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Die neue S-Klasse im Praxistest LG KM900 Arena

Kamerafunktionen

Bildsucher | Foto: Areamobile.de

Die Kamera macht Fotos mit 5 Megapixel. Das verspricht gute Fotos, doch das LG Arena ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass die bloße Megapixelzahl keine Aussage über die Fotoqualität zulässt. Dabei stecken im Touchphone eine Schneider-Kreuznach-Linse, Autofokus, Bildstabilisator, LED-Blitz und GPS für Geotagging. Was ist also schief gegangen?

Bildergalerie | Foto: Areamobile

Beim Fotografieren dient der Großteil des Displays als Sucher, am linken Rand werden virtuelle Tasten eingeblendet, die Zugriff auf die Belichtung, Fokusart, Blitz und weitere Optionen erlauben. Diese Onscreen-Menüs blendet das Arena nach einigen Sekunden aus, sie erscheinen erst wieder, wenn man auf den Sucher tippt.

Neu ist die Menüsteuerung im Optionsmenü, das ausschließlich im Querformat angezeigt wird. Auf der linken Seite des Displays wird ein Drehrad eingeblendet, wie man es von professionellen Kameras zum Einstellen der verschiedenen Foto-Modi kennt. Mit Fingergesten kann man es drehen und bequem durch die einzelnen Menüpunkte navigieren. Die hübsche Benutzeroberfläche kann aber nicht über diverse Macken der Kamera hinwegtäuschen. Der erste Stolperstein lauert schon beim Knipsen der Bilder. Die extrem kurze Scharfstellzeit des Autofokus macht schon stutzig. Wer das LG direkt nach dem Auslösegeräusch runternimmt, um sich das Foto anzuschauen, wird überrascht. Auf dem Foto sind nämlich nur die eigenen Füße sehen. Um das zu verhindern, muss das Arena auch noch etwa eine Sekunde nach dem Auslösegeräusch auf das Motiv gerichtet bleiben, denn erst dann macht die Kamera tatsächlich das Foto.

Originalaufnahme LG KM900 Arena | Foto: Areamobile.de

 

Schlimmer ist jedoch die Qualität. Die Bildmitte weist eine hohe Bildschärfe auf, je weiter man sich jedoch davon entfernt, desto pixeliger werden die Fotos. Auf der Aufnahme der Trias-Towers wirken die Personen am rechten Bildrand fast wie mit Aquarellfarben gemalt. Insgesamt fallen Fotos sehr hell aus, besonders weiße Flächen werden dadurch überstrahlt und verlieren Details. Dafür stimmt die Farbwiedergabe, doch die kann den schlechten Gesamteindruck auch nicht bessern. Der Blitz hat diesen Namen nicht verdient, er reicht nicht einmal einen Meter weit. Er gehört zum schlechtesten, was Areamobile.de je getestet hat.

UPDATE vom 20.04.2009:
Für helle Blitzaufnahmen muss man den Bildstabilisator beim Arena manuell deaktivieren. Normalerweise wird er bei Blitz-Aufnahmen automatisch abgeschaltet. Denn durch die kurze Zeit, die die Linse geöffnet bleibt, sind Verwackler unwahrscheinlich. Nicht so beim LG-Handy. Erst wenn man den Bildstabilisator manuell deaktiviert, reicht der Blitz etwa 2-3 Meter weit. Richtig scharf sind die Aufnahmen allerdings auch dann nicht, außerdem macht sich starkes Bildrauschen breit.

UPDATE vom 22.04.2009:

Auch der Videomodus erhält keine Bestnoten. Filme werden bis zum Format 720x480 aufgezeichnet und anschließend mit flüssigen 30 Bildern in der Sekunde wieder abgespielt. Schnelle Schwenks mag das LG Arena gar nicht, denn dabei wird das Video extrem unscharf. Doch auch ohne schnelle Bewegungen ist die Videoqualität nicht gerade brillant. Immerhin beherrscht das Arena wie schon das LG Viewty eine Zeitlupenfunktion und zusätzlich eine Zeitrafferfunktion wie das LG Secret. Bei diesen speziellen Aufnahmemodi ist die Auflösung aber auf 320x240 (QVGA) Bildpunkte beschränkt.

Die Bildergalerie erinnert im Querformat an Apples Coverflow | Foto: Areamobile.de

 

Viel besser als die Qualität der Fotos ist deren Präsentation. Öffnet man die Bildergalerie im Hochformat, erscheint eine Thumbnail-Ansicht mit 12 Fotos. Das Arena benötigt etwa drei Sekunden, um die Fotos zu laden. Für die lange Wartezeit wird man aber entschädigt, nachdem man das Handy ins Querformat gedreht hat. Dann fällt nämlich die Thumbnail-Liste nach unten aus dem Bild und von oben schweben drei neue Fotos heran, die durch ihre Anordnung den Eindruck hinterlassen, der Betrachter stände in einem Raum aus riesigen Fotowänden. Das sieht aus wie Apples Coverflow. Ein Fingertipp auf eines der Fotos vergrößert ins Vollbild, mit horizontalen Fingergesten wechselt man zum nächsten Foto oder Video. Man kann die Bilder auch auch mit zwei zwei Fingern vergrößern oder verkleinern. Diese Multitouch-Bedienung gab es bisher nur auf dem iPhone.

