkennung sind beim Pixon ebenfalls dabei. Solche Software-Spielereien fehlten bisher selbst den Kameraprofis von Nokias Nserie. Das N86 hat sie endlich. Aber der Hersteller setzt noch einen drauf und hat kräftig an der Hardware gefeilt.

Das N86 kommt mit technischen Verbesserungen, die bei Kamerahandys bisher kaum oder gar nicht eingesetzt wurden: variable Blendenöffnung, Weitwinkelobjektiv und Low Light Sensor. Im Gegensatz zur festen Blende anderer Handy-Optiken reguliert die N86-Kamera den Lichteinfall automatisch in drei Stufen (2,4/3,2/4,8). Das optimiert nicht nur die Lichtausbeute für den Bildsensor, sondern verbessert auch die Schärfentiefe der Fotos. Motive werden kontrastreicher und dynamischer dargestellt und verschwimmen auch nicht, wenn sie sich bewegen.

Auch die Brennweite der Linse ist für Handykameras bisher ein Novum. Sie beträgt 4,6 Millimeter und ermöglicht damit Weitwinkel-Aufnahmen. Denn je niedriger die Brennweite ist, desto weiter wird der erfassbare Bildauschnitt der Kamera. Zum Vergleich: Die Brennweite des 8-Megapixel-Handys Samsung Innov8 beträgt 5,7 Millimeter. Für das N86 bedeutet es, dass der Bildausschnitt deutlich größer ist, als bei anderen Handy- und auch Kleinbildkameras. Nokia spricht von einer Erweiterung um 25 Prozent.

Der Bildsensor soll viel lichtempfindlicher sein, als die bisher in Handykameras verbauten Chips. Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen in geschlossenen Räumen dürfte sich die Qualität der Fotos deutlich verbessern. Mangelnde Lichtempfindlichkeit und das daraus resultierende Bildrauschen war bisher eine der größten Schwächen aller Handykameras. Ein Vertreter von Nokia sagte zu Areamobile, dass das N86 in der Regel mit 50 Prozent weniger Licht auskommt, als vergleichbare Handys. Das wäre revolutionär.

Die Kamerasoftware des N86 befindet sich noch im Beta-Stadium | Foto: Areamobile.de mehr Bilder

 

Ob die Kamera tatsächlich auch so gute Bilder knipst, wie die technischen Daten versprechen, wird die Praxis zeigen. Auf dem Mobile World Congress hat Nokia zwei mit dem N86 aufgenommene Fotos auf A2-Format ausgedruckt und präsentiert. Die Qualität der beiden Bilder war atemberaubend und stellt alle bisherigen 8-Megapixel-Handys in den Schatten.

Allen revolutionären Neuerungen zum Trotz bleibt die Bedienung der Kamera gleich. Im Vergleich zu den ersten Nserie-Modellen, die 2005 auf den Markt kamen, hat sich nicht viel verändert. Schiebt man den Linsenschutz der Rückseite herunter, wird automatisch die Kameravorschau aktiviert und der Bildschirminhalt um 90 Grad gedreht, sodass man das N86 wie eine echte Kamera hält. Auf der rechten Seite kann der Nutzer mit Hilfe einer wahlweise ausblendbaren Icon-Leiste Einfluss auf die wichtigsten Bildeinstellungen nehmen. Die Auslöseverzögerung beim Knipsen ist mit drei Sekunden nicht übermäßig schnell, aber einem 8-Megapixel-Handy angemessen.

Kameravorschau mit Einstellungsmenü | Foto: Areamobile.de mehr Bilder

 

Den Videomodus kann man übrigens auch nicht als revolutionär bezeichnen: das N86 nimmt Filme ganz normal in VGA-Auflösung auf. Das Blitzlicht ist ebenfalls nichts Besonderes. Nokia verbaut nämlich eine Doppel-LED statt eines echten Xenon-Blitzes. Ein Nokia-Vertreter sagte zwar, dass sie deutlich heller als die in anderen Nseries verbauten Lampen sei, aber darauf sollte man nicht allzu viel geben.

Und sonst?

