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Windows-Smartphone im Telefunken-Design HTC Touch Diamond 2

Kamerafunktionen

Bildsucher | Foto: Areamobile | vergrößern

Das Touch Diamond 2 macht Fotos mit 5 Megapixel (2592x1944 Bildpunkte), ein selektiver Autofokus dient zum Scharfstellen. Das ist allerdings auch das einzige hervorstechende Ausstattungsmerkmal. Auf Software-Finessen wie Gesichtserkennung oder Geotagging verzichtet der Hersteller. Sogar ein Blitzlicht fehlt.

Bildergalerie | Foto: Areamobile | vergrößern

Unser Vorserienmodell verfügte noch nicht über die finale Firmware. Der Fotoqualität merkt man das deutlich an. Handlungsbedarf gibt es bei der Bilddynamik und der Farbwiedergabe. Weiße Flächen überstrahlen häufig, was zum Verlust von Details führt. Auch die Farben sind zu schwach ausgeprägt. Die Bildschärfe muss der Hersteller dagegen nicht mehr verbessern, sie ist einer 5-Megapixel-Kamera mehr als angemessen. Auch das Bildrauschen hat die Vorserien-Software schon gut im Griff.

Wenn HTC die genannten Punkte in den Griff bekommt, kann man beim Diamond 2 durchaus von einer guten Handykamera sprechen. Zumindest bei gutem Licht. Bei Innenraumaufnahmen zeigt sich das für Handykameras typische Bild: wegen der kleinen Linse und der dementsprechend schlechten Lichtaufnahme sinkt die Bildqualität rapide ab. Da ein Blitz fehlt, lässt sich das auch auf kürzeste Distanz nicht verhindern. Mit bewegten Objekten hat das Diamond 2 ebenfalls große Probleme, schnell schleichen sich Bildverzerrungen ein.

Das Touch Diamond 2 zeichnet Filme in VGA-Qualität (640x480 Pixel) auf, deren Länge nur durch den Speicherplatz begrenzt ist. Wegen der hohen Bildwiederholungsrate von 30 Bildern in der Sekunde spielt das Handy die Filmchen absolut flüssig ab, allerdings ist die Bildqualität hier deutlich schlechter als etwa beim LG Renoir bei gleicher Auflösung. Beim Diamond sind alle Videoaufnahmen pixelig und unscharf.

Die Fotobetrachtung über die TouchFlo-3D-Oberfläche sieht immer noch sehr modern aus, obwohl sie im Vergleich zum Vorgängermodell kaum verändert wurde. Wählt man über den Menübalken um unteren Display-Rand den Punkt "Fotos und Videos", dann kommt ein ein großes Thumbnail des letzten Bildes hereingeflattert, das mit einem senkrechten Fingerstreich weitergeschoben werden kann.

Dabei gibt es wie beim Vorgänger eine hübsche 3D-Animation zu bestaunen, mit der man bei nur minimaler Verzögerung ruckelfrei durch die Fotos wechselt. Ein Druck auf die Bildvorschau öffnet das Foto im Vollbild und im Querformat. Hier lässt sich eine Diashow aktivieren oder das Foto verschicken. Beim Zoom ist eine praktische Möglichkeit hinzu gekommen. Neben dem Doppeltipp aufs Display kann man die Bilder auch ganz bequem und stufenlos mit dem berührungsempfindlichen Zoombalken vergrößern.

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

Musikplayer | Foto: Areamobile

Sortierung nach Komponisten |Foto: Areamobile.de

Der interne Speicher ist 300 Megabyte groß - das reicht für Termine, Nachrichten und Kontaktdaten, aber nicht für eine Musiksammlung oder Videos. Die kommen mit microSDHC-Karten auf das Diamond 2. Unser Testmodell schluckte eine 16 Gigabyte große Karte anstandslos. Man kann sie über den Microsoft Media Player mit Musik füllen. Er synchronisiert die Musikbibliothek des heimischen Rechners inklusive Coverarts und sonstigen Zusatzinformationen. Die USB-Übertragungsgeschwindigkeit ist im Festplatten-Modus gut, etwa 3 Sekunden vergehen für den Transfer einer MP3 mit 4,5 Megabyte.

Im Player erwartet den Nutzer die Touch-Flo-3D-Ansicht, die auch schon vom Vorgänger bekannt ist. Die Oberfläche hat sich zwar kaum verändert, sie reagiert aber immer einen Tick schneller als beim erstes Diamond. Wenn man über das Coverart streicht, das schräg in 3D eingeblendet wird, dann spielt das Smartphone den nächsten Song ab. In einer butterweichen Animation klappt ein Albumcover um und verschwindet aus dem Bild, das Neue schwebt heran. Das iPhone kann es auch nicht besser.

Der Softkey "Bibliothek" führt in Listenmenüs, die kleine Coverarts einblenden und dabei sehr übersichtlich und informativ sind. Sie bieten eine bequeme Musikauswahl nach Interpret, Album und Genre und ermöglichen auch das Erstellen eigener Wiedergabelisten. Ein Extra-Filter zeigt DRM-geschützte Musik an, die das Touch Diamond 2 neben den Standardformaten anstandslos wiedergibt. Mit einem Fingerstreich navigiert man ruckelfrei durch die Musiklisten und freut sich auch hier über den Geschwindigkeitsschub. Die winzigen Thumbnails der Albumcover lädt das Diamond 2 nämlich schneller als der Vorgänger.