Trotz der imposanten Animationen wird alles nahezu ruckelfrei dargestellt, lästig sind aber die immer wieder auftretenden Ladezeiten. Vergrößert man ein Foto etwa ins Vollbild, zoomt das Arena immer weiter ins Bild hinein. Anstatt dann aber geschickt auf voller Bildschirmgröße zu enden, wird das Display kurz schwarz, bevor das scharf gerechnete Foto erscheint. Noch störender ist das Herauszoomen, denn dann fehlt jegliche Animation. Stattdessen erscheint für etwa 2 Sekunden ein Ladebildschirm. Hier wirkt das LG Arena unausgereift.

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

Satte 7,2 Gigabyte Speicher stehen dem Nutzer zur Verfügung. Wem das noch nicht reicht, der kann das Arena mit microSDHC-Karten bis 32 Gigabyte aufrüsten. Doch das LG-Handy bietet nicht nur Masse, sondern auch Klasse, denn beim Thema Musik hat sich LG etwas Besonderes für die Präsentation einfallen lassen.

Auf dem Multimedia-Homescreen werden auf der linken Display-Hälfte die Coverarts der als Favoriten festgelegten Lieblingslieder angezeigt, die andere Hälfte ist für Fotos und Videos reserviert. Beide Anzeigen können mit dem Finger durchgescrollt werden. LG nennt das "Reel Scrolling", denn die kleinen Grafiken sehen aus, als ob sie auf einer Filmrolle angeordnet sind. Tippt man eines der Coverarts an, so öffnet sich eine Player-Animation, die die Albumgrafik als rotierende CD darstellt und der Song startet. Das hat es bislang noch nicht gegeben. Auf bis zu 15 Lieblingslieder kann der Nutzer so zugreifen, danach ist Schluss und der normale Player muss geöffnet werden. Schade, denn so ist diese optisch gelungene Darstellung letztendlich nur Spielerei.

Der eigentliche Player ist nicht ganz so extravagant ausgefallen, doch auch er hat Neues zu bieten. Tippt man im Hauptmenü den mit "Musik" beschrifteten Button an, so landet man in einem alphabetisch geordneten Listenmenü, in dem alle verfügbaren Titel angezeigt werden. Am oberen Rand des Displays kann die Sortierungsart über eine Schaltfläche geändert werden. Zur Auswahl stehen hier die Standards Favoriten, Interpreten, Alben und Genres. Ein weiterer virtueller Knopf links neben den Sortiermöglichkeiten öffnet ein Menü, das flüssig heranwabert und Schaltfächen für den Equalizer, das Erstellen neuer Playlists und den FM-Transmitter einblendet. Damit kann man die Musik an Radios in der Umgebung senden.

Hinter dem Equalizer vestecken sich aber nur Presets, die nicht verändert werden können. Wegen des guten Klangs sollte das aber niemanden weiter stören. Hier findet man unter anderem das Preset Dolby Mobile, welches LG besonders hervorhebt.

Neben jedem Song-Namen befindet sich am rechten Display-Rand ein kleines Icon, mit dem man das Arena zum Abspielen des Titels bewegt. Dafür wird nicht einfach ein neues Fenster mit dem Player eingeblendet, sondern er schiebt das Listenmenü, das unterhalb des angewählten Songs liegt, weiter nach unten schafft sich so Platz. Der Vorteil: er bleibt so in die Liste integriert, die Liste selbst bleibt ständig in Reichweite. LG spart sich so die Aufteilung in Song-Menüs und Player und gestaltet den Player etwas intuitiver. Er verschwindet aus dem Sichtbereich, wenn die Liste mit dem Finger weitergeschoben wird und taucht erst wieder auf, wenn man bei einem anderen Song erneut den Play-Button drückt. Da der Player in diesem Modus nur einen Bruchteil des Displays einnimmt, ist das dargestellte Coverart entsprechend winzig. Es wird von stylischen, leider nicht ganz flüssigen Hintergrundanimationen eingerahmt. Eine Drehung ins Querformat passt den Display-Inhalt automatisch an. Dann bleibt der Player mit nun größerem Coverart in CD-Form auf der linken Seite immer fest im Blick, rechts daneben befindet sich die Song-Liste.

Bei all den Leckerbissen für die Augen hat LG zum Glück auch welche für die Ohren parat. Die weißen In-Ear-Kopfhörer bringen im Verbund mit dem Musikplayer einen vollen und qualitativ hochwertigen Sound hervor, der nicht weit von Sony Ericssons Walkman-Reihe entfernt ist. Auch die Lautstärke kommt nicht zu kurz, wobei man nur auf Maximum dezentes Übersteuern heraushören kann.