Natürlich kann man Fotos sofort in das Netz hochladen. Als Betriebssystem verwendet Nokia seine Symbian-S60-Plattform mit ihren eingebetteten Ovi-Internetdiensten. Dazu kommen 8 Gigabyte interner Speicher und ein Anschluss für Kopfhörer mit 3,5-mm-Klinkenstecker. HSDPA, WLAN, A-GPS und Bluetooth 2.0 sind ebenfalls integriert. Eine detaillierte Auflistung aller technischen Details gibt unser Datenblatt.

Fazit

Vor allem Design und Verarbeitung des N86 zeigen, dass Nokia aus seinen Fehlern gelernt hat. Hinzu kommt eine technische Vollausstattung, die in einer revolutionären Kamera gipfelt. Sie hat endlich einmal mehr zu bieten, als hochgeschraubte Megapixel. In seinem neuen Kamerahandy verbindet Nokia das elegante und zuverlässige Design der Eserie mit den Multimedia-Fähigkeiten der Nserie. Herausgekommen ist das neben dem N97 vielversprechendste Highend-Handy, das der Hersteller jemals gezeigt hat.

 
Tops und Flops
  • Tops
  • elegantes Design
  • sehr gute Verarbeitung mit Liebe zum Detail
  • herausragende Kamera
  • 8 GB Speicher und microSD-Slot
  • FM-Transmitter und Stereo-Lautsprecher
  • Flops
  • Gehäuse 16,5 Millimeter dick
  • 2,6-Zoll-Display mit QVGA-Auflösung
  • Sprachgeführte Navigation kostenpflichtig
  • lahmer Browser
 
Bewertung
Hardware
Design 85%
Verarbeitung 85%
Sprachqualität 90%
Akku 80%
Connectivity 80%
 
Gesamtwertung
Gesamteindruck 83%
Features
Bedienung 95%
Internet 85%
Messaging 85%
PIM-Funktionen 75%
Sound 85%
Kamera 70%
Gaming 90%
Video 70%
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Kommentare
  1. 07.01.10 14:08 DeinVater (Gast)
    N86 multimedia

    Das Handy ist genial......

  2. 19.11.09 15:13 Gojira (Handy Profi)

    also wie´s mit den neuen SE-Modelen aussieht kann ich nicht beurteilen. ich persönlich hab (leider noch) das SE C902 mit 5 megapixel, das macht eindeutig schlechtere bilder als bsp.-weise das nokia n95....das hat nämlich Carl-Zeis-optik und die macht schon echt was aus. SE ist das beste beispiel dafür dass megapixel eben noch lange nicht alles sind. wie da zbs. das c905 oder das rachael oder das satio abschneiden kann ich leider nicht beurteilen.

  3. 17.11.09 17:34 Anonymous (Gast)

    ich verstehe nicht ich les immer wieder kommentare von irgendwelchen nokiahassern, nur weil nokia immernoch der weltweite marktführer ist?!

    sony ericsson nicht nur sony handys machen natürlich gute bilder..sie sind ja auch dafür ausgelegt richtig? zumindest die CYBERSHOT handys wie C905 & co.

  4. 18.09.09 14:09 Anonymous (Gast)

    sehr

  5. 14.09.09 16:12 diddy2222 (Gast)

    dann macht mal alle bilder mit nen sony c 905 oder ähnliches von sony....dann werdet ihr sehen was foto qualy heißt...weil egal ob sich was bewegt oder nicht.das bild ist gestochen scharf.da wird nokia in denn nächsten jahren nicht ran kommen.was nur gut an nokia ist:die software die drauf ist und die man sich dafür runterladen kann...da muss sony noch dran arbeiten aber im allgemeinen wer auf gute fotos steht soll sich ein sony holen...

  6. 10.07.09 13:10 Anonymous (Gast)

    Meine 5 Jahre alte 3 Megapixelkamera macht schlechtere Fotos als das N86. Ich möchte ein handy welches eine 99 EUR Kamera mit 3 Megapixeln ersetzen kann und da ist das N86 top. Man hat es außerdem immer bei. Die Kamera bleibt meistens zu Hause liegen und man hat dann nichts bei zum Knipsen, aber so ein Handy ist top. Ich fand das N95 schon top und hatte nichts an den Fotos auszusetzen.

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