Das Betriebssystem Android soll den
Mobilfunkmarkt revolutionieren, doch bisher ist nicht
viel davon zu sehen. Gerade einmal zwei Geräte sind
bisher mit der Google-Software auf den Markt gekommen:
das T-Mobile G1 und das HTC Magic, welches Vodafone
demnächst in Deutschland anbieten will. Areamobile hat
das neue Gerät genau mit dem Vorgänger
verglichen.
Top verarbeitet und in modernem Weiß: HTC Magic | Foto: HTC | mehr Bilder
„Die Nachricht ist: Der Feind ist die Telekom, wir sind die Angreifer.“ Mit diesen Worten endet der Einpeitscher von Vodafone seine Rede vor dem Standpersonal. Es ist der Abend vor der offiziellen CeBIT-Eröffnung und Areamobile fotografiert nebenan schon die neuen Geräte. „Ich freue mich wahnsinnig darauf, den Rosa Riesen zu ärgern“, sagt der Redner. Doch mit dem HTC Magic dürfte das kaum gelingen.
Vodafone wird das zweite Smartphone mit dem Google-Betriebssystem Android in der zweiten Aprilhälfte in Deutschland auf den Markt bringen, falls kein Gerichtsbeschluss die Auslieferung verhindert. Der Patentverwerter IPCom droht mit einem Verkaufsstopp für alle UMTS-Geräte von HTC, weil sie angeblich Patente der Münchner Firma verletzen. Das Landgericht Mannheim hat diese Ansprüche bereits anerkannt. IPCom lässt das Urteil nur nicht vollstrecken, weil sie auf eine Lösung am Verhandlungstisch hoffen. Im vergangenen Jahr hatten sie Nokia wegen derselben Patente auf einen Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagt.
„Das HTC-Magic wird in Deutschland zwar nur mit Laufzeitverträgen verkauft, aber es hat keinen SIM-Lock“, erklärt Vodafone-Pressesprecher Thorsten Hoepken. Man könnte es also auch mit einer SIM-Karte von E-Plus betreiben, aber dann muss man den Zugangspunkt für die Datendienste (APN) selbst einrichten. Bei Simyo oder Blau.de gibt es 1 Gigabyte für unter zehn Euro, das würde auch für die Grundbedürfnisse des HTC Magic reichen, falls man das Gerät irgendwo ohne Vertrag bekommt. Vodafone lässt sich bei seiner Preisgestaltung bisher noch nicht in die Karten schauen. „Schauen Sie sich mal die Konkurrenz an!“, sagt Hoepken nur ausweichend. Auf ein Branding wird verzichtet, nur bei den installierten Programmen gibt es einen Browserlink zu Vodafone.
Das alte und das neue Android-Smartphone: T-Mobile G1 (li.) mit HTC Magic | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder
Beim T-Mobile G1 ist es ähnlich. Das neue Gerät übernimmt fast alle Vorteile des Vorgängermodells, doch es gibt auch Unterschiede. Der wichtigste Gegensatz ist natürlich, dass dem HTC Magic eine Tastatur fehlt, wodurch es mehr wie ein iPhone aussieht. Das neue Android-Smartphone ist deswegen ein bisschen flacher und kürzer als das T-Mobile G1, doch dieser Gewinn erweist sich schnell als Nachteil. Zum Schreiben von SMS und E-Mails dient nur noch eine senkrechte Bildschirmtastatur, die ärgerlich klein ist. Ähnlich wie beim iPhone muss man links neben die Buchstaben tippen, um das richtige Zeichen zu erreichen.
Zum Tippen dient beim HTC Magic nur noch die Bildschirmtastatur | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder
Wenigstens hilft die automatische Worterkennung T9 beim Tippen. Ähnlich wie bei anderen HTC-Geräten verdeckt die Tastatur einen Großteil des Bildschirms, sodass man anfangs nur drei Zeilen einer E-Mail sieht. Mit der Zeit ändert sich das, denn die ersten Zeilen scrollen nach oben und das angezeigte Textfeld weitet sich aus. Anders als beim HTC Touch Diamond gibt der Touchscreen des HTC Magic kein taktiles Feedback. So eine kurze Vibration dient als Rückmeldung für jeden Tastendruck, damit sich der Nutzer auf den schmalen Bildschirmtasten nicht vertippt. Allerdings müssen die Android-Fans wohl nicht mehr lang darauf warten.
Die Volltastatur gibt es leider nur im Browser | Foto: PCMag.com | mehr Bilder
Der alternative Browser Steel, den Areamobile auf einem T-Mobile G1 installiert hat, gibt schließlich auch ein taktiles Feedback auf seiner integrierten Touchscreen-Tastatur. Technisch ist es also möglich. Noch viel besser wäre ein Keyboard im Querformat, wie beim Samsung i900 Omnia, doch darauf muss selbst das wohldurchdachte iPhone bisher verzichten. Erst im Sommer will Apple das Problem lösen. Bei dem neuen Android-Smartphone bietet nur der Browser so eine breite Tastatur an. Sie dient zum Eintippen von URLs, obwohl man sie da noch am wenigsten braucht. Das HTC Magic hat einen Kompass und einen Lagesensor eingebaut. Durch den Sensor rotiert die virtuelle Tastatur beim Drehen des Browsers mit. Für SMS und E-Mails muss man aber aufs Querformat verzichten.