Auch wenn ein Austausch wegen des 3,5-Millimeter-Ports problemlos möglich ist, machen ihn die gut auf das Handy abgestimmten Originalkopfhörer überflüssig. Wer hingegen auf lästige Kabel verzichten will, kann bedenkenlos zu Stereo-Bluetooth-Kopfhörern greifen.

Das Arena dient nicht nur als kleiner UKW-Sender, sondern auch als Empfänger. Beim Radio hat LG die Nutzeroberfläche ebenfalls an die Bedienung mit dem Finger angepasst. Die Sendefrequenz stellt man ein, indem man ein virtuelles Suchrad dreht, das an alte Radios angelent ist. Der Rest ist bekannt. Mittels RDS werden zusätzliche Senderinformationen angezeigt, über das Menü lässt sich ein automatischer Sendersuchlauf aktivieren. Am unteren Bereich des Displays befinden sich virtuelle Senderspeichertasten. Im Vergleich mit anderen Handys ist das Arena-Radio sehr laut und hat viel Bass.

Einen speziellen Youtube-Player wie bei HTC gibt es nicht, Flash-Videos gibt der Browser allerdings auch nicht wieder. Stattdessen spielt das LG Arena aber mit DivX, Xvid, Mpeg4 und WMV nahezu alle wichtigen Videoformate ab. Durch das recht große Display und den noch größeren Speicher eignet es sich daher auch hervorragend, um seine Videosammlung mitzuführen.

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Kommentare
  1. 30.07.11 13:04 Anonymous (Gast)
    Nur bei gutem Angebot

    Ich finde das handy ist nicht völlig schlecht, aber es gibt ehrheblich bessere.

    Wenn müsst ihr auf jeden Fall auf guten Angebote achten.
    Ich habe es bei Media Markt mit Vertrag für 1 € bekommen.
    Muss dafür jeden Monat 10 € bezahlen, also ingesamt 240 €, dafür habe ich eine 150 € Geschenkkarte von MM dazu bekommen.

    Für dann nur 90 € ist das Handy echt toll.

    Aber mehr also 150 € ist es nicht wert.
    Aufgrund von einigen einfach total doffen Anwendungen (Kamera macht Foto erst nach dem Ton, Spiele müssen kompliziert runter geladen werden, Notzien werden nicht direkt gespeichert, etc. )

  2. 15.05.11 19:35 lol mann (Gast)
    ultra cool

    das handy hat alles aber lohnt sich das für den preis da man sich auch ein ipod touch kaufen kann der mit einem app telefonieren und sms schicken kann kaufen kann ? warscheinlich schon wei man ihn im internet für fast 130 € kaufen kann.

  3. 21.03.11 14:59 Anonymous (Gast)

    ihr seit vollspacken das LG Arena 900 iss Top läuft seit 2 Jahren wie am schnürrchen vlt das ding mal net so oft runterfallen lassen wäre mein Tip Eure Aussagen sind nicht nur unqualifiziert sondern auch unwahr und können nur von unter 18 jährigen stammen

  4. 06.02.11 22:46 Stefan17 (Gast)
    Bewertung und Kritik vom Nutzer

    Das Handy ist meiner Meinung nach der totale Flop. Wie bei anderen LG Handys, geht diese Version gerne mal aus und an. Das Akku hält max 2 Tage und es hängt sich sehr oft auf . Leute, nicht kaufen !

  5. 21.01.11 13:02 gast1103 (Gast)
    LG km 900 arena probleme

    http://www.youtube.com/watch?v=sjqrhQHeL5Y
    Lg macht nichts toll schon 3x in reperatur.

  6. 19.01.11 12:27 G.N. (Gast)
    Top Handy ohne Probleme

    Ich habe für meine Frau und mich zwei gebrauchte KM 900 ersteigert (für jeweils 70,- Euro, ca. 1 1/2 Jahre alt). Nach Erhalt habe ich beide Geräte mit der neusten Software versehen (update über PC Suite III), weiterhin mit 8 GB SDHC Speicherkarten ausgestattet, Musik, Bilder und Videos aufgenommen und Radio gehört. Außerdem habe ich WE Travel GPS als "Sorglospaket" installiert. Es lässt sich damit navigieren, ist aber nicht mit einem echten GPS zu vergleichen. Mit allen Funktionen und Programmen habe ich seither keine Probleme gehabt. Keine der hier beschriebenen Abstürze oder ähnliche Ausfälle erlebt! Das Einzige was nervt, ist der zeitliche lange Zugriff auf die Speicherkarten, die schwachen Akku mit maximal 2 Tage Strom (Polymer - neu) und das Schreiben von SMS auf der Tastatur ("dicke Finger")! Aus meiner Sicht ist das Arena ein technisches und optisches Top Multimediatelefon mit einer überragenden Ausstattung, gutem Klang und Bildergebnissen. Kaufempfehlung!!!!

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