Für die Sound-Anpassung stellt HTC dem Nutzer einen 10-Band Equalizer an die Seite, den man über den Menüpunkt "Audio Verstärker" erreicht. Zusätzlich stehen zahllose Klang-Presets zur Verfügung. Leider kann der Klang auch beim neuen Touch Diamond 2 nicht mit der schicken Oberfläche mithalten. Das liegt hauptsächlich am Headset, das der Hersteller mitliefert. Dessen Sound ist dünn und fast kreischend, selbst auf maximaler Equalizer-Einstellung ist Bass nur zu erahnen. Der Player selbst produziert zwar keine kristallklaren Töne wie etwa ein Sony Ericsson W902, doch mit guten Kopfhörern erreicht man ein recht ausgewogenes Klangbild. Auch die Lautstärke reicht dann locker aus, um in lauter Umgebung ungestört Musik zu genießen. Leider benötigt man zum Anschließen anderer Kopfhörer einen Extra-Adapter, denn einen 3,5-Millimeteranschluss wie das Touch HD besitzt das neue Diamond 2 nicht. Warum HTC bei seinem aktuellen Top-Modell ein derart billiges Headset beilegt, erscheint daher umso unverständlicher. Eine Alternative zum originalen Headset bieten Bluetooth-Stereoheadsets. Die Verbindung klappt problemlos.

Für Podcasts installiert HTC den RSS Hub, einen der besten Podcast-Clients, die es gibt. Sowohl Audio-, als auch Videopodcasts lassen sich wegen der guten Übersicht einfach verwalten. Auch an ein UKW-Radio hat der Hersteller wieder gedacht. Auf 20 Speicherplätzen können Lieblingssender abgelegt werden, dank RDS werden neben der Sendefrequenz auch die Sendernamen angezeigt.

Da der Browser nach wie vor kein Flash darstellen kann, installiert HTC auch beim Touch Diamond 2 wieder den bekannten Client, der die gesamte Youtube-Palette beherrscht. Dank HSDPA mit bis zu 7,2 MBit oder mit noch schnellerem WLAN kommt es kaum zu störenden Ladezeiten.

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Kommentare
  1. 21.03.10 10:11 Anonymous (Gast)

    Also wer ein kompaktes Smartphone mit 2,8 Zoll haben will der kann sich das Touch 2 ansehen.

  2. 28.09.09 22:37 Anonymous (Gast)

    Hallo
    Ich habe den D2 seit einer Woche im Gebrauch.
    Und.. ist das auch ein Handy? Die Ermpfangseigenschaften sind so schlecht. Mit feildtest verglichen ca. 6 bis 10db (!!!) schlechter als ein altes Nokia8210.
    Was bringt mir ein tolles Feature wenn die Grundlagen nicht funtionieren.Gr. Pjoe

  3. 11.08.09 15:29 atreju

    "Eine Volltastatur im Querformat wie beim Samsung i900 Omnia blendet das Touch Diamond 2 aber nur im Browser ein."

    und wenn man SMS schreiben möchte....

  4. 25.07.09 12:40 paul71 (Gast)

    Habe immer noch keine Lösung für das Problem des träge arbeitenden Transcribers, Sketchers & Co. gefunden. Insbesondere der Touch HD ist in dieser Beziehung eine Katastrophe. Durch das grosse Display eigentlich als elektronisches Notiz- und Skizzenblock optimal, nur leider aus oebn genannten Gründen nicht verwendbar. Jemand da, der anderes berichten kann?

    Noch eine Bemerkung zu den Tests solcher Windows Mobile Devices: Nach meiner Meinung konzentrieren sich die Tester zu sehr auf triviale "Handy"-Funktionalität. Diese ist bei "Handys" teilweise besser implementiert, weil diese dafür optimiert sind. Geräte wie HTCs Touch-Serie sind aber keine Handys, sondern mobile Computer mit Telefon- und Datenübertragungsfunktionen. Das ist nach meiner Meinung ein grosser Unterschied und sollte beim Testen berücksichtigt werden.

  5. 19.07.09 13:21 paul71 (Gast)

    Hallo,

    ich möchte eine Eigenschaft erwähnen, welche die neue Touch-Serie mit den WVGA Displays (800x480 Pixel) also Diamond II und Touch HD für meine Anforderungen unbrauchbar macht: Die Microsoft-Anwendungen wie Transcriber, Letter-Recognizer oder Sketcher (also alle, die Pen-Strokes auf dem Display auswerten) arbeiten sehr träge und fehleranfällig. Ich vermute, es hängt mit der hohen Auflösung des Displays zusammen. Habe dies durch Tests von mehreren Geräten herausgefunden und habe noch keinen Workaround oder Einstellungsänderung gefunden. Könnt ihr das bestätigen?

  6. 03.06.09 11:25 dragon-tmd (Member)

    Die finalen Testgeräte sind für die Redaktionen bereits verfügbar. Das Cover ist allerdings aus mattiertem Edelstahl, nicht blank poliert. Gesprächs- und Kameraqualität sind in der finalen Firmware deutlich besser.

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