Das HTC Magic ist hervorragende verarbeitet, zieht aber Fettfinger an | Foto: Areamobile.de | mehr Bilder
Die Menü-Taste liegt jetzt unten links, sie schließt nicht mehr an den Bildschirm an wie beim Vorgänger. Auch das lächerliche Kinn ist verschwunden. Im Gegensatz zum T-Mobile G1 hat das HTC Magic endlich keinen Knick im Gehäuse, der Trackball liegt auf derselben Ebene wie der Touchscreen. Er ist auch tiefer in das Gehäuse eingelassen, das wirkt eleganter. Die Kamera auf der Rückseite sitzt nicht mehr seitlich, sondern in der Mitte. Sie wird von einer schräg angeschliffenen Aluminiumplatte umgeben, die sehr edel aussieht. In dem schmalen Schlitz darüber versteckt sich der Lautsprecher. Eine Öffnung für die SD-Card lässt sich nicht mehr sehen, der entsprechende Slot befindet sich unter dem Akkudeckel. Beim T-Mobile G1 saß er im Kinn.
was ist das für ein fake magic
hallo ich will wissen ob man diese handy htc magic vodafone für bluetoth empfang freischalten kann
Hallo
Das mit dem versenden von Dateien beim Magic via BT läßt sich über eine freie Software im Andoid Market beheben und ergänzen. Mein Urteil: Ich habe seit Jahren only HTC und ich muß sagen das Magic ist nicht deas nonplusultra aber eine gute Alternative zu IPhone oder G1.
Tastatur beim SMS schreiben ist defenetiv im Querformat allerdings hat es einen riesen Nachteil gegenüber jedem anderen Handy ! Man kann über dir Bluetooth Funktion nur ein Headset anschließen ! Man kann weder Daten empfangen noch versenden ! Ist in meinen Augen ein gewaltieger nachteil den man mal erwähnen sollte !
Ich habe mir das Magic gestern bei Vodafone zum ausprobieren vor Ort geben lassen und man konnte auch beim SMS schreiben die Tastatur im Querformat benutzen!
Das HTC Magic nutze ich schon seit mehreren Monaten und konnte es via Ebay im neuwertigen Zustand fuer 200 EUR von einem ungluecklichen Vodaphone-Kunden erwerben und betreibe es mit einer SIM-Karte von E-Plus sowie im Ausland problemlos mit Telenor- und Kyivstar-Karten. Preis-Tendenz fallend.
Es ist solide verarbeitet und liegt gut in der Hand. Ein iphone hat zur Zeit sicherlich bessere Apps und mehr Moeglichkeiten, allerdings ist der Akku nach nur 3 Stunden schon leer und neigt bei ungewollten Bodenkontakt zur Mosaikbildung im Display. Trotz mehrmaligen Runterfallens auf Steinboeden, hat es weder ne Macke noch einen Kratzer abbekommen.
Der Akku des HTC haelt bei voller Auslastung aller Dienste ( Internet, Bluetoth ) mindestens einen ganzen Tag, da ich diese Funktionen selten benoetige, reicht eine Akkuaufladung ca 3 Tage.
Wenn ich was negatives dazu sagen kann, dann ist es der mp3-Player in miserabler Tonqualitaet sowie der beiliegenden Kopfhoerer. Bei voller Laustaerke verzehrt es das Signal. Versuche ich das durch bessere Kopfhoerer zu kompensieren, dann benoetige ich einen USB-auf-Mini-Klinke-Adapter. Via USB kann ich aber den Akku mit dem mietgelieferten USB-Kabel von einem Laptop oder PC aus aufladen, was sicherlich bei Reisen und in Laendern von Vorteil ist, wo ich das beiliegende Netzteil mangels kompabilitaet nicht einsetzen kann. Ebenfalls ærmlich ist die pixelschwache Kamera. Nur unter ideal-Bedingungen gelingen schoene Fotos. Bei schwachen Lichtverhaeltnissen braucht man sich gar nicht erst zu bemuehen. Ebenfalls leidig aber auch bei anderen Modellen ueblich: Die Film-Kamera-Funktion bedarf ein ruhiges Haendchen, schnellere Bewegungen quittiert das Videomaterial mit verwacklern und unschaerfe.
Auch als Navi macht es eine gute Figur. Hier kann ich aussuchen, ob eine Online-Navigation erfolgt oder durch ein bestimmtes App auch ohne Internetverbindung nutzen kann.
Der Neupreis von 550 EUR ist nicht gerechtfertig aber wie bereits erwaehnt wusste ich mir zu helfen.
Unterm Strich empfinde ich das HTC Magic als design-highlight besonders in weiss.